Genesis 17
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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B. Geschichte Abrahams von der Geburt Ismaels an bis zur Geburt Isaaks. (17,1 – 21,34) 1.) Ismael war nicht der verheißene Sohn. Einige Jahre nach dessen Geburt wiederholt Gott seine doppelte Verheißung und bestätigt sie durch Erneuerung des Bündnisses, indem er die Beschneidung als Bundeszeichen einsetzt, und von Sarai, deren Namen Gott ebenso wie den Abrahams ändert, einen Sohn als Erben des Bündnisses und der Verheißung verspricht.
1 Nachdem er aber in sein neunundneunzigstes Jahr getreten war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Im 75. Jahre erhielt Abraham die erste Verheißung, im 86. Jahre ward Ismael geboren, im 99. wird die Verheißung wiederholt und die Beschneidung eingesetzt. Im 100. Jahre wird Isaak geboren und die Verheißung erfüllt. Auf eine wie harte Probe wird Abrahams Glauben gestellt. - Ich bin Gott, der Allmächtige, wandle vor mir Ebenso [1Mos 24,40]. Vergl. [1Mos 48,15]. - und sei vollkommen. 2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir errichten, Und meine Verheißung erfüllen, indem ich dir zahlreiche Nachkommenschaft verleihe. - und will dir überaus zahlreiche Nachkommen geben. 3 Da fiel Abram nieder auf sein Angesicht. 4 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin es, und mein Bund ist mit dir, Hebr. etwa: Mein Bündnis mit dir hat den Zweck, dass du Vater vieler Völker werdest. - und du sollst der Stammvater vieler Völker Nicht nur durch Ismael [1Mos 25,12ff], durch Esau [1Mos 36] und Jakob, sondern auch durch Ketura [1Mos 25,1ff] stammen viele Völker von Abraham leiblich ab. Noch zahlreicher sind die, deren geistiger Vater Abraham ist. - werden. 5 Fortan sollst du nicht Abram Erhabener Vater. Von jetzt an verschwindet dieser Name in der heiligen Schrift. - heißen, sondern Abraham Vater der Menge. - soll dein Name sein; denn ich habe dich zum Stammvater vieler Völker bestimmt. 6 Und ich will machen, dass deine Nachkommen sich mehren über die Maßen und zu Völkern anwachsen, und Könige sollen von dir abstammen. 7 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir aufrichten, und zwischen deinen Nachkommen nach dir in ihren Geschlechtern, als einen ewigen Bund, Der Absicht Gottes nach ist der Bund ewig. Für den Standpunkt Abrahams kommt die ferne, dunkle Zukunft in Betracht, deren Grenze ihm unbekannt ist; für uns ist das verheißene Land der Typus der Kirche und des Himmels [Hebr 3,16ff] und die Nachkommen Abrahams alle, welche an Christus glauben. [Gal 3,7] - dass ich dein Gott sei, und deiner Nachkommen nach dir. 8 Und ich will dir und deinen Nachkommen das Land, in dem du als Fremdling weilst, das ganze Land Chanaan, zum ewigen Besitze geben, und ich will ihr Gott sein. 9 Und Gott sprach abermals zu Abraham: So halte also auch du meinen Bund, du Gegensatz zu V. 4: Gott pflegt bei der Schließung eines Bundes ein Zeichen zu geben (Noe), wie auch Menschen das Gleiche tun. (Jakob und Laban) Wie Gott sich zu etwas verbunden, so legt er Abraham das Bundeszeichen mit seiner durch dasselbe bedeuteten Verpflichtung auf. Die Beschneidung gründet sich auf die religiöse Anschauung, dass sie durch Adams Fall in die menschliche Natur eingedrungene Sünde und sittliche Unreinheit sich in dem Geschlechtsgliede konzentriert, weil sie im Geschlechtsleben besonders stark hervorzutreten pflegt, dass mithin für die Heiligung des Lebens das das Leben fortpflanzende Zeugungsglied einer Reinigung oder Heiligung bedürfe. Hierdurch wurde die Beschneidung am Fleische Sinnbild der Beschneidung, d. i. Reinigung des Herzens. [5Mos 10,16, 5Mos 30,6, 3Mos 26,41, Jer 4,4, Jer 9,25, Ez 44,7] - und deine Nachkommen nach dir in ihren Geschlechtern. 10 Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch, und deinen Nachkommen nach dir: alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. 11 Und zwar sollt ihr das Fleisch eurer Vorhaut beschneiden, Die Beschneidung war Bundeszeichen, insofern derjenige, der sie empfing, in die Gemeinschaft des heiligen Volkes [2Mos 19,6] aufgenommen und andererseits zur Heiligung des Lebens oder zur Erfüllung aller Bundesforderungen verpflichtet ward. Im unmündigen Alter empfangen, sollte sie im mündigen an die durch sie verliehene Aussonderung aus den Heiden und die Bundespflicht erinnern. - dass dies das Zeichen des Bundes sei zwischen mir und euch. 12 Wenn es acht Tage alt ist, Der Tag wurde, wie analog aus der Vorschrift über die Opfertätigkeit der Tiere [3Mos 22,27] zu schließen, wohl als der Anfang des selbständigen Lebens angesehen nach Abschluss der ersten sieben Lebenstage. - soll alles, was männlich unter euch ist, beschnitten werden, Geschlecht für Geschlecht; sowohl der im Hause geborene, als der angekaufte Knecht soll beschnitten werden, und jeder, der nicht von eurem Stamme ist. Vor allem geht aus diesem Verse hervor, dass die Zugehörigkeit zum Gottesvolke nicht durch leibliche Abstammung bedingt ist. Es ergab sich als Folge die Sitte, dass Nichtisraeliten sich durch die Annahme der Beschneidung dem auserwählten Volke eingliedern lassen konnten. - 13 So soll mein Bund an euerm Fleische sein als ein ewiger Bund. Die Sitte der Beschneidung ist älter als die Mosaische Zeit, doch scheinen ihr u. a. die Ägypter keine große Bedeutung beigelegt zu haben. - 14 Ein jeder männlichen Geschlechtes, der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten ist, dessen Leben soll ausgetilgt werden aus seinem Volke, Soll, da er Gottes Gebot verachtet hat, keinen Anteil haben an den zeitlichen Gütern und geistigen Verheißungen des auserwählten Volkes. - weil er meinen Bund gebrochen hat. 15 Und weiter sprach Gott zu Abraham: Sarai, dein Weib, sollst du nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara. Nicht mehr: meine Fürstin, Fürstin einer einzelnen Familie, sondern Fürstin überhaupt. - 16 Und ich will sie segnen Ausdehnung der Verheißung auf Sara. - und will dir von ihr einen Sohn schenken, den ich segnen werde; und er wird der Stammvater von Völkern werden, und Könige von Völkern werden von ihm hervorgehen. 17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht, und lachte, Vor Freude und Verwunderung. - und sprach in seinem Herzen: Sollte wohl einem Hundertjährigen ein Sohn geboren werden, und sollte Sara, die Neunzigjährige, noch gebären? Abraham lässt einen kleinen Zweifel zu, ob dies auf natürliche Weise geschehen soll, der ihn aber nicht hindert, Gott zu gehorchen, Sara beizuwohnen und so seinen Glauben zu beweisen. - 18 Und er sprach zu Gott: Möchte doch Ismael am Leben bleiben vor dir! Der Sohn Agars scheint durch die Verheißung Gottes von der Gnade Gottes ausgeschlossen. Darum fleht Abraham, Gottes Angesicht möchte ihm in Gnade zugewendet sein. - 19 Da sprach Gott zu Abraham: Sara, dein Weib, wird dir einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Isaak nennen, und ich will meinen Bund mit ihm errichten, als einen ewigen Bund, und mit seinen Nachkommen nach ihm. 20 Auch wegen Ismael habe ich dich erhört. Siehe, ich will ihn segnen, und ihn fruchtbar machen, und seine Nachkommen über die Maßen mehren. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich will ihn zu einem großen Volke machen. 21 Meinen Bund jedoch werde ich mit Isaak schließen, den dir Sara gebären wird um diese Zeit im nächsten Jahre. 22 Und als die Rede dessen, der mit ihm sprach, geendet war, fuhr Gott auf von Abraham. Gott war in sichtbarer Weise erschienen. - 23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael, und alle in seinem Hause geborenen Knechte, sowie alle, die er erkauft, Zwei Klassen von Sklaven, wie V. 12 und V. 27. und alles, was männlich war unter allen Leuten seines Hauses, und sogleich an eben diesem Tage beschnitt er das Fleisch ihrer Vorhaut, wie Gott ihm geboten hatte. 24 Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er das Fleisch seiner Vorhaut beschnitt. 25 Und Ismael, sein Sohn, war zur Zeit seiner Beschneidung dreizehn Jahre alt. 26 An einem und demselben Tage wurden Abraham und Ismael, sein Sohn, beschnitten. 27 Und alle Männer seines Hauses, sowohl die im Hause Geborenen, als die Erkauften und Fremden, wurden gleicherweise beschnitten.
Zitiert in 33
- Dieses Kapitel Compendium of the Social Doctrine of the Church(430)Summa (EN)(I-II 103.1
III 37.1 III 37.2 III 70.2) - V. 1 CCC(¶2571)Compendium of the Social Doctrine of the Church(488)Summa (EN)(II-II 185.6
II-II 186.4) Gaudete Et Exsultate(§1§51) - V. 2 CCC(¶2571)Amoris Laetitia(§11)
- V. 3 Amoris Laetitia(§11)
- V. 4 CCC(¶1819)Compendium of the Social Doctrine of the Church(430)Amoris Laetitia(§11)
- V. 5 CCC(¶59
¶1819) Kompendium(8)Summa (EN)(III 37.2)Amoris Laetitia(§11) - V. 6 CCC(¶1819)
- V. 7 CCC(¶1819)
- V. 8 CCC(¶1819)
- V. 11 Summa (EN)(I-II 102.2
III 4.6) - V. 13 Summa (EN)(I-II 102.5)Redemptoris Custos(§11)
- V. 16 Amoris Laetitia(§11)
- V. 17 Africae Munus(§65)
- V. 18 Africae Munus(§65)
- V. 19 Lumen Fidei(§11)