Genesis 28

Rebekka überredet Isaak, seinen Sohn Jakob nach Mesopotamien zu senden, damit er sich dort ein Weib hole. (V. 5) B. Reise Jakobs nach Mesopotamien (28,6 – 33,17) a. Als Esau die dritte Ehe mit einer Tochter Ismaels schließt (V. 9), zieht Jakob nach Mesopotamien. Nahe bei Bethel erscheint ihm Gott und stärkt ihn durch die Verheißung glücklicher Rückkehr.

Da rief Isaak den Jakob, und segnete ihn, und gebot ihm, und sprach: Nimm kein Weib von dem Stamme Chanaans, sondern mache dich auf, und ziehe nach Mesopotamien in Syrien zu dem Hause Bathuels, des Vaters deiner Mutter, und hole dir von dort ein Weib, eine der Töchter Labans, des Bruders deiner Mutter. Gott aber, der Allmächtige, segne dich, und lasse dich wachsen, und mehre dich, auf dass du zu einer Menge von Völkern werdest. Er gebe dir den Segen Abrahams, und deinen Nachkommen nach dir, dass du das Land, in dem du als Fremdling weilst, welches er deinem Großvater verheißen hat, zu eigen erhaltest. Als ihn nun Isaak entlassen hatte, zog er hin und kam nach Mesopotamien Padan Aram. [1Mos 24,10] - in Syrien zu Laban, dem Sohne Bathuels, des Syrers, dem Bruder Rebekkas, seiner Mutter. Als aber Esau sah, dass sein Vater Jakob gesegnet Mit dem Segen der Erstgeburt [1Mos 27,28ff]. - und ihn nach Mesopotamien in Syrien gesandt hatte, um sich von dort ein Weib zu holen, und dass er ihm nach dem Segen geboten hatte: Nimm kein Weib von den Töchtern Chanaans! sowie dass Jakob seinen Eltern gehorchend nach Syrien gegangen war, merkte er, dass sein Vater die Töchter Chanaans nicht gerne sah, und ging hin zu Ismael, und nahm sich Maheleth, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nabajoths, zu seinen andern Weibern hinzu zur Ehe. Ismael war damals bereits in einem Alter von 137 Jahren [1Mos 25,17] gestorben, so kam Esau also zu Ismaels Familie. - Jakob also Anschließend an V. 5. - zog von Bersabee fort und wanderte nach Haran. Und da er an einen Ort kam und dort übernachten wollte, weil die Sonne untergegangen war, nahm er einen von den Steinen, welche da lagen, und legte ihn unter sein Haupt, und schlief an diesem Orte. Jakob scheint nicht beachtet zu haben, dass er nahe bei dem von Abraham [1Mos 12,8] geweihten Orte war. Die nachfolgend erzählte Erscheinung zeigt ihm, dass Gottes Vorsehung wacht und dass Gott seine Engel auf die Erde sendet, den Seinen zu Hilfe. Insofern Jakob der Stammvater des Messias sein soll, bestätigt die Erscheinung die früheren Verheißungen. Das Aufsteigen der Engel ist das Alte Testament, das dem Messias entgegenkommt, das Herabsteigen das Neue Testament mit seinen Gnaden, besonders derjenigen der Menschwerdung. Vergl. auch [Joh 1,51]. -
Jakobs Traum
Da sah er im Traume eine Leiter, die auf der Erde stand und mit dem oberen Ende den Himmel berührte; und die Engel Gottes stiegen auf ihr auf und nieder. Und der Herr stand über der Leiter und sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du ruhst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Und deine Nachkommenschaft soll wie der Staub der Erde werden, und du sollst dich ausbreiten gegen Abend und Morgen, gegen Mitternacht und Mittag; und in dir und Das ist in deiner Nachkommenschaft, in Christus. - in deiner Nachkommenschaft sollen alle Völker der Erde gesegnet werden. Und ich will dein Hüter sein, wohin du auch ziehest, und will dich in dieses Land wieder zurückbringen, und werde dich nicht verlassen, bis ich alles vollbracht habe, was ich verheißen. Als Jakob vom Schlummer erwacht war, sprach er: Wahrlich, der Herr ist an dieser Stätte, In besonderer Weise. - und ich wusste es nicht! Während er sich für einen schutzlosen Flüchtling hält, wird ihm Gottes schützende und verheißende Gnadengegenwart zu Teil. - Und von Furcht erfüllt sprach er: Wie furchtbar ist dieser Ort! Diese Stätte ist ehrfurchtsgebietend, aber zugleich die Himmelspforte. - Hier ist nichts anderes denn Gottes Haus Deshalb nannte er die Stätte Bethel, d. i. Haus Gottes. (V. 19) - und Nämlich. - die Pforte des Himmels. Am Morgen stand Jakob auf, nahm den Stein, den er unter sein Haupt gelegt hatte, Den Stein, den er zu profanem Gebrauche gewählt. - und richtete ihn als Denkstein auf, und goss Öl darüber. Der Denkstein ward später von Jakob durch einen Altar ersetzt. [1Mos 35] (V. 1.7) Das Öl ist Symbol der Weihe. Vergl. [2Mos 30,30]. - Und er nannte den Namen der Stadt, welche zuvor Luza hieß, Bethel. Die Namengebung geht zunächst auf die Stelle, an der Jakob geschlafen hat, dann im Sinne des Erzählers auch auf die Stadt Luza. - Auch machte er ein Gelübde und sprach: Wenn Gott mit mir ist, und mich behütet auf dem Wege, den ich jetzt gehe, und mir Brot zu essen gibt, und Kleider anzuziehen, und ich wieder glücklich in meines Vaters Haus zurückkehre, so soll der Herr mein Gott sein, und dieser Stein, den ich zum Denksteine aufgerichtet habe, soll Haus Gottes heißen; Soll sein. Die Erfüllung [1Mos 35,7]. und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten darbringen.

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