Genesis 30
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Rachels Magd Bala. (V. 8) Lias Magd Zepha (V. 12) Lia (V. 21) und Rachel schenken Jakob Kinder, deren jüngstes Joseph. (V. 24) Jakob setzt seinen Dienst fort und erwirbt durch kluge List große Reichtümer.
1 Da aber Rachel sah, dass sie unfruchtbar sei, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu ihrem Manne: Gib mir Kinder, sonst sterbe ich! Vor Betrübnis. - 2 Da ward Jakob zornig über Rachel und antwortete: Bin ich an Gottes Statt? Er ist es, der dir die Frucht deines Leibes versagt hat. 3 Sie aber sprach: Ich habe eine Magd, Bala, geh zu dieser, dass sie auf meinem Schoße gebäre Dies war ein gewöhnliches Zeichen der Adoption. Vergl. [1Mos 50,29]. - und ich aus ihr Kinder erhalte. 4 Und sie gab ihm Bala zur Ehe; 5 und da der Mann zu ihr ging, empfing diese und gebar einen Sohn. 6 Und Rachel sprach: Der Herr hat mir Recht geschafft, und hat mein Flehen erhört, und mir einen Sohn geschenkt. Darum nannten sie seinen Namen Dan. Richter - 7 Und Bala empfing abermals und gebar einen zweiten Sohn. 8 Da sprach Rachel: Gott hat mich streiten lassen mit meiner Schwester, Hebr.: Gottes Fügungen habe ich erfahren neben meiner Schwester oder: Einen Kampf um Gott (um Gottes Gnade) habe ich gekämpft mit meiner Schwester. Das Lateinische wörtlich: Gott hat mich meiner Schwester gleichgestellt, ja, ich gelte mehr als sie. - und ich habe gesiegt! Und sie nannte ihn Nephthali. Kämpfer. - 9 Da aber Lia sah, dass sie kein Kind mehr gebar, gab sie ihrem Manne ihre Magd Zelpha. 10 Diese empfing und gebar einen Sohn. 11 Und Lia sprach: Glück auf! Und darum nannte sie seinen Namen Gad. Glück. - 12 Und Zelpha gebar einen zweiten Sohn. 13 Da sagte Lia: Das ist zu meiner Glückseligkeit; denn es werden mich die Weiber glücklich preisen; Weil sie Jakob außer vier eigenen Kindern noch zwei durch Zepha geschenkt hat. - darum nannte sie ihn Aser. Glückselig. (Die Erklärung des Namens [1Mos 49,20] ist fachlich die gleiche.) - 14 Ruben aber ging zur Zeit der Weizenernte auf das Feld, und fand Alraunen, Eine im Orient sehr verbreitete Art der Tollkirsche. Nach dem Volksglauben hat diese Frucht die Kraft, Liebe zu erregen. - und brachte sie seiner Mutter Lia. Da sprach Rachel: Gib mir einen Teil von den Alraunen deines Sohnes! 15 Jene antwortete: Scheint es dir nicht genug, dass du mir meinen Mann genommen hast, dass du nun auch die Alraunen meines Sohnes wegnehmen willst? Da sprach Rachel: So mag er diese Nacht bei dir schlafen für die Alraunen deines Sohnes! 16 Als nun Jakob abends vom Felde heimkehrte, ging ihm Lia entgegen und sprach: Zu mir musst du gehen! Denn ich habe dich erkauft für die Alraunen meines Sohnes. So schlief er diese Nacht bei ihr. Lia und Rachel hatten also eine gewisse Ordnung. - 17 Und Gott erhörte ihre Bitten, und sie empfing, und gebar ihren fünften Sohn, 18 Da sprach sie: Gott hat mich belohnt, dass ich meinem Manne meine Magd gegeben habe! Und sie nannte seinen Namen Issachar. Hier abgeleitet von: Er gibt Lohn (vergl. V. 16), während [1Mos 49,14] mehr auf ein Wort: „Er trägt Lohn“ angespielt wird. - 19 Und Lia empfing wiederum, und gebar ihren sechsten Sohn, 20 und sprach: Mit einer guten Gabe hat mich Gott beschenkt; und mein Mann wird auch nun wieder bei mir wohnen, Wird mir wohlgesinnt sein. - weil ich ihm sechs Söhne geboren habe; darum nannte sie seinen Namen Zabulon. Ehre, Gabe. Hingegen [1Mos 49,13] Wohnung. Etymologien nach grammatischen Regeln sind nicht beabsichtigt. - 21 Nach diesem gebar sie eine Tochter mit Namen Dina. Dina wird erwähnt, weil ihr Schicksal [1Mos 34] einen verhängnisvollen Einfluss auf das Los ihrer Brüder Simeon und Levi hatte. [1Mos 49,5-7] - 22 Auch Rachels gedachte der Herr, und erhörte sie, und machte sie fruchtbar. 23 Und sie empfing, und gebar einen Sohn, und sprach: Gott hat meine Schmach Unfruchtbarkeit. - hinweggenommen. 24 Und sie nannte seinen Namen Joseph Zuwachs. Vergl. [1Mos 49,22]. - und sprach: Möge mir der Herr noch einen andern Sohn schenken! 25 Als aber Joseph geboren war, sprach Jakob zu seinem Schwiegervater: Lass mich heimziehen in meine Heimat, in mein Land! 26 Gib mir meine Weiber und meine Kinder, um welche ich dir gedient habe, dass ich fortgehe; du weißt ja wohl, wie ich dir gedient habe. Dies geschah [1Mos 31,41], als Jakob die zweiten sieben Jahre zu Ende gedient. - 27 Da sprach Laban zu ihm: Lass mich Gnade in deinen Augen finden! Bleibe bei mir. - Die Erfahrung hat mich gelehrt, Hebr.: Ich habe durch abergläubische Zeichen wahrgenommen. Laban hat Theraphim. [1Mos 31,19] - dass Gott mich um deinetwillen gesegnet hat; 28 bestimme also deinen Lohn, den ich dir geben soll. Er hofft, Jakob werde wenig fordern. - 29 Er aber antwortete: Du weißt, wie ich dir gedient habe, und wie groß dein Besitz unter meinen Händen geworden ist. 30 Wenig war es, was du besaßest, als ich zu dir kam, und nun bist du reich geworden, und der Herr hat dich gesegnet mit meiner Einkehr. So ist es denn billig, dass auch ich einmal für mein eigenes Haus sorge. 31 Da sprach Laban: Was soll ich dir geben? Er aber sprach: Ich will nichts; Keinen bestimmten Lohn, sondern das, was folgt. - sondern wenn du tust, was ich verlange, werde ich deine Herden wiederum weiden und hüten. 32 Durchgehe alle deine Herden und sondere alle Schafe mit buntem und gesprenkeltem Felle ab: alles, was schwarz und gefleckt und gestreift ist, sowohl unter den Schafen als unter den Ziegen, soll mein Lohn sein! Hebr.: Ich werde heute alle deine Schafe durchgehen und aus ihnen jedes gesprenkelte und scheckige Stück entfernen: alles, was schwarz ist unter den Lämmern, und was scheckig und gesprenkelt ist unter den Ziegen, das soll künftig mein Lohn sein. - Jakobs Vorschlag gründete sich auf die Tatsache, dass im Orient die Ziegen in der Regel schwarz oder braun, also dunkel, nur selten weiß oder gefleckt sind, die Schafe dagegen meistens weiß. - 33 Und meine Rechtlichkeit wird für mich künftighin zeugen. Wenn die Zeit gekommen ist, welche du bestimmst, soll alles, was nicht gestreift und gefleckt und schwarz ist, unter meinen Schafen und unter meinen Ziegen, als gestohlenes Gut gelten. Hebr.: Und darin wird sich meine Rechtlichkeit erweisen: Wenn du künftig meinen Lohn in Augenschein nimmst, soll alles, was nicht gesprenkelt und scheckig ist unter meinen Ziegen, und was nicht schwarz ist unter meinen Lämmern, als gestohlen gelten. - 34 Da sprach Laban: Es ist mir genehm, was du verlangst. 35 Und er sonderte an demselben Tage die bunten und gefleckten Ziegen und Schafe, Böcke und Widder ab; alles aber, was in der Herde einfarbig war, das ist weißes oder schwarzes Fell hatte, übergab er seinen Söhnen. Hebr.: Und er (Laban) entfernte am selben Tage die gestreiften und scheckigen Böcke und alle gesprenkelten und scheckigen Ziegen, alles woran etwas Weißes war, und alles Schwarze unter den Lämmern, und übergab es seinen Söhnen. – Laban besorgt die Trennung selbst, damit ja unter den normalfarbigen kein anderes Tier zu seinem Schaden bleibe. - 36 Und er schuf einen Zwischenraum von drei Tagereisen zwischen sich und seinem Schwiegersohne, der seine übrigen Herden weidete. Die bei Abschluss des Vertrages schon vorhandenen seltenfarbigen Tiere bleiben Labans Eigentum und werden, zur Vermeidung jedes für Laban schädlichen Irrtums, von dessen Söhnen gehütet. - 37 Da nahm Jakob frische Stäbe von Pappeln und Mandelbäumen und Platanen und schälte sie zum Teile ab, so dass sie da, wo die Rinde abgezogen war, weiß schimmerten, und wo sie nicht abgeschält waren, grün blieben; und so wurden sie verschiedenfarbig. 38 Dann legte er die Stäbe in die Tränkrinnen, in die man das Wasser goss, damit, wenn die Herden zu trinken kämen, sie dieselben vor Augen hätten, und bei ihrem Anblicke empfangen sollten. 39 Und es geschah, dass die Schafe bei der Begattung die Stäbe anblickten und gestreifte und gesprenkelte und fleckige Junge gebaren. So ersetzte Gott Jakob den Schaden der doppelten Dienstjahre. - 40 Und Jakob teilte die Herde Nach dem Hebr. ist in V. 40 nur von den Schafen die Rede. Die Schafe sonderte Jakob ab und richtete das Gesicht der weiblichen Schafe auf einen buntfarbigen Widder und auf alles Schwarze in der Herde Labans. Und er legte sich besondere Herden an, die er nicht zu den Herden Labans tat. – Die schwarzen und buntfarbigen Schafe sollen Jakob gehören, die weißen Laban. Beide hält Jakob auseinander; scheinbar dasselbe tuend wie Laban. – Hiernach ist V. 38. 39 im Hebr. von den Ziegen zu fassen. - und legte die Stäbe in die Tränkrinnen den Widdern vor Augen; und alles, was weiß und schwarz war, Nach der Vulgata: Die weißen Schafe und die schwarzen Ziegen. - gehörte Laban, das übrige aber Jakob, und die Herden waren voneinander geschieden. 41 Wenn also zur ersten Zeit die Brunftzeit der Schafe kam, legte Jakob den Widdern und Schafen die Stäbe in die Tränkrinnen vor Augen, damit sie bei ihrem Anblicke empfingen. 42 Wenn aber die späte Begattung und die letzte Befruchtung kam, so legte er sie nicht hinein. So geschah es, dass die Spätlinge dem Laban, die Erstlinge Jakob zufielen. Hebr.: 41. Und so oft die Brunftzeit der kräftigen Tiere kam, legte Jakob den Schafen die Stäbe vor Augen in die Rinnen, damit sie sich vor den Stäben begatteten. 42 waren es aber die schwachen Tiere, so legte er sie nicht hin. Daher wurden die Schwachen dem Laban, die kräftigen aber Jakob zu Teil. – Ein zweiter Kunstgriff. Die Vulgata bezieht dies Verfahren auf die beiden Jahreswürfe. 43 Und der Mann ward überaus reich und hatte viele Herden, Mägde und Knechte, Kamele und Esel.
Zitiert in 6
- V. 1 CCC(¶2374)Fragen(IVF and embryos)Salvifici Doloris(§6)
- V. 2 Fragen(IVF and embryos)
- V. 5 Summa (EN)(II-II 154.2)
- V. 9 Summa (EN)(II-II 154.2)