Genesis 7

Gottes Gebot gehorchend geht Noe mit den Menschen und Tieren, die Gott bezeichnet, in die Arche. (V. 9) Sofort tritt eine Überschwemmung der Erde und die Vernichtung aller zurückgebliebenen Wesen ein.

Da sprach der Herr zu ihm: Gehe in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir gesehen unter diesem Geschlechte. Das durch die Sündflut (so meist nach der Veranlassung genannt, eigentlich Sintflut, große Flut) zu vertilgen ist. - Von allen reinen Tieren Der Unterschied wurde also bereits vor der Sündflut gemacht. Woher die Unterscheidung rührt, ist nicht angegeben. Im Naturgesetz ist sie nicht enthalten, [3Mos 11] wird sie als positives Gesetz aufgestellt; entweder also hat sie sich vor der Sündflut als frommer Gebrauch gebildet oder beruht auf einer alten Offenbarung. - nimm je sieben und sieben, Männchen und Weibchen; von den unreinen Tieren aber je zwei und zwei, Männchen und Weibchen. Auch von den Vögeln des Himmels je sieben und sieben, Männchen und Weibchen, damit auf der ganzen Erde Samen erhalten werde. Denn noch sieben Tage, Vom Gebote Gottes an gerechnet. - und ich will auf die Erde regnen lassen vierzig Tage und vierzig Nächte, und will alle Wesen, die ich gemacht habe, von dem Erdboden vertilgen. Wer vor Einbruch der Sündflut Buße tat, hätte vielleicht noch gerettet werden können, wie später die Niniviten. - Und Noe tat alles, was ihm der Herr befohlen hatte. Was in V. 1 gesagt wird. - Und er war sechshundert Jahre alt, als die Wasserflut die Erde überschwemmte. Da ging Noe, seine Söhne, sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm in die Arche wegen der Gewässer der Flut. Auch von den reinen und unreinen Tieren, und von den Vögeln, und von allem, was sich regt auf Erden, gingen je zwei und zwei zu Noe in die Arche, Männchen und Weibchen, wie der Herr es Noe geboten hatte. Und als die sieben Tage vorüber waren, überschwemmte die Wasserflut die Erde. Im sechshundertsten Jahre des Lebens Noes, im zweiten Monat, Die Berechnung ist wohl nach dem natürlichen oder ökonomischen Jahre zu machen, welches im Herbste mit dem Anfange der Ackerbestellung für die Aussaat begann, so dass die Flut im Oktober oder November über die Erde hereinbrach. - am siebenzehnten Tage des Monats brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Schleusen des Himmels öffneten sich; und der Regen strömte auf die Erde herab, vierzig Tage und vierzig Nächte. Genauere Erzählung des V. 6 kurz Angedeuteten. Die große Tiefe ist das Meer. Vergl. [5Mos 8,7]. - An eben diesem Tage An dem V. 11 erwähnten Tage. - ging Noe, und Sem, Cham und Japheth, seine Söhne, sein Weib, und die drei Weiber seiner Söhne mit ihnen in die Arche. Sie und alle Tiere nach ihrer Art, und alles Vieh nach seiner Art, und alles, was sich auf Erden regt nach seiner Art, und alle Vögel nach ihrer Art, alles Befiederte und Geflügelte, gingen zu Noe in die Arche ein, je zwei und zwei von allem Fleisch, das Odem des Lebens in sich hatte. Und was hineinging, war Männchen und Weibchen von allem Fleische, wie Gott ihm geboten hatte; und der Herr schloss ihn von außen ein. Gottes Vorsehung wacht über ihn. - Da kam die Flut vierzig Tage über die Erde, und das Wasser wuchs und hob die Arche hoch empor über die Erde. Denn es schwoll mit Ungestüm an und erfüllte alles auf der Oberfläche der Erde; die Arche aber schwebte auf dem Wasser. Die Wiederholungen des Berichtes malen das Einerlei des unübersehbaren Wasserspiegels und die wenn auch von Schrecken des Todes umgebende, doch sicher darüber hinwegschwimmende Arche. - Und das Wasser nahm über alle Maßen zu auf Erden, alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel wurden davon bedeckt. Fünfzehn Ellen war das Wasser höher als die Berge, die es bedeckte. Da wurde alles Fleisch vertilgt, das sich auf Erden regte, Vögel, Getier, Vieh, und alles Gewürm, das auf der Erde kriecht; alle Menschen, und alles, was auf dem trockenen Lande Odem des Lebens hatte, starb.
Die Sintflut
So vertilgte Gott jedes Wesen, das auf dem Erdboden war, Der Text berichtet nach der Erzählung der unmittelbaren Augenzeugen, welche das wiedergeben, was sie gesehen. Das Ziel Gottes bei dieser Strafe war das [1Mos 6,5ff.13] Berührte, somit kann man den Text von der damals bewohnten Erde verstehen. Dem steht die Überlieferung der Väter nicht entgegen. Es ist deshalb jetzt allgemeine Meinung, dass der Text der heiligen Schrift dahin verstanden werden kann, vorwiegende, dass er so verstanden werden muss. In diesem Falle ist V. 20 von den Noe bekannten Bergen die Rede. Die Väter sehen in der Sündflut und der Arche das Vorbild der Taufe und der Kirche, wie auch die Allgemeinheit des Verderbens und der Rettung vorbildlich sind. Menschen und Vieh, Gewürm und Vögel des Himmels, und sie wurden von der Erde vertilgt. Nur Noe blieb übrig, und die, welche mit ihm in der Arche waren. Und das Wasser stand auf der Erde hundert und fünfzig Tage lang.

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