Genesis 9

Bündnis Gottes mit Noe durch Bestätigung der göttlichen Verheißungen. (V. 17) C. Auserwählung Sems als ferneren Erben der Segnungen; Verfluchung Chams und Verheißung, dass die Segnungen durch Sem auch Japheth zu Teil werden sollen.

Da segnete Gott Noe und seine Söhne Die [1Mos 8,17] kurz erwähnte Segnung wird hier ausführlicher geschildert. Über die nach der Sündflut lebenden Menschen wird der Schöpfungssegen [1Mos 1,28] erneuert. - und sprach zu ihnen: Wachset, und mehret euch, und erfüllet die Erde! Furcht und Schrecken vor euch Vergl. [1Mos 1,28]. Die Herrschaft über die Tiere war dem Menschen schon bei der Schöpfung übertragen. Durch die Sünde ist Gottes Ebenbild im Menschen entstellt, daher Gewalt einerseits, Furcht andererseits. - komme über alle Tiere der Erde, und über alle Vögel des Himmels, über alles, was sich auf Erden regt; alle Fische des Meeres sind in eure Hand gegeben. Und alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Speise dienen, wie das grüne Kraut übergebe ich es euch alles. Vergl. [1Mos 1,Anm.34]. - Nur Fleisch, das noch sein Blut in sich hat, sollt ihr nicht essen. Es werden der Menschheit bei ihrem neuen Anfange einige Schranken gezogen, die vor dem Zurückfallen in die [1Mos 6,11ff] geschilderte Bedrohung und Gottlosigkeit zu bewahren. Das erste Verbot ist, Blut nach Art der wilden Tiere zu genießen, das zweite, Menschenblut zu vergießen. - Denn Hebr.: Jedoch. - das Blut eures Lebens will ich von allen Tieren fordern; Vergl. [2Mos 21,28]. - und von der Hand des Menschen, von der Hand des Mannes, als der sein Bruder ist, Erschwerender Umstand der Versündigung. - will ich das Leben des Menschen fordern. Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll vergossen werden; Hebr.: durch Menschen. - denn nach Gottes Bilde ist der Mensch geschaffen. Der Mensch ist ein Ebenbild Gottes, der Mord also auch in dieser Hinsicht ein Frevel gegen Gott. - Ihr aber wachset und mehret euch, und gehet hin über die Erde, und erfüllet sie! Nicht sich umbringen, sondern wachsen und mehren soll sich das Menschengeschlecht. - Und Gott sprach zu Noe und seinen Söhnen mit ihm: Die Verheißung [1Mos 6,18] erfüllend. - Sehet, ich will meinen Bund mit euch errichten und mit euren Nachkommen nach euch; auch für alle lebenden Wesen, die bei euch sind, an Vögeln, an Vieh, und an allen Tieren der Erde, die aus der Arche heraus gegangen sind, für alle Tiere der Erde. Ich will meinen Bund mit euch errichten, Gott allein ist der Bestimmende. - dass hinfort nicht mehr alle Geschöpfe durch eine Wasserflut getötet werden sollen, und dass hinfort keine Flut mehr kommen soll, die Erde Die ganze Erde. - zu verheeren. Und Gott sprach: Dies sei das Zeichen des Bundes, Der Regenbogen hatte sich auch vor der Sündflut gezeigt, doch wird er jetzt zum Bundeszeichen erhoben. - den ich zwischen mir und euch stifte, und für alle lebenden Wesen, die bei euch sind, auf alle Geschlechter: Meinen Bogen will ich in die Wolken setzen, und er sei zum Bundeszeichen zwischen mir und der Erde. Und wenn ich den Himmel mit Wolken umziehe, soll mein Bogen in den Wolken erscheinen; und ich will meines Bundes gedenken, Gott spricht nach menschlicher Weise. Viel mehr noch erinnert der Bogen die Menschen an den Bund. - der mit euch und allen lebenden Wesen in allem Fleische besteht; und es soll hinfort keine Wasserflut mehr kommen, alles Fleisch zu vertilgen. Und wenn der Bogen in den Wolken steht, werde ich auf ihn schauen und des ewigen Bundes gedenken, der zwischen Gott und jedem lebenden Wesen in allem Fleische geschlossen ist, das auf Erden ist. Und Gott sprach zu Noe: Dies soll das Zeichen des Bundes sein, den ich zwischen mir und allem Fleische auf Erden errichtet habe. Es waren aber die Söhne Noes, die aus der Arche hervorgingen, Sem, Cham und Japheth; Cham aber ist der Vater Chanaans. S. V. 25. - Dies sind die drei Söhne Noes; und von ihnen ist das gesamte Menschengeschlecht fortgepflanzt worden über die ganze Erde hin. Und Noe fing an, als Ackersmann die Erde zu bebauen, und pflanzte einen Weinberg. Er kannte den Weinstock also. - Und da er Wein trank, wurde er trunken Über die etwaige Schuld wird nichts bemerkt. - und lag entblößt in seinem Zelt.
Noe verflucht Cham und Chanaan
Als nun Cham, der Vater Chanaans, Chanaan ist Volks-, bezüglich Landesname. - dies sah, dass nämlich seines Vaters Scham entblößt sei, verkündete er es seinen beiden Brüdern draußen. Aber Sem und Japheth legten einen Mantel auf ihre Schultern und deckten, rückwärts gehend, die Scham ihres Vaters zu, und ihr Angesicht war abgewendet, so dass sie die Scham ihres Vaters nicht sahen. Als aber Noe vom Weine erwachte und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn angetan hatte, sprach er: Verflucht sei Chanaan, der niedrigste Knecht soll er seinen Brüdern sein. Und er sprach: Dem Fluche folgt Segen. - Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems; Chanaan sei sein Knecht! Gott breite Japheth aus, und er wohne Friedlich. - in den Gezelten Sems; und Chanaan sei sein Knecht! Was bei Chams Übeltat und gewiss auch nach Chanaans Gesinnung das Charakteristische war, die ungezügelte Sinnlichkeit (vergl. [1Mos 19] und [1Mos 10,19] wie auch [3Mos 18,20]), ist auch ihren Nachkommen eigen. Der über Chanaan ausgesprochene Fluch hat sich erfüllt. - Noe aber lebte nach der Flut dreihundert und fünfzig Jahre. Und alle seine Tage wurden neunhundert und fünfzig Jahre, und er starb. Ergänzung und Fortführung von [1Mos 5,36].

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