1. Korintherbrief 11
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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3. Die Stellung der Frauen in den kirchlichen Versammlungen (11,2 – 16): die Frauen müssen wegen ihrer niedrigen Stellung in der Kirche ihr Haupt verhüllen. (V. 6) Die Geschichte der Schöpfung weist ihnen gleichfalls einen untergeordneten Platz an. (V. 12) Den Gebrauch des Schleiers empfiehlt die Natur und die Gewohnheit der Kirche. 4. Die bei den Liebesmahlen zu beobachtende Ordnung (11,17 – 34): Tadel der Missbräuche bei den Liebesmahlen. (V. 22) Die Liebesmahle der Korinther sind keine geeignete Vorbereitung auf die heil. Eucharistie. (V. 32) Vorschriften über die Liebesmahle.
1 Seid meine Nachfolger, wie auch ich Christi Nachfolger bin. Da die an die Neubekehrten gestellten Forderungen schwer zu sein scheinen, stellt Paulus sein Beispiel, ja das des Herrn, zur Nachahmung vor Augen. Dieser Vers ist der Schluss des vorhergehenden Abschnittes. - 2 Ich lobe euch aber, Brüder! dass ihr in allem meiner eingedenk seid, und meine Vorschriften Betreffs der Sache, welche dem Apostel Anlass zum Tadel gibt, hatte der heil. Paulus zuvor noch keine Anordnungen getroffen. - haltet, sowie ich sie euch überliefert habe. Die lateinische Übersetzung schränkt den Sinn etwas ein. Der Apostel spricht nach dem Griech. von allem, was er mündlich überliefert. - 3 Ihr sollt aber wissen, Mit großer Feierlichkeit verkündet er den Korinthern die hierarchische Ordnung in der Kirche: Gott, Christus, der Mann, das Weib. Die inneren Gnaden empfangen Mann und Weib unmittelbar von Christus, stehen also diesen gegenüber auf gleicher Stufe, doch gilt das Gleiche nicht von dem äußeren Leben der Kirche. - dass das Haupt jedes Mannes Christus ist; das Haupt des Weibes aber ist der Mann; Christi Haupt endlich Gott. Der Apostel sagt damit nicht, dass jeder Mann in gleicher Weise von Christus, dem Haupte der Kirche regiert wird; weist er doch in fast allen Briefen auf den Unterschied zwischen Untergebenen und Höheren, d. i. Laien und Klerikern mit ihren verschiedenen Rangstufen hin, und schreibt für sich selbst über die Kirchen, welche er gestiftet hat, eine Oberhoheit zu. Nur die Männer allein können zur Regierung der Kirche bestimmt werden, und die, welche dazu angenommen werden, leiten ihre Brüder als Stellvertreter und Diener Christi, so dass sie nicht aus sich im strengen Sinne Häupter sind. Christi Haupt, seiner heiligsten Menschheit nach, ist Gott. [Apg 20,28, Mt 28,18] - 4 Jeder Mann, der mit bedecktem Haupte betet, oder weissagt, entehrt sein Haupt. 5 Jedes Weib aber, das mit unverhülltem Haupte betet, oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn es ist ein und dasselbe, als wäre sie kahl geschoren. Die Vorschrift der Apostel ist an alle Frauen, Witwen und Jungfrauen gerichtet, welche in den gottesdienstlichen Versammlungen auf das Gebet oder die Ermahnungen mit Amen antworteten. Die Vorschrift bezieht sich also auf den äußeren Anstand, welchen christliche Frauen in der Kirche zu beobachten haben. Jeder, der vor dem Richter steht, muss seinen Stand und seine Würde bekennen (Thom.), wie auch niemand vor dem Fürsten erscheint, ohne seiner eigenen Würde gemäß ausgestattet zu sein (Chrys.). Nun ist das Zeichen der Herrschaft das unbedeckte Haupt, der freie Aufblick zum Himmel, der gleichsam besagt, dass man nur einen Herrn auf Erden über sich anerkenne, Christus. Das Haupt unbedeckt zu haben, kommt also nur dem Manne zu. - 6 Denn wenn ein Weib sich nicht verhüllt, so schneide man ihr die Haare ab; ist es aber für ein Weib schimpflich, geschoren oder kahl gemacht zu werden, so verhülle sie ihr Haupt. Die öffentlichen Dirnen und andere trugen das Haupt geschoren, bei den Israeliten wurde den des Ehebruchs Beschuldigten das Haar abgeschnitten. [4Mos 5,18] Bei allen Völkern gilt es als eine Schande für die Frauen, das Haar kurz zu tragen. Tragen die Frauen keinen Schleier, so sollen sie zur Strafe auch den Schleier verlieren, den die Natur selbst gegeben, und in der äußeren Erscheinung gänzlich den verworfenen Weibern ähnlich werden. Wollen sie aber nicht die Haare abschneiden, so mögen sie auch den Schleier tragen, den die Ehrbarkeit eingeführt hat, damit sie so zeigen, dass sie sich erinnern, dass ihnen in der Kirche eine niedrigere Würde zukommt. - 7 Der Mann allerdings soll das Haupt nicht verhüllen, denn er ist das Bild und die Ehre Gottes; das Weib aber ist des Mannes Ehre. Der Mann hat, wie die Geschichte der Schöpfung zeigt, zwar nicht mehr von dem Schöpfer erhalten, als die Frau, aber ist doch keinem anderen Wesen untergeordnet worden, sondern vielmehr allen vorgesetzt, um die Ehre Gottes, des Herrn der Welt, auf vollkommenste Weise, auf welche ein Geschöpf es vermag, darzustellen. Deshalb soll er kein Zeichen der Untertänigkeit auf dem Haupte führen. Da aber der erste Mensch keine Gefährtin unter allen Geschöpfen fand, die ihm ähnlich war, ist das Weib in gewissen Maße nach der Ähnlichkeit und dem Bilde des Mannes geschaffen worden, gleichsam als Bild des Bildes Gottes. (Cyr. v. Alex., Theod., Ök., Theoph., Lombard) So ist das Weib also in der Ordnung der Geschöpfe zunächst die Ehre des Mannes, mittelbar die Ehre Gottes. Dies zeigt der Apostel weiter in den folgenden Versen. – Bemerke, dass die Priester in der Kirche das Haupt bald bedeckt, bald unbedeckt haben; sie sind unbedeckt, wenn sie im Namen Christi fürbitten, opfern und die heil. Sakramente ausspenden; bedeckt, wenn sie im Namen seiner Braut, der lehrenden Mutter Kirche, auftreten, die als Zeichen ihrer Unterwürfigkeit die bräutliche Krone trägt. [Offenb 21,2] - 8 Denn der Mann ist nicht aus dem Weibe, sondern das Weib aus dem Manne; 9 auch ist der Mann nicht des Weibes wegen geschaffen, sondern das Weib des Mannes wegen. Da das Weib vom Manne und wegen des Mannes ist, ist sie die Ehre des Mannes; denn den anderen Geschöpfen gegenüber ihm gleich, stellt sie seine Vollkommenheit dar, wie der Mann, als Herr über alle lebenden Wesen, die Ehre Gottes, des höchsten Herrn, darstellt. - 10 Darum Weil das Weib hier auf Erden jemanden über sich hat. - soll das Weib ein Zeichen der Herrschaft Der sie unterworfen ist. - auf dem Haupte haben, um der Engel willen. Achtest du den Mann gering, scheue wenigstens die Engel (Chrys.). Da diese Gottes Willen betreffs der Ehrbarkeit kennen, zürnen sie, wenn derselbe verletzt wird (Cyr. v. Alex.). Die Engel sind aber besonders zahlreich zugegen, wenn die heil. Geheimnisse gefeiert werden (Thom.). - 11 Jedoch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann im Herrn; 12 denn wie das Weib aus dem Manne ist, so auch der Mann durch das Weib; alles aber ist aus Gott. Mann und Weib sind aufeinander angewiesen und so voneinander abhängig und nebeneinander gestellt, nicht so, dass die Frau die Sklavin des Mannes sei. Diese Ordnung hat Gott einst gesetzt, in der Natur zum Ausdruck gebracht und durch Christus wiederhergestellt. Zeigt auch die erste Schöpfung die Unterordnung des Weibes, weil das erste Weib von dem Manne stammt, so ist doch jetzt auch eine gewisse Abhängigkeit des Mannes vom Weibe da, da auch die Männer von Weibern geboren werden. Alles dies ist von Gott geordnet, daher muss der Mann das Weib als seine gleichgestellte Gehilfin ansehen, muss diese der Unterordnung unter ich eingedenk bleiben. Gelten die Auseinandersetzungen des Apostels auch am meisten für Ehegatten, so beschränken sie sich doch nicht auf diese. - 13 Urteilet ihr selbst: ist es schicklich, dass ein Weib unverhüllt zu Gott bete? Der Apostel spricht von dem öffentlichen Gebete. - 14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass, wenn ein Mann das Haar wachsen lässt, es ihm zur Unehre gereicht, 15 wenn aber ein Weib das Haar wachsen lässt, es ihr eine Zierde ist? denn die Haare sind ihr zum Schleier gegeben. Die auf der ganzen Erde herrschende Gewohnheit hat ihren Ursprung in der verschiedenen natürlichen Anlage der Geschlechter. In allen Dingen, über welche die heil. Schrift keine bestimmte Regel aufgestellt hat, ist die Sitte und das Herkommen als Gesetz anzusehen (Thom.). Der Apostel meint die Sitte, dass die Frauen ohne Schleier dem Gottesdienste beiwohnen (Theod., Lomb., Thom.). - 16 Wenn aber jemand meint, streitsüchtig sein zu dürfen, der wisse, wir haben einen solchen Brauch nicht, und auch die Kirche Gottes nicht. 17 Dies Das Vorhergesagte. (Aug., Lomb., Thom.) - verordne ich. Ich lobe aber nicht, dass ihr nicht zur Besserung, sondern zur Verschlimmerung zusammenkommet. Da ihr nicht zur Besserung, sondern zur Verschlimmerung zusammenkommt, schreitet ihr nicht in der Tugend, sondern im Bösen fort. - 18 Erstens nämlich, Der Apostel nimmt in V. 20 nach kurzer Unterbrechung die Sache auf. V. 22 bezieht sich auf V. 17 klar zurück, so dass also in V. 17 – 22 derselbe Übelstand gerügt wird. - wenn ihr zusammenkommet zur Versammlung, sind, wie ich höre, Spaltungen unter euch; und zum Teile glaube ich es, Den Grund, warum der Apostel den an ihn gelangenden Nachrichten nicht allen Glauben versagt hat, fügt er sofort bei. - 19 denn es muss ja Irrlehren geben, damit die, welche bewährt sind, offenbar werden unter euch. Wenn es selbst Irrlehren in der Kirche geben muss, ist es nicht wunderbar, dass ich es glaube, dass unter euch Spaltungen ausgebrochen sind wegen der Liebesmahle. (Chrys., Theod., Thom.) Freilich würde Gott auch Irrlehren nie zulassen, gereichte dies nicht zum Besten der Gläubigen: „damit“ usw. - 20 Wenn ihr also miteinander zusammenkommet, so ist es nicht mehr, um das Abendmahl des Herrn zu halten. Nicht ist dies, das Abendmahl des Herrn halten, sondern etwas ganz anderes ist es. (Chrys., Theod., Thom.) Um die Feier des letzten Abendmahles nachzuahmen und an sie zu erinnern, feierten die Christen an bestimmten Tagen ein Gastmahl, dessen ersten oder letzten, aber Hauptteil der Genuss der heil. Eucharistie bildete. Nach [Apg 2,46] und [Apg 20,11] ging die Feier des heil. Opfers und der Empfang der heil. Kommunion voraus, bei den Korinthern hielt man auch an der bei dem letzten Abendmahle beobachteten Reihenfolge fest. - 21 Denn ein jeder nimmt sein eigenes Abendmahl vorweg beim Essen, und der eine leidet Hunger, der andere hingegen trinkt in Fülle. Ohne, wenn die Zeit des Essens kommt, mit anderen zu teilen. Jeder brachte nach seinem Vermögen Speisen mit, welche allen dienen sollten, indes teilten die Reichen nicht mit den Armen und schmausten so herrlich, dass sie Sklaven des Bauches schienen. - 22 Habt ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken? Oder verachtet ihr die Kirche Gottes, Die Kirche Gottes besteht aus Reichen und Armen, diese alle aber sind vor Gott gleich. Wer sich nun von der Gemeinschaft trennt, so dass er gleichsam ein besonderes Mahl zu halten scheint, und die Armen für unwürdig hält, sie einzuladen, daran teilzunehmen, verachtet die Kirche Gottes. - und beschämt die, welche nichts haben? Was soll ich euch sagen? Lobe ich euch? Hierin lobe ich euch nicht. 23 Denn Die Liebesmahle der Korinther sind keine würdige Vorbereitung auf die heil. Eucharistie, da Christi Leiden in diesem Geheimnisse zu verkünden ist. Dies beweist der Apostel, indem er zuerst die Geschichte der Einsetzung der heil. Eucharistie, die er vom Herrn selbst empfangen und den Korinthern bereits mitgeteilt hat, in's Gedächtnis zurückruft. - ich habe vom Herrn empfangen, Unmittelbar vom Herrn selbst. So stellt er sich auch in einen gewissen Gegensatz gegen die Korinther. Gewiss gehörte das, was er hier von der Einsetzung der heil. Eucharistie und sonst [1Kor 15,3] von dem Tode und der Auferstehung des Herrn verkündet, zu dem Evangelium, das er nicht von Menschen empfangen. [Gal 1,12] - was ich euch auch überliefert habe, dass der Herr Jesus in der Nacht, in welcher er verraten wurde, Die einzelnen Umstände sollen die Korinthe beschämen. In derselben Nacht, in welcher sich die Menschen gegen ihn so undankbar zeigten, dass einer seiner Jünger ihn sogar verriet, nahm Jesus eines von den ungesäuerten Broten usw. - Brot nahm, 24 und danksagend Danksagung und Segnung waren miteinander verbunden. Die Worte: „Nehmet hin und esset“ sind wohl aus [Mt 26,26] hier eingesetzt, wie die Handschriften vermuten lassen. Auch bei [Lk 22,19] fehlen dieselben, obwohl derselbe im übrigen durchaus mit dem heil. Paulus übereinstimmt. - brach und sprach: Nehmet hin und esset, dies ist mein Leib, Können Worte klarer sein, als diese? Gegen die gesamte Kirche von ihrem Beginn bis jetzt lehnt sich frevelnd auf, wer durch dieselben nicht den wahren Leib und das wahre Blut Christi bezeichnet wähnt. (Kirchenrecht von Trient, Sitz 13, Kap. 1) In der Tat, das Wort: „dies“ bezeichnet die hier gegenwärtige Sache, die Verbindung „ist“ die Einheit und Gleichheit zwischen Subjekt und Prädikat. Nie kann ein Zuhörer einen Satz in uneigentlichem Sinne verstehen, wenn die Umstände einen solchen nicht nahelegen. Der einzige Grund, einen uneigentlichen Sinn anzunehmen, wäre, weil die Wandlung des Brotes und Weines in Fleisch und Blut des Herrn seine Allmacht überstiege. - der für euch da hingegeben werden wird; Der Ausdruck besagt: das Opfer. - dieses tuet zu meinem Gedächtnisse! Mit denselben Worten, wie der Herr es getan, sollen auch die Apostel das Brot wandeln in seinen heiligen Leib und so das unblutige Opfer darbringen. Zugleich aber wird mit dem Auftrage ihnen die Vollmacht dazu verliehen und werden sie zu Priestern des N. B. gemacht. (Kirchenrecht von Trient, Sitz 22, Kan. 2) - 25 Gleicherweise Gleicherweise nahm er den Kelch, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern. - auch den Kelch nach dem Mahle, Da Paulus von der Einsetzung der heil. Eucharistie noch nicht gesprochen hat, setzt er bei der ersten Konsekration die Zeit bei, zu welcher das Abendmahl gehalten ward, während er vor Anführung der zweiten Konsekration den Zeitpunkt angibt, wo diese selbst statthatte. - indem er sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blute; [Mt 26,28] und [Mk 14,24] weisen unmittelbar auf das hin, was nach der Konsekration gegenwärtig ist, mittelbar auf die Wirkung (mein Blut, durch welches der N. B. geschlossen wird), während Paulus und Lukas bildlich redend, unmittelbar den Erfolg, mittelbar das, was im Kelche ist, bezeichnen. (Dieser Kelch, das, was in diesem Kelche ist, ist der N. B., welcher durch mein Blut besiegelt ist.) - dieses tuet, so oft ihr trinket, zu meinem Gedächtnisse! Dieses vom Herrn selbst angegebene Ziel zeigt, wie sehr die Liebesmahle der Korinther mit einer würdigen Feier in Widerspruch stehen. - 26 Denn so oft ihr dieses Brot esset und diesen Kelch trinket, verkündet ihr Wenngleich die griech. Form die des Befehles sein kann (Chrys.), ist dieselbe doch richtiger als Indikativ zu fassen (Theod.), da der Apostel nicht mit seinen Worten das Gebot Christi wiederholen will, sondern den Grund des Gebotes angeben. Der Tod des Herrn wird verkündet und in dem heil. Opfer durch die getrennten Gestalten dargestellt, weil dies so dargebracht wird, dass in Kraft der Worte des Priesters der Leib Christi ohne das Blut und gleichsam leblos zugegen ist (wenngleich in Wirklichkeit, aber nicht kraft jener Worte, sondern weil der glorreiche Christus unteilbar ist, der ganze Christus zugegen ist), und kraft der Worte das heil. Blut ohne den Leib (wenngleich auch dieser sich nicht in Wirklichkeit getrennt findet) auf dem Altare gegenwärtig ist. - den Tod des Herrn, bis er kommt. Das heiligste Opfer wird nicht aufhören bis zum Ende der Welt (Chrys., Thom.), mithin erhielten die Apostel durch diese Worte auch die Gewalt, Nachfolger einzusetzen, welche dasselbe in gleicher Weise zu feiern berufen sind. - 27 Wer daher unwürdig dieses Brot isst, Daraus, dass Christus dieses heilige Geheimnis zur Erinnerung an ihn zu feiern befohlen hat, und dass es eine beständige Verkündigung des Leidens des Herrn ist, folgt, dass jeder sich schwer versündigt, der diese Geheimnisse unwürdig behandelt, und dass mithin niemand ohne sorgfältige Vorbereitung zu denselben hinzutreten darf. (V. 27 – 29) Zuerst zeigt Paulus die Sündhaftigkeit des unwürdigen Empfanges der heil. Kommunion. - oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein. Wer den Leib oder das Blut des Herrn unwürdig empfängt, ist des Leibes und Blutes Christi schuldig, also ist der ganze Christus unter beiden Gestalten gegenwärtig. - 28 Es prüfe aber der Mensch sich selbst; und so esse er von diesem Brote und trinke von dem Kelche. Der Mensch prüfe sein Gewissen, und wenn er sich unwürdig findet ob einer schweren Sünde, mache er sich würdig, und zwar verlangt hierfür das ausdrückliche Gebot der heil. Kirche die Beichte. (Kirchenrecht von Trient, Sitz 13, Kap. 7) - 29 Denn wer unwürdig isst und trinkt, isst und trinkt sich das Gericht, Welche Strafe dieses „Gericht“ ist, sagt der heil. Apostel nicht. Es hängt von dem Grade der Unwürdigkeit ab, ob eine zeitliche Strafe oder die ewige Verdammnis die Folge ist. - indem er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Indem er die Größe der Gaben, die ihm zu Teil werden sollten, nicht gebührend würdigt und den Leib des Herrn einer gewöhnlichen Speise gleichstellt. - 30 Deswegen sind unter euch viele Kranke und Schwache, und entschlafen viele. Wegen der nicht dem christlichen Geiste entsprechend gefeierten Liebesmahle ließen viele auch bei der Feier der heil. Geheimnisse es an Ehrfurcht fehlen. Die Worte: „es entschlafen viele“ bedeuten zwar einen vorzeitigen Tod als Strafe, aber nicht einen unglücklichen. Wird nun eine minder würdige heil. Kommunion von dem gerechten Richter so schwer auf dieser Erde gestraft, wird da eine wahrhaft unwürdige nicht den ewigen Tod nach sich ziehen? - 31 Wenn wir uns aber selbst richteten, Der Mahnung des V. 28 gemäß. - so würden wir nicht gerichtet werden. So würden wir nicht zu den V. 30 genannten zeitlichen Strafen verurteilt werden. - 32 Indem wir aber gerichtet werden, werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht mit dieser Welt verdammt werden. 33 Darum, meine Brüder! wenn ihr zum Essen Zu Liebesmahlzeiten. (Chrys.) An dem letzten Abendmahle, dessen Nachahmungen die Liebesmahle sein sollten, hatten alle Apostel mit dem Herrn teilgenommen, bei demselben hatte der Erlöser seine höchste Liebe gegen seine Jünger offenbart und allen, die zu ihm gehören wollten, die Liebe als unterscheidendes Merkmal empfohlen, und hatte den Vater gebeten, dass alle Gläubigen eins seien. Entsprachen die Liebesmahle der Korinther diesen Merkmalen christlicher Vereinigungen zum Andenken an das letzte Abendmahl? - zusammenkommet, so wartet aufeinander. 34 Ist aber jemand hungrig, so esse er zu Hause, damit ihr nicht zum Gerichte zusammenkommet. Das übrige aber werde ich anordnen, wenn ich komme. Da der Apostel nicht alles glauben wollte, was ihm mitgeteilt war, wollte er das übrige erst untersuchen, um dann die nötigen Anordnungen zu treffen. Auch diese Worte des heil. Paulus zeigen, dass die Kirche viele Anordnungen der Apostel besitzt, welche in der heil. Schrift nicht aufgezeichnet sind. (Thom.)
Zitiert in 327
- Dieses Kapitel CCC(¶2776)Summa (EN)(Suppl 39.1)Dominicae Cenae(§3)Veritatis Splendor(§26)
- V. 1 Ad Catholici Sacerdotii(§27
§30) Ecclesia In America(§28)Sacerdotalis Caelibatus(§19) - V. 3 Summa (EN)(II-II 32.8
III 8.1 Mulieris Dignitatem(§24)Redemptor Hominis(§18)III 67.4 Suppl 62.4) - V. 4 Christifideles Laici(§59)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 5 Summa (EN)(II-II 177.2)Christifideles Laici(§49)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 6 Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 7 Summa (EN)(I 35.2
I 93.4 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)Veritatis Splendor(§10)I 93.6) - V. 8 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 9 Summa (EN)(Suppl 44.3)Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 10 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 11 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 12 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 13 CCC(¶1366)Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 14 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 15 Summa (EN)(Suppl 28.3
Suppl 40.1) Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24) - V. 16 Africae Munus(§154)Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 17 CCC(¶1329
¶2178) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)§52) - V. 18 CCC(¶752
¶1329) Fragen(Disagreeing with the Church)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Unitatis Redintegratio(§3)§52) - V. 19 CCC(¶1329)Summa (EN)(II-II 11.3
II-II 43.2) Fragen(Disagreeing with the Church)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Unitatis Redintegratio(§3)§52) - V. 20 CCC(¶1329)Summa (EN)(III 74.1)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§70)Ecclesia de Eucharistia(§20
§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)§52) - V. 21 CCC(¶1329)Summa (EN)(III 77.6
III 80.8) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§70)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)§52) - V. 22 CCC(¶1329)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§70)Ecclesia de Eucharistia(§20
§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Unitatis Redintegratio(§3)§52) - V. 23 CCC(¶610
¶1329 Kompendium(272)Summa (EN)(III 25.3¶1339 ¶1366) III 78.3 Fragen(The EucharistSuppl 29.7) The older Mass) Ad Catholici Sacerdotii(§8§13) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Catechesi Tradendae(§6)Dominicae Cenae(§3)Ecclesia de Eucharistia(§11§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Mysterium Fidei(§4§52) §29) Sacramentum Caritatis(§8§37) Veritatis Splendor(§21) - V. 24 CCC(¶1328
¶1329 Kompendium(276)Fragen(The Eucharist¶1339 ¶1356 ¶1376) The older Mass) Ad Catholici Sacerdotii(§8§13) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dominicae Cenae(§3)Ecclesia de Eucharistia(§2§21 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Ecclesia In Oceania(§40)Mediator Dei(§106§40 §52) §118 Mulieris Dignitatem(§26)Pastores Dabo Vobis(§1)Sacramentum Caritatis(§8)Veritatis Splendor(§21)§144) - V. 25 CCC(¶611
¶613 Kompendium(120)Summa (EN)(III 76.2¶781 ¶1329 ¶1339 ¶1356) III 78.3 Fragen(The EucharistIII 80.8) The older Mass) Ad Catholici Sacerdotii(§8)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dei Verbum(§16)Dominicae Cenae(§3)Ecclesia de Eucharistia(§2§21 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Lumen Gentium(§9)Mystici Corporis Christi(§12§40 §52) §28 Sacramentum Caritatis(§8§29) §11) Veritatis Splendor(§21) - V. 26 CCC(¶671
¶1076 Kompendium(220)Summa (EN)(II-II 40.2¶1130 ¶1329 ¶1339 ¶1341 ¶1344 ¶1393 ¶1566 ¶2772 ¶2776) III 73.3 Fragen(The EucharistIII 78.3) The older Mass) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dives In Misericordia(§13)Dominicae Cenae(§4)Ecclesia de Eucharistia(§18§20 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Lumen Gentium(§8§40 §52) §28) Presbyterorum Ordinis(§2)Redemptoris Mater(§25)Sacramentum Caritatis(§8)Sacrosanctum Concilium(§6)Veritatis Splendor(§21) - V. 27 CCC(¶1329
¶1385) Summa (EN)(III 80.5)Fragen(Communion after a divorceThe Eucharist) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§44)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Sacramentum Caritatis(§20§52) §83) Veritatis Splendor(§21) - V. 28 CCC(¶1329
¶1385) Summa (EN)(III 80.4III 80.9) Fragen(Communion after a divorceThe Eucharist) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185§186) Dies Domini(§44)Dominicae Cenae(§11)Ecclesia de Eucharistia(§20§36 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Editae Saepe(§36)Mediator Dei(§28§40 §52) §31 Reconciliatio Et Paenitentia(§27)Redemptor Hominis(§18§44) §20) Sacramentum Caritatis(§20§83) Veritatis Splendor(§21) - V. 29 CCC(¶1329
¶1385) Summa (EN)(II-II 89.2III 79.3 Fragen(Communion after a divorceIII 80.1 III 80.4 III 80.5 Suppl 99.4) The Eucharist) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185§186) Dies Domini(§44)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Sacramentum Caritatis(§20§52) §83) Veritatis Splendor(§21) - V. 30 CCC(¶1329
¶1509) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§44)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Indulgentiarum Doctrina(§2)§52) - V. 31 CCC(¶1329)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§44)Ecclesia de Eucharistia(§20
§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Indulgentiarum Doctrina(§2)§52) - V. 32 CCC(¶1329)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Dies Domini(§44)Ecclesia de Eucharistia(§20
§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)Indulgentiarum Doctrina(§2)§52) - V. 33 CCC(¶1329)Summa (EN)(III 80.8)Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Ecclesia de Eucharistia(§20
§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)§52) - V. 34 CCC(¶1329)Summa (EN)(III 64.2
III 72.4) Africae Munus(§154)Amoris Laetitia(§185)Ecclesia de Eucharistia(§20§40 Ecclesia In Medio Oriente(§79)§52) - V. 316 Mulieris Dignitatem(§24)
- V. 2732 Dies Domini(§44)