2. Judas kämpft mit Glück gegen die benachbarten Völker. (Kap. 5) a. Judas kämpft gegen die Idumäer und Ammoniter. (V. 8) Gleichzeitig sendet er Simon nach Galiläa und zieht, indem er Joseph und Azarias in Jerusalem zurücklässt, nach Galaad. (V. 19) b. Simon besiegt die Feinde der Galiläer (V. 23), Judas und Jonathas die Galaaditer. (V. 54) Joseph indes und Azarias werden von Gorgias besiegt. (V. 62) Judas greift die südlichen Idumäer an und nimmt Hebron und Azotus ein.
1Und es geschah,Der heidnische Stolz konnte es nicht ertragen, dass die Juden ihren Triumph feierlich durch die Tempelweihe besiegelt hatten. Abtrünnige Juden schürten den Hass der Heiden [2Mak 1,10.15] und Gorgias, Timotheus und andere Anführer und Statthalter der benachbarten Provinzen bemühten sich, den Juden Feinde zu erwecken. [2Mak 10,14; 2Mak 12,2] Es galt durch den Angriff der Feinde den drohenden Gefahren zuvorzukommen. - als die Heiden ringsum vernahmen, dass der Altar und das Heiligtum wie vorher aufgebaut sei, ergrimmten sie sehr2 und beschlossen, alle vom Geschlechte Jakobs, die unter ihnen waren, zu vertilgen und begannen, das Volk zu töten und zu verfolgen.3 Judas aber kämpfte gegen die Söhne Esaus in Idumäa und in Akrabathane,Zuerst griff Judas die Idumäer an, die alten Feinde der Juden. [4Mos 20,15ff; Ez 35,15; Obadja 1,10.13] Akabathana war die gebirgige Gegend bei der Skorpionenhöhe am Südende des Toten Meeres. - weil sie die Israeliten einschlossen,Durch fortwährende Einfälle. - und brachte ihnen eine große Niederlage bei.Griech.: und bemächtigte sich der Beute. -4 Auch gedachte er der Bosheit der Söhne Beans,Die Beaniten wohnten zwischen den Idumäern und Ammonitern im Osten des Toten Meeres. Vielleicht sind die Beaniten aber die Bewohner von Baalmeon. - welche dem Volke zur Schlinge und zum Fallstricke gewesen waren, indem sie ihnen auf dem Wege auflauerten.5 Diese wurden von ihm in die Türme eingeschlossen und er belagerte sie und vollstreckte den Bann an ihnen und verbrannte ihre Türme samt allen, die darin waren.Die Wachtposten, welche sich bestechen und einige Feinde abziehen ließen, wurden mit dem Tode bestraft [2Mak 10,22] wegen der Übertretung des Banngelübdes. -6 Alsdann zog er weiterIn das Ostjordanland. - gegen die Söhne AmmonsDie Ammoniter hatten sich u.a. bei der Wegführung der zehn Stämme in die assyrische Gefangenschaft die ostjordanischen Provinzen angeeignet. [Jer 49,3ff] Vor kurzem hatten sie als Parteigänger des verruchten Hohenpriesters Jason Jerusalem überfallen und dessen Bewohner gemordet. [2Mak 5,5ff] - und traf auf ein starkes Heer und zahlreiche Kriegsmacht und auf Timotheus, ihren Anführer.Timotheus war ihr Statthalter. -7 Gegen diese lieferte er viele SchlachtenMehrere schnell aufeinander folgende Schlachten. - und er schlug sie und sie wurden vor ihnen vernichtet.8 Und nachdem er die Stadt GazerGriech.: Jazer. - und ihre Töchterstädte erobert hatte, kehrte er nach Judäa zurück.9 DarnachHier sind die [2Mak 11,1ff] beschriebenen Ereignisse einzufügen: Feldzug des Lysias 164 vor Chr., Tod des Antiochus Epiphanes I. [2Mak 6,1-16; 2Mak 9,1-29], der Friedensschluss. [2Mak 10,12-11,21] Nach demselben hatten sich die Juden friedlichen Beschäftigungen wieder zugewendet [2Mak 12,1], als sie gezwungen wurden, wiederum die Waffen zu ergreifen. - versammelten sich die Heiden in GalaadGegend auf der linken Seite des Jordans, im Norden und Süden vom Jabok. - wider die Israeliten, die innerhalb ihres Gebietes wohnten, um diese auszurotten. Sie aber flohen in die Feste DathemanNicht genau zu bestimmen. Vergl. Anm. 28. -10 und sandten Briefe an Judas und seine Brüder des Inhalts: Die Heiden haben sich rings um uns vereinigt, um uns zu vernichten.11 Sie schicken sich an, zu kommen und die Feste einzunehmen, in welche wir geflohen sind, und Timotheus ist der Anführer ihres Heeres.Der syrische Statthalter Timotheus nimmt keine Rücksicht auf den zwischen den Juden und Syriern geschlossenen Frieden. -12 So komme nun und errette uns aus ihrer Gewalt, denn eine Menge von uns ist gefallen.13 Auch alle unsere Brüder, welche im Gebiete von TubinOder Tob: Im Osten des Jordan, im wüsten Arabien an der Grenze von Galaad. [Rich 11,5; 2Mak 12,17]. - wohnten, sind getötet; ihre Frauen und Kinder, sowie ihre Habe haben jene gefangen weggeführt und haben daselbst bei tausend Männer getötet.14 Noch wurde der Brief verlesen, siehe, da kamen andere Boten aus Galiläa mit zerrissenen Kleidern und meldeten Ähnliches,15 indem sie sprachen, es hätten sich gegen sie die Bewohner von PtolemaisDie Hafenstadt Akko oberhalb des Vorgebirges Karmel. [Rich 1,31] - und Tyrus und Sidon gesammelt und ganz GaliläaGriech.: ganz Galiläa war in der Gewalt der Feinde. - sei voll der Fremden, die uns vertilgen wollen.16 Da nun Judas und das Volk diese Nachrichten hörte, vereinte sich eine große Versammlung, um zu beratschlagen, was sie für ihre Brüder, die in Bedrängnis waren und von jenen bekriegt wurden, tun sollten.17 Da sprach Judas zu seinem Bruder Simon: Wähle dir Männer aus und ziehe hin und befreie deine Brüder in Galiläa, ich aber und mein Bruder Jonathas, wir werden nach Galaad ziehen.18 Und er ließ Joseph,Sonst unbekannt. - den Sohn des Zacharias, und Azarias als Befehlshaber des Volkes bei dem Reste des Heeres in Judäa zum Schutze zurück.19 Und er gebot ihnen und sprach: Stehet diesem Volke vor, doch liefert den Heiden keine Schlacht, bis wir zurückkehren.20 Hierauf wurden dem Simon dreitausend Mann zugeteilt, dass er nach Galiläa ziehe, dem Judas aber achttausend Mann für Galaad.21 So zog denn Simon nach Galiläa und lieferte den Heiden viele Schlachten und die Heiden wurden vor ihm niedergeworfen und er verfolgte sie bis zum Tore22 von Ptolemais und es fielen von den Heiden gegen dreitausend Mann und er nahm ihnen Beute ab.Die starke Festung konnte Simon mit einer so kleinen Heeresabteilung nicht belagern. -23 Hierauf nahm er die, welche in Galiläa und in ArbatWohl eine Landschaft nördlich vom See Merom, nahe dem späteren Cäsarea Philippi. - waren mit ihren Weibern und Kindern und allem, was sie hatten, und brachte sie mit großer Freude nach Judäa.Dort waren sie in Sicherheit und konnten die Zahl der Kämpfer mehren. -24 Judas aber, der Machabäer, und sein Bruder Jonathas überschritten den Jordan und zogen drei Tagreisen weit durch die Wüste.Nach der Überschreitung des Jordans zog er gegen die Küstenstädte Joppe und Jamnia. [2Mak 12,3-9] -25 Da stießen die NabuthäerVergl. [1Mos 25,13]. - auf sie, diese begegneten ihnen friedlichNach [2Mak 12,10-12] ging ein kurzer Kampf voraus. - und erzählten ihnen alles, was ihren Brüdern in Galaad widerfahren war26 und dass viele von ihnen in Barasa und in Bosor und in Alimis und Kasphor, Maget, und Karnaim,Städte in Galaad. - lauter großen und festen Städten, festgehalten seien.27 Aber auch in den übrigen Städten von Galaad werden Gefangene zurückgehalten und für den folgenden Tag haben die Feinde beschlossen, mit ihrem Heere gegen diese StädteZunächst gegen Dathema. Von dort war auch der erste Ruf um Hilfe nach Jerusalem ergangen. [1Mak 5,9] - zu ziehen, sie einzunehmen und jene an einem Tage zu vernichten.28 Da wandte sich Judas mit seinem Heere plötzlich in die Wüste nach BosorWohl das jetzige Busr am Südwestrande des Lawaplateaus Ledscha. Dathema lag also, da Judas mit einem Nachtmarsche von Bosor dorthin gelangt, nur wenige Stunden südwestlich von dieser Hochebene. - und nahm die Stadt ein und tötete alles, was männlich war, mit der Schärfe des Schwertes, bemächtigte sich aller ihrer Beute und brannte sie nieder.29 Des Nachts brachen sie von da auf und zogen bis zur Feste.30 Als es aber Morgen ward und sie ihre Augen erhoben, siehe, da war eine Unmenge von Kriegsvolk, unzählbar viel, das Sturmleitern und Maschinen trug, um die Feste einzunehmen und die Juden zu überwältigen.31 Als nun Judas sah, dass der Kampf begonnen, und Kriegsgeschrei mit Trompetenschall zum Himmel aufstieg und lautes Geschrei aus der Stadt,32 sprach er zu seinem Heere: Kämpfet heute für eure Brüder!33 Hierauf fiel er jenen mit drei Heerhaufen in den Rücken, dazu ließen die Juden die Trompeten erschallen und riefen, laut betend.34 Da erkannte das Heer des Timotheus, dass es der Machabäer sei, und sie flohen vor ihm; die Juden aber richteten eine große Niederlage unter ihnen an und es fielen ihrer an jenem Tage gegen achttausend Mann.35 Hierauf wandte sich Judas gegen Maspha,In Galaad. [Rich 11,29] - erstürmte es und nahm es ein, tötete alles, was darin männlich war, und nahm die Beute und verbrannte die Stadt.36 Von da zog er weiter und nahm KasbonIm Griech.: Kasphor, wie V. 26. Es ist also die gleiche Stadt. - und Mageth und Bosor und die übrigen Städte von Galaad ein.Vergl. [2Mak 12,19]. -37 Nach diesen Begebenheiten sammelte Timotheus ein anderes Heer und lagerte sich Raphon gegenüber,Timotheus, der von Judas geschlagen war (V. 7), sammelte die Überreste seines Heeres, verstärkte sie durch Hilfstruppen und schlug ein Lager Raphon gegenüber auf. Raphon lag nicht weit von Astaroth. - jenseits des Flusses.Des Hieromax. (Mandhur.) -38 Da sandte Judas hin, über das Heer Kundschaft zu bringen, und es ward ihm berichtet: Es haben sich um ihn alle Völker gesammelt, die rings um uns her sind, eine überaus starke Heeresmacht.39 Auch haben sie die Araber als Hilfstruppen gedungen und haben jenseits des Flusses ein Lager aufgeschlagen, bereit, mit dir den Kampf zu beginnen. Judas zog fort, ihnen entgegen.So schnell Judas auch anzugreifen pflegt, so sehr bemüht er sich, sich zuvor den Sieg zu sichern. So rückt er denn von Westen (oder Südwesten) bis an den dem Lager des Feindes gegenüberliegenden Abhang der Talschlucht vor. -40 Timotheus aber sprach zu den Obersten seines Heeres: Wenn Judas mit seinem Heere an den Fluss heranzieht und zuerst zu uns herüberkommt, werden wir nicht gegen ihn standhalten können, denn er wird uns überlegen sein.41 Wenn er sich aber fürchtet, herüber zu kommen und sich jenseits des Flusses lagert, so wollen wir hinübergehen, ihnen entgegen, und werden über ihn die Oberhand erlangen.Judas der Machabäer verfolgt Timotheus
Gustave Doré (1832-1883), La Grande Bible de Tours (Alfred Mame et fils, Tours, 1866)
The Doré Bible Illustrations (Dover Publications, 1974) — Bilder bereitgestellt von Rev. Felix Just, S.J.42 Als nun Judas an den Fluss herangekommen war, stellte er die Vorsteher des VolkesDie Beamten, welche die Listen führten und die Aushebung besorgten. - an demselben auf und gebot ihnen und sprach: Lasset keinen hier zurückbleiben, sondern alle sollen in den Kampf ziehen!43 Und ihnen zuvorkommend, setzte er auf das Ufer der Feinde über und das ganze Volk folgte ihm nach und alle Heiden wurden vor ihnen geschlagen, warfen ihre Waffen weg und flohen in den Tempel zu Karnaim.Schwer zugängliche Inselfestung des heutigen Muzerib mit cyklopischen Mauern. Das Heiligtum war der phönizisch-syrischen Göttin geweiht. -44 Er nahm aber diese Stadt ein und zündete den Tempel an samt allen, welche darin waren. So ward Karnaim unterworfen und konnte Judas nicht standhalten.45 Judas aber sammelte alle Israeliten, welche in Galaad waren,Unter den Heiden wohnten. Sie sollen im Schatten des Heiligtums eine bessere Heimat finden. - klein und groß, samt ihren Weibern und Kindern,Und ihre Habe. (Griech.) - ein sehr großes Heer, damit sie in das Land Juda zögen.46 Und sie kamen bis Ephron. Dies ist eine große Stadt, am Eingange gelegen,In einem Nebental des Wadi Arab, wohl das spätere Gefrun. - sehr fest, bei der man weder zur Rechten noch zur Linken vorbeikommen konnte, denn der Weg führte mitten durch sie hindurch.47 Die Bewohner der Stadt aber schlossen sich ein und verrammelten die Tore mit Steinen.Der Reichsverweser Lysias besaß dort einen Palast (vergl. griech. nach einer Lesart [2Mak 12,27]), viele unter der Bevölkerung standen auf seiner Seite. Andererseits hat die Stadt sich wohl den Juden noch nicht feindlich gezeigt, da Judas nach der Vorschrift [5Mos 20,10ff] ihr Frieden anbietet. - Da sandte Judas an sie und ließ mit friedlichen Worten48 sagen: Lasset uns durch euer Land ziehen, dass wir in unser Land kommen; niemand wird euch Übles tun, wir wollen einzig hindurchziehen. Sie aber wollten ihnen nicht auftun.49 Da ließ Judas in dem Heere ausrufen, ein jeder solle sich in Schlachtordnung stellen an dem Orte, wo er gerade sei.50 Alsbald stellten sich die Männer des Heeres in Schlachtordnung und kämpften gegen die Stadt jenen ganzen Tag und die ganze Nacht und die Stadt fiel in seine Hände.51 Da machten sie alles, was männlich war, mit der Schärfe des Schwertes nieder und er zerstörte sie von Grund aus und plünderte sie und zog durch die ganze Stadt über die Erschlagenen hinweg.52 Sodann zogen sie über den Jordan in die große Ebene,Esdrelon, die sich vom Jordan bis an den Karmel erstreckt und südlich vom Gebirge Ephraim, nördlich von Thabor und anderen Bergen begrenzt wird. - BethsanBethsan – Scythopolis – war die bedeutendste der Zehnstädte. - gegenüber.53 Judas aber sammelte den Nachtrab und sprach dem Volke auf dem ganzen Wege Mut zu, bis sie in das Land Juda kamen.54 Dann zogen sie auf den Berg Sion mit Freude und Jubel und brachten Brandopfer dar, weil keiner von ihnen gefallen war, bis sie in Frieden heimkehrten.Auf dem Rückwege, von V. 53 an. Das „heimkehren“ entspricht dem „kommen“ V. 53. Sie gelangen gerade zum Pfingstfest 164 vor Chr. an. Vergl. [2Mak 5,63ff]. -55 Während der Tage aber, wo Judas und Jonathas im Lande Galaad und sein Bruder Simon in Galiläa vor Ptolemais waren,56 hörte Joseph, der Sohn Zacharias', und Azarias, der Anführer des Heeres, von den tapferen Taten und den Schlachten, welche geliefert wurden.57 Da sprach er:Joseph zu Azarias. Sie sind neidisch auf die Waffenerfolge des Judas und werden seinen Befehlen ungehorsam. Damit beginnt ein verhängnisvoller Umschwung, statt der Verteidigung die Sucht nach Eroberungen. - Auch wir wollen uns einen Namen machen und hinziehen und wider die Heiden um uns her kämpfen.58 So bot erIm Griech.: Plural. Beide Heerführer werden durch Ehrgeiz zum Ungehorsam gegen Judas verleitet. (Vergl. V. 19.) Was Judas nicht vermochte, haben sie vollbracht, soll es heißen. - denn sein Heer auf und sie zogen gegen Jamnia.Vergl. [2Mak 4,15]. Strabo schätzt die Zahl der waffenfähigen Männer in Jamnia und Umgebung auf 40000. -59 GorgiasDie beiden jüdischen Heerführer ahnten wohl die Anwesenheit des Gorgias nicht, dessen Tapferkeit in ganz Syrien bekannt war. [1Mak 3,38] - aber zog samt seinen Leuten aus der Stadt heraus, ihnen entgegen zur Schlacht.60 Joseph und Azarias wurden in die Flucht geschlagen bis an die Grenze von Judäa und es fielen an jenem Tage vom Volke Israel gegen zweitausend Mann und das Volk erlitt eine schwere Niederlage,Wörtlich: Es entstand eine große Flucht. -61 weil sie nicht auf Judas und seine Brüder gehört hatten, indem sie meinten, Heldentaten verrichten zu können.62 Sie aber waren nicht vom Geschlechte jener Männer, durch welche in Israel Rettung geschaffen worden.Sie handelten ja aus Stolz und Ehrgeiz. Gott gewährte den Israeliten im Kampfe gegen die Heiden seinen Schutz, ihre Religion zu verteidigen, aber nicht, sich eine Machtstellung unter diesen zu erwerben. -63 Die Männer von JudaGriech.: Der Held Judas aber und seine Brüder. - dagegen wurden von ganz Israel und von allen Völkern, wo man ihren Namen hörte, hoch gerühmt.64 Und viele strömten herbei unter freudigem Zuruf.Das Unglück vor Jamnia schien einen Rachezug in das Land der Idumäer und Philister zu fordern, sollte nicht die kriegerische Stimmung, die der Statthalter Gorgias anfachte [2Mak 10,14], übergewaltig werden. -65 Hierauf zog Judas mit seinen Brüdern aus und kämpfte gegen die Söhne Esaus im Lande gegen Mittag und er eroberte ChebronHebron im Stamme Juda, das die Idumäer während der Wegführung der Juden besetzt und zum Mittelpunkt ihrer Unternehmungen gegen Juda gemacht hatten. [1Mak 5,65-68; 2Mak 12,32-46] - und dessen Töchterstädte und brannte seine Mauern und Türme ringsumher nieder.Ehe Gorgias noch zum Entsatze heranrücken konnte. -66 Sodann brach er auf, um in das Land der FremdlingeDer Philister. (V. 68) - zu ziehen, und durchzog Samaria.Richtiger ist mit [2Mak 12,35] der alten Vulgata und Jos. Marisa zu lesen, das nahe dem Westabhange des jüdischen Gebirges lag. -67 An jenem Tage fielen Priester im Kampfe, indem sie Tapferkeit zeigen wollten, aber unbedacht in den Kampf auszogen.Vergl. [2Mak 12,32ff]. -68 Judas aber wandte sich nach Azot in das Land der Fremdlinge, zerstörte ihre Altäre und verbrannte die Schnitzbilder ihrer Götter und plünderte die Städte und kehrte hierauf in das Land Juda zurück.Zum zweiten Male war er von Gott gewarnt, seine Kämpfe in profaner oder gar gottentfremdeter Gesinnung zu führen. Gegen Jamnia und Joppe zog Judas nicht, wahrscheinlich weil Timotheus inzwischen mehrere beutelustige Scharen zu einem Kriegszug nach Idumäa bewogen. [2Mak 10,24-38] Das Weitere siehe [2Mak 12,32ff]. Die Folge war eine etwa einjährige Ruhe Sommer 164 – 163 vor Chr., d.i. während eines Sabbatjahres, in dem das Studium des Gesetzes eine besondere Pflicht war.