1. Chronik 29
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Nach Aufzählung dessen, was er bereits selbst vorbereitet, fordert David die Fürsten auf, auch ihrerseits zum Tempelbaue beizusteuern (V. 5), diese geben gern das Versprechen. (V. 9) c. David sagt Gott Dank und fleht ihn an, Salomon bei diesem Werke beizustehen. (V. 19) d. David übergibt Salomon die Herrschaft, dieser wird gesalbt und als König begrüßt. (V. 25) Epilog: Quellen der Geschichte Davids.
1 Alsdann sprach der König David zu allen Versammelten: Mein Sohn Salomon, den Gott allein erwählt hat, ist noch jung und zart; aber das Werk ist groß, denn nicht für einen Menschen wird eine Wohnung bereitet, sondern für Gott. 2 Ich habe aus allen meinen Kräften für das Haus meines Gottes vorbereitet: das Gold zu den goldenen Gefäßen, das Silber zu den silbernen, das Erz zu den ehernen, das Eisen zu den eisernen, das Holz zu den hölzernen, dazu Onyx-Steine und Spießglanz gleiche und bunte Steine Hebr.: Onyx- und Einfasssteine, glänzende (Spießglanz gleichende) und bunt gestreifte oder gefleckte Edelsteine. - und allerlei andere kostbare Steine und parischen Marmor Hebr.: Marmorsteine. Parisch ist der Septuag. entnommen. - in Menge. 3 Und zu allem, was ich für das Haus meines Gottes von meinem Eigentum an Gold und Silber dargebracht habe, gebe ich noch für den Tempel meines Gottes, außer dem, was ich für das heilige Haus bereitet habe, 4 Dreitausend Talente Gold von dem Golde aus Ophir Etwa 135 Millionen Mark. - und siebentausend Talente gediegenen Silbers, Etwa 42 Millionen Mark. - um die Wände des Tempels Das Heilige und Allerheiligste und die Wände des Obergemaches. - damit zu bekleiden; 5 und jede Arbeit, wo Gold vonnöten, soll von Gold, und wo Silber vonnöten, von Silber durch die Hände der Künstler gemacht werden. Will nun jemand eine freiwillige Gabe darbringen, so fülle er heute seine Hand Er bringe freiwillig dar. - und bringe dem Herrn dar, was er will. 6 Da gelobten die Fürsten der Geschlechter und die Obersten der Stämme Israels, auch die Obersten und Hauptleute und die Verwalter der Güter des Königs, Die [1Chr 27,25-31] Aufgezählten. - 7 und spendeten zu der Arbeit des Hauses Gottes fünftausend Talente Gold, 225 Millionen Mark. - zehntausend Goldstücke, Während die Talente wohl in Barren bestanden, sind die Goldstücke einzeln. Die Summe wird auf etwa 225000 Mark veranschlagt. Der Verfasser benannt die Goldstücke nach der zu seine Zeit üblichen Weise. - zehntausend Talente Silber, 72 Millionen Mark. - achtzehntausend Talente Erz, dazu hunderttausend Talente Eisen. 8 Und wer bei sich Steine fand, gab sie für den Schatz des Hauses des Herrn zu Händen Jahiels, des Gersoniters. 9 Da freute sich das Volk, als jene aus freien Stücken ihre Verheißungen machten, denn von ganzem Herzen brachten sie dieselben dem Herrn dar; aber auch der König David freute sich sehr. 10 Und er pries den Herrn vor der ganzen Versammlung und sprach: Gepriesen bist du Herr, Gott Israels, unseres Vaters, von Ewigkeit zu Ewigkeit! 11 Dein, o Herr! ist die Herrlichkeit und die Macht und der Ruhm und der Sieg, und dir gebührt das Lob! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, ist dein; 72 Millionen Mark. - dein, o Herr! ist die Herrschaft und du bist Dein, o Herr, ist die Größe und die Stärke und die Herrlichkeit und der Sieg und die Majestät, alles im Himmel und auf Erden. - erhaben über alle Fürsten. 12 Dein ist der Reichtum und dein ist die Ehre; Das Folgende hebr.: Das über alles erhabene Haupt. - du herrschest über alles, in deiner Hand ist Kraft und Macht; in deiner Hand ist Größe und Herrschaft über alles. Reichtum und Ehre kommen von dir. - 13 Darum, unser Gott! preisen wir dich und loben deinen herrlichen Namen. 14 Denn wer bin ich und wer ist mein Volk, dass wir dir dies alles sollen verheißen können? Hebr.: In deiner Hand steht es, alles groß und stark zu machen. - Dein ist alles und was wir aus deiner Hand empfangen haben, das haben wir dir gegeben. Hebr.: denn von dir kommt alles und aus deiner Hand (von dem Deinigen) haben wir dir gegeben. - 15 Denn wir sind Fremdlinge vor dir und Ankömmlinge wie alle unsere Väter. Unsere Tage auf Erden sind wie ein Schatten und es ist kein Bleiben. 16 Herr, unser Gott! all diese Fülle, die wir bereitet haben, um deinem heiligen Namen ein Haus zu bauen, aus deiner Hand kommt sie und dein ist alles. 17 Ich weiß, mein Gott! dass du die Herzen prüfst und die Lauterkeit liebst; darum habe ich auch in der Lauterkeit meines Herzens freudig dies alles dargebracht und mit großer Freude gesehen, wie dein Volk dir seine Gaben darbrachte. 18 Herr, du Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre auf ewig diesen Willen ihres Herzens und lass diese Gesinnung zu deiner Verehrung immerdar währen! Hebr.: und richte ihr Herz auf dich hin. - 19 Auch meinem Sohn Salomon gib ein vollkommenes Ungeteiltes. - Herz, deine Gebote, deine Zeugnisse und deine Satzungen zu bewahren und alles zu erfüllen und das Haus zu bauen, für das ich alles vorbereitet habe. 20 Und David gebot der ganzen Versammlung: Preiset den Herrn, unsern Gott! Da pries die ganze Versammlung den Herrn, den Gott ihrer Väter, und sie verneigten sich und warfen sich vor Gott nieder und huldigten dann dem Könige. 21 Und sie schlachteten dem Herrn Opfer und brachten am folgenden Tage Brandopfer dar, tausend Stiere, tausend Widder, tausend Schafe, samt den Trankopfern dazu, nach aller Vorschrift, Hebr.: Und Schlachtopfer; nämlich Friedopfer, die vom Volke selbst verzehrt wurden. - in großer Menge, für ganz Israel. 22 Und sie aßen und tranken an diesem Tage vor dem Herrn mit großer Freude. Auch salbten sie Salomon, den Sohn Davids zum zweitenmal Zum zweiten Male, insoferne Salomon [1Chr 23,1] zum ersten Male als König bezeichnet war. - und salbten ihn dem Herrn als Fürsten Als Stellvertreter Gottes. Dieses Ereignis entspricht [1Koe 1,32ff]. - und Sadok zum Priester. Wenn auch Sadok schon bei der Salbung Salomons [1Koe 1,32ff] tätig war, wurde Abiathar doch erst im Anfang der Regierung des Königs des Hohenpriestertums verlustig erklärt. [1Koe 2,27] - 23 Und Salomon setzte sich auf den Thron des Herrn als König an seines Vaters David Statt und er fand bei allen Wohlgefallen und ganz Israel gehorchte ihm. 24 Aber alle Fürsten und Gewaltigen Hebr.: Heiden. - und alle Söhne des Königs David gaben ihm die Hand Die Hand ist Werkzeug der Tat und Symbol der macht. - und unterwarfen sich dem Könige Salomon. 25 Der Herr erhöhte also Salomon über ganz Israel und gab ihm eine Herrlichkeit der Herrschaft, wie solche kein König von Israel vor ihm gehabt. Nicht einmal David vor ihm gehabt. Übrigens ist die Verheißung nicht notwendig auf die israelitischen Könige zu beschränken. - 26 So herrschte David, der Sohn Isais, über ganz Israel. 27 Die Zeit, durch welche er über Israel herrschte, war vierzig Jahre; in Hebron herrschte er sieben Jahre Und sechs Monate. [2Sam 5,4] und in Jerusalem dreiunddreißig Jahre. 28 Und er starb im glücklichen Alter, hochbetagt, in Reichtum und Ehren, und sein Sohn Salomon ward König an seiner Statt. 29 Des Königs David Taten aber, die früheren wie die späteren, sind geschrieben im Buche Samuels, des Sehers, und im Buche Nathas, des Propheten, und im Buche Gads, des Sehers, 30 ebenso seine ganze Regierung, wie seine Macht und die Zeitläufte, die unter ihm, sowohl über Israel wie über alle Reiche der Erde dahingingen.
Zitiert in 2
- V. 14 Summa (EN)(II-II 86.4)
- V. 17 Summa (EN)(III 83.4)