Jeremias 21

III. Strafen der einzelnen Stände. (Kap. 21 – Kap. 29) 1. Erste Rede. (Kap. 21) Verkündigung des Unterganges des Reiches.

Wort, welches an Jeremias von dem Herrn erging, als der König Sedekias Phassur, den Sohn Melchias, und Sophonias, den Sohn Maasias, den Priester, zu ihm sandte Eine ähnliche Sendung [Jer 37,3]. Diese Phassur ist ein anderer als der [Jer 20,1] genannte, jedenfalls ein vornehmer Mann. - und sagen ließ: Befrage Und Bitte. - den Herrn für uns, denn Nabuchodonosor, der König von Babylon, kämpft wider uns; vielleicht handelt der Herr gegen uns allen seinen Wundertaten gemäß und macht, dass jener von uns abziehen muss. Ob die Worte aufrichtig gemeint sind, zeigt [Jer 37,3]. Die Antwort des Propheten zeigt, dass die Zeit der Erbarmung bereits vorübergegangen ist und die Strafe höchstens eine Milderung erfahren kann, wenn jene aufrichtig Buße tun wollen. (V. 12). - Jeremias aber sprach zu ihnen: So saget zu Sedekias: Also spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich werde die Kriegswaffen in euern Händen, Eure bewaffnete Mannschaft. - mit denen ihr wider den König von Babylon und die Chaldäer kämpft, die euch rings um die Mauern her Hebr.: Außerhalb der Mauern. Noch war also die Belagerung nicht begonnen, indes steht sie bevor. - belagern, umwenden und werde sie in die Mitte dieser Stadt zusammendrängen. Und ich selbst werde wider euch mit ausgestreckter Hand und starkem Arme kämpfen, So hat Gott einst die Befreiung des Volkes aus Ägypten vollbracht. [2Mos 6,6; 5Mos 4,34; 5Mos 5,15] u.a.. - mit Grimm, Entrüstung und großem Zorne. Vergl. [5Mos 29,28]. Die Streiter sollen durch das Schwert, die Einwohner der Stadt durch die Pest umkommen. - Und ich werde die Bewohner dieser Stadt schlagen, Menschen und Vieh sollen durch eine große Pest umkommen. Wörtlich: dem Munde des Schwertes, weil die Schneide desselben wie ein Mund verschlingt. - Darnach aber, spricht der Herr, will ich Sedekias, den König von Juda, und seine Diener, sein Volk und die, welche in dieser Stadt von der Pest, vom Schwerte und vom Hunger übriggeblieben sind, in die Hand Nabuchodonosors, des Königs von Babylon, und in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer überliefern, welche ihnen nach dem Leben trachten, und er wird sie mit der Schärfe des Schwertes schlagen, unerbittlich, ohne Schonung und ohne Erbarmen. Zu diesem Volke aber sollst du sagen: So spricht der Herr: Sehet, Erinnerung an [5Mos 11,26; 5Mos 30,15]. - ich lege euch den Weg zum Leben und den Weg zum Tode vor. Wer in dieser Stadt bleibt, wird durch Schwert, Hunger und Pest sterben; wer aber hinausgeht und sich zu den Chaldäern flüchtet, die euch belagern, wird leben bleiben und sein Leben als Beute davontragen. Insofern er sein vom Sieger gleichfalls bereits erobertes Leben wiedergewinnt, trägt er es als Beute davon. Eure Lage ist eine so schlimme, dass nur die Feinde euch daraus befreien können. - Denn ich habe mein Angesicht wider diese Stadt gerichtet Mit besonderem Eifer will ich dies tun. - zum Unheil und nicht zum Guten, spricht der Herr; in die Hand des Königs von Babylon wird sie überliefert werden, dass er sie mit Feuer niederbrenne. Wie sie selbst einst die dem Banne überlieferten Städte niederbrennen sollten. [5Mos 13,16] - Zum Hause des Königs von Juda sage: Wie das Volk, so soll auch das Königshaus einen Weg kennen lernen, auf dem der Ausspruch Gottes zwar nicht aufgehoben, aber doch gemildert werden kann. - Höret das Wort des Herrn, Haus Davids! Um Davids willen bietet Gott dem Königshause Milderung an. Er fordert nur leichtes. - So spricht der Herr: Haltet Gericht am Morgen An jedem Morgen. - und rettet den Unterdrückten aus der Gewalt des Unterdrückers, dass mein Grimm nicht etwa So soll der Untergang nicht durch die Unkenntnis der Zukunft, sondern durch den eigenen Willen herbeigeführt erscheinen. (Hier.) Wie furchtbar das Strafgericht über Sedekias kam, zeigt [2Koe 25,7]. - wie Feuer ausbreche und entbrenne, ohne dass jemand zu löschen vermag, um der Bosheit eurer Bestrebungen willen. Siehe, spricht der Herr, ich will an dich kommen, Bewohnerin des festen ebenen Tales, Jerusalem, von Bergen rings umgebene Stadt. Hebr.: Fels der Ebene; sie sollen nicht auf ihre feste Lage vertrauen. - an euch, die ihr sprecht: Wer will uns schlagen? Hebr.: Wer sollte über uns herabsteigen? Diesem Trotze stellt Gott seine Allmacht entgegen. - wer sollte in unsere Häuser eindringen? Und ich will euch, spricht der Herr, der Frucht eurer Bestrebungen gemäß heimsuchen und werde ein Feuer an ihren Wald Die Häuser, insbesondere die von David, Salomo und anderen Königen aus Zedern des Libanon erbauten. Ich – nicht der König der Chaldäer. Die Erfüllung der Weissagung siehe [2Koe 25,9; 2Chr 39,19; Jer 52,13]. legen, das alles ringsherum verzehren wird.

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