2. Korintherbrief 9
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Ursache, warum der Apostel bereits jetzt Titus mit zwei Gefährten nach Korinth sendet. (V. 5) 3. Die Kollekte ist mit fröhlicher Freigebigkeit zu vollenden.
1 Denn von der Hilfeleistung, Von der Almosensammlung. - welche für die Heiligen geschieht, ist es überflüssig für mich, euch zu schreiben. Es konnte jemand dem Apostel sagen: Du mahnst uns, die Boten, welche du uns sendest, gut aufzunehmen. Warum wünschest du nicht vielmehr, dass wir reichlich zu der Kollekte beitragen? Solchen Fragen beugt der Apostel vor. Er gibt an, warum er die Abgesandten einzig der Person nach empfohlen hat, ohne von ihrem Auftrage zu reden. - 2 Kenne ich doch euer williges Gemüt, wegen dessen ich mich eurer bei den Macedoniern rühme, dass auch Achaja von dem vergangenen Jahre her bereit ist, und euer Eifer hat so viele von ihnen zur Nachahmung angeeifert. 3 Ich habe aber doch die Brüder gesandt, damit unser Rühmen über euch nicht in diesem Stücke Betreffs der Kollekten. - zunichte werde, Als nichtig erfunden werde. - und ihr (wie ich gesagt habe) bereit seiet, Die Kollekte zu glücklichem Ende führend. - 4 dass nicht, wenn die Macedonier mit mir kommen und euch unvorbereitet finden sollten, wir Der heil. Paulus wird beschämt, wenn er sich zu Unrecht gerühmt hat. - (um nicht zu sagen ihr) beschämt würden in dieser Sache. 5 Ich habe es daher für nötig erachtet, die Brüder zu bitten, dass sie zu euch vorausreisen und den verheißenen Segen vorbereiten, damit derselbe bereit liege, und zwar wie Segen, Was hierzu erfordert wird, sagen die folgenden Verse (6 – 15): Freudigkeit und Freigebigkeit. (Theoph., Ök.) - und nicht wie Geiz. 6 Dies aber sage ich: Wer spärlich säet, der wird auch spärlich ernten; und wer in Segnungen säet, wird auch in Segnungen ernten. Die wohltätige Liebe wird ewigen Lohn erlangen. „In Segnungen“ säet, wer aus gutem Willen im Vertrauen auf die zukünftige Vergeltung säet; er wird diese Hoffnung nicht getäuscht sehen, wenn er erntet. Wie der Same in der natürlichen Ordnung aus sich Frucht trägt, so dass diese aus ihm hervorgeht, so stehen die guten Werke nach Gottes Anordnung mit der himmlischen Herrlichkeit in Verbindung und verdienen sie. Ist zudem auch das Wesen der ewigen Seligkeit die gleiche für alle, da Gott ihr Untergrund ist, so ist doch der Grad derselben je nach den Verdiensten verschieden. Wohl steht der, der weniger sät, ebenso auf der rechten Seite des Richters wie der, welcher mehr säet, und wohl ist alle Gattung des Samens gleich, aber doch die Zahl verschieden. (Hier.) Spärlich säet auch der Habsüchtige, dem das, was er gibt, gleichsam abgepresst werden muss; denn sein Herz ist eng, mag auch die Gabe groß sein. Hingegen die arme Witwe, welche zwei Heller in den Opferkasten wirft, hat mehr gegeben, als alle Reichen. Der säet am besten, der so viel gibt, wie er kann. - 7 Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, Der Apostel setzt voraus, dass alle bereits bestimmt haben, wie viel sie geben wollen, und will einzig, dass sie mit rechter Gesinnung geben und in gebührender Weise die Kollekte beendigen. - nicht mit Traurigkeit D. i. nicht traurig, wie der Geizige, der alles für verloren ansieht, was er etwa gibt. - oder aus Zwang; D. i. nicht ungern, gleichsam durch das Ansehen der Höheren, oder die Scham vor den Brüdern oder durch die Umstände gezwungen. - denn einen freudigen Geber liebt Gott. Nicht den Geber schlechthin, sondern den fröhlichen Geber lobt und belohnt Gott (Thom.). Gibst du das Brot betrübt, so hast du das Brot verloren und das Verdienst dazu (Aug.). - 8 Gott aber hat die Macht, euch jegliche Gabe im Überflusse zu geben; Diese Worte sind aus der Septuag, [Spr 8,22] entnommen, ähnliche Worte finden sich in der dem Texte beigefügten Parallelstelle. - damit ihr in allem immer volle Genüge habet Damit die Freudigkeit nicht durch die Sorge um zeitliche Dinge erstickt, und die Freigebigkeit nicht durch unnütze Bekümmernis um die Zukunft gemindert werde, zeigt der Apostel, dass der Barmherzige nichts zu fürchten hat. Er entbehrt seine Güter auf einige Zeit, aber nur um sie nachher mit Gewinn wieder zurück zu erlangen. Ja noch mehr, wie V. 8 verheißt. - und überreich seiet zu jedem guten Werke, Was Gott kann, wird er auch tun, wenn ein Grund dazu da ist. Ein solcher Grund fehlt nicht, denn nach Gottes Wille ist das Almosen nicht geboten, damit es dem Empfänger völlige Sorglosigkeit, dem Geber Not verursache. [2Kor 8,12] Ein anderer Grund aus der Erfahrung folgt V. 10ff. - 9 wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut, den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit währet von Ewigkeit zu Ewigkeit. [Ps 111,9] Gerecht ist derjenige, der alle Tugenden hat, durch die er Gott gefällt. - 10 Und der, welcher dem Säemanne Samen darreicht, wird auch Brot zur Speise gewähren, und euren Samen vervielfältigen, und die Früchte eurer Gerechtigkeit mehren, Einige griechische Erklärer setzen die Interpunktion so, dass das Subjekt ist: der, welcher dem Sämanne Samen gibt und Brot zur Speise. Dies scheint richtig, da der Apostel wohl [Jes 55,10] vor Augen hatte (Theoph.). - 11 dass ihr in allem reich werdet und Überfluss habet zu aller Einfalt, Jedes Werk der Barmherzigkeit in Einfalt zu vollbringen, auf die Bedürftigkeit der Brüder schauend, denen ihr helfen wollt, und auf Gottes Ehre, wegen dessen ihr eure Brüder liebt und ihnen helft. - welche durch uns Danksagung gegen Gott bewirkt. Die Einfalt der Gläubigen, welche den Armen beisteht, treibt diese an, Gott Dank zu sagen. - 12 Denn die Leistung dieser Liebesspende Das griech. Wort deutet an, dass die Gabe gleichsam ein Gott dargebrachtes Opfer ist, dessen Diener die Gläubigen sind. - ersetzt nicht nur das, was den Heiligen mangelt, sondern bringt auch reiche Frucht durch viele Danksagungen im Herrn, Die Kollekte hat zwei Ziele: ein minder hohes und ein höheres. - 13 indem sie wegen dieses erprobten Liebesdienstes Gott preisen für den Gehorsam eures Bekenntnisses gegen das Evangelium Christi, D. i. für euren Gehorsam des Glaubens. Aus der Liebe gegen die Brüder erkennt man, ob jemand Gott liebt. [1Joh 4,20] Wenn also die Korinther dieses höchste Gebot beobachteten, lag für die Bewohner von Jerusalem der Schluss für den Glauben der ersteren nahe. Welches Lob spendet der Apostel den Christen Palästinas, die aus so hohen Gründen sich freuen und über das, was anderen zu Teil wird! - und für die Wohlgeneigtheit im Mitteilen, an sie und an alle, 14 und in ihrem Gebete für euch, da sie sich herzlich nach euch sehnen wegen der überschwenglichen Gnade Gottes gegen euch. Welch innige Vereinigung der Liebe unter den Kirchen hofft der Apostel durch diese Kollekte herbeizuführen! - 15 Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe! Jene Güter, welche Gott denen, die das Almosen empfangen, und denen, welche es spenden, verleiht. (Chrys.)
Zitiert in 26
- V. 5 Summa (EN)(II-II 118.3)
- V. 6 Fragen(Giving and tithing)
- V. 7 Summa (EN)(I-II 39.2
I-II 100.9 Fragen(Giving and tithing)Amoris Laetitia(§110)Christus Vivit(§167)Dilexi Te(§33)Gaudete Et Exsultate(§128)II-II 88.6 II-II 147.4 II-II 186.5) - V. 8 Summa (EN)(III 7.12)Fragen(Giving and tithing)
- V. 10 Summa (EN)(II-II 24.5)Paternae(§14)
- V. 11 Orientale Lumen(§18)
- V. 12 CCC(¶1070)Orientale Lumen(§18)
- V. 13 Orientale Lumen(§18)
- V. 14 CCC(¶2636)Orientale Lumen(§18)
- V. 15 CCC(¶1083)Sacrosanctum Concilium(§6)
- V. 16 Evangelium Vitae(§78)Redemptoris Missio(§1)