2. Chronik 30

2. Das Osterfest wird mit großem Pompe gefeiert. (Kap. 30) A. Ezechias sendet durch das ganze Land Juda und Israel Boten, um alle Israeliten zur Feier des Osterfestes einzuladen. (V. 9) Wenige aus Israel, zahlreiche Scharen aus Juda entsprechen dem Rufe. (V. 12) B. Die Zusammengekommenen feiern das Osterfest nach dem Gesetze durch sieben Tage (V. 22), ja verlängern die Feier um weitere sieben Tage.

Hierauf sandte Ezechias an ganz Israel Damals herrschte Osee in Israel. - und Juda und schrieb Briefe an Ephraim und Manasse, sie sollten zum Hause des Herrn nach Jerusalem kommen, um dem Herrn, dem Gott Israels, das Phase zu feiern. Nachdem nämlich der König mit den Fürsten und der ganzen Gemeinde Jerusalems Rat gehalten, beschlossen sie, das Phase im zweiten Monat Dies war [4Mos 9,6-13] denen gestattet, welche die gesetzliche Zeit nicht hatten innehalten können. - zu halten. Denn sie hatten es nicht zu seiner Zeit feiern können, weil die Priester, die hätten hinreichen können, nicht geheiligt waren und das Volk sich noch nicht in Jerusalem versammelt hatte. Dieser Vorschlag Der Ratgeber. - gefiel dem Könige und der ganzen Gemeinde. Sie beschlossen also, Boten durch ganz Israel zu senden, von Bersabee bis Dan, dass sie kommen und dem Herrn, dem Gott Israels, zu Jerusalem Phase halten sollten; denn viele hatten es nicht gehalten, wie es im Gesetze vorgeschrieben ist. Da durcheilten die Läufer mit Briefen auf des Königs und seiner Fürsten Befehl ganz Israel und Juda und riefen aus, wie der König geboten hatte: Söhne Israels! kehret zu dem Herrn, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels zurück, so wird er sich auch wieder zu den Übriggebliebenen wenden, die der Hand des Königs von Assyrien entronnen sind. Hier ist die Wegführung freilich noch nicht eingetreten. - Werdet nicht wie eure Väter und Brüder, welche von dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, abfielen und die er dem Untergange preisgab, wie ihr selbst seht. Seid nicht halsstarrig, wie eure Väter: bietet dem Herrn die Hand und kommet zu seinem Heiligtume, das er auf immerdar geheiligt hat; dienet dem Herrn, dem Gott eurer Väter, so wird sein grimmiger Zorn sich von euch wenden. Denn wenn ihr zu dem Herrn zurückkehrt, so werden eure Brüder und Söhne bei ihren Herren, die sie gefangen weggeführt haben, Erbarmen finden und werden in dieses Land zurückkehren; denn der Herr, euer Gott, ist gnädig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch abwenden, wenn ihr zu ihm zurückkehrt. Da gingen die Läufer eilig von Stadt zu Stadt durch das Land Ephraim und Manasse bis nach Zabulon hin, doch jene lachten über sie und spotteten ihrer. Einige Männer indes aus Aser und Manasse und Zabulon folgten der Aufforderung Hebr.: demütigten sich. - und kamen nach Jerusalem. Aber in Juda wirkte die Hand des Herrn, dass er ihnen Einmütigkeit verlieh, so dass sie nach dem Gebote des Königs und der Fürsten das Wort des Herrn erfüllten. Und es versammelte sich in Jerusalem viel Volk, um das Fest der ungesäuerten Brote im zweiten Monate zu feiern. Diese machten sich auf, rissen die Altäre in Jerusalem nieder und zerstörten alle Altäre, auf denen man den Götzen Räucherwerk anzündete, und warfen sie in den Bach Kedron. Sodann schlachteten sie das Phase am vierzehnten Tage des zweiten Monats, und die Priester und Leviten heiligten sich endlich Hebr.: fühlten sich beschämt und heiligten sich. Es sind wohl die außerhalb Jerusalems befindlichen. Vergl. [2Chr 29,34]. - und brachten Brandopfer im Hause des Herrn dar. Und sie standen nach ihrer Ordnung der Vorschrift und dem Gesetze Moses, des Mannes Gottes, gemäß; die Priester aber empfingen das Blut aus der Hand der Leviten, Gewöhnlich reichten die Hausväter das Blut. Den Grund der Änderung gibt V. 17 an. - um es auszugießen, denn zahlreich war das Volk, das sich noch nicht geheiligt hatte; darum schlachteten die Leviten das Phase für die, welche nicht geheiligt zu dem Herrn gekommen waren. Hebr.: denn es waren in der Versammlung viele, die sich nicht geheiligt hatten, und so besorgten die Leviten das Schlachten der Osterlämmer für jeden, der nicht rein war, um sie Jahve zu weihen. - Auch ein großer Teil des Volkes aus Ephraim und Manasse und Issachar und Zabulon hatte sich nicht geheiligt und aß das Phase nicht so, wie es vorgeschrieben ist; Nicht als rein [4Mos 9,10.11], sondern als unrein, wie das Volk aus Juda. - aber Ezechias betete für sie, indem er sprach: Der Herr, der gütig ist, wird Vergebung gewähren allen, die von ganzem Herzen den Herrn, den Gott ihrer Väter, suchen, und wird ihnen nicht zurechnen, dass sie sich nicht genug geheiligt haben. Und der Herr erhörte ihn und ward mit dem Volke versöhnt. [3Mos 15,31] wird das Betreten des Heiligtums durch einen Unreinen mit dem Tode bedroht. Doch hier starb niemand. Über dem Buchstaben des Gesetzes stand dem Propheten und Gott das Suchen des Herrn von ganzem Herzen. - So hielten die Söhne Israels, die sich in Jerusalem einfanden, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude Die folgenden Worte lauten im Hebr.: indem den Herrn Tag für Tag priesen Priester und Leviten mit mächtigem Saitenspiel. - und priesen den Herrn Tag für Tag; auch die Leviten und Priester auf den Saitenspielen, welche zu ihrem Amte gehörten. Und Ezechias redete zum Herzen aller Leviten, welche gute Gesinnung für den Herrn hatten; diese aßen die sieben Tage des Festes hindurch und schlachteten die Friedopfer und priesen den Herrn, den Gott ihrer Väter. Und es gefiel der ganzen Versammlung, noch weitere sieben Tage zu feiern, Die beiden Gründe hierfür folgen in V. 24. - und sie taten es mit großer Freude. Denn Ezechias, der König von Juda, hatte dem Volke tausend Stiere und siebentausend Schafe geschenkt, die Fürsten aber hatten dem Volke tausend Stiere und zehntausend Schafe gegeben; es heiligten sich also eine große Anzahl von Priestern. So trat nichts Ähnliches wie [2Chr 29,34] ein. - Und Freude erfüllte die ganze Gemeinde von Juda, sowohl die Priester und die Leviten, als die ganze Schar derer, die aus Israel gekommen waren; desgleichen die Fremdlinge, die aus dem Lande Israel kamen oder in Juda wohnten. Nichtisraeliten. - Es war ein großes Fest in Jerusalem, wie ein solches seit den Tagen Salomons, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, in dieser Stadt nicht gewesen war. Seit der Tempelweihe Salomons [2Chr 7,1-10], welche auch vierzehn Tage gedauert, war kein religiöses Fest mit so allgemeiner Teilnahme und so reichen Opfern gefeiert. - Und die Priester und Leviten erhoben sich und segneten das Volk, Nach [4Mos 6,24]. und ihre Stimme ward erhört und das Gebet drang zu der heiligen Wohnung gen Himmel.

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