2. Könige 13

2. Joachaz, Joas und Jeroboam II., Könige von Israel, Amasias, König von Juda. (13,1 – 14,29) A. Joachaz, Nachfolger Jehus, gerät wegen seiner Sünden in die Hand Hazaels, des Königs von Syrien. (V. 3) Da er sich zum Herrn bekehrt, aber dennoch den Götzendienst nicht ausrottet, wird er zwar frei, aber bleibt ohnmächtig. (V. 9) Auch sein Sohn Joas ist gottlos, doch gewährt ihm Gott, eingedenk seines Bundes mit den Patriarchen, nach Eliseus Prophezeiung, drei herrliche Siege über die Syrer.

Im dreiundzwanzigsten Jahre des Joas, Die Zahl 23 ist wohl ein Versehen für 21, denn da der jüdische König Joas im 7. Jahre Jehus zur Herrschaft kam, kann Joas nur 21 Jahre gleichzeitig mit ihm geherrscht haben. (Vergl. V. 10) Nach Fl. Josephus fällt der Regierungsantritt des Joachaz in das 20. Jahr des Joaz. - des Sohnes Ochozias, des Königs von Juda, ward Joachaz, der Sohn Jehus, König über Israel in Samaria, siebzehn Jahre. Er tat, was vor dem Herrn böse ist, und folgte den Sünden Jeroboams, des Sohnes Nabats, nach, welcher Israel zur Sünde verführt hatte, und ließ nicht davon ab. Da ergrimmte der Zorn des Herrn gegen Israel Schon unter Jehu begann Jahve, da jener den Stierdienst bestehen ließ, von Israel abzuschneiden. [2Koe 10,32] Da aber Joachaz, dadurch ungewarnt, selbst den Ascherendienst wieder einreißen ließ, entbrannte der Zorn Jahves. - und er gab sie in die Hand Hazaels, des Königs von Syrien, und in die Hand Benadads, des Sohnes Hazaels, die ganze Zeit hindurch. So lange Joachaz lebte. - Joachaz aber flehte vor dem Angesichte des Herrn um Erbarmen und der Herr erhörte ihn, denn er sah die Bedrängnis Israels, dass der König von Syrien sie bedrückte, und der Herr gab Israel einen Retter, Jeroboam II., den Enkel des Joachaz, wie [2Koe 14,27] zeigt. - es ward aus der Hand des Königs von Syrien befreit und die Söhne Israels wohnten in ihren Hütten wie gestern und vordem. In Frieden. - Dennoch Ein vollkommen glücklicher war indes dieser Friedenszustand nicht aus dem hier folgenden Grunde. - aber ließen sie nicht von den Sünden des Hauses Jeroboams ab, welcher Israel zur Sünde verführt hatte, sondern wandelten in denselben, denn auch der Hain Die Aschera, die Achab der Astarte errichtet. [1Koe 16,33] - blieb zu Samaria stehen. Es blieben Joachaz vom Volke nur fünfzig Reiter und zehn Wagen und zehntausend Mann Fußvolk übrig, denn der König von Syrien hatte sie getötet und wie Staub auf der Dreschtenne zertreten. Nachtrag zu V. 4. - Was aber sonst von Joachaz zu sagen ist und alles, was er getan, und seine Tapferkeit, ist das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Israel? Und Joachaz entschlief zu seinen Vätern und man begrub ihn in Samaria, sein Sohn Joas ward König an seiner Statt. Im siebenunddreißigsten Jahre des Joas, des Königs von Juda, ward Joas, der Sohn des Joachaz, König über Israel in Samaria, sechzehn Jahre; er tat, was in den Augen des Herrn böse ist, er ließ nicht ab von allen Sünden Jeroboams, des Sohnes Nabats, welcher Israel zur Sünde verführt hatte, sondern wandelte in denselben. Was aber sonst von Joas zu sagen ist und alles, was er getan, und seine Tapferkeit, wie er mit Amasias, dem König von Juda, kämpfte, ist das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Israel? Und Joas entschlief zu seinen Vätern; Jeroboam aber Siehe [2Koe 14,23]. - bestieg seinen Thron. Und Joas wurde in Samaria bei den Königen von Israel begraben. Eliseus aber ward von einer Krankheit ergriffen, an der er auch starb. Da ging Joas, der König von Israel, zu ihm hinab und weinte vor ihm und sprach: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Lenker! Wo soll Hilfe gegen den Feind herkommen, wenn du uns verlässest? So hatte Eliseus einst über das Scheiden des Elias geklagt. - Eliseus aber sprach zu ihm: Bringe einen Bogen und Pfeile herbei! Als dieser ihm einen Bogen und Pfeile gebracht hatte, sprach er zu dem Könige von Israel: Lege deine Hand an den Bogen! Als dieser seine Hand daran gelegt hatte, So wird die Handlung des Königs gleichsam eine solche des Propheten und eben damals etwas im Namen und der Kraft Jahves Geschehendes. Die Verheißung soll der König sich selbsttätig zueignen. - legte Eliseus seine Hände auf die Hände des Königs und sprach: Öffne das Fenster gegen Osten! Gegen das Ostjordanland zu, das die Syrer genommen hatten. [2Koe 10,33] - Als er es geöffnet hatte, sprach Eliseus: Schieße einen Pfeil ab. Dieser schoss ihn ab. Da sprach Eliseus: Die symbolische Handlung erklärend. - Ein Pfeil des Heiles des Herrn und ein Pfeil des Heiles gegen Syrien; du wirst die Syrier in Aphek schlagen, Dieser Pfeil sei dir ein Unterpfand der Hilfe Jahves gegen die Syrier und eines Sieges bei Aphek. Dort hatten die Israeliten bereits einmal einen großen Sieg errungen. [1Koe 20,26-29] - bis du sie aufreibst. Bei Aphek. Erst V. 19 bezieht sich auf die ganze syrische Heeresmacht überhaupt. - Dann sprach er: Die weitere symbolische Handlung ist eine Steigerung der ersten. - Nimm die Pfeile! Als dieser sie genommen, sprach er wiederum zu ihm: Schlage Wörtlich: Treffe zum Niederwerfen, also: triff zur Erde hin, so dass die Getroffenen zu Boden gestreckt werden. - mit dem Pfeile auf die Erde! Jener schlug dreimal und hielt dann inne. Da ward der Mann Gottes über ihn zornig und sprach: Hättest du fünf- oder sechs- oder siebenmal Fehlt im Hebräischen. - geschlagen, so würdest du Syrien bis zur Vernichtung geschlagen haben, nun aber wirst du es dreimal schlagen. Der König meinte wohl, was dreimal geschieht, geschehe ganz und vollständig. Doch Eliseus will sagen: Du hattest noch mehr als drei Pfeile und konntest noch weiter treffen; dass du aber aufgehört hast, zeigt, dass dir ein fester, auf den Herrn vertrauender Geist fehlt. Ich habe dich gemahnt, nach der Verheißung des Sieges (V. 16, V. 117) im Vertrauen auf Jahves Beistand fortzufahren und die Syrier bis zur völligen Vernichtung zu bekämpfen. - Hierauf starb Eliseus und sie begruben ihn. Sein Grab war in der Nähe Samarias. (Hieron.) Auf seinem Kranken- und Sterbebette hat er sich noch einmal als Helfer Israels gezeigt. - Es kamen aber Raubscharen von Moab ins Land in eben diesem Jahre. Einige, die einen Mann begruben, sahen die Raubscharen und warfen den Leichnam in das Grab des Eliseus. Als dieser die Gebeine des Eliseus berührte, ward der Mann wieder lebendig und stellte sich auf seine Füße. Hazael Noch im Grabe wird Eliseus als Prophet von Gott bezeugt. Die Wiedererweckung drückte der Weissagung vom Siege des Joas das Siegel der göttlichen Bestätigung auf. [JSir 48,13ff] - nun, der König von Syrien, bedrückte Israel, so lange Joachaz lebte; Vergeblich war die Ausrottung des Hauses Achabs, umsonst die Vertilgung des Götzendienstes gewesen, zu der Verehrung der Kälber, an denen Jehu festgehalten, kam noch wieder der Ascherendienst. Darum nahmen die unter Jehu begonnenen göttlichen Strafgerichte zu. - doch der Herr erbarmte sich über sie und wandte sich ihnen wieder zu, um seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob willen, und er wollte sie nicht verderben noch gänzlich verwerfen bis auf diese Zeit. Aber Hazael, der König von Syrien, starb und Benadad, Der hier Genannte ist Benadad III., Sohn und Nachfolger Hazaels. Die Keilinschriften nennen in jener Zeit einen König Mari von Damaskus, durch dessen Niederlage gegenüber Rammanirar III., König von Assyrien, Israel freie Hand erhielt. - sein Sohn, ward König an seiner Statt. Da entriss Joas, der Sohn des Joachaz, der Hand Benadads, des Sohnes Hazaels, die Städte, welche er der Hand Joachaz, seines Vaters, kraft Kriegsrechtes entrissen hatte; dreimal schlug ihn Joas und brachte so die Städte an Israel zurück. Joas sagte sich zwar ebensowenig wie seine Vorfahren von der Verehrung der Kälber los, war aber dennoch einer der besseren Könige von Israel, wie sein Verhältnis zu dem Propheten Eliseus zeigt, das näher und inniger war, als einer der vier Könige, unter denen Eliseus gelebt und gewirkt.

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