2. Könige 21
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Manasses erweckt den Götzendienst zu neuem Leben (V. 9), weshalb Gott ihm durch die Propheten den Untergang des Reiches voraussagt, zumal der König die heilige Stadt mit unschuldigem Blute erfüllt hat. (V. 17) b. Auf Manasses folgt Amon, der in die Fußstapfen seine Vaters tritt, aber nach zwei Jahren von Verschworenen getötet wird.
1 Zwölf Jahre war Manasses alt, als er zu herrschen begann, Vielleicht waren ältere Brüder gestorben. - und fünfundfünfzig Jahre herrschte er zu Jerusalem; der Name seiner Mutter war Haphsiba. Mein Wohlgefallen an ihr (Symbolisch von Sion [Jes 62,4]) - 2 Er tat, was vor den Augen des Herrn böse ist, nach dem Götzendienste der Völker, welche der Herr vor den Augen der Söhne Israels vertilgt hatte. Es war also der chananitische Götzendienst. - 3 Er wendete sich dem Bösen zu und baute die Höhen wieder, welche sein Vater Ezechias zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre und machte Haine, Ascheren. - wie Achab, der König von Israel, getan hatte, und betete das ganze Heer des Himmels an und verehrte es. 4 Auch Steigerung. - baute er Altäre im Hause des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinem Namen eine Stätte geben! 5 Und er errichtete dem ganzen Heere des Himmels Die Sterne erscheinen als unvergänglich und beständig gegenüber dem Wechsel alles Irdischen und als Ordner und Leiter aller irdischen Dinge. - Altäre in den beiden Vorhöfen Dem inneren und dem äußeren. - des Tempels des Herrn. 6 Auch ließ er seinen Sohn durch das Feuer gehen, trieb Wahrsagerei, beobachtete Zeichen, bestellte Stellte sie förmlich an. - Wahrsager und vermehrte die Zeichendeuter, Hebr.: Zauberer in Menge. - so dass er tat, was vor dem Herrn böse ist, und ihn zum Zorne reizte. 7 Auch stellte er ein Götzenbild des Haines, Bild der Astarte. - den er eingerichtet hatte, in den Tempel des Herrn, In das Heilige. Die Größe des Frevels erhellt aus [1Koe 9,3]. - von welchem der Herr zu David und zu seinem Sohne Salomon gesprochen hatte: In diesem Tempel und zu Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen auf ewig. 8 Und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen lassen aus dem Lande, das ich ihren Vätern gegeben habe; jedoch nur, wenn sie alles halten und tun, was ich ihnen geboten, und das ganze Gesetz, welches ihnen mein Diener Moses anbefohlen hat. 9 Sie aber hörten nicht darauf, sondern ließen sich von Manasses verführen, Unter Manasses erreichte die Gottlosigkeit den Höhepunkt, so dass eine durchgreifende Bekehrung zum Herrn fast unmöglich und auch Juda zur Verstoßung unter die Heiden reif ward. Vergl. [2Koe 23,26, 2Koe 24,3]. - dass sie es ärger machten als die Völker, welche der Herr vor dem Angesichte der Söhne Israels vertilgt hatte. Diese hatten nur Landesgötter verehrt, Juda nimmt noch die Götter der Assyrer und Babylonier hinzu und verlässt seinen Gott. Ja, Manasses errichtet selbst dem Moloch eine eigene Opferstätte im Tale Hinnom [2Koe 23,10] und stellt im Tempel ein Bild der Göttin der Unzucht auf, sein Volk zu allem Götzendienste zwingend. Solches war selbst in Israel nicht geschehen. So war Manasses der schlimmste Gegensatz zu David. Noch unter Ezechias schien die Abgötterei für immer verbannt, das ganze Volk für Jahve gewonnen [2Chr 30,12.13], sein Sohn macht alle Greuel zur Staatsreligion, übertritt das Grundgesetz der Wohlfahrt des auserwählten Volkes und wütet gegen alle Diener Jahves, ohne dass das Volk Widerstand leistet. Aberglaube und Unglaube haben sich desselben bemächtigt. Vergl. [Zeph 3,1ff]. - 10 Da redete der Herr durch seine Diener, die Propheten, und sprach: 11 Weil Manasses, der König von Juda, diese schlimmen Greuel getan, die ärger sind als alles, was die Amorrhiter vor ihm getan haben und auch Juda zur Sünde verführt hat durch seine Unreinigkeiten, Götzen. - 12 darum spricht der Herr, der Gott Israels, also: Siehe, ich werde Unglück über Jerusalem und Juda herbeiführen, dass jedem, der es hört, beide Ohren klingen sollen. 13 Und ich will über Jerusalem die Messschnur Samarias spannen und das Gewicht des Hauses Achabs; Jerusalem soll dem Boden gleich werden, vergl. [Jes 34,11], wie Samaria und seine Häuser (Familien) sollen wie das Haus Achabs veröden. - und ich will Jerusalem auslöschen, wie man eine Schreibtafel Hebr.: Wie man die Schüssel abwischt, (nämlich die gebrauchte), die, wenn sie ausgewischt ist, umgestürzt wird. – Die in der Vulg. nach V. 13 folgenden Worte fehlen im Hebr. - auszulöschen pflegt, und will es abwischen und umkehren und mehr als einmal mit dem Griffel So glättete man Wachstafeln, um das Geschriebene auszulöschen. - über seine Fläche hinfahren. 14 Und ich will den Überrest meines Erbteiles Zehn Stämme waren ja schon fortgeführt. - verstoßen und ihn in die Hände ihrer Feinde übergeben, dass sie allen ihren Feinden zur Verwüstung und zum Raube werden; 15 weil sie getan, was vor mir böse ist, und nicht aufgehört haben, mich zum Zorne zu reizen, von dem Tage an, wo ihre Väter aus Ägypten gezogen sind, bis auf diesen Tag. 16 Überdies vergoss Manasses auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er Jerusalem bis oben damit anfüllte, außer seinen Sünden, zu denen er Juda verführte, dass es tat, was vor dem Herrn böse ist. 17 Was aber sonst von Manasse zu sagen ist und alles, was er getan, und seine Sünde, die er begangen, steht das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Israel? Nach [2Chr 33,11] sandte Gott die Feldherrn Asurbanipals gegen Manasses, die ihn gefangen nach Babylon führten, das mittlerweile in die Hände der Assyrer gefallen war. In der Gefangenschaft tat er Buße, erlangte die Freiheit und kehrte nach Jerusalem zurück, wo er die Ärgernisse durch ein frommes Leben wieder gutzumachen suchte. - 18 Und Manasses entschlief zu seinen Vätern und wurde im Garten seines Hauses, im Garten Oza, Nach dem früheren Besitzer benannt. - begraben; sein Sohn Amon ward König an seiner Statt. 19 Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er zu herrschen begann, und zwei Jahre herrschte er zu Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Messalemeth, eine Tochter des Harus aus Jeteba. 20 Er tat, was böse ist in den Augen des Herrn, wie sein Vater Manasses getan hatte. 21 Und er wandelte ganz auf dem Wege, den sein Vater gewandelt war, und diente den Unreinigkeiten, denen sein Vater gedient hatte, und betete sie an; 22 und er verließ den Herrn, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht auf dem Wege des Herrn. 23 Da bereiteten ihm seine Diener Seine nächsten Diener. - Nachstellungen und töteten den König in seinem Hause. 24 Das Volk des Landes aber Über den Mord des Königs, der erst vor so kurzer Zeit zur Herrschaft gelangt war, erbittert. – Amon war so schlimm wie sein Vater vor der Bekehrung. Leider hatte dessen Umkehr das Volk nicht zu gleicher Sinnesänderung zu bringen vermocht, wie in den Prophezeiungen Sophonias erscheint. erschlug alle, die sich wider den König Amon verschworen hatten, und sie setzten seinen Sohn Josias zum König über sich an seiner Statt. 25 Was aber sonst von Amon zu sagen ist, was er getan, steht das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Juda? 26 Und sie begruben ihn in seinem Grabe, im Garten Oza und sein Sohn Josias ward König an seiner Statt.