2. Könige 25

b. Im neunten Jahre des Sedekias belagert Nabuchodonosor Jerusalem. Der König versucht zu fliehen, wird gefangen genommen, geblendet und nach Babylon geführt. (V. 7) c. Im zweiten Jahre der Belagerung wird Jerusalem von den Chaldäern erobert und mit dem Tempel zerstört. Die meisten Einwohner werden mit dem noch übrigen Tempelschatze nach Babylon weggeführt, einige Priester und Fürsten getötet. (V. 21) d. Über das zurückbleibende Volk setzt Nabuchodonosor den Godolias. Ein Teil des Volkes flieht aus Furcht vor den Chaldäern nach Ägypten. (V. 26) Schlusswort des ganzen Buches. (V. 27-30) Um die Leser mit der Hoffnung auf Wiederherstellung des Reiches zu erfüllen, wird kurz berichtet, dass Joachin (Jechonias) im 37. Jahre seiner Gefangenschaft von Evilmerodach, dem Könige von Babylon, aus dem Gefängnisse geführt und vor allen mitgefangenen Königen ehrenvoll behandelt ward.

Es begab sich aber im neunten Jahre seiner Herrschaft, im zehnten Monat, am zehnten Tage des Monats, Diese Tage blieben als Unglückstage im Gedächtnis und wurden in der Folge mit Fasten begangen. - dass Nabuchodonosor, der König von Babylon, mit seinem ganzen Heere gegen Jerusalem heranrückte, und sie umzingelten es und errichteten rings um die Stadt Belagerungswerke. So wurde die Stadt eingeschlossen und bis in das elfte Jahr des Königs Sedekias belagert, bis zum neunten Tage des Vierten. [Jer 39,2] Im Ganzen dauerte die Belagerung 1 Jahr 5 Monate 27 Tage, da die Stadt sehr stark befestigt war. [2Chr 32,5, 2Chr 33,14] Die Belagerung scheint indes nach [Jer 37,5.11] eine Zeitlang unterbrochen worden zu sein. - Monats; und der Hunger nahm in der Stadt überhand und das Volk des Landes hatte kein Brot. Nicht erst an diesem Tage. Die Hungersnot ist eine Bestätigung der Drohungen [3Mos 26,29, 5Mos 28,53ff, Jer 15,2, Jer 27,13, Ez 4,16]. Sedekias schenkte den Mahnungen des Propheten Jeremias kein Ohr. - Da ward eine Öffnung in die Stadt gebrochen Vergl. [Jer 39,3ff]. - und alle Krieger flohen des Nachts durch den Torweg, welcher zwischen der Doppelmauer zum Garten des Königs führt (die Chaldäer aber hielten die Stadt ringsum besetzt); Sedekias floh also auf dem Wege, welcher zur Ebene der Wüste führt. Die Flucht erfolgte nach der Südseite hin, doch auch da mussten die Flüchtlinge sich wohl durchschlagen. Vergl. auch [Ez 12,12]. - Das Heer der Chaldäer aber verfolgte den König und ergriff ihn in der Ebene von Jericho, während alle Krieger, welche bei ihm waren, sich zerstreuten und ihn verließen. Da sie nun den König ergriffen hatten, führten sie ihn zum Könige von Babylon nach Reblatha und dieser sprach das Urteil über ihn.
Die Söhne des Sedekias werden vor seinen Augen getötet
Die Söhne des Sedekias ließ er vor seinen Augen töten und ihm selbst die Augen ausstechen, sodann ließ er ihn in Ketten Doppelketten. - werfen und führte ihn nach Babylon. Im fünften Monat aber, am siebenten Nach [Jer 52,12] der zehnte, was vorzuziehen scheint, so dass an dieser Stelle ein Schreibfehler vorliegt; ebenso wie V. 17 und V. 19. - Tage des Monats, dies ist das neunzehnte Jahr des Königs von Babylon, kam Nabuzardan, Nebu schenkt Nachkommenschaft. Es ist der Name des Obersten der Leibwache. - der Oberste des Heeres, der Diener des Königs von Babylon, nach Jerusalem und zündete das Haus des Herrn und das Haus des Königs an; und die Häuser von Jerusalem und alle Häuser Paläste. - brannte er mit Feuer nieder. Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Anführer der Soldaten war, riss die Mauern von Jerusalem ringsum nieder. Den Rest des Volkes aber, welcher in der Stadt zurückgeblieben war, und die Flüchtlinge, welche zu dem Könige von Babylon übergelaufen waren, und das übrige Volk Die nicht Bewohner der Stadt Jerusalem gewesen. - führte Nabuzardan, der Führer des Heeres, hinweg. Von den Armen des Landes ließ er einige als Winzer und Ackerleute zurück. Die ehernen Säulen aber, welche im Tempel des Herrn waren, und die Fußgestelle und das eherne Meer, das im Hause des Herrn war, zerbrachen die Chaldäer und schafften alles Erz nach Babylon fort. Auch die ehernen Töpfe, die Schöpfkellen, die Gabeln, die Becher, die Mörser und alle ehernen Geräte, mit denen der Gottesdienst verrichtet ward, nahmen sie weg; desgleichen die Rauchfässer und die Schalen; alles, was von Gold und von Silber war, Dass im Heiligtum solche Gegenstände, welche wohl früher [2Koe 24,13] verborgen und beiseite geschafft waren, noch vorhanden waren, wird [Jer 27,19.21] ausdrücklich gesagt. Vergl. auch [Jer 52,19]. - nahm der Heerführer, das ist die beiden Säulen, das eine Meer und die Fußgestelle, welche Salomon im Tempel des Herrn gemacht hatte; das Erz von allen Geräten war nicht zu wägen. Hebr.: Die zwei Säulen anlangend…. War die Masse des Erzes so groß, dass usw. - Achtzehn Ellen Höhe hatte eine Säule und darunter war ein Knauf von Erz von drei Ellen Höhe und das Flechtwerk und die Granatäpfel um den Knauf der Säule her, alles war von Erz; auch die andere Säule hatte gleiche Verzierungen. Wie durch ihr Gewicht bemerkenswert, so waren die Säulen durch ihre Kunst ausgezeichnet. - Auch nahm der Heerführer den ersten Priester Sarajas und den zweiten Priester Sophonias Stellvertreter des Hohenpriesters. - und die drei Türhüter Häupter der Leviten, welche die Aussicht über die Tore hatten. - mit sich und einen Kämmerer aus der Stadt, der die Kriegsleute befehligte, und fünf Männer von denen, welche vor dem Könige gestanden hatten, die er in der Stadt fand, und Sopher, D. i. den Schreiber. - den Führer des Heeres, der die Mannschaft aus dem Volke des Landes aushob, und sechzig Männer aus dem Volke, Irgendwie hervorragende Männer. - welche sich in der Stadt vorgefunden hatten. Diese nahm Nabuzardan, der Heerführer, und brachte sie zu dem Könige von Babylon nach Reblatha. So ward Juda weggeführt. - Der König von Babylon aber ließ sie in Reblatha im Lande Emath töten. So ward Juda aus seinem Lande weggeführt. Über das Volk aber, das Nabuchodonosor, der König von Babylon, im Lande Juda zurückgelassen hatte, setzte er den Godolias, den Sohn Ahikams, des Sohnes Saphans. Vergl. [Jer 40, Jer 41]. - Als dies alle Heerführer samt den Männern, die bei ihnen waren, hörten, nämlich dass der König von Babylon Godolias eingesetzt hatte, kamen sie zu Godolias nach Maspha, Stadt im Stamme Benjamin, einige Stunden nordwestlich von Jerusalem. - Ismahel, der Sohn Nathanias, und Johanan, der Sohn Karees, und Saraja, der Sohn Thanehumets, der Netophathiter, und Jezonias, der Sohn Maachathis, mit ihren Genossen. Und Godolias schwur ihnen und ihren Genossen und sprach: Fürchtet euch nicht, den Chaldäern untertan zu sein; bleibet im Lande und dienet dem Könige von Babylon, so wird es euch wohl gehen. Es geschah aber im siebenten Monat, dass Ismahel, der Sohn Nathanias, des Sohnes Elisamas, aus königlichem Geschlechte, Beweggrund seiner Tat. Er glaubt wohl besonderen Anspruch auf die Statthalterschaft zu haben, dazu hat ihn der Ammoniterkönig Baalis aufgestachelt. [Jer 40,14] - kam, und mit ihm zehn Männer, diese schlugen Godolias, dass er starb, dazu auch die Juden und Chaldäer, welche bei ihm in Maspha waren. [Jer 40,13ff] - Da machte sich das ganze Volk, vom Kleinem bis zum Großen, auf, samt den Heerführern, und begab sich nach Ägypten; denn sie fürchteten sich vor den Chaldäern. Vergl. [Jer 41,4-15] und [Jer 42, Jer 43, Jer 44]. - Im siebenunddreißigsten Jahre aber nach der Wegführung Joachins, des Königs von Juda, im zwölften Monat, am siebenundzwanzigsten Tage des Monats, geschah es, dass Evilmerodach, der König von Babylon, in dem Jahre, da er zu herrschen begann, das Haupt Joachins, des Königs von Juda, aus dem Kerker erhob. Ihn aus dem Gefängnisse freiließ. Vergl. [1Mos 40,13]. Nach Jeremias war es am 25. Tage. Über die Gründe Evilmerodachs ist nichts Genaueres bekannt. Gott aber wollte, dass der letzte Nachkomme Davids auf dem Königsthrone nicht gänzlich verworfen ward [2Sam 7,14ff], nachdem er ihn so hart gezüchtigt. Zugleich sollte dieses Ereignis ein trostreiches Vorzeichen dafür sein, dass der Herr einst auch die Verbannung des Volkes ein Ende machen werde, wenn es die Wegführung als Strafe von ihm erkannt hätte und sich von Herzen zu ihm wenden würde. - Und er redete in Güte mit ihm und setzte dessen Thron über den Thron der Könige, Gab ihm Sitz und Rang über diese. - die mit ihm in Babylon waren. Auch ließ er ihn die Kleider ablegen, welche er im Kerker gehabt, und jener aß beständig vor ihm, Machte ihn zu seinem Tischgenossen. Vergl. [2Sam 9,10ff]. - alle Tage seines Lebens. Zudem bestimmte er ihm einen ständigen Unterhalt, Unterhalt für die Seinigen. der ihm Tag für Tag von dem Könige alle Tage seines Lebens gereicht ward.

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