2. Könige 8
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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c. Eliseus erweist der Sunamitin eine neue Wohltat (V. 6), begibt sich nach Damaskus und verkündet, dass Benadad sterben und der gottlose Hazael König von Syrien sein werde. 3. Untergang des Hauses Achabs. (8,16 – 10,17) A. Unglückliche Lage Judas unter den Königen Joram und Ochozias. (V. 29) a. Auf Josaphat folgt in Juda sein gottloser Sohn Joram, der Athalia zur Frau nimmt und im Südreich den Götzendienst fördert. (V. 19) Zu seiner Zeit fällt Idumäa von Juda ab. (V. 24) b. Auf Joram folgt Ochozias, der gottlos, wie Achab, nach einem Jahre umkommt.
1 Eliseus aber redete Besser Plusquamperfekt. - zu der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, und sprach: Mache dich auf und gehe mit deiner Familie fort und weile, wo du eine Stätte finden wirst; denn der Herr hat den Hunger herbeigerufen und dieser wird über das Land kommen sieben Jahre hindurch. 2 Da machte sie sich auf und tat nach dem Worte des Mannes Gottes und ging mit ihrer Familie von dannen und weilte im Lande der Philister geraume Zeit. Als Strafgericht für die Abgötterei. Hebr.: 7 Jahre. Diese bereits [2Koe 4,38] erwähnte siebenjährige Hungersnot fiel in die mittlere Regierungszeit Jorams. - 3 Als aber die sieben Jahre zu Ende waren, kehrte die Frau aus dem Lande der Philister zurück und ging, den König wegen ihres Hauses und ihrer Äcker Die unterdessen von anderen oder vom Könige selbst in Besitz genommen waren. - anzurufen. Die Sunamitin hatte einst das Eintreten des Propheten für sie abgelehnt, dennoch wird ihr aus Rücksicht auf diesen geholfen. - 4 Der König aber redete gerade mit Giezi, dem Diener des Mannes Gottes, und sprach: Erzähle mir alle die großen Taten, welche Eliseus verrichtet hat. 5 Als er nun dem Könige erzählte, wie jener einen Toten erweckt hatte, erschien die Frau, deren Sohn er wieder lebendig gemacht hatte, und rief den König wegen ihres Hauses und ihrer Äcker an. Da sprach Giezi: Mein Herr und König! dies ist die Frau und dies ist ihr Sohn, den Eliseus wieder erweckt hat. 6 Darauf fragte der König die Frau und sie erzählte es ihm. Da gab ihr der König einen Kämmerer mit und sprach: Stelle ihr alles zurück, was ihr gehört, und die gesamten Erzeugnisse ihrer Äcker von dem Tage an, wo sie das Land verließ, bis jetzt. Wohl kommen dem Könige gute Regungen, aber diese vermögen über sein Herz nur wenig, ebenso wie die Mahnungen des Propheten, und so bricht das Gericht herein, das von zwei Seiten kommt (vergl. [1Koe 19,15]), von außen durch Hazael, im Lande selbst durch Jehu. Von ersterem wird [2Koe 8,7-15], von letzterem [2Koe 9] berichtet. - 7 Einst kam Eliseus nach Damaskus, Benadad aber, der König von Syrien, war krank; da berichtete man ihm und sprach: Der Mann Gottes ist hierher gekommen! 8 Der König sprach zu Hazael: Nimm Geschenke mit dir, gehe dem Manne Gottes entgegen und befrage den Herrn durch ihn und sprich: Werde ich von dieser meiner Krankheit wieder aufkommen können? 9 Hazael also ging ihm entgegen und hatte Geschenke bei sich und allerlei Kostbarkeiten von Damaskus, eine Ladung von vierzig Kamelen. Gewiss hatten die Geschenke großen Wert, doch werden viele Kamele nur wegen des im Oriente üblichen Prunkes damit belastet. Der Prophet nahm dieselben sicherlich nicht an, teils weil er Benadads Tod voraussagt, sodann aus dem Grunde, aus dem er auch von Naaman [2Koe 5] solche nicht angenommen. Derselbe Benadad, der einst eine Streifschar ausgesendet, Eliseus gefangen zu nehmen, erweist ihm heute diese Ehre. - Als er nun vor Eliseus getreten war, sprach er: Dein Sohn Benadad, der König von Syrien, sendet mich zu dir und lässt sagen: Werde ich von dieser meiner Krankheit genesen können? 10 Eliseus sprach zu ihm: Gehe hin und sage ihm: Du wirst genesen; ferner hat der Herr mir kundgegeben, dass er sterben wird. Ketib.: Nicht leben wirst du und Jahve hat mir gezeigt, dass er sterben wird. Nach Ketib sagt Hazael V. 14 seinem Könige nicht die Wahrheit, weil er ihn töten und sich selbst der Herrschaft bemächtigen will. Keri: Du wirst leben. Aber der Herr hat mir offenbart, dass er sterben muss. – Nicht die Worte der Propheten: Der Herr hat mir kundgegeben usw. bringen Hazael auf den Gedanken, seinen Herrn zu ermorden, sondern schon vorher war jener dazu entschlossen. Gott offenbarte dies seinem Diener und ließ es zu, weil er Hazael zur Geißel für das treulose Israel auserlesen hatte. In dieser Ankündigung an Hazael bestand die oben [1Koe 19,15] befohlene „Salbung“ Hazaels zum Könige, in welcher ebenso wenig eine Billigung seiner verbrecherischen Handlung an Benadad als seiner Grausamkeiten gegen Israel enthalten war. - 11 Und er stand bei ihm und ward starr bis zur Entstellung des Angesichts Eliseus schaut Hazael an, bis dieser verlegen wird. Er zeigt ihm, dass er ihn durchschaut. - und der Mann Gottes weinte. 12 Da sprach Hazael zu ihm: Warum weint mein Herr? Er aber sprach: Weil ich weiß, was du den Söhnen Israels Böses tun wirst. Ihre festen Städte wirst du mit Feuer verbrennen, ihre Jünglinge mit dem Schwerte töten, ihre Kinder zerschmettern und die Schwangeren aufschneiden. Weitere Ausführung des kurzen Wortes [1Koe 19,17]. Die Erfüllung des Ausspruches [2Koe 10,32ff, 1Koe 13,3ff]; vergl. [Hos 10,14] und [Hos 14,1]. - 13 Hazael sprach: Was bin ich, dein Diener, ein Hund, dass ich so große Dinge tun sollte? Hazaels Demut ist Verstellung. Nun sagt der Prophet dem Heuchler geradezu: Wie der Herr mir den Tod Benadads gezeigt hat, so auch deine Erhebung auf den Thron. - Eliseus antwortete: Der Herr hat mir kundgegeben, dass du König von Syrien werden wirst. 14 Hierauf ging er von Eliseus weg und kam zu seinem Herrn. Dieser sprach zu ihm: Was hat dir Eliseus gesagt? Er antwortete: Er hat mir gesagt: Du wirst die Gesundheit wieder erlangen. Innerlich stolz und herrschsüchtig, ist Hazael gegen seinen Herrn falsch und hinterlistig. Das Ziel seines Ehrgeizes zu erreichen, scheut er kein Mittel, mordet und verheimlicht den Mord. Dabei hasst er Israel, dessen Strafwerkzeug er werden soll, aus tiefster Seele. - 15 Als aber der andere Tag kam, nahm Hazael eine Decke, goss Wasser darauf und breitete sie über das Angesicht des Königs; Durch die geflochtene dicke Decke, welche nunmehr auch mit Wasser durchtränkt war, konnte keine Luft hindurchkommen. Da man an Benadads Leib keine Spur einer Verletzung wahrnahm, war für Hazael wenig Widerstand zu erwarten, wenn er sich zum König erklärte. - und als dieser starb, ward Hazael König an seiner Statt. 16 Im fünften Jahre Jorams, des Sohnes Achabs, des Königs von Israel, und Josaphats, des Königs von Juda, ward Joram, der Sohn Josaphats, König von Juda. Die Angabe [2Koe 1,17] beruht auf einem Versehen der Abschreiber. Im 5. Jahre des Königs Joram von Israel, im 23. Jahre seiner Herrschaft nahm Josaphat seinen Sohn Joram zum Mitregenten an. - 17 Er war zweiunddreißig Jahre alt, als er zu herrschen begann, und herrschte acht Jahre in Jerusalem. 18 Er wandelte auf den Wegen der Könige von Israel, wie das Haus Achabs gewandelt war, denn die Tochter Achabs war sein Weib, und er tat, was in den Augen des Herrn böse ist. 19 Der Herr aber wollte Juda nicht verderben, um seines Dieners David willen, wie er ihm verheißen hatte, dass er ihm und seinen Söhnen allzeit eine Leuchte geben werde. Vergl. [1Koe 11,36]. - 20 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab, Die göttliche Züchtigung blieb nicht aus. Die Edomiter und die Stadt Lobna, eine bedeutende Festung, fielen ab; die letztere wohl gelegentlich eines Einfalls der Philister [2Chr 21,16ff] und Joram ward durch eine schreckliche Krankheit heimgesucht, an der er starb. [2Chr 21,12ff] Wie Jezabel Achab, so beherrschte die Gemahlin Jorams, Athalia, diesen und Ochozias, ihren Sohn. (V. 18, V. 27 [2Chr 21,6, 2Chr 22,3]) So führte Achabs Haus, nicht zufrieden mit seiner Verschuldung in Israel, auch im Reiche Juda Abfall von Jahve herbei und machte so das Sündenmaß voll. Joram wird in Ramoth verwundet und nach Jezrahel gebracht, wohin durch Gottes Fügung [2Chr 22,7] auch Ochozias von Juda kommt, so dass die drei Vertreter des Hauses Achabs sich an einem Orte zusammenfinden. Jetzt wird Jehu König und tötet alle. Joram und Ochozias hatten den Götzendienst nicht nur geduldet, sondern selbst gefördert. [2Chr 21,11] - um nicht unter Juda zu stehen, und setzten einen König über sich. 21 Da kam Zog. - Joram nach Seira und alle Wagen mit ihm; und er machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter, die ihn umringt hatten, und die Obersten der Wagen, das Volk aber floh in seine Hütten. 22 So fielen Dennoch blieben abgefallen. - die Edomiter ab, um nicht mehr Juda untertan zu sein, bis auf den heutigen Tag. Damals fiel auch Lobna An der Grenze von Edom. - ab. 23 Was aber sonst von Joram zu sagen ist, und alles, was er getan hat, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Juda beschrieben? 24 Und Joram entschlief zu seinen Vätern, und wurde bei ihnen in der Davidsstadt begraben und Ochozias, sein Sohn, ward König an seiner Statt. 25 Im zwölften Jahre Jorams, des Sohnes Achabs, des Königs von Israel, wurde Ochozias, der Sohn Jorams, des Königs von Juda, König. 26 Zweiundzwanzig Jahre war Ochozias alt, als er zu herrschen begann, und ein Jahr herrschte er in Jerusalem; der Name seiner Mutter war Athalia, eine Tochter Enkelin. - Amris, des Königs von Israel. 27 Er wandelte auf den Wegen des Hauses Achabs und tat, was vor dem Herrn böse ist, wie das Haus Achabs; denn er war der Schwiegersohn des Hauses Achabs. 28 Er zog auch mit Joram, dem Sohne Achabs, Dem Bruder seiner Mutter. - in den Krieg gegen Hazael, den König von Syrien, bei Ramoth Galaad, und die Syrer verwundeten Joram. Achab hatte die Stadt Ramoth den Syrern entreißen wollen und dies kostete ihm das Leben. Nach Gottes Fügung soll die gleiche Stadt (Nach [2Koe 9,2.14] ist sie wohl in den Händen der Israeliten, die sie verteidigen) Anlass zur Ausrottung seines gesamten Geschlechtes werden. 29 Da kehrte dieser um, um in Jezrahel geheilt zu werden, denn die Syrer hatten ihn bei Ramoth verwundet, als er gegen Hazael, den König von Syrien, kämpfte. Ochozias aber, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, Joram, den Sohn Achabs, in Jezrahel zu besuchen, weil er daselbst krank lag.