2. Samuel 23

4. Letzte Worte Davids. [2Sam 23,1-7] Vom Heiligen Geiste erfüllt, verkündet David das Kommen des Messias. (V. 14) Er spricht seine Verwunderung aus, dass Gott mit ihm und seinem Hause einen ewigen Bund geschlossen, preist die Messianischen Segnungen und stellt ihnen den Fall der Gegner des Messias gegenüber. (V. 7) 5. Verzeichnis der Helden Davids. [2Sam 23,8-39] Durch die Aufzählung der Männer, welche David zur Seite gestanden, dass er König über ganz Israel ward, will der Verfasser wiederum die besondere Liebe zeigen, die Gott gegen ihn offenbart hat.

Dies aber sind die letzten Worte Davids. Es sprach David, der Sohn Isais, es sprach der Mann, dem sichere Verheißung ward Die Propheten pflegen an den Anfang ihrer Visionen gewisse Kennzeichen zu setzen, an denen andere den Urheber der Prophezeiung erkennen können. (Isaias, Jeremia etc.) David hatte kein anderes Vorbild als etwa Balaam. [4Mos 24,3] Es ist das letzte Lied Davids (Hier.) und reiht sich als prophetischer Abschluss würdig an das vorhergehende Danklied an. Am Ende seiner irdischen Laufbahn schaut David auf den gerechten Herrscher, in dem die heilsgeschichtliche Bedeutung des Davidischen Königtums gipfelt. Als untrügliche Bürgschaft dafür, dass wirklich aus seinem Nachkommen das Heil erblühen werde (V. 4), gelten David die ihm vom Propheten Nathan gemachten Verheißungen. [2Sam 7,12-16] - von dem Gesalbten des Gottes Jakobs, Hebr.: Der Mann, welcher eingesetzt ist zum Gesalbten des Gottes Jakobs. - der rühmliche Sänger Israels: Der Geist des Herrn hat durch mich Ich bin nur eine Stimme gewesen, durch welche Gott redet (Präs.), nämlich das Folgende. - gesprochen und sein Wort durch meine Zunge. Es sprach der Gott Israels zu mir, es redete der Starke Israels: Dies Wort kehrt [2Sam 22] häufig wieder und kennzeichnet die göttliche Verheißung für das Haus David. - Es wird ein Herrscher über die Menschen kommen, ein gerechter Herrscher in der Furcht Gottes. Das Komma sollte hinter Justus stehen. Ist dieser Teil eine Fortsetzung der Namen Gottes oder das in so außerordentlicher Weise vorausverkündigte Ereignis? Wohl das Letztere, denn darauf weisen „letzte Worte“ (V. 1), die Aufzählung der Titel des Sehers, der Hinweis auf die Inspiration, die Anrufung der Autorität Gottes als des festen Felsens Israels hin. Wenn nun die Worte „Ein Herrscher über die Menschen,“ zum Vorhergehenden gezogen werden, was bleibt übrig? Vom Alter erschöpft und gleichsam nur noch im Stande, gebrochene Worte vorzubringen, gibt er kurz den Sinn und die Krone der ihm gewordenen Verheißungen. Es wird ein Herrscher kommen, nicht nur Israels, sondern aller Menschen, ein gerechter und Gerechtigkeit bringend, ein Herrscher in der Furcht Gottes. [Jes 11,2, Jer 23,5, Sach 9,9] Er ist das Licht [Joh 8,12, Joh 9,5], welches die Nacht der Heilslosigkeit verscheucht, der durch seine Gaben neues Leben weckt, wie erquickender Regen nach langer Dürre. Vergl. [Ps 71, Jes 44,3ff]. Er wird mein Haus in Ewigkeit fest gründen, alle Verheißungen erfüllen, die Herrschaft der Sünde brechen. Die chaldäische Übersetzung zeigt, dass die späteren Juden diesen Text für messianisch ansahen, denn sie fügt hinzu: Er ist der Messias. - Wie das Licht der Morgenröte beim Aufgange der Sonne glänzt an einem wolkenlosen Morgen und wie nach dem Regen Pflanzen aus der Erde hervorsprossen. So groß ist zwar mein Haus nicht vor Gott, dass er einen ewigen Bund mit mir eingehen sollte, stark in allem und gefestigt. Denn das ist all mein Heil und all mein Begehren All mein Heil und mein Begehren wird er blühen lassen. Sion: Im Reiche des Messias wird die Fülle des Heiles und Trostes sein. - und es ist nichts in demselben, was nicht emporsprosste. Alle Frevler aber werden ausgerottet werden wie Dornen, die man nicht mit den Händen aufhebt, Wie das Eintreten des Heiles, so schaut David das Gericht voraus. Die Widersacher sind die Dornen. Vergl. [Mt 13,30]. - und wer sie berühren will, waffnet sich mit Eisen und mit des Speeres Holze und man zündet sie mit Feuer an und verbrennt sie, bis nichts übrigbleibt. Nicht im Kampfe werden die Bösen fallen, sondern als unnütze Dornen durch die göttliche Rache von der Erde weggerissen, vom Feuer verzehrt. - Dies sind die Namen der Helden Davids: Der auf dem Stuhle Sitzende, Jasobbassebeth, wohl ein Eigenname, dem [1Chr 11,11] Jesbaam, Sohn Hachamonis, entspricht. - der Weiseste, Hebr.: der Thachkemoniter. Hier werden 37, dagegen 11 werden 53 Gibborim aufgezählt. Es scheinen Leute gewesen zu sein, welche zur Umgebung des Königs gehörend, zu den wichtigsten Diensten verwendet wurden. ([1Sam 28,2]) [1Chr 27,2-15] werden 12 je einen Monat über 24000 gesetzt. Banajas war der stehende Anführer der Cerether und Phelether, so dass zu seiner Schar [1Chr 27,6] selbst sein Sohn Aminadab versetzt wird. Der Ursprung der Gibborim [1Sam 14,52]. Vier von denselben haben den Titel Rosch (Oberhaupt) ha Schalischim (V. 8, 13 – 18), während Banajas und Asael (23.25) nur Schalischim genannt werden. - der Erste unter den Dreien. Er war wie das zarteste Holzwürmlein, der achthundert auf einmal erschlug. Nach [1Chr 11,11] ist der Vers zu verbessern: Isbaam, Sohn des Hachamoni, Rosch-ha-Schalaschim. Dieser erhob seine Lanze über 300, die er mit einem Angriffe verwundete. – Waren es genau 300 oder steht die bestimmte Zahl für eine große Schar? Vollbrachte er die Tat allein oder mit den Seinen? - Nach diesem kommt Eleazar, seines Vaterbruders Sohn, Lies: des Dodai Sohn. - der Ahohiter, unter den drei Helden, welche bei David waren, als sie den Philistern Hohn sprachen und sich daselbst zum Kampfe sammelten. Besser nach [1Chr 11,13]: die mit David in Ephesdammim waren, und die Philister sammelten sich. Vergl. [1Sam 17,1]. - Und als die Männer Israels herangezogen waren, hielt er Stand und schlug die Philister, bis seine Hand müde ward und am Schwerte erstarrte; und der Herr wirkte an jenem Tage großes Heil und das Volk, welches geflohen war, kehrte um, die Erschlagenen zu plündern. Nach ihm Semma, der Sohn Ages, von Arari. Als die Philister sich an einem Standorte versammelten, wo ein Acker voll Linsen war und das Volk vor den Philistern floh, blieb er mitten auf dem Felde stehen und verteidigte es und schlug die Philister und der Herr wirkte großes Heil. Alle diese Kämpfe gehören in den Anfang der Herrschaft Davids, als die Philister noch der Schrecken der Israeliten waren und noch Zweitkämpfe stattfanden; vielleicht sogar in die Zeit Sauls, als David Befehlshaber war. - Diese drei, welche die Vorzüglichsten unter den Dreißig Sie waren in der Zahl jener 37 (V. 39) - waren, waren auch schon früher ausgezogen und zur Zeit der Ernte zu David in die Höhle Odollam gekommen, während die Philister im Tale der Riesen ein Lager aufgeschlagen hatten. Und David war an dem sichern Orte, eine Besatzung der Philister aber lag damals in Bethlehem. Da kam David ein Begehren an und er sprach: O dass mir jemand einen Trunk Wasser aus der Zisterne reichte, welche zu Bethlehem am Tore ist! Da brachen die drei Helden durch das Heerlager der Philister hindurch und schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, welche am Tore lag, und brachten es zu David, er aber wollte nicht trinken, sondern goss es für den Herrn aus, Das Holen des Wassers hätte den drei Helden das Leben kosten können. Da Gott ihnen dasselbe erhalten, legt sich David zum Danke die Entsagung von dem auf, wonach er sich zuvor so gesehnt. - indem er sprach: Der Herr sei mir gnädig, dass ich das nicht tue; sollte ich etwa das Blut dieser Männer trinken, die mit Gefahr ihres Lebens dahin gegangen sind? Er wollte also nicht trinken. Dies taten die drei Stärksten. Auch Abisai, der Bruder Joabs, der Sohn Sarvias, war der Erste unter Dreien, er ist's, der seinen Speer wider dreihundert schwang, die er tötete, und war berühmt unter den Dreien Hebr.: Er war ein Haupt der Schalischim und hatte einen Namen unter ihnen, und war er nicht ruhmreich unter denselben? – dennoch war er nicht den gefeiertesten Helden gleichgestellt. - und war unter Dreien der Angesehenste und ihr Anführer, aber an die ersten Drei reichte er nicht heran. Sodann Banajas, der Sohn Jojadas, des tapferen Helden, der Held großer Taten, von Kabseel; er erschlug die zwei Löwen von Moab und ging hinab und erschlug einen Löwen inmitten der Zisterne in den Tagen des Schnees. Umstände des Ereignisses. Sept.: Zwei Söhne Ariels aus Moab. Diese Erklärung ist wahrscheinlicher als die Übersetzung des Wortes Ariel, da die Erlegung eines Löwen noch besonders erwähnt wird. Banajas, Führer der Cerether und Phelether [2Sam 8,18], der dritten Schar [1Chr 27,5]. Sein Vater, der Priester war, ist wahrscheinlich [1Chr 12,27] genannt. - Er tötete auch einen Ägypter, einen ansehnlichen Mann, der einen Speer in der Hand hatte; er ging zu ihm mit einem Stecken, riss dem Ägypter den Speer mit Gewalt aus der Hand und tötete ihn mit dessen Speere. Dies tat Banajas, der Sohn Jojadas. Er war berühmt unter den drei Helden, welche die angesehensten waren unter den Dreißig, Zu übersetzen wie 18. Diese drei scheinen frühzeitig gestorben zu sein. Der geheimste Vertraute ist wohl Anführer der Leibwache. - aber an die drei ersten kam er nicht heran, ihn machte David zu seinem geheimsten Vertrauten. Zu den Dreißig gehörten Asael, der Bruder Joabs, Elehanan, der Sohn seines Vaterbruders Unter den 30: nämlich Schalischim. Dass Asael [1Chr 27,7] als Befehlshaber aufgeführt ward, zeigt, dass im Heere Davids verschiedene Scharen und Ordnungen von Anfang an unterschieden wurden. Sohn: Wie V. 9. - aus Bethlehem, Semma [1Chr 11,27] heißt er Sammoth, während [1Chr 27,8] ein Samaoth genannt wird. - aus Harodi, Elika aus Harodi, Heles aus Phalti, Hira, der Sohn des Acces, aus Thekua, Siehe [2Sam 14,2]. - Abiezer aus Anathoth, Die Priesterstadt Anathoth [Jos 21,18] lag nicht weit von Jerusalem, Vaterstadt des Jeremias. - Mobonnai Nach [2Sam 21,18] vielmehr zu lesen Sobochai. - aus Husati. Selmon, der Ahohiter, Maharai, der Netophathiter, Heled, der Sohn Baanas, der auch ein Netophathiter war, Ithai, der Sohn Ribais, aus Gabaath der Söhne Benjamins, Banaja, der Pharathoniter, Aus Pharathon war der Richter Abdon. [Rich 12,13.15] - Heddai aus dem Tale Gaas, Abialbon, der Arbathiter, Azmaveth aus Beromi, Abialbon aus Beth araba: [Jos 15,61] u.a., an der Grenze von Juda und Benjamin. - Eliaba aus Salaboni. Die Söhne Jassens, Jonathan, Semma aus Orori, Ajam, der Sohn Sarars, der Aroriter, Der Text ist nach [1Chr 11,33] zu verbessern. - Eliphelet, der Sohn Aasbais, des Sohnes Machatis, Eliam, der Sohn Achitophels, der Geloniter, Hesrai von Karmel, Pharai aus Arbi, Igaal, der Sohn Nathans, aus Soba, Bonni aus Gadi, Selek aus Ammoni, Naharai, der Berothiter, der Waffenträger Joabs, des Sohnes Sarvias, Ira, der Jethriter, Gareb, auch ein Jethriter, Urias, der Hethiter. Alle zusammen siebenunddreißig. Zuerst werden die Namen, dann die Väter, hierauf die Stämme, endlich der Ort der Herkunft genannt. Zweimal (vielleicht auch dreimal, vergl. V. 36) ist statt des Vaters der Bruder (V. 18.24) genannt. Von 37 waren 15 aus dem Stamme Juda, 6 aus Benjamin, 2 aus Ephraim, 1 aus Dan, 1 aus Nephthali, 2 sind fremd, 10 ungewiss, indes gehört die Mehrzahl von diesen wohl den Stämmen Benjamin und Juda an. [1Chr 11] kommen noch etwa 16 andere hinzu.

Zitiert in 6