2. Samuel 7
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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David denkt daran, Gott ein Haus zu bauen, (V. 3) doch Gott lässt ihm durch den Propheten Nathan kundtun, dass er dies nicht wolle. Zugleich verheißt er ihm, ein Haus zu bauen und seinen Thron auf ewig zu festigen. (V. 16) Diese herrliche Verheißung bewegt David zu heißem Danke in demütigem Gebete.
1 Es begab sich aber, als der König in seinem Hause wohnte Seinen ständigen Sitz hatte. - und der Herr ihm Ruhe vor allen seinen Feinden ringsum verliehen hatte, 2 sprach er zu dem Propheten Nathan: Nathan war im Berufe jünger als Gad. [1Sam 22,5] Er ist der einzige Prophet, der zwischen Samuel und Elias so genannt wird. [JSir 47,1] Nathan war Ratsherr, indes nicht alles, was er riet, ging aus prophetischem Geiste hervor. (Thom.) So konnte er als Prophet verwerfen, was er als Mensch gelobt. Nach dem Gesetz sollte das hl. Zelt zwei decken aus Tierfellen haben. [2Mos 26,14] David hält es für unzulässig, dass seine Wohnung fester und herrlicher sein soll als die Gottes. - Du siehst, dass ich in einem Zedernhause wohne, während die Lade Gottes unter Fellen steht? 3 Da entgegnete Nathan dem Könige: Alles, was du im Sinne hast, gehe hin und tue, denn der Herr ist mit dir! 4 Es begab sich aber in jener Nacht, siehe, da erging das Wort des Herrn an Nathan: 5 Gehe hin und sprich zu meinem Diener Diese Bezeichnung ist die höchste Ehre für David. (Theodor) Der Ratschluss Gottes konnte David hart scheinen, deshalb zeigt ihm Gott, dass das, was er ihm gewährt hat, groß ist: da keiner seiner Vorfahren dessen gewürdigt (V. 6), dass die Wohltaten, welche Gott bisher erwiesen, überaus große seien (8-11), da der Herr um des Hauses willen, das David durch Salomon bauen wird, auch selbst ihm ein Haus bauen will. - David: So spricht der Herr: Solltest du mir wohl eine stete Wohnung bauen? 6 Ich habe ja doch nicht in einem Hause gewohnt von jenem Tage an, da ich die Söhne Israels aus dem Lande Ägypten herausführte, bis auf diesen Tag, sondern wanderte in Hütte und Zelt. 7 Überall, wo ich mit allen Söhnen Israels durchzog, habe ich da je zu einem von den Stämmen Besser mit [1Chr 17,6]; Richter. - Israels, dem ich befohlen, mein Volk Israel zu weiden, so gesagt und gesprochen: Warum habt ihr mir kein Haus aus Zedern gebaut? 8 So sage nun meinem Diener David dies: Also spricht der Herr der Heerscharen: Ich selbst habe dich von dem Weideplatz, als du hinter den Schafen hergingest, genommen, dass du Fürst seiest über mein Volk Israel, 9 und ich bin mit dir gewesen überall, wo du wandeltest, und habe alle deine Feinde vor dir her getötet und habe dir einen großen Namen gemacht, gleich dem Namen der Größten, welche auf Erden sind. Besser ist alles im Präsens zu übersetzen: Es handelt sich um bleibende Segnungen. - 10 Und ich will meinem Volke Israel eine Stätte bestimmen und will es daselbst pflanzen und es soll da wohnen und nicht mehr beunruhigt werden und die Kinder der Bosheit sollen es nicht mehr bedrängen wie vordem 11 von dem Tage an, da ich Richter über mein Volk Israel setzte, und ich will dir Ruhe verleihen vor allen deinen Feinden, und der Herr tut dir kund, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Gott wird dir Nachkommenschaft geben und die Herrschaft bei dieser bleiben. Vergl. [1Chr 28,6ff]. Die Lage der Stiftshütte folgt der Lage des Volkes. Zuerst will Gott David ein bleibendes Haus bauen, ehe David sich ein solches baut, dies ist die rechte Ordnung im Reiche Gottes. Erst wenn Kriege nicht mehr eine Flucht des Heiligtums nötig machen und Friede herrscht, soll der Tempel gebaut werden. - 12 Und wenn deine Tage vollendet sind und du zu deinen Vätern entschlafen bist, will ich dir einen Nachkommen erwecken, Vergl. [1Chr 22,8]. - der aus deinen Lenden stammen soll, und will sein Königtum befestigen. 13 Er soll meinem Namen ein Haus bauen und ich werde den Thron seines Königtums fest gründen auf ewig. 14 Ich werde ihm Vater sein und er soll mir Sohn sein; wenn er etwas Böses tut, will ich ihn mit der Menschenrute strafen und mit Schlägen der Menschenkinder. Nach dem Affekte und der Absicht der väterlichen Strenge, nicht nach dem Maße der verdienten Strafe. - 15 Aber meine Barmherzigkeit werde ich ihm nicht entziehen, wie ich sie Saul entzogen habe, den ich vor meinem Angesichte verstieß. 16 Und dein Haus soll beständig und dein Königtum bis in Ewigkeit sein vor deinem Angesichte Besser nach einigen Cod. der Vulgata, nach Sept. und Syr.: meinem Angesichte. - und dein Thron soll fest stehen für und für. Wie weit die Verheißung des „beständigen Hauses“ reicht, wird in V. 14 noch nicht klar gestellt. Denn wenngleich die Ewigkeit als Dauer angegeben wird, so doch nicht so klar (vergl. [1Koe 9,5.7, 1Koe 11,38, 1Chr 22,10]) wie in späteren Prophezeiungen [Ps 88,21ff, Dan 2,44, Lk 1,33]. Dass Salomon in dieser Verheißung eingeschlossen ist, geht ebenso aus dem einfachen Sinne der Worte, wie aus [1Koe 8,15-21] hervor. Mithin ist in V. 12 im Worte Nachkomme auch „dein Sohn“ (V. 9) einbegriffen, doch wiederum ist Salomon nicht allein gemeint noch auch der Tempel allein. Denn nach V. 13 soll der Thron des Erbauers des Hauses auf ewig gefestigt werden, also der Erbauer ewig auf demselben sitzen und sich Gottes väterlicher Zuneigung erfreuen. (V. 14) Im weiteren Sinne verstand dies jedenfalls der Psalmist [Ps 88,31], das, was hier V. 14ff in der Einzahl gesetzt, in der Mehrzahl wiederholend. Vergl. [1Koe 2,4]. (Aug.) Die Stelle betrifft im Litteralsinne auch Christus (Basil., Theodor., Justin., Ambros.), wie aus [Hebr 1,5] hervorgeht. Indes wiederum auch ihn nicht allein, wie V. 14 zeigt, der nicht auf Christus passt, und V. 12, der auf die Zeit unmittelbar nach Davids Tode hinzuweisen scheint. Endlich aber auch nicht Salomon und Christus allein, sondern auch die dazwischen liegenden Geschlechter, weil diese wahrhaft Nachkommen Davids, also notwendig in seinem ewig bestehenden Hause (V. 16) eingeschlossen sind und der Thron der Nachkommen Davids nicht von Salomon die Weissagung V. 14 erfüllt. Mithin begreifen die Nachkommen alle Geschlechter von David bis Christus. Das Haus ist der Tempel Salomons wie Zorobabels als Vorläufer der Kirche; Christus, dessen Leib ein Tempel ist [Joh 2,19], von der Jungfrau aus Davids Stamm in der Empfängnis erbaut (Theod. Vergl. [Hebr 9,11]), endlich die Kirche, deren einzelne Glieder ein Tempel Gottes sind [1Kor 1,6.9, Joh 14,23, 2Kor 6,16], ein geistiger Bau [1Petr 2,5], der im Himmel seine Vollendung findet. Die väterliche Zuneigung in V. 14 bezieht sich ebenso auf Christus wie auf die kämpfenden und triumphierende Kirche. Die barmherzige Strafe V. 14 hat in der ganzen Kirche des A. und N.T. gewaltet. Wie die Ankunft des Messias und ähnlich auch Davids Erlangung der Königswürde [1Sam 16,13, 2Sam 3,10, 2Sam 5,2] durch verschiedene Weissagungen erklärt waren, so auch das Schicksal des Hauses David. Einige solcher Prophezeiungen können als Wiederholungen der vorstehenden angesehen werden. Vergl. [Ps 88,27-38]. Indes ist David jedenfalls eine besondere zu Teil geworden, welche die vorstehende nach ihrem zeitlichen und politischen Teile erklärte. In ihr musste die Ursache angegeben werden, weshalb David selbst den Bau nicht vollbringen sollte, nämlich seine Kriege [1Koe 5,3, 1Chr 22,8, 1Chr 28,3]; ebenso, wer den Tempel bauen sollte: Salomon, dessen Name eine Vorbedeutung seiner Regierung [1Koe 5,4ff, 1Chr 22,9ff, 1Chr 28,6] war; endlich die bedingte Dauer des zeitlichen Thrones des Hauses David [1Koe 8,25, 1Koe 9,5]. - 17 Nach allen diesen Worten, und diesem ganzen Gesichte gemäß redete Nathan zu David. 18 Da ging der König David hin und ließ sich vor dem Herrn nieder Verweilte länger, oder: Setzte sich auf den Boden. - und sprach: Wer bin ich, Herr, Gott! und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher Bisher: die ihm selbst erwiesenen. V. 19 folgen dann die den Nachkommen zu erweisenden Wohltaten, V. 18 – 24 der Dank für die Verheißungen, V. 25 – 29 die Bitte um die Erfüllung derselben und der Ausdruck der zuversichtlichen Hoffnung. - geführt hast? 19 Und doch schien auch dies noch zu wenig in deinen Augen, Herr, Gott! und du hast für das Haus deines Dieners in die ferne Zukunft eine Zusage gemacht; Der zweite Teil dessen, was der Prophet gesagt. - denn das ist das Gesetz Adams, Des Menschen. Vielleicht ist nach [1Chr 16,17] zu ändern: und hast mich erhoben über das ganze Volk. - Herr, Gott! 20 Was könnte also David noch weiter zu dir sprechen? Dank sagend: da du sein Herz kennst. - du kennst ja deinen Diener, Herr, Gott! 21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Große Dies Große: besonders die messianischen Weissagungen. Herz: Treue und Barmherzigkeit. Seinem Verdienste schreibt David nichts zu. - getan, so dass du es deinem Diener kundtatest. 22 Darum bist du hoch erhaben, o Herr, Gott! denn es ist deinesgleichen nicht, noch ist ein Gott außer dir, nach alledem, was wir mit unsern Ohren gehört haben. In V. 26 wird dann alles kurz zusammengefasst. - 23 Welches andere Volk ist aber auf Erden wie dein Volk Israel, um dessenwillen Gott hingegangen ist, um es sich als Volk zu erlösen und sich einen Namen zu machen und große und furchtbare Taten für dasselbe auf Erden zu tun, vor den Augen deines Volkes, welches du dir aus Ägypten erlöst hast, das Volk und seinen Gott? Gott offenbarte an Israel seinen Namen, Ruhm und Lob, und tat zu dessen Gunsten Wunder, wie in Ägypten und beim Einzug in das hl. Land geschehen. Gott tat dies alles, sich selbst zu verherrlichen, da sich seine Erhabenheit in seinen Gnadenerweisen am höchsten zeigt. Vergl. [Ps 113, Ps 131] - 24 Denn du hast dir dein Volk Israel auf ewig bestätigt zum Volke und du, Herr, Gott! bist ihnen zum Gott geworden. 25 Darum, o Herr, Gott! lass die Zusage, die du deinem Diener und seinem Hause gegeben hast, in Ewigkeit bleiben und tue, wie du gesprochen hast, 26 damit dein Name verherrlicht werde in Ewigkeit und man sage: Der Herr der Heerscharen ist Gott über Israel! Und das Haus deines Dieners David wird feststehen vor dem Herrn; 27 denn du selbst, Herr der Heerscharen, Gott Israels, hast dem Ohre deines Dieners geoffenbart und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen, darum hat dein Diener sich ein Herz gefasst, diese Bitte an dich zu richten. Er entschuldigt die anscheinende Kühnheit seiner Bitte. - 28 Nun denn, Herr, Gott! du bist Gott und deine Worte werden Wahrheit sein, denn du hast deinem Diener diese freudenvollen Verheißungen gegeben. 29 Darum fange an und segne das Haus deines Dieners, auf dass es ewig vor dir sei; denn du, Herr, Gott! hast gesprochen, und durch deinen Segen wird Besser: möge: Möchte die Erfüllung bereits beginnen. David ahnt nicht, dass diese durch seine Sünde hinausgeschoben werden wird. Dass er den Sinn der Prophezeiung als messianisch erkannte, beweist [Ps 109,1. Mt 22,44]. das Haus deines Dieners auf ewig gesegnet sein.
Zitiert in 33
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- V. 2 Marialis Cultus(§3)
- V. 3 Summa (EN)(II-II 171.5)Marialis Cultus(§3)
- V. 4 Marialis Cultus(§3)
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- V. 13 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 14 CCC(¶238
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- V. 16 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)Marialis Cultus(§3)
- V. 18 CCC(¶2579)
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- V. 24 CCC(¶2579)
- V. 25 CCC(¶2579)
- V. 26 CCC(¶2579)
- V. 27 CCC(¶2579)
- V. 28 CCC(¶215
¶2465 ¶2579) - V. 29 CCC(¶2579)