Johannes 3

Bei Nikodemus findet der Heiland schwachen und furchtsamen Glauben. (V. 21) In Judäa, wo Christus tauft, findet er unvollkommenen Glauben.

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern, Selbst dieser ihm so feindlich gesinnten Partei gewann Jesus eine teilweise Anerkennung ab. - Nikodemus mit Namen, Nikodemus soll ein Priester, hebr. Bonai genannt, gewesen sein. - ein Vorsteher Er war Vorsteher einer Schule (V. 10) und Mitglied des hohen Rates. Das römische Martyrologium feiert ihn am 3. August als Heiligen. - der Juden. Dieser kam zu Jesus des Nachts Aus Furcht. Die Nacht ist ein Bild seiner noch umnachteten Erkenntnis (Cyr., Aug., Thom.). - und sprach zu ihm: Rabbi! Gewöhnliche Anrede. - wir wissen, Er und einige angesehene Juden, welche die gleiche Überzeugung hegen. So bildet dies Wort eine Ergänzung zu [Joh 2,23] - dass du von Gott gekommen bist als Lehrer; Diese Bezeichnung geht bereits über die gewöhnliche Vorstellung hinaus: Ein nicht gewöhnlicher Lehrer, einer, der von Gott eine ganz besondere Sendung hat. - denn niemand kann diese Wunder Vergl. [Joh 2,23]. Also nicht die Lehre ist Anlass. - wirken, welche du tuest, wenn nicht Gott mit ihm ist. Wenn er nicht in der Kraft Gottes wirkt. - Jesus antwortete, Der Herr las wohl in der Seele des Besuchers die Sehnsucht nach religiöser und sittlicher Erneuerung und geht daher sogleich auf diesen Gegenstand ein. So bekundet er zugleich seine Herzenskenntnis und seine Worte machen größeren Eindruck. – und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, Eine geistig-sittliche Umwandlung wird verlangt. – so kann er das Reich Gottes Das messianische Reich. – nicht sehen! Sehen: in dasselbe eingehen, Bürger desselben werden. Nur dem Getauften steht dies zu. - Da sprach Nikodemus zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa in seiner Mutter Schoß noch einmal eingehen und wiedergeboren werden? Nikodemus musste aus dem Alten Testament wissen, dass Gott eine Erneuerung des Geistes [Ez 18,31], eine Beschneidung des Herzens fordert. [Jer 4,4] Da er aber nur versteht, dass Christus das, was zum Eintritt in das Reich Gottes notwendig ist, in einem Bilde ausdrücken will, das Bild sich aber umso weniger deuten kann, als er wohl jene innere Erneuerung nicht für die Juden gefordert glauben konnte, stellt er sich, als ob er das Bild ganz wörtlich auffasse, um den Heiland zu einer Erklärung zu bringen. - Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht wiedergeboren wird aus dem Wasser und dem heiligen Geiste, so kann er in das Reich Gottes nicht eingehen! Wie einst der Mensch aus einem sichtbaren, körperlichen und einem geistigen Elemente, Erde und Geist, geschaffen ward (Chrys., Theod., Euth.) und im Heilande die Gottheit sich mit der Menschheit vereint (Thom.), so findet die Wiedergeburt durch ein körperliches Element, das Wasser, und ein geistiges, den heil. Geist, statt. Das Wasser ist Sinnbild der Reinigung. Der Täufling wird mit Christus begraben, um als neues Geschöpf in ihm aufzuerstehen (Chrys., Ambr.) – Fast allen großen Tatsachen im Leben des Herrn geht ihre Vorherverkündigung voraus. So [Mt 16,17] der Einsetzung des Primates, [Joh 6,51ff] der Einsetzung des heil. Abendmahles, diese Stelle der Einsetzung der sakramentalischen Taufe. – Die Taufe ist nach den Worten Christi ein unbedingt erforderliches Mittel zur Seligkeit, wie das Konzil von Trient authentisch diese Stelle erklärt, eine symbolische Auslegung als Irrtum verwerfend (Sitz. 7, Kann. 2) – Ob die Apostel getauft worden sind? Eine Notwendigkeit, sie zu taufen, lag jedenfalls für denjenigen nicht vor, der dem Kranken durch sein Wort die Sünden vergab. Aug. bezeugt mit guten Gründen, dass die Apostel die heil. Taufe empfangen haben. - Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch; und was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist. Fleisch und Geist stehen für fleischliche und geistige (Gott zugewendete) Menschen. (Chrys.) - Wundere dich nicht, Auch für euch Juden besteht die Notwendigkeit, wenn ihr auch leiblich von Abraham abstammt. - dass ich dir sagte: Ihr müsset von neuem geboren werden! Der Wind Das Bild ist umso passender, als im Semitischen dasselbe Wort Wind und Geist bedeutet. - weht, wo er will; Unabhängig vom Menschen (Chrys.). - und du hörest sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt, oder wohin er geht; so ist jeder, der aus dem Geiste geboren wird. Vier Vergleichungspunkte betreffs des Wirkens des heil. Geistes: Der geistige Mensch ist frei, man hört aus seinen Worten die geistige Gesinnung, aber die innere Heiligkeit entzieht sich der Betrachtung; bis zu welchem Grade der Vollkommenheit er gelangen wird, ist unbekannt, und das Endziel verborgen. Die ewige Seligkeit vermag der Mensch hier auf Erden nicht zu erfassen. [1Kor 2,9] - Nikodemus antwortete, und sprach zu ihm: Wie Trotz aller Belehrung kommt Nikodemus auf seine frühere Frage: Wie kann das geschehen? zurück. - kann dieses Alles, was Jesus von V. 3 an gesagt. - geschehen? Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Jesus antwortet mit einer Gegenfrage, die einen leichten Vorwurf enthält (Euth., Aug.). - Du bist ein Lehrer Israels Du gehörst zu den Lehrern Israels. Die Juden hatten bei der Lesung der heil. Schrift eine Binde vor den Augen. Vergl. [2Kor 3,13]. - und weißt dies nicht? Wahrlich, wahrlich, Jesus lässt den Satz von der Wiedergeburt und zeigt die Notwendigkeit des Glaubens an ihn, den Messias, die Quelle der Wahrheit und neuen Lebens, auch für die Lehrer Israels. Dieser Glaube fehlt Nikodemus noch (V. 12), ist aber Bedingung für das ewige Leben (V. 15), ohne deren Erfüllung das Gericht kommt (V. 18), das bereits begonnen (V. 19 – 21). - ich sage dir, was wir wissen, Christus spricht nur von sich (Theoph.). Gegensatz zu V. 2 Mein Wissen ist ein unmittelbares (V. 32). - reden wir, und was wir gesehen haben, bezeugen wir, und ihr Die jüdischen Lehrer. - nehmet unser Zeugnis nicht an! Wenn ich Irdisches zu euch redete, und ihr nicht glaubet, wie werdet ihr glauben, Die Aussichten für die Zukunft sind noch trauriger. - wenn ich zu euch Himmlisches Über rein irdische Dinge hat Jesus nie eine Lehre gegeben, mithin kann das Wort irdisch hier nicht lediglich solche bezeichnen. Irdisches enthielt die vorher gegebene Erklärung über die Wiedergeburt, das vom Winde hergenommene Beispiel, die Wirkungen des Geistes im erneuten Menschen, weil die gebrauchten Bilder und teilweise auch die Dinge selbst unter die Sinne fallen, z. B. Wind, Geboren werden, Sausen. Himmlisch sind hingegen z. B. die Lehren über die Dreifaltigkeit, die Erlösung, die Seligkeit. - rede? Und niemand ist in den Himmel aufgestiegen, als der von dem Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn, der im Himmel ist. Das Aufsteigen ist hier nicht in sinnlicher Weise zu verstehen. Der Sohn Gottes war von Ewigkeit her im Himmel als Gott, durch die Menschwerdung kam er auf die Erde herab, dennoch als Gott zugleich im Himmel bleibend. Den Ausdruck „aufsteigen“ wählt der Gottmensch, indem er sich unserer Sprechweise anbequemt. Ist nun der Heiland der einzige Lehrer der himmlischen Geheimnisse aus eigener Anschauung, so ist ihm Glauben zu schenken. Aus diesen Geheimnissen hebt der Heiland eines hervor, welches die Quelle ist, aus der dem Menschen die neu gestaltende Kraft zufließt. - Und gleichwie Moses die Schlange in der Wüste erhöhet hat, so muss Nach göttlichem Ratschlusse Gottes unendliche Liebe kund zu tun. - der Menschensohn erhöhet werden, Die tote Schlange zur Rettung der Kranken ist ein Bild des durch den Tod Leben wirkenden Christus. Die eherne Schlange ohne Gift ist das Bild des sündlosen Erlösers, der am Kreuze die von der Sünde verwundeten Menschen heilte (Chrys.) Vergl. [Weish 16,7]. - damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Dort bewirkte leibliches Schauen die Rettung, hier das Schauen des Glaubens. - Denn Begründung zu V. 14, V. 15. Die folgenden Worte gehören noch zur Rede Jesu. Welche Majestät der Rede! (Chrys.) - so sehr hat Gott die Welt Die sündige Menschheit. - geliebt, dass er seinen eingebornen Sohn hingab, Welch große Liebe! Den Eingeborenen – in den Tod -, damit die Menschen nicht verloren gehen! - damit jeder, der an ihn glaubt, An den Heiland glaubt, wer glaubt, dass er Gottes Sohn und Gesandter, der Erlöser der Welt ist, dass in ihm allein Heil ist, und wer eben deshalb ihm anhängt, seine Lehre festhält, seine Gebote beobachtet, seine Gnadenmittel gebraucht. Vergl. auch [Gal 5,19]. Mit der Betonung des Glaubens hebt der Heiland, die V. 3, V. 5 aufgestellte Bedingung der Wiedergeburt nicht auf. - nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Das ewige Leben nimmt hier seinen Anfang, die Verdammnis tritt im Jenseits ein. - Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn selig werde. Die Juden erwarteten den Messias als Richter und Rächer, Jesus aber erscheint als Retter und Erlöser. Das Gericht ist allen Sündern angedroht; nun sind auch die Juden Sünder, also sollten sie lieber die Barmherzigkeit als die Gerechtigkeit anrufen. Erst bei der zweiten Ankunft wird Christus richten und verdammen. - Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes glaubt. Wer nicht glaubt, stößt die Quelle alles Heiles zurück und ist jetzt durch das Gewissen gerichtet (Cyr. Chrys.). Er ist durch seine Sünde dem Gerichte verfallen. - Das aber Begründung (Chrys., Cyr.) oder Erklärung (Thom.). Daher aber kommt das Verdammungsurteil, dass die Menschen aus eigenem Willen sich der besseren Einsicht verschließen. - ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und es liebten die Menschen die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Der Mensch überliefert sich selbst dem Verderben, indem er aus freiem Entschlusse sich der geistigen Finsternis zuwendet. Der Unglaube hat fast immer seinen Grund in einem sündhaften Leben. Vergl. [Roem 1,21]. - Denn jeder, der Böses tut, Erklärung der Schlussworte von V. 19. - hasset das Licht, und kommt nicht an das Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. Wer aber die Wahrheit tut, Die Wahrheit wird mit dem Lichte passend verglichen. Übrigens ist „Wahrheit“ hier dasselbe, wie das Gute. Vergl. den Gegensatz V. 20. „der Böses tut.“ - kommt an das Licht, Wer die Wahrheit tut, nimmt die Offenbarung gern an, weil sich dann zeigt, dass seine Werke derselben entsprechen. - damit seine Werke offenbar werden, Die Heiden hatten die Vernunft, die Juden zudem das Gesetz als Lehrmeister. - weil sie in Gott getan sind. Die Gott als Richtschnur des Handelns haben. Vergl. [Jes 26,9, Tob 4,6] u. a. - Darnach Nach dem Gespräch mit Nikodemus (Cyr., Thom.) oder nach allem, was in der Stadt geschehen von [Joh 2,13] an (Chrys., Theoph.). - kam Jesus mit seinen Jüngern in die Landschaft Judäa, Der Unglaube zwingt den Heiland, einen anderen Wohnort aufzusuchen. Dennoch bleibt der Herr in Judäa und sucht das Volk durch die Taufe an sich zu ziehen. - und hielt sich daselbst mit ihnen auf, und taufte. Es ist wohl nur eine Bußtaufe, nicht die sakramentale; denn noch war das Erlösungswerk nicht vollbracht (Chrys., Euth., Theoph., Leo) und die Jünger hatten noch keinen Auftrag zu taufen erhalten. [Mt 28,19]. Aus diesem Grunde kann auch Johannes seine Taufe fortsetzen. - Es taufte Mit Taufen beschäftigt. - aber auch Johannes zu Ännon Ännon-Quelle. Nach Euseb. und Hieron. lagen beide Städte etwa 18 Kilometer südlich von Stinthopholis, in der Nähe des Jordans, aber nicht in demselben. - bei Salim, weil daselbst viel Wasser war; und die Menschen kamen und ließen sich taufen. Denn noch war Johannes nicht in das Gefängnis geworfen worden. Es erhob sich aber eine Streitfrage unter den Jüngern des Johannes Der Heiland wirkte also neben Johannes. Die Jünger des Täufers werden eifersüchtig und beginnen den Streit. Ob der Jude von den Jüngern Jesu getauft war? (Chrys., Euth. u. a. bejahen diese Frage.) - und den Juden über die Reinigung. Die Taufe. - Und sie kamen zu Johannes, und sagten zu ihm: Rabbi! der, welcher bei dir war jenseits des Jordans, dem du Zeugnis gegeben hast, Der dein Jünger sein wollte, und dem du durch dein Zeugnis Ansehen verschafft hast (Chrys., Euth., Bed.). - siehe, dieser tauft, und alle kommen zu ihm. Da antwortete Johannes, und sprach: Ein Mensch Ein allgemeiner Satz mit besonderer Beziehung auf Christus (Chrys., Euth.). Aus dem von euch selbst zugestandenen Erfolge Jesu ist zu erkennen, dass er ein ihm vom Himmel anvertrautes Amt verwaltet. Dass dies das Amt des Messias ist, sagt Johannes im folgenden Verse. - kann Moralisch. - nichts Kein Amt und keinen Erfolg im Amte (Bed.). - nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst gebet mir Zeugnis, Johannes überweist die Jünger aus ihrem eigenen Munde (Aug.). - dass ich gesagt habe: Nämlich [Joh 1,19.28]. - Ich bin nicht Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; Ein neues Zeugnis. Das Bild ist von der Ehe genommen, unter dem das Verhältnis Gottes zu seinem Volke [Jes 54,6, Jes 62,4] u. a. und Jesu zu seiner Kirche [2Kor 11,2, Eph 5,32, Offenb 19,7] dargestellt wird. Es ist nur ein Bräutigam, und alle anderen sind für ihn da. - der Freund des Bräutigams aber, welcher da stehet Zum Dienste bereit. - und ihn höret, freuet sich hoch über die Stimme Aus dem Tone der Stimme und den Worten erkennt der Freund die freudige Stimmung des Bräutigams. Freund des Bräutigams heißt der Begleiter desselben bei der Abholung der Braut. - des Bräutigams. Nun denn, diese meine Freude Johannes hat durch die Bußpredigt für Christus geworben, sein Zeugnis hat auf Jesus hingewiesen, und er hat ihm die ersten Jünger gesendet. - ist erfüllt. Das messianische Reich, das Ziel meiner Wünsche, hat seinen Anfang genommen. - Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Dieses Verhältnis muss sich immer mehr zu Gunsten Jesu gestalten: Jesus muss zunehmen an Macht und Ansehen, und mehr und mehr Glauben und Liebe finden. Johannes war gleichsam der der Sonne vorausgehende Morgenstern (Aug., Euth.) oder der Mond, der seinen Glanz verliert, wenn die Sonne heraufkommt. Warum wies aber der Täufer seine Jünger nicht mit ausdrücklichen Worten an, sich zu Jesus zu begeben? Weil sie durch freien Glauben zu ihm gelangen sollten. Sein Zeugnis war deutlich genug, um sie zum Glauben zu führen. Was ihnen dunkel war, sollten sie durch den Glauben überwinden, wie dies Andreas und Johannes taten. - Wer von oben kommt, Wohl noch Rede des Täufers. - ist über allen. An Würde und Macht über allen Propheten, welche den Willen Gottes zu offenbaren hatten, da er die höchste Offenbarung bringt. - Wer von der Erde ist, ist von der Erde, und redet von der Erde. Der Mensch als Erdenwesen spricht aus sich Irdisches, nur Natürliches, und soll er Übernatürliches sprechen, so bedarf er einer besonderen Offenbarung (Aug., Thom.). Auch diese aber gibt er nach seiner beschränkten Fassungskraft und seiner erdhaften Natur entsprechend wieder. - Wer vom Himmel kommt, ist über allen. Und was er gesehen und gehört hat, Das Zeugnis eines Augenzeugen ist unanfechtbar. - das bezeuget er; und niemand nimmt sein Zeugnis an. Der Schmerz verursacht den starken Ausdruck. Der Sinn ist: Verhältnismäßig wenige. Selbst ein Teil der Jünger des heil. Johannes gehörte zu den Ungläubigen. - Wer aber sein Zeugnis angenommen hat, der hat besiegelt, Die gläubige Annahme ist gleichsam das Siegel, mit dem der Mensch die Wahrhaftigkeit Gottes bestätigt. - dass Gott wahrhaftig ist. Treu in seinen Verheißungen. - Denn der, welchen Gott gesandt hat, redet Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach einem Maße. Worte Gottes redet Jesus, nicht wie die Propheten auch Menschenworte. Darum ist nach ihm keine vollendetere Offenbarung mehr zu erwarten. Jesus hat den heil. Geist ohne Maß. - Der Vater liebt den Sohn, Warum empfängt Jesus ohne Maß? Weil der Vater den Sohn mit ewiger, wesenhafter Liebe liebt (Chrys., Cyr., Aug.). - und hat alles in seine Hand In die Hand des Gottmenschen (Cyr., Thom.) [Mt 11,27; Mt 28,18] - gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; Das ewige Leben beginnt hier in der heiligmachenden Gnade und wird dort zur ewigen Herrlichkeit. - wer aber dem Sohne den Glauben verweigert, der wird das Leben nicht sehen, Erlangen (V. 3) - sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm. Es ist in keinem anderen Heil als in Jesus, darauf hat Johannes als Vorläufer des Heilandes hingewiesen, damit nimmt er auch Abschied von seiner Tätigkeit.

Zitiert in 346