Hijob 24

Gott weiß zwar, wann er Gericht halten soll, wir aber kennen die Zeit nicht (V. 1) und uns steht es nicht zu, zu urteilen, warum in dieser Welt oft die Gottlosen herrschen, während die Armen dulden müssen (V. 12), soviele Frevel im Verborgenen begangen werden, die keine Strafe zu finden scheinen, (v. 17) und die Bösen nicht immer die gebührende Strafe leiden.

Vor dem Allmächtigen sind die Zeiten nicht verborgen; aber die ihn kennen, wissen seine Tage nicht. Job bespricht jetzt wieder, um dem Eliphaz mehr direkt zu antworten, die traurige Erfahrung, dass das Schicksal der Guten und Bösen ihrem moralischen Zustande nicht entspricht. Anstatt Gottes und der Frommen Widersacher und Lästerer je mit Unheil und Verderben gestraft zu sehen, werden gerade die Frommen von letzterem selbst betroffen. - Die einen verrücken die Grenzen, rauben die Herden und weiden sie; In diesem Kapitel wechselt der Gegensatz zwischen den Bösen und den von ihnen Bedrängten. - sie treiben den Einzigen. - Esel der Waisen weg und nehmen das Rind der Witwe als Pfand fort; sie verkehren den Weg der Armen und unterdrücken gleicherweise die Ruhigen Hebr.: die Leidenden. - des Landes. Andere Bedrückte. - gehen zu ihrem Werke aus, wie der wilde Esel in der Wüste, lauern auf Raub, den Kindern Brot zu schaffen. Hebr.: Ja, gleich Wildeseln in der Wüste ziehen sie aus zu ihrem Werk und suchen Nahrung. Die Steppe gibt ihm Brot für die Kinder. - Den Acker, der nicht der ihre ist, Ihrer Bedrücker. - mähen sie ab, und den Weinberg dessen, den sie mit Gewalt unterdrückt, lesen sie ab. Sie Die Unterdrücker. - nehmen die Kleider und lassen die Leute nackt gehen, welche keine Bedeckung haben in der Kälte, welche der Regen der Berge durchnässt, die, weil sie keine Hülle haben, sich an die Felsen schmiegen. Sie üben Gewalt, berauben die Waisen und plündern das arme Volk. Hebr.: Man raubt von der Mutterbrust die Waise und den Elenden pfändet man. Nackt schleichen sie einher, ohne Gewand, und hungernd tragen sie Garben. - Den Nackten und denen, die ohne Bekleidung einhergehen, und den Hungernden nehmen sie die Ähren. Sie halten Mittag unter den Scharen derer, die Durst leiden, nachdem sie die Kelter getreten. Die Männer aus den Städten machen sie ächzen und die Seele der Verwundeten schreit, Diese Bedrückung ist allgemein und öffentlich und kostet vielen das Leben. - und lässt es Gott nicht ungerächt hingehen? Sie lehnen sich auf wider das Licht, nicht kennen sie dessen Wege und wenden nicht um zu dessen Pfaden. Während viele Frevler in der besagten Weise ihre Bedrückung offen vornehmen, treiben es andere im Finstern. - Am frühesten Morgen erhebt sich der Mörder, tötet den Dürftigen und Armen und wird des Nachts dem Diebe gleich. Am frühen Morgen erhebt er sich zu Mordtaten, in der Nacht übt er die Werke des Diebes. - Das Auge des Ehebrechers wartet auf das Dunkel und er spricht: Kein Auge wird mich sehen, und er verhüllt sein Antlitz. Er erwartet die Nacht und nicht, um nicht erkannt zu werden, einen Schleier. - Er bricht in der Finsternis in die Häuser ein, wie sie sich am Tage verabredet, und sie wollen nichts wissen vom Lichte. Weitere Ausführung der zweiten Hälfte von V. 14. - Erscheint plötzlich das Morgenrot, so gilt es ihnen als Todesschatten; und sie wandeln so in der Finsternis, als wäre es Licht. Begründung der zweiten Hälfte von V. 16. Die Nacht ist ihr Tag und die Zeit ihres Wirkens. Alles Böse hat als Folge von Natur die Furcht oder die Scham. (Tertull.) - Er ist leichter als des Wassers Schaum. Verflucht sei sein Anteil auf Erden und nicht wandle er durch der Weinberge Pfad! Hebr.: Im Fluge eilt er dahin auf des Wassers Fläche. Der Tod der Gottlosen ist leicht und schnell, wie wenn ein Schiff über des Meeres Spiegel gleitet. Freilich folgt ihm der Fluch der Menschen und nicht mehr wendet er sich dem Wege zum Weinberge zu, sich dort zu ergötzen. - Aus Schneewasser komme er in die größte Hitze und bis zur Unterwelt gehe seine Sünde! Von einer Sünde werde er in die andere gerissen und bis zur Unterwelt begleite ihn die Strafe, ohne dass Milderung ihm zuteil wird. Hebr.: Dürre und Hitze raffen die Schneewasser hinweg, die Unterwelt die, so gesündigt haben. - Die Barmherzigkeit Hebr.: die Mutter selbst. Und dies mit Recht: V. 21. - vergesse seiner, seine Süßigkeit seien die Würmer; nicht bleibe er im Andenken, sondern wie ein unfruchtbarer Baum werde er zerbrochen! Denn er hat die Unfruchtbare beraubt, die nicht gebärt, und der Witwe Böses getan, hat Mächtige durch seine Kraft niedergerissen; und wenn er sich erhebt, ist er seines Lebens nicht sicher. Hebr.: Und die Gewalttätigen erhält er lange durch seine Kraft: ein solcher kommt wieder auf, wenn er schon am Leben verzweifelte. - Gott gab ihm Raum zu Buße und er missbrauchte es zum Übermut, und doch wachen Gottes Augen über seinen Wegen. Ihn zu schützen. - Sie sind hoch erhoben und sterben schnell und sinken hin wie alles übrige und werden weggerafft und wie Ährenspitzen zerrieben. Und welche ist sein Tod? Ein schrecklicher, wie Eliphaz gesagt? Hebr.: Hoch stehen sie; ein wenig nur, da sind sie dahin; sinken hin, wie alle sterben sie ab, und gleich der Ähre Spitze werden sie gemäht. – Ihr Sterben unterscheidet sich von dem anderer höchstens dadurch, dass es spät oder schmerzlos erfolgt. Die Frevler stehen auf der Spitze des Glückes und werden hinweggenommen nicht vor der Zeit, sondern wie eine vollreife Ähre, erst im hohen Alter werden sie abgemäht. - Ist dem nicht so? wer kann mich Lügen strafen und meine Worte vor Gott bringen? Wer wird meine Worte als Lüge vor Gottes Thron verklagen?

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