Hijob 25

B. Baldad und Job (25,1 – 26,11) a. Letzte Worte Baldads (V. 6): Was Job gegen die ungerechten Anklagen Eliphaz erwidert hat, scheint Baldad durch sein Stillschweigen gutzuheißen, da er nur kurz und in allgemeinen Umrissen Gottes Majestät beschreibt (V. 3) und von neuem darauf hinweist, dass der armselige Mensch nicht mit Gott streiten kann.

Baldad, der Suhiter, antwortete und sprach: Job hat gezeigt, dass die Guten oft unterdrückt werden, die Bösen oft triumphieren. Aber noch immer bleibt die Frage: Warum leidet er selbst? Baldad also wiederholt, dass Gott über alle Begriffe gerecht ist und niemand vor ihm ohne Flecken. Da hieraus nicht folgt, dass Job nach Gottes gewöhnlicher Gerechtigkeit so Schlimmes dulden muss, sind die Freunde also zum Schweigen gebracht. - Macht und Schrecken ist bei ihm, der Eintracht schafft in seinen Höhen. Alles, was im Himmel ist, weiß Gott seinem Ziele unterzuordnen, nichts kann ihm widerstehen, wie kann Job also Gott seine Unschuld beweisen wollen? Das ist eine Widersetzlichkeit gegen Gottes Majestät, vor deren Furchtbarkeit Baldad den Freund warnt. - Ist denn die Zahl seiner Heerscharen Alles dessen, was im Himmel und auf Erden dienstbares Werkzeug seiner Macht ist. - zu zählen? Und über wen geht nicht sein Licht auf? Und vor einem Gotte, dessen Licht erleuchtet, will Job seine Unschuld erweisen? Oder: Aus welchem strahlt nicht der Abglanz der göttlichen Majestät wieder? - Kann etwa der Mensch, mit Gott verglichen, gerechtfertigt werden oder rein erscheinen der vom Weibe Geborene? Vergl. [Job 15,14-17]. - Siehe, auch der Mond scheint nicht hell und die Sterne sind nicht rein vor seinem Angesichte, wieviel weniger der Mensch, der Moder, und des Menschen Sohn, der Wurm! Wenn das Reinste, was wir kennen, vor Gott unrein ist, um wie viel mehr der Mensch, Moder und Gewürme?

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