Hijob 39
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
d. Weiter befragt Gott Job über den Steinbock (V. 4), den wilden Esel (V. 8), das Nashorn (Büffel) (V. 12), den Strauß (V. 18), das Pferd (V. 25), den Habicht und den Adler. (V. 30) e. Gott befiehlt, schließlich, Job auf alles dies zu antworten, bevor er es unternehme, mit ihm zu streiten. (V. 32) B. Job bekennt demütig, dass er unbedacht gesprochen.
1 Kennst du Wirksam und die betreffenden Vorgänge bedingend. - die Zeit der Geburt der Steinböcke auf den Felsen oder hast du acht gehabt Hilfe gewährend. - auf die gebärenden Hirschkühe? 2 Hast du die Monde seit ihrer Empfängnis gezählt und weißt du die Zeit ihres Gebärens? 3 Sie krümmen sich zum Gebären, werfen Junge und stoßen Gestöhn aus. Es geschieht unter Gottes Obhut, und die weise Natureinrichtung, infolge welcher die genannten Tiere sich selbst zu helfen wissen, ist Gottes Werk. Hebr.: Werden rasch ihrer Wehen ledig. - 4 Ihre Jungen sondern sich ab und gehen hin auf die Weide, Auch die Jungen gedeihen ohne menschliche Hilfe. - sie laufen davon und kehren nicht wieder zu ihnen zurück. 5 Wer hat den wilden Esel freigegeben und wer hat seine Bande gelöst, Noch gar manche Tiere haben dem Menschen ebenso wenig zu verdanken als die genannten. - 6 dem ich die Wüste zur Behausung gab und das salzige Land zu seinem Zelte? Salziges Land ist ödes und unfruchtbares. Dieses wählt er lieber als den Dienst der Menschen, wo er es doch vielleicht besser haben könnte. - 7 Er verachtet das Getümmel der Stadt und hört nicht das Geschrei des Treibers. 8 Er sieht sich rings die Berge zur Weide aus und spürt nach jedem Grün. Er verschmäht den Unterhalt, den die Menschen ihm für seine Dienste gewähren könnten, und sorgt selbst für sich. - 9 Wird wohl das Nashorn Richtiger der wilde Ochse. - dir dienen wollen oder an deiner Krippe weilen? So sehr er auch durch seine Stärke für den Dienst der Menschen sich eignete. Aus dieser Stelle erhellt zugleich, dass die Tiere nicht einzig für den irdischen Nutzen der Menschen geschaffen sind, sondern auch zu Gottes Verherrlichung. - 10 Kannst du das Nashorn zum Pflügen an dein Seil spannen? Oder wird es hinter dir her der Furchen Schollen brechen? 11 Setzest du etwa auf seine große Stärke dein Vertrauen und überlässest du ihm deine Arbeit? Ironisch. - 12 Traust du ihm zu, dass es dir die Saat einbringt und sie auf deine Tenne sammelt? 13 Des Straußes Fittich gleicht den Schwingen des Storches und des Habichts. Hebr.: Des Straußen Fittich schwingt sich fröhlich; ist frommer Fittich er und Feder? – Hat der Strauß die fromme Feder des Storches, die gütige Natur gegen seine Jungen wie der Storch? Er hat Flügel, Feder, Flaum, und darin ist er dem Storche nicht unähnlich, aber wie sehr er in seiner ganzen Anlage abweicht, sagt V. 14. - 14 Wenn er seine Eier der Erde überlässt, erwärmst du sie etwa im Sande? 15 Er vergisst, dass sie der Fuß zertreten oder das Wild des Feldes zerstampfen kann. Vergeblich hat er die Eier gelegt, da er sie durch solche Sorglosigkeit für sich verloren gehen lässt, ohne dass ihn, wie bisweilen andere Tiere, Furcht zwingt. Vergl. [Klagel 4,3]. Der Grund in V. 17. Job soll erkennen, dass Gott auf die verschiedenste Weise handelt. - 16 Er ist hart gegen seine Jungen, als wären sie nicht die seinigen; ob er sich umsonst gemüht, darüber hat er kein Bangen. 17 Denn Gott hat ihm die Klugheit versagt und hat ihm keine Einsicht gegeben. 18 Wenn aber seine Zeit kommt, richtet er seine Flügel empor; er lacht des Rosses und seines Reiters. Auch am Strauße zeigt sich Gottes Vorsehung. - 19 Kannst du etwa dem Rosse Stärke geben und Wiehern seinem Hals verleihen? Die scheinbar zufällige Erwähnung des Pferdes im vorigen Verse gibt jetzt Veranlassung zur Beschreibung desselben. Es wird besonders das Schlachtross geschildert als das schönste, stärkste und mutigste. Der Gegensatz gegen das Vorhergehende zeigt die Mannigfaltigkeit und den Reichtum der göttlichen Leitung. Gott zeigt an etwas, was Job bekannt ist, wie man aus dem, was täglich um uns ist, zur tieferen Erkenntnis Gottes aufsteigen und zur Erkenntnis unserer Schwäche herabsteigen könne. - 20 Kannst du es aufspringen lassen wie die Heuschrecken? Wirst du ihm verleihen, dass es nach Art der Heuschrecken [Joel 2,4] Sprünge macht? Der Ton, den es schnaubend von sich gibt, hat etwas Schreckenvolles. (Wiehern V. 19) - Sein prächtiges Schnauben, wie furchtbar! 21 Es scharrt den Boden mit dem Hufe, steigt mutig empor, sprengt den Gewappneten entgegen, 22 es verachtet die Furcht und weicht dem Schwerte nicht aus. 23 Auf ihm klirrt der Köcher, blitzt Lanze und Schild. 24 Schäumend und tobend schlürft es Durch den schnellsten Lauf. Noch jetzt im Arabischen gebräuchliche Redeweise. - den Boden und achtet es nicht, wenn der Posaune Schmettern erklingt. 25 Kaum hört es die Trompete, so ruft es: Hui! Mut und Freude zu erkennen gebend. - Aus der Ferne wittert es den Kampf, der Führer Rufen und des Heeres Schlachtgeschrei! 26 Fiedert sich Hebr.: Schwingt sich auf. - durch deine Weisheit der Habicht, wenn er seine Flügel nach dem Süden zu ausbreitet? 27 Erhebt sich auf dein Geheiß der Adler Die Aufzählung hat mit dem Könige der Tiere begonnen und schließt mit dem Fürsten der Vögel. - und baut sein Nest in steiler Höhe? 28 Auf Felsen wohnt er und weilt auf jähen Spitzen und auf unzugänglichen Klippen. 29 Von dort späht er nach Fraß aus und in die Ferne schauen seine Augen. 30 Seine Jungen schlürfen Blut, und wo nur ein Leichnam ist, da ist er alsbald.
Zitiert in 3
- V. 6 Summa (EN)(II-II 188.8)
- V. 21 Summa (EN)(II-II 127.1)
- V. 25 Summa (EN)(III 41.4)