Josua 15

B. Der Stamm Juda, dem Kaleb angehört, erhält als Anteil das Gebiet um Hebron. (V. 12) Kaleb erobert Debir. (V. 19) Aufzählung der einzelnen Städte im Anteil Judas in vier Gruppen. (V. 32, 47, 60, 63)

Der Anteil nun der Söhne Judas nach seinen Geschlechtern war dieser: Da eine Abgrenzung der einzelnen Landschaften Josue nicht vorlag, konnte die Grenzbestimmung nur eine allgemeine sein. - Von der Grenze Edoms an, die Wüste Sin, Zin. - südwärts bis zum äußersten Mittagslande. Die Grenze Nach dem Hebr.: die Südgrenze. - beginnt bei der Spitze des Salzmeeres, bei der Zunge desselben, die nach Süden gerichtet ist, Bei der Südspitze des toten Meeres. - und geht gegen den Skorpionsteig hin durch Sina, und zieht sich dann aufwärts nach Kadesbarne, und geht nach Esron und aufwärts bis Addar, und wendet sich um Karkaa herum; von da zieht sie sich hinüber nach Asemona, kommt zum Strome Ägyptens und läuft am großen Meere aus. Das wird die Südgrenze sein. Im Osten aber wird die Grenze am Salzmeere beginnen und bis an das Ende des Jordans Bis zu seiner Einmündung in das tote Meer. - gehen; und an der Nordseite von der Meereszunge an bis zu derselben Stelle des Jordans, Bei der Nordspitze des Meeres. - und zieht sich aufwärts nach Beth-Hagla, und nördlich hinüber nach Beth-Araba, Dies wird bald zu Juda gerechnet (V. 61), bald zu Benjamin [Jos 18,22], und lag nach V. 61 in der Wüste am Nordende des toten Meeres. - und hinauf zum Stein Boens, des Sohnes Rubens. Weiter erstreckt sie sich bis an das Gebiet von Debera, Nicht zu verwechseln mit der von Josue eroberten Königsstadt bei Hebron. [Jos 10,38] - vom Tale Achor her, und zieht sich nordwärts nach Galgala, der Anhöhe Adommim Diese lag an dem Wege von Jerusalem. Galgala ist demnach wohl der [Jos 4,19] erwähnte Lagerplatz der Israeliten. - gegenüber, an der Südseite des Baches, und geht über das Wasser, das Sonnenquelle genannt wird, und läuft auf die Quelle Rogel aus. Hierauf zieht sie sich aufwärts durch das Tal des Sohnes Ennoms Die Richtung geht nach Südwest, auf der Südseite von Jerusalem lag das genannte Tal, das auch [Jos 18,16] und [Neh 11,30] als Grenze zwischen Juda und Benjamin bezeichnet wird. - am Jebusiter, das ist Jerusalem, südlich vorbei; und steigt von da aufwärts auf den Gipfel des Berges, Das Tal Raphaim wird im Norden von einem unbedeutenden Felsrücken begrenzt, der den Rand des Tales Hinnom bildet. - welcher Geennom gegenüber westlich liegt, an dem äußersten Ende des Tales Raphaim gegen Norden. Von der Spitze des Berges geht sie hinüber bis an die Wasserquelle von Nephtoa, und kommt bis an die Dörfer des Gebirges Ephron, sodann wendet sie sich gegen Baala, das ist Kariathiarim, die Waldstadt; und von Baala zieht sie sich westlich bis an das Gebirge Seir Nicht das Edomitergebirge [1Mos 32,3] u.a., vielmehr ist der Gebirgszug gemeint, der sich links von Kariath-Jarim nach Südwesten zieht. - herum, und geht hinüber an der Seite des Berges Jarim gegen Norden nach Cheslon, und geht nach Bethsames herab, und hinüber nach Thamna; dann läuft sie nordwärts weiter nach der Seite von Akkaron, und neigt sich nach Sechrona, geht über den Berg Baala, kommt nach Jebneel, und endet nach Westen mit der Grenze des großen Meeres. Dies sind die Grenzen der Söhne Judas nach ihren Geschlechtern ringsum. Kaleb aber, dem Sohne Jephones, gab er als Anteil inmitten der Söhne Judas, wie der Herr ihm geboten, Kariath-Arbe, des Vaters Enaks, das ist Hebron. Und V. 14 – 19 stimmen in vielem wörtlich mit [Rich 1,10-15] überein. - Kaleb vertilgte Hebr.: vertrieb. - aus ihr die drei Söhne Enaks, Sesai, und Ahiman, und Tholmai vom Stamme Enaks. Von da zog er hinauf und kam zu den Bewohnern von Dabir, welches zuvor Kariath-Sepher, das ist die Schriftstadt, hieß. Und Kaleb sprach: Wer Kariath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem will ich meine Tochter Axa zur Frau geben. Othoniel, der Sohn des Kenez, der Kalebs jüngster Bruder war, nahm sie ein, und er gab ihm seine Tochter Axa zur Frau. Als sie nun zusammen fortziehen wollten, ward ihr von ihrem Manne geraten, Hebr.: Als sie nun (nach Dabir) kam. Sie war wahrscheinlich in Hebron bei ihrem Vater geblieben. - sie sollte von ihrem Vater ein Stück Feldes Hebr.: Reizte sie ihn an, er sollte usw. - verlangen; und sie seufzte, [Rich 1,14]: Das Feld, das zu Dabir gehörige Feld. - als sie auf dem Esel saß. Da sprach Kaleb zu ihr: Was hast du? Sie antwortete: gib mir einen Segen! Hebr.: Und glitt vom Esel (sich vor ihrem Vater demütigend, wie Rebekka vor Isaak [1Mos 24,64]) Die Vulg. folgt in der Übersetzung dieser Worte der Septuag. - Du hast mir das dürre Südland gegeben, gib mir auch ein wasserreiches dazu. So gab Kaleb ihr denn ein in der Höhe und in der Tiefe wasserreiches Land. Wie [1Mos 33,11] ein Geschenk. - Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Judas nach ihren verschiedenen Geschlechtern. Hebr.: Quellen (Brunnen) in der Höhe und solche in der Niederung. Dies war eine sehr wertvolle Gabe. - Die Städte, Wiederholung aus V. 12, da die Geschichte Othoniels eine Einzelheit aus der Verteilung enthält. - welche an dem äußersten Ende des Anteiles der Söhne Judas bei dem Edomiterlande im Süden lagen, waren: Nicht alle sind genau zu bestimmen. Die Aufzählung beginnt mit der Ostseite des Südlandes (Negeb) - Kabseel, Eder, Jagur, Cina, Dimona, Adada, Kades, Asor, Jethnam, Ziph, Telem, Baloth, Neu-Asor, Hebr.: Hazor-Hadata. - Karioth, Hesron, das ist Asor; Amam, Sama, Molada, Asergadda, Hassemon, Bethphelet, Hasersual, Bersabee, Vergl. [1Mos 21,31] und [1Mos 26,31]. - Baziothia, Balaa, Jim, Esem, Eltholad, Cesil, Harma, Sikeleg, Medemena, Sensenna, Lebaoth, Selim, Aen und Remmon. Alle zusammen neunundzwanzig Städte und die zu ihnen gehörenden Dörfer. Nach Septuag und Vulg. 37, davon sind indes nur 29 so groß, dass sie Städte heißen können. Vielleicht ist auch Aen und Remmon ein Name. - In den Niederungen waren: Estaol, Sarea, Asena, Zanoe, Engannim, Taphua, Enaim, Jerimoth, Adullam, Socho, Azeka, Saraim, Adithaim, Gedera und Gederothaim; Die Septuag lässt Gedarothaim weg. Das Hebr. und die Vulg. bieten fünfzehn Namen. - vierzehn Städte, und die zu denselben gehörenden Dörfer. Sanan, Hadassa, Magdalgad, Delean, Masepha, Jekthel, Lachis, Baskath, Eglon, Chebbon, Leheman, Cethlis, Gideroth, Bethdagon, Naama und Makeda; sechzehn Städte und die dazu gehörenden Dörfer. Labana, Ether, Asan, Jephtha, Esna, Nesib, Keila, Achzib und Maresa; neun Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. Akkaron mit seinen Dörfern und Flecken. Von Akkaron bis zum Meere alles, was gegen Azot und dessen Dörfer zu liegt; Azot mit seinen Dörfern und Flecken; Gaza mit seinen Dörfern und Flecken bis zum Strome Ägyptens. Und das große Meer ist die Grenze. Und im Gebirge waren: Samir, Jether, Sokoth, Danna, Kariathsenna, das ist Dabir, Anab, Istemo, Anim, Gosen, Olon und Gilo; elf Städte und die dazu gehörenden Dörfer. Arab, Ruma, Esaan, Janum, Beththaphua, Apheka, Athmatha, Kariatharbe, das ist Hebron, und Sior: neun Städte und die dazu gehörenden Dörfer, Maon, Karmel, Siehe [1Sam 15,12] u.a. - Ziph, Jota, Jezrael, Jukadam, Zanoe, Akkain, Gabaa Hügel, ein häufig vorkommender Ortsname. - und Thamna; zehn Städte und die dazu gehörenden Dörfer. Halhul, Bessur, Die stärkste Festung in Judäa, häufiger erwähnt im ersten Buche der Machabäer. - Gedor, Mareth, Bethanoth und Eltekon; sechs Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. Kariathbaal, das ist Kariathiarim, die Waldstadt, und Arebba; zwei Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. Zwischen V. 59 und 60 fügt die Septuaginta elf Namen ein, die jedenfalls zum ursprünglichen Texte gehören, da sonst ein großes Stück des Gebirges Juda übergangen wäre. Es sind Theko, Ephrata d. i. Bethlehem, Phagor, Aitan, Kulon, Tatam, Tobes, Karem, Galem, Thether und Manocho, elf Städte und ihre Dörfer. (Sept.) – In der Wüste Die Wüste grenzte im Osten an das tote Meer, im Süden an den Negeb, im Westen an die Gebiete der dritten, vierten und fünften Städtegruppe des Gebirges Juda, im Norden an den Stamm Juda. Diese Gegend war mit Ausnahme einzelner Stellen eine wilde Einöde. Dort weilte einst David [1Sam 23,24], dort predigte Johannes der Täufer [Mt 3,1], dort auch wurde Christus versucht. [Mt 4,1] - waren Betharaba, Meddin, Sachacha, Nebsan, und die Salzstadt, Hebr.: Ir-Hamelach, wahrscheinlich ziemlich weit südlich. - und Engaddi; Bocksquelle, an der Westseite des toten Meeres. - sechs Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. Die Jebusiter aber, die in Jerusalem wohnten, konnten die Söhne Judas nicht vertilgen; Was hier von Juda, wird [Rich 1,21] von dem Stamme Benjamin gesagt. Nach [Jos 18,16] ist das Tal Ben-Hinnom Grenze zwischen Juda und Benjamin. Viele Städte wurden, nachdem sie eingenommen, von den Stämmen ausgetauscht. Zur Zeit nahmen die Israeliten nur die untere Stadt [Rich 1,8] ein, der oberen bemächtigte sich erst David. [2Sam 5] und so blieben die Jebusiter mit den Söhnen Judas in Jerusalem bis auf den heutigen Tag wohnen.

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