Josua 4
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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D. Zur Erinnerung an den Durchgang durch den Jordan errichtet Josue zwei Denkzeichen, das eine im Bette des Stromes, das andere in Galgala, wo die Israeliten ihr erstes Lager nach der Überschreitung des Jordans aufschlagen.
1 Als sie nun hinübergezogen waren, sprach der Herr zu Josue: 2 Wähle zwölf Männer aus, Sie waren wohl schon ausgewählt [Jos 3,12], oder die Erzählung wird, durch weitere Einzelheiten ergänzt, wieder aufgenommen. - je einen von jedem Stamme, So hatte alle zwölf Stämme ein Interesse daran, die Erinnerung an diesen Tag zu erhalten; waren diese Steine doch gleichsam ein Zeugnis, dass Gott den Israeliten den Besitz von Chanaan verliehen, und ein Mittel, in den zwölf Stämmen das Bewusstsein ihrer Zusammengehörigkeit wach zu erhalten. - 3 und befiehl ihnen, mitten aus dem Bette des Jordans, da wo die Füße der Priester gestanden haben, zwölf harte Steine zu nehmen; Hebr.: Zwölf Steine und bringet sie mit euch. - diese stellet an dem Lagerorte auf, wo ihr in dieser Nacht die Zelte aufschlagen werdet. 4 Da berief Josue die zwölf Männer, welche er aus den Söhnen Israels auserwählt hatte, je einen von jedem Stamme, 5 und sprach zu ihnen: Gehet vor der Lade des Herrn, eures Gottes, mitten in den Jordan hinein, und hebet ein jeder von dort einen Stein auf seine Schultern, nach der Zahl der Söhne Israels, 6 damit es unter euch als Denkzeichen diene; Ein heiliges Erinnerungszeichen einfachster Art, wie der Haufen von zwölf Steinen. Ähnlich [1Mos 31,46] ein Haufen von Steinen, [1Mos 28,18] und [1Mos 35,14] ein einzelner Stein. - und wenn eure Söhne euch in Zukunft fragen und sagen werden: Was bedeuten diese Steine? 7 so sollt ihr ihnen antworten: Das Wasser des Jordans wich vor der Lade des Bundes des Herrn, als sie durch denselben hindurchzog; darum sind diese Steine als Denkmal für die Söhne Israels auf immer aufgestellt worden. Dieselbe Belehrung ausführlicher V. 20ff. Alle zukünftigen Geschlechter sollen sich eines fühlen, beglückt durch die gleiche Wohltat Gottes und zur gleichen Würde seiner Kinder angenommen. - 8 Da taten die Söhne Israels, wie ihnen Josue gebot, und trugen zwölf Steine mitten aus dem Bette des Jordans, wie der Herr ihm befohlen hatte, Vielleicht die Bundeslade begleitend. - nach der Zahl der Söhne Israels, bis an den Ort, wo sie lagerten, und richteten sie daselbst auf. 9 Und Josue richtete mitten im Bette des Jordans zwölf andere Steine auf, Warum wurden diese Steine gleichsam im Flusse begraben? Zur Erinnerung daran, dass die Bundeslade an jener Stelle den reißenden Strom aufgehalten und in zwei Teile geteilt hatte. Die Steine waren wohl an eine Stelle gelegt, wo sie meist sichtbar waren. - an der Stelle, wo die Priester standen, Diese waren also, als das Lager aufbrach, nur 2000 Ellen voraufgezogen, um den Weg zu zeigen, dann aber blieben sie, nachdem sie ihren Standpunkt mitten im trockenen Strombett genommen, hier stehen, bis der Durchgang vollendet war. Sie sollten dem Volke Mut machen, das auf Furcht eilig hinüberzog. - welche die Lade des Bundes trugen; und dort sind sie noch bis auf den heutigen Tag. Zusatz des späteren Überarbeiters? - 10 Die Priester aber, welche die Lade trugen, blieben mitten im Jordan stehen, bis alles vollendet war, was der Herr dem Josue geboten hatte, dem Volke zu sagen, und was Moses ihm gesagt hatte. Wohl: dass sie mutig ihren Feinden entgegen ziehen und dass Ruben, Gad und halb Manasse voranziehen sollen. (V. 12) [4Mos 32,28] - Und das Volk zog eilends hinüber. 11 Als nun alle hinübergegangen waren, zog auch die Lade des Herrn hinüber und die Priester gingen vor dem Volke her. Von V. 12-17 folgen einige nachträgliche Ergänzungen; V. 18 endlich der die Wiederkehr der Wasser des Jordans meldende Schluss. V. 15-17 sind weitere Ausführung von V. 11. - 12 Die Söhne Rubens und Gads, und der halbe Stamm Manasse zogen gewaffnet an der Spitze der Söhne Israels her, wie ihnen Moses geboten hatte; 13 vierzigtausend Bewaffnete zogen sie abteilungsweise und scharenweise durch die Ebenen und Gefilde der Stadt Jericho. 14 An jenem Tage verherrlichte der Herr den Josue vor ganz Israel, so dass sie ihn fürchteten, wie sie Moses gefürchtet hatten, so lange er lebte. 15 Und er sprach zu ihm: 16 Befiehl den Priestern, welche die Lade des Bundes tragen, aus dem Jordan heraufzusteigen. 17 Da befahl er es ihnen und sprach: Steiget aus dem Jordan herauf. 18 Als nun die, welche die Lade des Bundes des Herrn trugen, heraufgestiegen waren und auf trockenem Boden zu schreiten begannen, Hebr.: Und die Priester kaum eben ihre Füße auf das Trockne gesetzt hatten. - kehrte das Wasser wieder in sein Bett zurück und floss wie gewöhnlich zuvor. Hebr.: Über alle seine Ufer. Wäre das Wasser nicht zurückgekehrt, der Undank des Volkes hätte das Wunder einen Zufall genannt und natürlichen Kräften zugeschrieben. - 19 Das Volk aber stieg am zehnten Tage des ersten Monats Am gleichen Tage, an dem Israel sich einst durch die Auswahl des Paschalammes zum Auszug aus Ägypten gerüstet. [2Mos 12,3] - aus dem Jordan herauf und lagerte sich in Galgala, an der Ostseite der Stadt Jericho. 20 Und die zwölf Steine, welche sie aus dem Bette des Jordans genommen hatten, richtete Josue zu Galgala Siehe [Jos 5,9]. - auf 21 und sprach zu den Söhnen Israels: Wenn eure Söhne ihre Väter in Zukunft fragen und zu ihnen sagen werden: Was haben diese Steine zu bedeuten? Wegen der Ähnlichkeit des Wunders mit dem Wunder am Schilfmeere waren die Steine auch ein Erinnerungszeichen an dieses, das durch kein Denkmal als durch Moses Lobgesang verherrlicht war. - 22 so sollt ihr sie belehren und sprechen: Durch das trockene Flussbett ist Israel durch den Jordan dort hindurchgezogen, Hebr.: Trockenen Fußes hat Israel den Jordan hier überschritten. - 23 indem der Herr, euer Gott, das Wasser desselben vor euren Augen austrocknen ließ, bis ihr durchgezogen waret; Die Wohltat hatte ja nicht den einzelnen, sondern, wie das Wunder am Schilfmeer, dem ganzen Volke gegolten. - 24 so wie er zuvor am roten Meere getan, welches er austrocknen ließ, bis wir hindurchgezogen waren; 25 damit alle Völker der Erde die starke Hand des Herrn erkennen lernen; und damit auch ihr den Herrn, euern Gott, allezeit fürchtet. Doppeltes Ziel Gottes bei dem Wunder: Alle Menschen sollen Gottes unendliche Macht erkennen und an ihn glauben lernen, und die, welche ihm bereits durch den Glauben anhängen, sollen noch eifriger werden. Gott will, dass alle Menschen selig werden. Da nun seine Allmacht und Gottheit durch die Geschöpfe erkannt wird, will er sogar durch ein Eingreifen in die Gesetze der Natur die trägen Herzen wecken, ihn in seiner Macht zu erkennen. Doch auch seine Gerechtigkeit offenbart sich. Können und sollen die Menschen ihn aus der Erschaffung und Regierung der Welt erkennen, aber erweisen sie ihm dennoch nicht die gebührende Ehre, so kann seine Gerechtigkeit nicht umhin, für die Verachtung seiner Güte Strafe zu verhängen. Diese an den Chananitern zu vollziehen, kommen die Israeliten.
Zitiert in 1
- Dieses Kapitel Summa (EN)(III 39.4)