Isaias 15
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Weissagung gegen Moab. (15,1 – 16,14) 1. Fall Moabs. (V. 4) Trauer über Moab.
1 Last über Moab. Von den Philistern wendet sich der Prophet nach dem Osten des toten Meeres und des Jordans, nach Moab. (Kap. 15) [Jes 16] Die Moabiter hatten wohl nach der Wegführung der Stämme Gad und Ruben deren Ländereien besetzt. Der Grundgedanke ist auch hier: Moab hat sich stolz erhöht, daher soll es ebenso tief gedemütigt werden. - Ja, zur Nacht Das Schreckensvolle steigert sich, weil die Verwüstung zur Nacht eintritt. - ist Ar-Moab verwüstet, ist es verstummt; ja zur Nacht ist die Mauer Moabs vernichtet und es ist verstummt. Ar Moab lag am Arnon. Kir Moab (so hebr.) lag etwa drei Stunden davon südlich. Zur Bezeichnung der Niederlage Moabs wird der Fall und die Verwüstung zweier der bedeutendsten Städte und Festungen des Landes genannt. Es folgt die Schilderung des Eindruckes der Schreckenskunde. - 2 Es steigen Haus Das königliche Haus. - und Dibon hinauf auf die Höhen, Auf den Höhen sind die Götzenbilder. - um zu weinen; über Nabo und Medaba heult Moab; Über Nabo und Medaba, zwei hervorragende Städte, heult das ganze Land. In Nabo (Stadt in Ruben) war eine Bildsäule des Chamos. - auf allen seinen Häuptern ist Kahlheit, jeder Bart ist geschoren. Hebr.: Es bestieg Baith und Dibon die Höhen – gefeierte Heiligtümer. Die erste Kundgebung, um Hilfe von den Götzen zu erflehen. Dazu klagt man auf den Höhen von Nabo und Madaba über die Verwüstung. Das Wehegeheul Moabs wird alsdann geschildert, als zöge es von Höhe zu Höhe. Zu den Klagen gesellen sich die sonst bei den Orientalen üblichen leidenschaftlichen äußeren Zeichen der Trauer. - 3 Auf seinen Straßen sind sie mit Trauerkleidern angetan, auf seinen Dächern und Straßen ist nur Geheul, das mit Weinen endet. Hebr.: Alles jammert, herabfließend in Weinen: Alles zerfließt in Tränen, selbst die abgehärteten Krieger. - 4 Es schreit Hesebon Die den Moabitern abgenommene amorrhitische Königsstadt Seon. - und Eleale, Eleale gehörte zu Ruben. - dass man bis Jasa Jasa liegt bei dem Toten Meere. Von einem Ende des Landes zum andern tönt das Heulen. Wie die Krieger, so stimmt selbst der Seher mit ein, fortgerissen von der allgemeinen Trauer. - ihre Klagerufe hört; darüber heulen die Krieger Moabs, Moabs Seele wehklagt über sich. 5 Mein Herz klagt zu Moab hin, seine Riegel reichten bis Segor, Die Festungsriegel Moabs reichten bis Segor, d.i. ganz Moab war mit einem Gürtel von Festungen umgeben. Sie sind jetzt gebrochen und niedergeworfen, darum trauert der Seher. Segor lag auf der in das Tote Meer reichenden südwestlichen Landzunge, gleichsam der entgegengesetzte Pol des im Hochland gelegenen Gipfelpunktes Kir Moab. Das Hebräische wird indes gewöhnlich verstanden: dessen Flüchtlinge bis Segor fliehen, selbst die Stärksten, welche die Stadt zu sichern pflegten wie Riegel. - der dreijährigen Kuh. Ist Eigenname, die beigefügte Zahl unterscheidet nach der Sitte der Orientalen von gleichnamigen Ortschaften: drittens Eglath. - Auf die Anhöhe Luith steigt man weinend hinauf und auf dem Wege von Oronaim erhebt man ein Geschrei über Zerstörung. Die Fluchtszene nach Süden wird beschrieben. Die einen führt der Weg der Berglehne von Luith hinauf, die andere der Abhang von Oronaim herab. - 6 Denn Die beiden denn sind koordiniert. - die Wasser Das herrliche Fruchtgefild. - von Nemrim sind zu Wüsteneien geworden, denn das Gras ist verdorrt, verwelkt der Keim, alles Grüne vernichtet. 7 Nach der Größe der Untaten werden sie heimgesucht, zum Weidenbache führt man sie. Das Hebräische malt diese Fluchtszene genau aus. Darum bringen sie das Erübrigte, was sie erworben, und ihre Habe über den Weidenbach. - Die allgemeine Flucht wird durch das allgemeine Elend, das in Moab, herrscht, begründet. - 8 Denn Wehegeschrei geht rings um die Grenze von Moab, bis nach Gallim dringt sein Geheul, bis zum Brunnen Elim seine Klage. Ganz Moab vom Norden (Elim) bis zum Süden (Gallim), durchströmt der Jammerruf. - 9 Sind doch die Wasser von Dibon Die Fluten des Arnon verkünden, vom Blute der Erschlagenen gerötet, Moabs Unglück. (Hebr.: Dimon) - voll Blut, verhänge ich doch über Dibon noch ferneres Unheil, den Flüchtigen aus Moab einen Löwen und den Übriggebliebenen im Lande. Über den Rest wir der Herr noch fernere Übel verhängen, Tod und Verderben.