Richter 12

D. Die Ephraimiten streiten mit Jephte, weil sie nicht zu Hilfe gerufen sind, und werden von ihm besiegt. (V. 6) 3. Auf Jephte, der das Richteramt 6 Jahre geübt, folgen Abesan (7 Jahre), Ahialon (10 Jahre), Abdon (8 Jahre).

Aber siehe, ein Aufstand Hebr.: Zusammenberufung der Mannschaft (wie [Rich 7,23]). Ephraim war der zahlreichste und wegen der Erinnerung an Josue und der innerhalb seines Gebietes aufbewahrten Bundeslade der geehrteste Stamm. So verlangte er denn in allem den Vorrang und verachtete die anderen Stämme. Vergl. [Rich 8,2, Rich 12,4]. Doch die in anderen Stämmen von Gott berufenen Richter weigerten sich, Ephraim die erste Stelle zu überlassen, so wenig wie Gott die zu seinen Werkzeugen erwählen wollte, welche allzu sehr auf ihre Zahl und Macht vertrauten. - erhob sich in Ephraim; es zogen nämlich Männer nach Norden Sept. (in einer Lesart): Und sie gingen nach Saphon hinüber [Jos 13,27], jenseits des Jordans. - und sprachen zu Jephte: Warum bist du in den Kampf gegen die Söhne Ammons gezogen und hast uns nicht gerufen, damit wir mit dir zogen? Jetzt werden wir dafür dein Haus Hebr. fügt bei: Über dem Kopfe. - anzünden. Er antwortete ihnen: Ich und mein Volk hatten einen heftigen Streit Besser: ich stehe (beständig) in Feindschaft. - mit den Söhnen Ammons; da rief ich euch, Nach dem hebr.: nachdrücklich, inständig. Ihr klagt also mit Unrecht, ihr seiet nicht gerufen. - mir zu Hilfe zu kommen, aber ihr habt es nicht tun wollen. Da ich das sah, Hebr.: Da ich nun sah, dass du nicht helfen wolltest. - wagte ich mein Leben und zog gegen die Söhne Ammons, und der Herr gab sie in meine Hand. Was habe ich verschuldet, dass ihr euch Hebr.: heut. - zum Kampfe gegen mich erhebt? Und er berief alle Männer von Galaad zu sich und kämpfte mit Ephraim; und die Männer von Galaad schlugen Ephraim, weil sie gesagt hatten: Galaad ist abtrünnig geworden von Ephraim und wohnt inmitten von Ephraim und Manasse. Flüchtlinge aus Ephraim seid ihr, Galaad, ein Zwitterding zwischen Ephraim, mitten in Manasse. - Dann besetzten die Galaaditer die Furten des Jordans, durch welche Ephraim zurückkehren musste. Wenn dann einer von den Ephraimiten auf der Flucht Hebr.: eine ironische Wiederholung von V. 8: Flüchtlinge Ephraims. - dahin kam und sprach: Ich bitte, lasset mich hinübergehen, so sprachen die Galaaditer zu ihm: Bist du ein Ephraimiter? Und wenn er sagte: Ich bin keiner, so sprachen sie zu ihm. Dann sage Schibboleth! was Ähre bedeutet. Sagte er nun Sibboleth! und konnte das Wort Ähre nicht mit dem rechten Buchstaben aussprechen, so ergriffen sie ihn alsbald und töteten ihn an der Furt des Jordans. So fielen zu jener Zeit In diesem ganzen Feldzuge. - aus Ephraim zweiundvierzigtausend. Jephte also, der Galaadite, richtete Israel sechs Jahre, und er starb und ward in seiner Stadt Galaad begraben. Nach ihm richtete Abesan aus Bethlehem Im Stamme Zabulon. [Jos 19,15] - Israel. Dieser hatte dreißig Söhne Das Folgende hebr.: Und dreißig Töchter verheiratete er auswärts, und dreißig Töchter führte er von außen für seine Söhne heim. Abesan will seinen, und vielleicht auch andere Stämme, auf das engste mit seiner Familie verbinden, um dieser, wenn nicht die Herrschaft, doch wenigstens bleibende Wohlhabenheit zu sichern. - und ebensoviele Töchter, die er aus dem Hause entließ und Männern gab; und seinen Söhnen gab er ebensoviele Frauen, welche er in sein Haus einführte. Er richtete Israel sieben Jahre; und er starb und ward in Bethlehem begraben. Nach ihm kam Ahialon, der Zabulonite, und richtete Israel zehn Jahre; und er starb und ward in Zabulon Hebr.: In Ahialon im Gebiete von Zabulon. - begraben. Nach ihm richtete Israel Abdon, der Sohn Illels, der Pharathonite. Im Stamme Ephraim, nicht weit von Sichem nach Joppe zu. - Dieser hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel von ihnen, welche auf siebzig Eselsfüllen ritten; Vergl. [Rich 10,4]. und er richtete Israel acht Jahre; und er starb und ward in Pharathon, im Lande Ephraim, auf dem Gebirge der Amalekiter begraben.