Judit 9
Die Nova Vulgata überarbeitet bei diesem Buch nicht die Übersetzung des heiligen Hieronymus, wie sie es sonst tut: Sie druckt an ihrer Stelle eine ältere lateinische Übersetzung, sodass dieselbe Kapitel- und Versnummer in ihr und in der Clementinischen Vulgata verschiedenen Text bezeichnet.
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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C. Da die Ältesten Judith ihre Bitte gewähren, fleht sie zu Gott, gegen die Assyrier, welche auf ihre Kraft vertrauen, zu handeln wie einst gegen die Ägypter (V. 14) und sich als einzigen wahren Gott allen Völkern zu offenbaren, indem er jene durch eine Frau zu Falle bringe.
1 Als sie sich nun wegbegeben hatten, ging Judith in ihr Betgemach, legte ein härenes Gewand an, Legte die Kleider ab, welche das Bußgewand bedeckten, um vor Gott als Büßerin zu erscheinen. (Sept.) Nach dem Griech. war es um die Zeit, wo in Jerusalem das Räucheropfer dargebracht wurde. - streute Asche auf ihr Haupt, warf sich vor dem Herrn nieder, rief zu dem Herrn und sprach: 2 Herr, du Gott meines Vaters Simeon, der du ihm das Schwert zur Verteidigung gegen die Fremden gegeben hast, die in unreiner Lust eine Jungfrau schändeten und sie zur Schmach entblößten; Judith lobt Simeons Gesinnung; ob sie damit auch seine Tat billigt? Jedenfalls hieß Jakob diese nicht gut. [1Mos 49,5-7] - 3 und der du ihre Weiber als Beute und ihre Töchter der Gefangenschaft und alle Beute deinen Dienern, die für dich eiferten, zur Verteilung preisgegeben, komme, ich bitte dich, Herr, mein Gott! mir, der Witwe, zu Hilfe! 4 Denn du hast, was zuvor geschehen, Alle früheren Wundertaten. - getan, sowie du jenes beschlossen hast, was sich darnach ereignet hat; und das geschah, was du gewollt. 5 Denn alle deine Wege sind gebahnt und deine Gerichte hast du nach deiner Vorsehung festgesetzt. Du hast als gerechter, allsehender Richter von jeher gewacht über den Geschicken Israels. - 6 Blicke jetzt auf das Heerlager der Assyrier, wie du dich damals gewürdigt hast, auf das Heerlager der Ägypter zu sehen, als diese bewaffnet deinen Knechten nachsetzten, im Vertrauen auf ihre Streitwagen, auf ihre Reiterei und auf die Menge der Krieger. 7 Aber du schautest hin auf ihr Lager und die Finsternis beraubte sie ihrer Kraft. 8 Der Abgrund erfasste ihre Füße und die Wasser bedeckten sie. V. 6-8 fehlen in Itala und Septuag. - 9 So möge es auch diesen ergehen, o Herr! welche auf ihre Menge vertrauen und auf ihre Wagen und Speere und Schilde und Pfeile und sich ihrer Lanzen rühmen 10 und nicht wissen, dass du unser Gott bist, der von jeher die Kriegsmacht vernichtet, und dass Herr dein Name ist. 11 Erhebe deinen Arm wie von alters her und zerschmettere ihre Macht durch deine Macht, lass ihre Kraft dahinsinken vor deinem Zorne, da sie sich versprechen, dein Heiligtum entweihen und die Wohnung deines Namens verunreinigen und das Horn deines Altares Um dein Heiligtum zu schänden. - mit ihrem Schwerte abschlagen zu können. 12 Mache, Herr! dass sein Übermut durch sein eigenes Schwert abgeschlagen werde, Einfacher die Itala: Sende deinen Zorn über sie. Die weitere Ausführung des hl. Hieronymus gehört noch nicht in den Mund der Judith; insbesondere nicht V. 13, V. 14, da sie ihren Plan nur in den allgemeinsten Umrissen entwerfen kann. Septuag: Schlage durch meiner Lippen Trug Knecht samt Feldherrn und Feldherrn mit dem Knechte, stürze ihren Hochmut durch eines Weibes Hand! - 13 lass ihn in der Schlinge seines Blicks auf mich gefangen werden und schlage ihn durch die Lieblichkeit meiner Lippen. 14 Gib meiner Seele Standhaftigkeit, dass ich ihn verachte, und Kraft, dass ich ihn zu Falle bringe. Nach der Vulg. sieht sie voraus, dass Holofernes in Leidenschaft gegen sie entbrennen wird. Aber seine Verfehlung fällt nicht ihr zur Last. - 15 Denn das wird ein Denkmal deines Namens sein, wenn die Hand eines Weibes ihn stürzt. 16 Nicht auf der Menge beruht deine Kraft, o Herr! noch auf der Stärke der Rosse dein Wille, und von Anbeginn gefielen dir die Stolzen nicht, sondern der Demütigen und Sanftmütigen Gebet hat dir allezeit wohlgefallen. Vergl. [2Chr 14,11, Ps 146,10.11]. 17 Gott der Himmel, Schöpfer der Gewässer und Herr aller Geschöpfe! erhöre mich Arme, die dich anfleht und auf deine Barmherzigkeit vertraut. 18 Gedenke, Herr! deines Bundes und lege mir die Worte in den Mund und stärke das Vorhaben in meinem Herzen, dass dein Haus dir geheiligt bleibe 19 und alle Völker erkennen, dass du Gott bist und kein anderer außer dir.