Leviticus 1

I. Pflichten der Israeliten gegen den in ihrer Mitte wohnenden Herrn: Die Gott gebührenden Opfer und die zur Darbringung verpflichteten Personen. (1,1 – 10,20) 1. Die Opfer nach ihren hauptsächlichsten Arten. (1,1 – 7,38) A. Die Brandopfer, Speiseopfer, Friedopfer. (1,1 – 3,17) a. Vorschriften über die Brandopfer nach der Verschiedenheit der Opfertiere: Rinder (V. 9) Kleinvieh (V. 13) Vögel.

Wieder berief der Herr den Moses und redete zu ihm von dem Zelte des Zeugnisses aus, und sprach: Die Worte 1,1 gehören zu den folgenden sieben Kapiteln wie [3Mos 7,38] zeigt. Die Anfänge der Kap. 1 7 getroffenen Einrichtungen sind älter als Moses. Von den folgenden 9 Reden des Herrn sind vier an die Kinder Israels, zwei an Aaron und seine Söhne [3Mos 6,8-18, 3Mos 6,24-7,21], drei sind ohne nähere Bezeichnung, jedenfalls an die vorher genannten Personen zusammen gerichtet. Demnach sind vier für das Volk (1,1 – 6,7), drei für die Priester bestimmt, zusammen die heilige Zahl sieben ergebend; zwei weitere Vorschriften für das Volk treten hinzu. [3Mos 7,22-36] Wie zwei Reihen von Reden, so sind also zwei verschiedene Reihen von Gesetzen. Die erste Rede enthält drei unterschiedliche Gesetze, die fünfte zwei, die siebente drei, die Anhänge [3Mos 7,22-36] haben keine einleitenden Formeln. Die Opfer sind in beiden Reihen in bestimmter Reihenfolge geboten: Brandopfer, Speiseopfer, Sündopfer, Schuldopfer. Nur die Friedopfer stehen in der ersten Reihe in der Mitte, in der zweiten am Ende. Auch die Schlussformeln sind überall gleich. Die Hauptteile sind vielleicht zu verschiedenen Zeiten von Moses erweitert und in ihre jetzige Gestalt gebracht worden. Zelt des Zeugnisses: Wahrscheinlich von der Gnadenstätte aus nach der Verheißung [2Mos 25,22] - Rede zu den Söhnen Israels und sprich zu ihnen: Die Opfertiere waren Vieh V. 2, Vögel V. 4. Wenn Vieh: Rinder (V. 3 – 9), Schafe oder Ziegen (V. 10 – 13). Wenn Vögel: Tauben oder Turteltauben. (V. 14 – 17) Die einzelnen Teile V. 9, 13, 17 schließen mit der Formel: Zu einem lieblichen Geruche. – Alle Israeliten müssen wissen, was Opfer, Zeit, Ursache usw. angeht, auch wenn einzelnes die Priester im Besonderen betrifft. Der Zweck der Opfer war vor allem, den Israeliten stets die Gott gebührende unbegrenzte Ehrfurcht und Anbetung, das Gefühl der Dankbarkeit und der unbedingten Abhängigkeit von Gott, insbesondere aber das Bewusstsein der Sündhaftigkeit lebendig zu erhalten. Sodann aber wurden sie auch zur Vergebung der Sünden gefordert. Zu bemerken ist indes, dass die Opfertiere und die unblutigen Opfergaben aus sich diese Kraft nicht hatten. Das Gesetz konnte durch dieselben nimmermehr die Opfernden zur Vollkommenheit bringen; denn „es ist unmöglich, dass durch das Blut von Rindern und Böcken Sünden getilgt werden“ ([Hebr 10,4] vergl. V. 2), aber sie waren Bedingung der Gnade als Ausdruck des Glaubens an den künftigen Erlöser, mit dessen Opfer sie in geistiger Vereinigung als dessen Vorbilder dargebracht wurden. Denn ohne die unbedingte Hingabe des Opferlammes, das die Sünde der Menschen auf sich nahm, konnten weder die Erbschuld der ganzen Menschheit, noch die zahlreichen und schweren Sünden der einzelnen Menschen getilgt werden. - Wenn jemand von euch dem Herrn ein Opfer darbringen will an Vieh, das ist ein Schlachtopfer von Rindern oder Schafen, Das hebr. Wort schließt Ziegen ein. Die Konstr. lautet besser nach der Septuag.: dem Herrn ein Opfer an Vieh, so bringe er ein Schlachtopfer von den Rindern. - und seine Gabe ist Vergl. die Bestimmung über das Friedopfer [3Mos 3,1]. - ein Brandopfer von Rindern, Andere Bedingungen. V. 10, V. 14. - so bringe er ein fehlerloses männliches Tier an dem Eingange des Zeltes des Zeugnisses dar, Herbeiführen. - um sich den Herrn zu versöhnen. Sodann lege er seine Hand auf den Kopf des Opfers, So wurde das Opfertier als stellvertretend übergeben. - so wird es wohlgefällig und ihm zur Sühne förderlich sein. Hierauf soll er das junge Rind Ein männliches Tier. Die Tötung gehört hiernach dem Opfernden zu. Später war auch die Sache der Priester [2Chr 29,22.24-35]. - vor dem Herrn schlachten und die Söhne Aarons, die Priester, sollen dessen Blut darbringen, Die Handlungen der Priester stehen im Plural. Das Blut wird nicht erhoben, sondern zum Altare gebracht. - indem sie es rings um den Altar gießen, welcher vor dem Eingange des Zeltes steht. Alsdann sollen sie Nach dem Hebr. sollte die Einzahl stehen: Der Darbringende. Vergl. [2Chr 29,34]. - dem Opfertiere die Haut abziehen, und es in kleine Stücke zerlegen, und Feuer auf dem Altare machen und Holzstöße aufschichten, Das heilige Feuer durfte nie erlöschen. Hebr.: Die Priester sollen Feuer auf dem Altar tun und Holz auf das Feuer schichten. - und sollen die abgehauenen Glieder der Ordnung nach darüber legen, den Kopf nämlich Besser: auch. - und alles, was mit der Leber zusammenhängt, nachdem sie die Eingeweide und die Füße mit Wasser gereinigt; und der Priester soll alles zusammen auf dem Altare zum Brandopfer und zu einem lieblichen Geruche Dieses Wort ist vom Weihrauch auf die übrigen Opfer übertragen, welche verbrannt werden. - für den Herrn verbrennen. Ist aber das Opfer, das er darbringt, dem Kleinvieh entnommen, ein Brandopfer von Schafen oder Ziegen, so soll er ein fehlerloses männliches Tier darbringen. Dieses soll er auf der Seite des Altars, die nach Mitternacht So wurden Brand- und Sündopfer vor dem Herrn dargebracht. Betreffs der Friedopfer siehe [3Mos 3,2]. - gerichtet ist, vor dem Herrn schlachten; die Söhne Aarons aber sollen sein Blut ringsum auf den Altar gießen. Sodann sollen sie Hebr.: Singul.: der Darbringende. - die Glieder, den Kopf, und alles, was mit der Leber zusammenhängt, ablösen und auf das Holz legen, und dieses anzünden; die Eingeweide und die Füße aber sollen sie Hebr.: Sing. Fast das Gleiche ist V. 3 – 9 von den Rindern gesagt. - mit Wasser waschen. Und alles Geopferte soll der Priester auf dem Altare zum Brandopfer und zu einem lieblichen Geruche für den Herrn verbrennen. Besteht aber das Brandopfer für den Herrn in Vögeln, Turteltauben oder jungen Tauben, Hebr.: Sohn, um das männliche Geschlecht derselben als erfordert zu zeigen. - so bringe sie der Priester an den Altar, und drehe ihr den Kopf um den Hals, und reiße eine Stelle wund, Erklärung der Rabbiner, nicht Übersetzung. - und lasse das Blut über den Rand des Altars Hebr.: Seite. - herabfließen; den Kropf am Halse Wohl die Speiseröhre mit Einschluss des Magens; daher das Wegwerfen - aber samt den Federn soll er neben den Altar gegen Morgen, an den Ort hinwerfen, wohin man die Asche zu schütten pflegt, alsdann soll er die Flügel brechen, Einreißen. Das Einreißen entspricht wohl der Zerstückelung des Rindes und des Kleinviehes. - aber nicht abtrennen, Vergl. [1Mos 15,10]. - noch die Taube mit einem Messer teilen, und sie, indem er das Holz in Brand setzt, auf dem Altare verbrennen. Es ist ein Brandopfer Das Brandopfer ist Opfer der höchsten Verehrung, der Gedanke der Hingabe an Gott kommt in ihm am vollsten zum Ausdruck. Deshalb dürfen auch nur männliche Tiere zu demselben gebraucht werden. und eine Opfergabe süßen Geruches für den Herrn.

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