Leviticus 11

Die Ausgaben hier ziehen die Grenze zwischen einigen Versen dieses Kapitels an verschiedenen Satzteilen, sodass ein Zitat neben dem falschen Satz landen kann.

II. Die vom ganzen Volke, und insbesondere von den Priestern geforderte Reinheit und Heiligkeit. (11,1 – 27,34) Gesetzliche Reinheit des Volkes und Zeremonien, durch welche eine gesetzliche Unreinigkeit entfernt wird. (11,1 – 16,34) A. Unterschied der Speisen. (11,1 – 48) Welche Tiere (Vierfüßige, Fische, Vögel, Reptilien) die Israeliten als rein essen und welches Fleisch sie als unrein weder essen, noch berühren dürfen (V. 42), um sich nicht zu beflecken.

Und der Herr redete zu Moses und Aaron und sprach: [1Mos 9,2] waren zwar alle Tiere in des Menschen Hand gegeben, insbesondere zur Nahrung, gleich den Pflanzen, doch war V. 4 eine Einschränkung beigefügt worden, insofern das Blut untersagt ward. Das mosaische Gesetz, das alle Seiten des geistigen und physischen Lebens mit seiner Vorsorge umfasst, geht noch weiter, indem es in den Kreis der verbotenen Speisen die sogenannten unreinen Tiere, sowie gewisse Teile der reinen, ja auch bestimmte Vegetabilien einbezieht. Der zu Grunde liegende Gedanke ist dabei, wie bei anderen Forderungen des Gesetzes, die Forderung der Heiligkeit, weil der Gott Israels heilig ist, eine Heiligkeit, die sich selbst auf die leibliche Nahrung erstrecken soll. (Vergl. [3Mos 11,43ff, 3Mos 20,24ff, 5Mos 14,21]). In den Einzelheiten der Bestimmungen mag auch die Rücksicht auf diätetisch-klimatische Verhältnisse (wie beim Verbot des Schweinefleisches und des Fetten) nicht ausgeschlossen sein, während man im übrigen die Abstufungen und Ordnungen der Natur mit tieferem Blicke erfasste. - Saget den Söhnen Israels: Folgendes sind die Tiere, welche ihr von allen Tieren der Erde essen dürft: A. Kleinvieh: V. 3 allgemein positive Regel, V. 4 allgemein negative, Spezies V. 4 – 7, V. 8 Wiederaufnahme der negativen Regel V. 9. Negative V. 10 mit Begründung, deren Erklärung V. 11 folgt. Den Schluss macht die Wiederholung der negativen Regel. C. Vögel: Die allgemeine positive Regel vorausgesetzt, werden V. 13 – 19 verschiedene Arten von Raubvögeln verboten. V. 20 – 25 allgemeine Regel für geflügelte Vierfüßler oder Vielfüßler, zuerst negativ, dann positiv mit Beifügung von Beispielen. Schluss: Wiederholung der negativen Regel. d. Reptilien: Nicht alle gelten ohne weiteres als unrein: V. 29, V. 30 acht Arten indes sind unrein. V. 31 Wiederholung des Verbotes. V. 31 – 35 Verunreinigung von Gefäßen, Kleidern, Speisen. Feierlicher Schluss V. 35. Diese Gesetze stimmen in ihren wesentlichen Bestimmungen mit [5Mos 14,3-20]. Diese Vorschriften wurden zu verschiedenen Zeiten durch Zusätze vermehrt und umgestaltet. - Alles, was unter den Tieren gespaltene Klauen hat und wiederkäut, dürft ihr essen. Was aber zwar wiederkäut und Klauen hat, aber nicht gespaltene, wie das Kamel und andere, das sollt ihr nicht essen, und dies soll euch als unrein gelten. Der Igel, Wahrscheinlicher als Klippdachs. - der zwar wiederkäut, aber keine gespaltenen Klauen hat, ist unrein. Ebenso der Hase; denn auch er käut zwar wieder, Klippdachs und Hase machen bisweilen mit dem Maule Bewegungen, wie die Wiederkäuer, wie die Wiederkäuer beim Wiederkauen und werden deshalb, da hier lediglich der Augenschein als Richtschnur genommen wird, den Wiederkäuern zugerechnet. - hat aber keine gespaltenen Klauen. Desgleichen das Schwein, denn es hat zwar gespaltene Klauen, aber käut nicht wieder. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, noch ihr Aas berühren; V. 26. Übrigens verunreinigt auch die Berührung des Aases von einem unreinen Tiere. - denn sie sind für euch unrein. Folgende Tiere, welche im Wasser leben, dürft ihr essen: Alles was Flossen und Schuppen hat, sowohl im Meere als in Strömen und Teichen, sollt ihr essen. Alles aber, was keine Flossen und Schuppen hat von dem, was im Wasser lebt und webt, soll euch ein Abscheu und Greuel sein; ihr Fleisch sollt ihr nicht genießen und ihrem Aase ausweichen. Also z.B. Krebse, Aale, schuppenlose Fische u. a. - Alles, was im Wasser keine Flossen und Schuppen hat, soll unrein sein. Von den Vögeln Geflügelten Tiere. - sind es folgende, die ihr nicht essen dürft und meiden sollt: Der Adler, der Greif, Hebr.: der Bartgeier. - der Meeradler, Hebr.: Geier. - die Weihe, das Geschlecht der Geier, Hebr.: Der Falken. - alles, was zur Rabenart gehört und ihnen ähnlich ist, der Strauß, die Nachteule, Nicht klar, welcher Vogel gemeint ist. Nach einigen der männliche Strauß, nach anderen die Schwalbe. - die Möwe, das Geschlecht der Sperber; der Uhu, der Taucher, der Ibis, Der hebräische Name Janschuph ist nicht zu erklären. - der Schwan, Thinschemeth. Die meisten Erklärer denken an eine Eulenart. - der Pelikan, der Purpurvogel, Nach anderen: der Erdgeier. - der Reiher, das Geschlecht der Regenpfeifer, der Wiedehopf, und die Fledermaus. Alle fliegenden Tiere, welche auf vier Füßen Da es vierfüßige kleine Flügeltiere nicht gibt, ist dies vielleicht ein Ausdruck für die Bewegung des Körpers in horizontaler Lage (vergleichbar dem Deutschen „auf allen Vieren“). - gehen, sollen euch ein Greuel sein. Was aber Außer diesen vier Arten. - zwar auf vier Füßen geht, hinten jedoch längere Füße hat, mit denen es auf der Erde hüpft, das dürft ihr essen, wie: das Geschlecht der Zugheuschrecken, den Attakus, Hebr.: Solamheuschrecke. – [5Mos 14,19] wird keine Ausnahme als gestattet angeführt, weil wohl der Genuss von Heuschrecken als erlaubt genügend bekannt war. Besonders ärmere Leute aßen Heuschrecken. Vergl. [Mt 3,4, Mk 1,16]. - den Schlangenfechter, Eine andere Art der Heuschrecke. - die Heuschrecke, Chagabheuschrecke. - mit ihren Arten. Alle fliegenden Tiere aber, die nur Fehlt im Hebräischen. - vier Füße haben, sollen euch ein Greuel sein. Und wer ein Aas von diesen Die Aufzählung ist nicht vollständig, da die Wassertiere (V. 11) und die Flugtiere fehlen. - berührt, soll befleckt und unrein sein bis zum Abend. Und wenn es nötig ist, dass jemand etwas von solchem Aase trägt, so soll er seine Kleider waschen Samar. und Septuag fügen bei: und bade sich im Wasser. - und unrein sein bis zum Sonnenuntergang. Alle Tiere, welche zwar Klauen haben, aber keine gespaltenen, Jedes Tier, welches gespaltene, aber doch nicht völlig durchgespaltene Klauen hat. - und nicht wiederkäuen, sollen unrein sein; und wer sie berührt, soll unrein sein. Was unter allen Tieren, die auf vieren gehen, auf Tatzen läuft, Hunde, Katzen, Bären. - soll unrein sein. Wer das Aas davon berührt, soll unrein sein bis zum Abend. Und wer solches Aas trägt, soll seine Kleider waschen und soll unrein sein bis zum Abend; denn dies alles ist für euch unrein. Auch folgende unter denen, die sich auf der Erde bewegen, Kleine Tiere, deren Füße so kurz sind, dass sie fast nach Art des Gewürms kriechen. - sollen euch als unrein gelten; das Wiesel, die Maus, das Krokodil, Richtiger: Eidechse. - jedes nach seiner Art, die Spitzmaus, Die folgenden Namen sind unsicherer Deutung: Anaka, Koach, Letaa, Chometh, Tinschemeth. Die ersten vier werden meist als Eidechsenarten angesehen, unter dem letzten gewöhnlich das Chamäleon verstanden. - das Chamäleon, die Sterneidechse, die grüne Eidechse, und der Maulwurf. Alle diese sind unrein. Wer ihr Aas berührt, soll unrein sein bis zum Abend; und alles, worauf etwas vom Aase derselben fällt, soll unrein sein, sowohl hölzerne Geräte und Kleider, als Felle und härene Zeuge; und alle Gefäße, die zum Gebrauche dienen, sollen in Wasser getaucht werden und unrein sein bis an den Abend, und auf solche Art sollen sie dann wieder rein werden. Ein irdenes Gefäß aber, in welches etwas davon hineinfällt, soll unrein sein Hebr.: Soll alles, was darin ist, unrein sein. - und deswegen zerbrochen werden. Jede Speise, die ihr esset, soll unrein sein, wenn solches Wasser darauf kommt; und jedes Getränk, das man aus allen solchen Geschirren trinkt, soll unrein sein. Und alles, worauf etwas von solchem Aase fällt, soll unrein sein; Öfen und Kochherde Ein nicht einen vollen Meter hoher steinerner Topf. Die zu backenden flachen Brote und Kuchen wurden entweder innen an die heiß gemachten Wandungen geklebt oder auf heiße Steine gelegt, mit denen er bis zur Hälfte erfüllt war. - sollen eingerissen werden und unrein sein. Brunnen aber und Gruben, und alle Ansammlungen von Wasser sollen rein sein. Der Bestand des Wassers wechselt ja immer. - Wer indes das Aas davon In den Brunnen oder die Grube hineingefallenes Aas. - berührt, soll unrein sein. Wenn es auf Samen fällt, soll es ihn nicht verunreinigen. Weil die Schale den Samen schützt. - Begießt aber jemand den Samen mit Wasser, und nachher fällt ein Aas darauf, so soll er alsbald als unrein gelten. Weil das Wasser durch die Schale dringt, und mit ihm die Unreinigkeit. - Wenn ein Tier fällt, das euch zu essen erlaubt ist, so soll der, welcher sein Aas berührt, unrein sein bis zum Abend; und wer etwas davon isst, oder trägt, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend. Alles, was auf der Erde kriecht, soll euch ein Greuel sein und nicht zur Speise gebraucht werden. Alles, was auf dem Bauche geht, sei es auf vieren oder auf vielen Füßen, oder sich auf dem Boden fortschleppt, Hebr.: besser drei Klassen: Alles, was auf dem Bauche kriecht – alle, die auf vieren gehen – alle, die noch mehr Füße haben von den Tieren, welche auf der Erde sich bewegen. - sollt ihr nicht essen, denn es ist ein Abscheu. Beflecket eure Seelen Unwissentlich, aus Versehen, denn wer vorsätzlich aß, machte sich des Todes schuldig. Siehe [4Mos 15,30]. - nicht und rühret nichts davon an, damit ihr nicht unrein werdet; denn ich bin der Herr euer Gott; seid heilig, wie ich heilig bin. Beflecket eure Seelen nicht durch irgend ein kriechendes Tier, das sich auf der Erde bewegt. Denn ich bin der Herr, der euch aus dem Lande Ägypten geführt hat, damit ich euer Gott sei. Ihr sollt heilig sein, Wohl war dies alles nur gesetzliche Reinigkeit, indes forderte Gott vor allem Reinheit des Herzens, von welcher jener ein Abbild ist, und jene führte, da sie von Gott angeordnet war, in ihrer Weise die Menschen wirksam zur Heiligkeit. - denn ich bin heilig. Das sind die Vorschriften betreffs der Tiere, und Vögel, und aller lebenden Wesen, welche sich im Wasser tummeln und auf der Erde kriechen, Im Anschlusse an [1Mos 1] vier Klassen. damit ihr den Unterschied zwischen Reinem und Unreinem kennet und wisset, was ihr essen dürft, und was ihr verwerfen sollt.

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