Leviticus 13

C. Unreinigkeit des Aussatzes (13,1 – 14,57): a. Kennzeichen der verschiedenen Grade des Aussatzes am Menschen. (V. 43) Vorschriften für die Aussätzigen. (V. 46) b. Kennzeichen der verschiedenen Arten des Aussatzes an den Kleidern und Vorgehen in einzelnen Fällen.

Und der Herr redete zu Moses und Aaron und sprach: Dieses Gesetz ist aus verschiedenen Teilen zusammengewachsen, die harmonisch vereinigt sind. - Wenn auf der Haut des Leibes Der Gegensatz ist V. 29, die behaarte Haut, die Bart und Haupthaar hervorbringt. - eines Menschen ein Fleck Für Farbe V. 2 und 10, Brandmal V. 28, Narbe V. 19 ist im Hebr. stets derselbe Ausdruck: Flecken, Blatter. - von verschiedener Farbe entsteht, oder eine Blatter, oder etwas Helles sich zeigt, Hebr.: und sich so eine aussätzige Stelle bildet. - das ist die Plage des Aussatzes, so soll er zu Aaron, dem Priester, oder zu irgend einem seiner Söhne geführt werden. Wenn dieser den Ausschlag auf der Haut sieht und wahrnimmt, dass die Haare weiß geworden sind, und die Stelle, welche aussätzig erscheint, tiefer liegt als die übrige Haut und das Fleisch, so ist es die Plage des Aussatzes, und auf sein Urteil soll er abgesondert werden. Wenn aber Zweifelhafter Fall. - ein leuchtend weißer Fleck auf der Haut erscheint, aber nicht tiefer liegt als das übrige Fleisch, und die Haare haben die frühere Farbe behalten, so soll der Priester ihn sieben Tage einschließen und am siebenten Tage nachsehen; und wenn der Aussatz nicht weiter um sich gegriffen und an der Haut den früheren Umfang nicht überschritten hat, so soll er ihn abermals sieben andere Tage einschließen. Wiederum am siebenten Tage soll er nachschauen; ist dann der Ausschlag dunkler geworden und hat sich nicht über die Haut weiter ausgebreitet, so soll er ihn für rein erklären, denn es ist ein Ausschlag; Eine nicht ansteckende Hautkrankheit. - und der Mensch soll seine Kleider waschen, Und sich auch. - und so wird er rein sein. Wenn aber der Ausschlag seit der Zeit, wo ihn der Priester beschaut und für rein erkannt hat, wieder gewachsen ist, so soll er zum Priester geführt und für unrein erklärt werden. Wenn die Plage des Aussatzes sich an einem Menschen zeigt, soll er zum Priester geführt werden, und dieser soll ihn besichtigen. Ist dann die Haut weiß gefärbt und das Ansehen der Haare verändert, und wird das rohe Fleisch sichtbar, so soll man es für veralteten Aussatz halten, der sich in die Haut eingesetzt hat. Ein eben ausgebrochener Aussatz hätte nicht soviel von der Haut und dem Fleische wegfressen können. - Der Priester soll ihn alsdann für unrein erklären und nicht einschließen, denn er ist offenbar mit Unreinheit behaftet. Wenn aber der Aussatz auf der Haut sich verbreitend ausbricht und die ganze Haut vom Kopf bis zu den Füßen bedeckt, so weit die Augen nur sehen, so soll ihn der Priester besichtigen und für mit sauberem Aussatz behaftet erklären, weil alles in weiß verwandelt ist; und der Mensch wird somit rein sein. Der Krankheitsstoff findet durch die Haut den Weg nach außen; auf der Haut wird er zu weißen, trockenen Schuppen, die abfallen. - Wenn sich aber wildes Fleisch an ihm An einem Kranken. - zeigt, so soll er durch den Priester für unrein erklärt und unter die Unreinen gerechnet werden; denn wenn wildes Fleisch mit Aussatz übersät ist, ist es unrein. Wenn es aber wieder weiß wird und den ganzen Körper bedeckt, so soll ihn der Priester besichtigen und für rein erklären. Wenn aber auf der Haut des Fleisches sich ein Geschwür gebildet hat und wieder geheilt ist, und an der Stelle des Geschwüres eine weiße oder rötliche Narbe Hebr.: Geschwulst, Blatter, Fleck. - erscheint, so soll man den Menschen zum Priester führen. Sieht dieser, dass der aussätzige Fleck tiefer liegt als das übrige Fleisch und dass die Haare weiß geworden sind, so soll er ihn für unrein erklären; denn die Plage des Aussatzes ist im Geschwüre ausgebrochen. Hat aber das Haar seine vorige Farbe behalten, und ist die Narbe etwas dunkel und liegt nicht tiefer als das Fleisch ringsherum, so soll er ihn sieben Tage einschließen. Wenn der Fleck sich alsdann vergrößert hat, soll er ihn für aussätzig erklären. Ist er aber an derselben Stelle stehen geblieben, so ist es die Narbe eines Geschwüres, und der Mensch ist rein. Hat aber jemand die Haut des Fleisches am Feuer verbrannt, und ist nach der Heilung ein weißes oder rotes Mal geblieben, so soll es der Priester beschauen, und wenn es weiß geworden ist Hebr.: Und wenn der Priester bei dessen Besichtigung findet, dass die Haare an dem hellen Fleck weiß geworden sind. - und seine Stelle tiefer liegt als die übrige Haut, so soll er ihn für unrein erklären; denn die Plage des Aussatzes ist an dem Male entstanden. Ist aber die Farbe der Haare unverändert, und ist der Fleck nicht tiefer als das übrige Fleisch, und das Aussehen des Aussatzes selbst etwas dunkel, so soll er ihn sieben Tage einschließen und am siebenten Tage besichtigen; wenn dann der Aussatz sich auf der Haut ausgebreitet hat, so soll er ihn für unrein erklären. Ist aber der weiße Fleck an seiner Stelle geblieben und zeigt sich nicht hell genug, Hebr.: Ohne weiter auf der Haut um sich zu greifen, und ist er blässer geworden. - so ist es ein Brandmal; und darum soll er rein sein, denn es ist die Narbe einer Brandwunde. Einen Mann oder ein Weib, an dessen Kopf oder Bart der Aussatz entsteht, soll der Priester besichtigen. Und wenn die Stelle tiefer liegt als das übrige Fleisch und das Haar goldgelb und dünner ist als gewöhnlich, so soll er sie für unrein erklären; denn es ist der Aussatz des Hauptes und Bartes. Wenn er aber sieht, dass die betreffende Stelle dem Fleische ringsum gleich und das Haar schwarz ist, Hebr.: Dass sich aber keine schwarzen Haare an ihr befinden. - so soll er ihn sieben Tage abschließen und am siebenten Tage besichtigen. Ist der Fleck dann nicht gewachsen, und die Farbe des Haares nicht verändert, und die betroffene Stelle dem übrigen Fleische gleich, so soll der Mensch geschoren werden, Damit es nach sieben Tagen deutlicher zeige, ob der Aussatz Fortschritte gemacht hat. - mit Ausnahme der Stelle des Fleckens, und sieben andere Tage eingeschlossen werden. Wenn man dann am siebenten Tage sieht, dass der Fleck dieselbe Ausdehnung behalten hat und nicht tiefer liegt als das übrige Fleisch, so soll er ihn für rein erklären; alsdann soll er seine Kleider waschen, S. V. 6. - und so wird er rein sein. Wenn aber der Fleck nach der Reinerklärung wieder auf der Haut um sich greift, so soll der Priester nicht mehr untersuchen, ob das Haar in goldgelbe Farbe übergegangen ist, denn er ist offenbar unrein. Wenn endlich der Fleck unverändert geblieben ist und die Haare schwarz sind, so soll er wissen, dass der Mensch heil ist, und soll ihn unbesorgt für rein erklären. Einen Mann oder ein Weib, an dessen Haut helle Flecken erscheinen, soll der Priester besichtigen. Findet er verblasste, helle, weiße Flecken auf der Haut, so soll er wissen, dass es nicht Aussatz, sondern weiße Flecken Hebr.: Bohak, noch jetzt bei den Arabern so genannt. - sind und der Mensch rein ist. Ein Mann, dem die Haare vom Haupte ausfallen, ist ein Kahlkopf, aber rein; und einer, dem die Haare gegen die Stirne hin ausfallen, ist ein Glatzkopf, aber rein. Im Falle aber an dem kahlen Kopfe oder der Glatze ein weißer oder roter Fleck Nach dem Hebr.: Mit Anschwellung, Grind. - entsteht und der Priester dies sieht, soll er ihn als zweifellos mit Aussatz behaftet erklären, der an dem kahlen Kopfe entstanden ist. Hebr.: Der aussieht wie Aussatz auf der bloßen Haut, soll er ihn usw. - Wer immer also mit dem Aussatze befleckt und nach dem Entscheide des Priesters abgesondert worden ist, soll zerrissene Kleider tragen, Soll die Kleider einreißen wie bei der Trauer. - das Haupt entblößt, den Mund mit dem Kleide bedeckt halten, und soll rufen, dass er befleckt und unrein sei. Hebr. in direkter Rede: Unrein, unrein! - Die ganze Zeit, durch die er aussätzig und unrein ist, soll er außerhalb des Lagers allein wohnen. Wenn ein wollenes oder linnenes Kleid den Aussatz zeigt im Aufzug oder im Einschlag, oder etwa ein Fell, oder was immer aus einem Felle Gefertigtes, und es findet sich ein weißer oder roter Fleck Grünliche oder rötliche Flecken, nach Art unserer Stockflecke. - daran, so soll er für Aussatz gehalten und dem Priester gezeigt werden. Dieser soll es besichtigen und sieben Tage einschließen, und am siebenten Tage soll er es wieder besichtigen; und findet er alsdann, dass der Fleck sich ausgebreitet hat, so liegt dauernder Aussatz vor; er soll das Kleid und alles, woran der Fleck gefunden wurde, für unrein erklären; und darum soll es mit Feuer verbrannt werden. Hebr.: Und man soll das Kleid oder das in Wolle oder Linnen Gewebte oder Gewirkte oder jederlei leinenen Gegenstand, an dem sich der Ausschlag zeigt, verbrennen, denn es ist ein bösartiger Aussatz, verbrannt muss es werden. - Wenn er aber sieht, dass der Fleck sich nicht ausgebreitet hat, Hebr.: Auf dem Kleide oder dem Gewebe oder dem Gewirke oder irgend welchem ledernen Gegenstand. - so soll er das, woran der Aussatz sich findet, zu waschen gebieten, und soll es sieben andere Tage wieder einschließen. Wenn er dann sieht, dass zwar das vorige Aussehen noch nicht wieder gekommen ist, wenn auch der Aussatz nicht weiter um sich gegriffen hat, so soll er es für unrein erklären und mit Feuer verbrennen, weil der Aussatz die Oberfläche des Kleides oder das ganze Kleid ergriffen hat. Das Hebräische wendet hier eine uns ferner liegende Metapher an. - Ist aber die Stelle des Aussatzes dunkler geworden, nachdem man das Kleid gewaschen hat, so soll er sie abreißen und von dem ganzen Stück abtrennen. Und wenn an solchen Stellen, die vorher frei von Flecken waren, sich später Aussatz zeigte, so ist es der fliegende oder unstäte Aussatz; es soll mit Feuer verbrannt werden. Wenn aber der Fleck verschwunden ist, soll man das, was rein ist, zum zweiten Male mit Wasser waschen, und es soll rein sein. Hebr.: Die Kleider aber oder Gewebe oder Gewirke oder lederne Gegenstände jeder Art, von denen der Ausschlag, nachdem man sie gewaschen, verschwunden ist, müssen nochmals gewaschen werden, so werden sie rein sein. Das sind die Bestimmungen über den Aussatz an einem wollenen oder linnenen Kleide, am Aufzug und Einschlag, und an allen Gegenständen aus Fell, wie man sie für rein oder unrein zu erklären hat.