Leviticus 16
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Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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E. Der Versöhnungstag (Kap. 16) a. Zeremonie der von Gott nach dem Tode der erstgeborenen Söhne Aarons vorgeschriebenen Sühne. (V. 28) b. Bestimmung der alljährlich am 10. Tage des 7. Monates vorzunehmenden feierlichen Sühne des Volkes.
1 Und der Herr redete zu Moses nach dem Tode der zwei Söhne Aarons, als sie fremdes Feuer darbrachten und deshalb getötet wurden; Siehe [3Mos 10]. - 2 und gebot ihm und sprach: Sage zu Aaron, deinem Bruder, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum In das Allerheiligste. Es wird hier mit Beziehung auf den Vorhang bezeichnet wegen der Bedeutung des Vorhanges bei gewissen Sühnezeremonien. [3Mos 4,6.17.16]. Die Hauptursache der Vorschrift ist Gottes Gegenwart, in welcher der Mensch nicht nach Belieben erscheinen darf, und die Furcht vor Gott, der an diesem Orte in besonderer Weise gegenwärtig eine Versündigung der Unehrerbietigkeit nicht ungestraft lässt. - treten solle, welches innerhalb des Vorhanges vor dem Gnadenthrone ist, mit dem die Lade überdeckt ist, damit er nicht sterbe (denn ich werde in der Wolke Nach den meisten Erklärern ist diese Wolke bis die V. 13 erwähnte, aus der Verbrennung des Weihrauchs entstehende. Sie soll ein Anzeichen der besonderen Gegenwart Gottes sein, so dass der Herr, so oft der Hohepriester den Weihrauch darbringt, ebenso oft seine besondere gnadenreiche Gegenwart gewährt, das Gebet erhörend usw. So „erschien“ er. Andere denken an eine Wolke, wie die [1Koe 8,10.11]. - über dem Spruchorte erscheinen); 3 außer er habe zuvor dies getan: Wie aus V. 20 sich zeigt, ist vom Versöhnungstage die Rede. - Er bringe einen jungen Stier als Sündopfer, und einen Widder als Brandopfer dar. 4 Und er bekleide sich mit dem linnenen Gewande, und verhülle seine Blöße mit den linnenen Hüftkleidern, und lege den linnenen Gürtel um, und setze die linnene Kopfbedeckung auf sein Haupt; Es sind die Kleider der gewöhnlichen Priester, die er zum Zeichen der Buße und Trauer anlegen soll. Doch unterscheidet den Hohenpriester noch die Kopfbedeckung. - denn dies sind die heiligen Kleider, die er alle anlegen soll, nachdem er sich gebadet hat. 5 Dann soll er von der ganzen Gemeinde der Söhne Israels zwei Böcke als Sündopfer und einen Widder als Brandopfer nehmen. 6 Zuerst bringe er den jungen Stier dar und bete für sich und sein Haus. 7 Alsdann soll er die zwei Böcke vor den Herrn, vor den Eingang des Zeltes des Zeugnisses stellen. 8 und das Los über beide werfen, eines für den Herrn, und das andere für den Bock der Verstoßung; Hebr.: Und Aaron werfe das Los über die beiden Böcke, ein Los für Jahve und ein Los für Asasel (in der Vulg.: der Entlassung). - 9 und denjenigen, auf welchen das Los für den Herrn trifft, soll er als Sündopfer darbringen, 10 den aber, auf welchen das Los herauskommt als den Bock der Verstoßung, soll er lebendig dem Herrn darstellen, damit er über denselben die Gebete spreche und ihn in die Wüste verstoße. Hebr.: dem Asasel sende. Beide Böcke werden Gott dargestellt, über beide wird gebetet, also kann nicht einer von ihnen einem persönlichen Geiste (Wüstendämon) überantwortet werden. (Theodor, Cyrill, Hesych.). Dies Wort Asasel ist von dem Zeitworte für entfernen abzuleiten, doch ist seine eigentliche Bedeutung ganz ungewiss. Moses redete hier wohl wieder eine alte Gewohnheit der jüdischen Gottesverehrung ein. Der Bock, welcher geopfert ward, war ein Vorbild Christi, der andere Bock kann mit dem bei der Reinigung eines Aussätzigen freigelassenen Vogel [3Mos 14,7] verglichen werden. - 11 Ist dies alles nach Vorschrift vollendet, Zusatz der Vulgata. - so soll er den jungen Stier darbringen, und für sich und sein Haus beten, und ihn schlachten. 12 Alsdann soll er ein Rauchfass nehmen, das er mit Kohlen von dem Altare Dem Brandopferaltare, denn nur auf diesem wurde Feuer bewahrt. - gefüllt hat, und zum Rauchopfer gemischtes Räucherwerk mit der Hand nehmen, und soll hinter den Vorhang in das Heiligtum treten 13 und das Räucherwerk Vergl. [2Mos 30,36]. - auf das Feuer legen, damit die Rauchwolke von dem Räucherwerke den Spruchthron, der über dem Zeugnisse ist, verhülle und er nicht sterbe. Zur Strafe für die Vernachlässigung heiliger Vorschriften. - 14 Auch soll er etwas von dem Blute des jungen Stieres nehmen und Hebr.: und spritze mit seinem Finger auf den Spruchort und vor dem Spruchort spritze er sieben Mal von dem Blute mit seinem Finger. Vergl. [2Mos 25,37]. - mit dem Finger siebenmal gegen den Gnadenthron, nach Osten, sprengen. Es ist dies das zweite Eintreten des Hohenpriesters. V. 15 folgt das dritte. - 15 Sodann soll er den Bock für die Sünde des Volkes schlachten und sein Blut hinter den Vorhang, wie es für das Blut des jungen Stieres vorgeschrieben ist, bringen, um es gegen den Spruchort hin Wie Anmerkung 12. - zu sprengen, 16 und so das Heiligtum von den Verunreinigungen der Söhne Israels, und von ihren Übertretungen, und von allen ihren Sünden entsühnen. Das Heiligtum wird gleichsam durch die Vergehungen gegen die Vorschrift der Reinigkeit seitens der Menschen, in deren Mitte es weilt, befleckt. - Auf gleiche Weise soll er mit dem Zelte des Zeugnisses Dem Heiligen und insbesondere (wie V. 18ff) dem in ihm befindlichen Räucheraltar. - verfahren, das inmitten ihrer verunreinigten Wohnungen aufgeschlagen ist. 17 Kein Mensch Dem sonst der Zutritt freisteht, Levit oder Priester. - soll im Zelte sein, wenn der Hohepriester in das Heiligtum eingeht, um für sich und sein Haus, und die ganze Gemeinde Israel zu beten, So soll die Ehrfurcht gegen Gott, der gleichsam im Allerheiligsten wohnt, wach erhalten und dem gewehrt werden, dass jemand, wenn der Hohepriester den Vorhang zurückschlug, hinter demselben neugierig schaute. - bis er herauskommt. Entspricht V. 15: bringen. - 18 Alsdann soll er an den Altar Nach der jüdischen Tradition an den Räucheraltar, indes ziehen die meisten Erklärer vor, den Brandopferaltar zu verstehen. - heraustreten, welcher vor dem Herrn ist, und für sich beten, und das Blut des jungen Stieres und des Bockes nehmen, und es auf dessen Hörner ringsum gießen, 19 und siebenmal mit seinem Finger etwas von dem Blute auf ihn sprengen, und ihn so entsühnen und von den Verunreinigungen der Söhne Israels heiligen. 20 Nachdem er so das Heiligtum und das Zelt und den Altar gereinigt hat, soll er den lebenden Bock herzubringen, 21 beide Hände auf sein Haupt legen, und alle Verschuldungen der Söhne Israels, alle ihre Übertretungen und Sünden bekennen, und sie ihm auf den Kopf wünschen, Hebr.: legen. - und ihn durch einen bereitstehenden Mann in die Wüste verstoßen. 22 Und wenn der Bock alle ihre Vergehungen in die Einöde getragen hat und in der Wüste Wo er von wilden Tieren zerrissen die Strafe für die Sünde tragen mag. Indes nicht einzig die Strafe wurde dem Bocke aufgelegt, sondern auch die Sünde selbst, welche der Hohepriester bekannt hat. Er konnte diese Sünde insoweit tragen, als er das Abbild Christi war. - freigelassen ist, V. 23 ist nicht, wie in der Vulgata geschehen, mit 24 zu verbinden; denn der Hohepriester wartete nicht, bis jener Mann den Bock freigelassen. - 23 soll Aaron in das Zelt des Zeugnisses zurückkehren, und die Kleider, die er zuvor angezogen hatte, als er in das Heiligtum einging, ablegen und daselbst Im Heiligen. - lassen. 24 Sodann soll er seinen Leib an heiliger Stätte Durch die Berührung des Bockes der Entlassung war er unrein geworden. - baden und seine Kleider anziehen. Die prächtigen Amtskleider. - Hierauf soll er hinauskommen, und sein und des Volkes Brandopfer darbringen, und sowohl für sich als für das Volk beten, Hebr.: den Versöhnungsakt vollenden. - 25 und das Fett, welches als Sündopfer dargebracht ist, auf dem Altare verbrennen. 26 Der Mann aber, welcher den Bock der Verstoßung entließ, soll seine Kleider waschen und sich in Wasser baden, und darnach erst soll er in das Lager kommen. 27 Den jungen Stier und den Bock aber, die als Sündopfer geschlachtet worden sind und deren Blut in das Heiligtum getragen ward, die Versöhnung zu vollbringen, soll man vor das Lager hinausschaffen und ihre Haut, ihr Fleisch, und den Unrat mit Feuer verbrennen. 28 Und der, welcher dies verbrannt hat, soll seine Kleider waschen und seinen Leib in Wasser baden, und dann erst soll er in das Lager kommen. 29 Und dies soll euch als ewige Satzung gelten: Im siebenten Monat, am zehnten Tag des Monats, Am zehnten Tisri, der im Mondjahre der Israeliten mit der Hälfte unseres September und ebenso Oktober zusammenfiel. - sollt ihr euch kasteien Besonders durch Fasten. (Joseph, Hieron.) - und keine Arbeit verrichten, weder der Einheimische, noch der Fremdling, Der Fremdling brauchte nicht zu fasten, wie der Gegensatz zeigt. – der unter euch weilt. 30 An diesem Tage soll eure Versöhnung, und die Reinigung von allen euern Sünden sein; ihr sollt vor dem Herrn Bei dem Heiligtume. - rein werden; 31 denn es ist der Sabbat der Ruhe, Vom Abend zum Abend [3Mos 23,32]. - und ihr sollt euch kasteien nach ewig geltender Vorschrift. 32 Es soll aber der Priester, der gesalbt ist und dessen Hände geweiht sind, das Priestertum an Stelle seines Vaters zu verwalten, die Versöhnung vollziehen, und er soll den linnenen Rock und die heiligen Kleider anlegen 33 und das Heiligtum, und das Zelt des Zeugnisses, und den Altar, auch die Priester, und das gesamte Volk entsündigen. 34 Und dies sei euch eine ewig geltende Satzung, Solange der alttestamentliche Gottesdienst dauert. - dass ihr für die Söhne Israels und alle ihre Sünden einmal im Jahre betet. Hebr.: Sühnung schaffet. Und er tat, wie der Herr dem Moses geboten hatte.