Leviticus 17

2. Heiligkeit des gesamten Volkes. (17,1 – 20,27) A. Vorschriften über die Speisen. (V. 1 – 17) a. Wer ein Tier tötet, muss es im Vorhofe darbringen, widrigenfalls er wie der, welcher Blut vergossen hat, aus dem Volke ausgetilgt wird. (V. 9) b. Wer Blut genießt, wird ebenso aus dem Volke ausgetilgt. (V. 14) c. Wer etwas Gefallenes isst, bleibt in Schuld, bis er sich von seiner Unreinigkeit den Vorschriften gemäß frei gemacht hat.

Und der Herr redete zu Moses und sprach: Rede zu Aaron, und zu seinen Söhnen, und zu allen Söhnen Israels, und sprich zu ihnen: Dies ist das Wort, welches der Herr geboten hat: Jeder Mann aus dem Hause Israels, der ein Rind, oder ein Schaf, oder eine Ziege in dem Lager oder außerhalb desselben schlachtet Das Verbot, Blut zu essen, ist nach der Sündflut gegeben, aber wohl weniger sorgfältig beobachtet worden, so dass Moses es zwei Mal (V. 11, 14) einprägen muss. Bestand das Gesetz, dass alle Tötung heilig sein soll, bereits, so war es vernachlässigt worden; ist es neu, so ist es wohl zu dem Zwecke gegeben, allen Aberglauben fern zu halten. (V. 7) Es ist der Hauptgegenstand dieses Kapitels. V. 1 – 7 bezieht sich auf alle Tiere, welche als Friedopfer dargebracht werden konnten, auch soweit dieselbe als Speise dienen sollten. (Theodor) Infolge dessen war immer das Fett davon Gott darzubringen [3Mos 3,16], das Bruststück und das Schulterstück dem Priester zu überlassen. [3Mos 7,31ff] Vielleicht war es vor Moses schon Sitte, alle Tiere nach Art des Friedopfers zu schlachten. Vergl. [1Mos 31,54, 2Mos 18,12]. Davon waren aber alle nicht makelfreien Tiere ausgenommen. Die oben gegebene Vorschrift konnte jedenfalls nur auf dem Zuge gelten; nach dem Einzuge in das gelobte Land tritt die [5Mos 12] verkündete Ordnung ein. Andere Erklärer beschränken freilich die Vorschriften V. 1 – 7 auf die Opfertiere. (Aug.) - und dem Herrn nicht ein Opfer an dem Eingange des Zeltes darbringt, soll des Blutes schuldig sein; wie wenn er Blut vergossen hätte, so soll er weggetilgt werden aus der Mitte seines Volkes. Geht des Segens des auserwählten Volkes verlustig. - Darum sollen die Söhne Israels ihre Opfertiere, die sie auf dem freien Felde schlachten wollen, dem Priester bringen, damit sie dem Herrn vor der Türe des Zeltes des Zeugnisses geweiht werden, und sollen dieselben dem Herrn als Friedopfer schlachten. Und der Priester soll das Blut auf den Altar des Herrn vor dem Eingange des Zeltes des Zeugnisses gießen, und das Fett zum lieblichen Geruche für den Herrn verbrennen; und sie sollen ihre Opfer nie mehr den bösen Geistern Hebr.: den Bocksgestaltigen. Unter dieser Form also dachten sie sich die bösen Geister. - opfern, mit denen sie gebuhlt haben. Eine ewig geltende Satzung soll dies für sie und ihre Nachkommen sein. Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn jemand vom Hause Israel und von den Fremdlingen, Ein Fremdling darf nur Gott opfern oder gar nicht. - die bei euch weilen, ein Brandopfer oder ein anderes Opfer Schlachtopfer, Sünd- und Schuldopfer waren erst von Moses bestimmt. - darbringt und es nicht zum Eingange des Zeltes des Zeugnisses führt, dass es dem Herrn dargebracht werde, so soll er weggetilgt werden aus seinem Volke. Wenn jemand vom Hause Israel und von den Fremdlingen, die unter ihm weilen, Blut isst, wider eine solche Seele werde ich mein Angesicht wenden, und sie wegtilgen aus ihrem Volke, Vergl. [5Mos 12,23]. Die Seele ist das Leben. Gott hat als Sühne statt des Lebens der Menschen das Blut der Opfertiere gewählt. - denn die Seele des Leibes Des tierischen. Auch der Mensch lebt nicht ohne dasselbe. - ist im Blute; und ich habe es euch gegeben, damit ihr durch dasselbe auf dem Altare Richtiger: Ich habe es euch für den Altar verliehen, damit. - Sühnung schaffet für eure Seelen, und Hebr.: Denn das Blut bewirkt Sühne mittelst des (in ihm enthaltenen) Lebens. - damit das Blut zur Sühne für die Seele gereiche. Darum habe ich den Söhnen Israels gesagt: Keiner von euch oder von den Fremdlingen, die unter euch weilen, soll Blut essen. Jeder von den Söhnen Israels und von den Fremdlingen, die bei euch weilen, der ein Wild erjagt, oder einen Vogel gefangen hat, die zu essen erlaubt ist, soll sein Blut auslaufen lassen und es mit Erde bedecken. Es so dem gebrauche der Menschen entziehend. - Denn die Seele Das Leben. - eines jeden Leibes ist im Blute; darum habe ich den Söhnen Israels gesagt: Ihr sollt von keinem Leibe das Blut essen, denn die Seele des Leibes ist im Blute; und wer es isst, soll umkommen. In demselben Sinne wie [3Mos 17,4.9.10]. - Und jeder, der etwas Gefallenes oder von wilden Tieren Zerrissenes isst, Siehe [3Mos 11,40]. Aus Unwissenheit oder Notwendigkeit. - sei es einer von den Eingebornen oder von den Fremdlingen, soll seine Kleider waschen und sich in Wasser baden, und soll unrein sein bis zum Abend; und auf diese Weise soll er rein werden. Wenn er aber seine Kleider nicht wäscht, und seinen Leib nicht badet, Und in diesem Zustande in das Heiligtum geht oder Heiliges isst u. a. - so soll er seine Schuld tragen. Mit der Sünde auch die Folge.

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