Leviticus 22
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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b. Von der Teilnahme an dem Genusse der den Priestern verbleibenden Opferteile sind alle jene auszuschließen, welche durch eine Unreinigkeit befleckt sind. (V. 9) c. Bestimmung der Personen, welche aus der Familie der Priester zum Genusse der Opferteile zugelassen werden dürfen. (V. 16) C. Erforderliche Eigenschaften der Opfergaben (V. 17 – 33): a. Notwendig erforderte Eigenschaften der zu Opfern bestimmten Tiere und b. Verbot, von dem Dankopfer etwas auf die folgenden Tage aufzubewahren. (V. 30) c. Alle diese Vorschriften sind bei Strafe der Unreinigkeit zu beobachten.
1 Wiederum redete der Herr zu Moses und sprach: 2 Sage Aaron und seinen Söhnen, dass sie sich von dem enthalten sollen, was Weihgeschenk der Söhne Israels ist, und nicht den Namen der Dinge beflecken, Hebr.: Gegenüber den heiligen Gaben der Kinder Israels, welche sie mir weihen, damit sie meinen heiligen Namen nicht entweihen. - die mir geheiligt sind und welche diese darbringen. Wie der Priester um der Opfer willen, welche er vor den heiligen Gott bringt, heilig gehalten werden [3Mos 21,8] und sich selbst heilig halten soll [3Mos 21,1ff], so sollen auch die Gaben, welche Israel seinem heiligen Volke darbringt, heilig gehalten werden, auch insoweit sie nicht auf den Altar kommen. Deshalb sollen die Priester sich derselben enthalten, wenn sie unrein sind. Es ist nur von den heiligen Gaben die Rede, denn die hochheiligen durften ja nur an heiligem Orte verzehrt werden, den ein Unreiner gar nicht betreten durfte. - Ich bin der Herr. 3 Sage ihnen und ihren Nachkommen: Jeder von eurem Stamme, der den geweihten Gaben naht, So dass er davon isst. - welche die Söhne Israels dem Herrn dargebracht haben, während ihm Unreinheit anhaftet, soll vor dem Herrn umkommen. Das Privileg der Priester verlieren, allezeit Gott zu nahen. - Ich bin der Herr. 4 Wer von den Nachkommen Aarons aussätzig ist, oder an Samenfluss leidet, soll so lange nicht von den mir geweihten Gaben essen, bis er geheilt ist. Nach der [3Mos 14] vorgeschriebenen Weise. - Wer einen Menschen berührt, der durch eine Leiche verunreinigt ist, Vergl. [Hagg 2,13], wo diese Stelle erklärt wird. - und wem wie im Beischlafe der Same abgeht, 5 oder Hebr.: Oder wer irgendein Gewürm anrührt, wegen dessen er unrein wird, oder einen Menschen, durch den er unrein geworden ist zufolge irgendeiner Unreinigkeit, die ihm anhaftet. - wer ein Gewürm oder sonst etwas Unreines, dessen Berührung verunreinigt, berührt, 6 soll unrein sein bis zum Abend und darf nicht von den geheiligten Gaben essen, wenn er seinen Leib nicht zuvor mit Wasser gewaschen hat; 7 wenn die Sonne untergegangen ist, mag er so gereinigt von den heiligen Gaben essen, denn sie sind seine Speise. 8 Gefallenes und von wilden Tieren Erjagtes sollen sie nicht essen und sich nicht damit verunreinigen. Ich bin der Herr. 9 Sie sollen meine Gebote halten, dass sie nicht Sünde auf sich laden und im Heiligtume Dieser Zusatz fehlt im Hebräischen. - sterben, Nicht notwendig wird jeder Übertreter von Gott mit dem Tode bestraft. - wenn sie es beflecken. Ich bin der Herr, der sie heiligt. 10 Kein Fremder Nichtpriester. - soll vom Geheiligten essen, der Hausgenosse und der Lohnarbeiter des Priesters sollen nicht davon essen; Sie gehören nicht zu seiner Familie. - 11 aber der vom Priester gekaufte oder in seinem Hause geborene Knecht Weil der Sklave beschnitten wurde und dadurch in ein näheres Verhältnis zum Priester, wie überhaupt zu Israel trat. - darf davon essen. 12 Wenn die Tochter eines Priesters sich an einen Mann aus dem Volke verheiratet hat, so soll sie von den geweihten Gaben und von den Erstlingen nicht essen. Hebr.: Darf von der Gabe, die von den heiligen Gaben entrichtet wird, nicht essen. - 13 Kehrt sie aber als Witwe, oder von ihrem Manne verstoßen kinderlos zum Hause ihres Vaters zurück, Vergl. [1Mos 38,11]. - so darf sie von der Speise ihres Vaters essen, wie sie als Mädchen zu tun gewohnt war. Kein Fremder hat das Recht davon zu essen. 14 Wer aus Versehen Geheiligtes isst, soll den fünften Teil zu dem legen, was er gegessen, Mildere Strafe als [3Mos 5,15]. - und es dem Priester geben in das Heiligtum. 15 Und sie Die Priester. - sollen die Gaben der Söhne Israels, welche diese dem Herrn darbringen, nicht entweihen, 16 damit sie nicht etwa die Schuld ihres Vergehens auf sich laden, wenn sie das Geheiligte essen. Und sie sollen sie (die Israeliten) nicht dadurch, dass sie (die Israeliten) die heiligen Gaben essen (obwohl nicht dazu berechtigt), ein Vergehen der Verschuldung tragen lassen. - Ich bin der Herr, der sie Wohl die Priester. Sie dürfen nichts tun, wodurch sie etwas Heiliges entweihen, weil sie sich sonst selbst profanieren. - heiligt. 17 Und der Herr redete zu Moses und sprach: 18 Rede zu Aaron und seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israels, und sage ihnen: Wenn jemand aus dem Hause Israel oder von den Fremden, welche bei euch wohnen, seine Opfergabe darbringt, sei es ein Gelübde zu erfüllen, oder aus freiem Willen, so soll alles, was er dem Herrn zum Brandopfer darbringt, 19 damit ihr es opfert, Hebr.: so bringt es so (ihr Priester), damit ihr Wohlgefallen erlanget: fehlerlos, männlich usw. - ein männliches fehlerfreies Tier sein, von den Rindern, den Schafen, oder den Ziegen. 20 Keines, das einen Fehler hat, sollt ihr opfern, und ein solches wird nicht wohlgefällig sein. 21 Wenn jemand dem Herrn ein Friedopfer darbringt, sei es um ein Gelübde zu erfüllen, sei es aus freiem Willen, so muss es von fehlerfreien Rindern oder Schafen sein, Aber nicht notwendigerweise ein männliches Tier sein [3Mos 3]. - damit es wohlgefällig sei; es darf keinen Makel an sich haben. 22 Was blind ist, oder ein gebrochenes Glied, oder eine Wundnarbe, Hebr.: Wunde. - oder Blattern hat, was mit Geschwüren oder Krätze behaftet ist, sollt ihr dem Herrn nicht opfern, noch etwas davon auf dem Altare des Herrn verbrennen. 23 Ein Rind oder ein Schaf, dem ein Ohr oder der Schwanz abgeschnitten ist, Hebr.: Mit zu kurzen oder zu langen Gliedern. - darfst du freiwillig opfern, aber ein Gelübde kann damit nicht erfüllt werden. 24 Kein Tier, dem die Hoden zerdrückt, oder zerquetscht, oder ausgeschnitten, oder ausgenommen sind, sollt ihr dem Herrn opfern; und sollt in eurem Lande solches durchaus nicht tun. Mit V. 25 zu verbinden. Verboten wird die Kastrierung von Tieren, welche man opfern will, sodann der Kauf von kastrierten Tiere zum Zwecke des Opfers: Weder dürft ihr dies tun, noch aus der Hand eines Fremdlings erwerben und als Speise Gottes darbringen, denn es haftet ihnen ein Schaden und Makel an, darum werden sie euch nicht wohlgefällig machen (V. 25). – Dem Verbote der Kastrierung liegt dieselbe Ursache zu Grunde wie dem Verbote [3Mos 19,19]. - 25 Aus der Hand eines Fremdlings sollt ihr eurem Gott keine Brote, oder was er sonst geben will, darbringen, denn verderbt und befleckt ist alles; solches sollt ihr nicht annehmen. 26 Und der Herr redete zu Moses und sprach: 27 Wenn ein Rind, oder ein Schaf, oder eine Ziege geboren ist, sollen sie sieben Tage unter dem Euter ihrer Mutter bleiben; vom achten Tage aber an und fürderhin können sie dem Herrn geopfert werden. Da die eben geborenen Tiere noch nicht geeignet sind, zur Speise zu dienen, sollen sie auch Gott nicht zum Opfer dargebracht werden. Das Gleiche gilt von der Erstgeburt. [2Mos 22,29] Auch die Beschneidung erfolgt erst am achten Tage. - 28 Weder Rind, noch Schaf sollt ihr mit seinen Jungen an einem Tage schlachten. Demgemäß auch nicht opfern. Jeder Schein von Grausamkeit soll fern gehalten werden. Ähnlich [2Mos 23,19, 5Mos 22,6ff]. - 29 Wenn ihr dem Herrn ein Dankopfer schlachtet, so sollt ihr es, damit es euch wohlgefällig machen könne, 30 an demselben Tage essen, und es soll nichts bis zum Morgen des andern Tages übrigbleiben. Siehe [3Mos 7,15]. - Ich bin der Herr. 31 Haltet meine Gebote und tuet sie. Ich bin der Herr. 32 Beflecket meinen heiligen Namen nicht, damit ich heilig gehalten werde inmitten der Söhne Israels. Wer Gottes Gebote nicht hält, achtet Gott selbst nicht und bezeichnet ihn auch für andere als der Achtung nicht würdig, und so gibt er Anlass zur Lästerung des Namens Gottes. Ich bin der Herr, der euch heiligt 33 und euch aus dem Lande Ägypten geführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin der Herr.