Leviticus 23
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
4. Vorschriften über die Heiligkeit des Gottesdienstes. (23,1 – 25,55) A. Vorschrift über die das Jahr hindurch im Gottesdienste zu beobachtenden Gebräuche (23,1 – 24,23): a. Die Kinder Israels sollen den Sabbat feiern. (V. 3) Sie sollen mit Beobachtung der vorgeschriebenen Riten das Phase und den Tag der Erstlinge (V. 14), Pfingsten (V. 22), den Neumond des siebenten Monats (V. 25), den großen Versöhnungstag (V. 32), das Fest der Laubhütten feiern.
1 Weiter redete der Herr zu Moses und sprach: 2 Rede zu den Söhnen Israels und sage ihnen: An allen Festtagen ruht die Arbeit und sammelt sich das Volk zu öffentlichem Gottesdienste. [2Mos 12,16]. [2Mos 23,14-17] werden drei solche Feste genannt, welche mit einer Pilgerfahrt verbunden sind, hier allgemeiner sechs Feste. Eine heilige Zusammenberufung findet statt am Sabbat (V. 1 – 3), Phase (4 – 8), Pfingsten (9 – 22), Neumond des 7. Monats (V. 23 – 25), Versöhnungsfest (V. 26 – 32), Laubhüttenfest. (V. 33 – 44) Vers 3 – 4 war wohl ursprünglich nicht in dem Verzeichnisse, sondern auf V. 1 folgte V. 5, wie aus V. 38 zu schließen ist. Vers 39 – 43 bezieht sich auf die Zeit, wo das Volk bereits im heiligen Lande wohnt, weshalb der Abschnitt 33 – 44 durch V. 37 in zwei Teile zerteilt wird. - Dies sind die Feste des Herrn, die ihr heilig heißen sollt. Hebr.: Welche ihr als heilige Festversammlungen ausrufen sollt. - 3 Sechs Tage sollt ihr arbeiten; der siebente Tag soll heilig heißen, weil er die Ruhe des Sabbats ist; keinerlei Arbeit sollt ihr an demselben tun. Es ist der Sabbat des Herrn in allen euren Wohnungen. 4 Dies nun sind die heiligen Feste des Herrn, die ihr feiern sollt, jedes zu seiner Zeit. 5 Im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats am Abend, ist das Phase des Herrn; 6 und am fünfzehnten Tage dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote des Herrn. Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. 7 Der erste Tag soll euch hochfeierlich und heilig sein; keinerlei knechtliche Arbeit sollt ihr an demselben tun; 8 sondern sollt dem Herrn sieben Tage hindurch ein Brandopfer darbringen; der siebente Tag aber soll festlicher und heiliger sein; und ihr sollt keinerlei knechtliche Arbeit an demselben tun. 9 Und der Herr redete zu Moses und sprach: 10 Rede zu den Söhnen Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und ihr die Saat erntet, Zu Ostern war der Anfang, zu Pfingsten das Ende der Ernte. - so sollt ihr Garben von Ähren als Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen. Die Erstlingsgarbe (Gomor). Hierdurch sollen sie die neue Jahresernte und in derselben ihr tägliches Brot dem Herrn, ihrem Gotte, weihen und tatsächlich bekennen, dass sie den Segen der Ernte der göttlichen Gnade verdanken. - 11 Dieser soll die Garbe am Tage nach dem Sabbat Wohl in der Woche der ungesäuerten Brote vom 16. – 22. Nisan, oder der 16. Nisan. - vor dem Herrn erheben, Erhebend bewegen. - dass sie euch Wohlgefallen erlange, und sie heiligen. 12 Auch soll an demselben Tage, an dem die Garbe geweiht wird, ein einjähriges, fehlerfreies Lamm zum Brandopfer für den Herrn geschlachtet werden. 13 Dazu sollen als Speiseopfer zwei Zehntel Sonst wird als Speiseopfer zum Lamm ein Zehntel vorgeschrieben. [2Mos 29,40, 4Mos 28,29]. Bei einem Erntefeste musste das Getreideopfer reichlicher sein. - feines Mehl, mit Öl angemacht, dargebracht werden als Feueropfer des Herrn und zum lieblichen Geruche; und als Trankopfer dazu Wein, ein Viertel eines Hin. 14 Brot, Geröstetes, oder Brei Gestoßen. - sollt ihr von dem Getreide nicht essen, bis an den Tag, wo ihr euerm Gott daraus das Opfer darbringt. Dies ist ein ewig geltendes Gebot von Geschlecht zu Geschlecht in allen euren Wohnungen. 15 Sodann sollt ihr vom Tage nach dem Sabbate, Die Erstlingsgabe wurde am 16. Nisan (Osterfest) dargebracht. (Philo., Joseph.) - an dem ihr die Erstlingsgabe dargebracht habt, sieben volle Wochen zählen, 16 bis zu dem Tage nach Ablauf der siebenten Woche, das ist fünfzig Tage; Dass das Pfingstfest zum Andenken an die Gesetzgebung eingesetzt sei, findet sich erst im Talmud, nicht in der heiligen Schrift, noch bei Philo. oder Fl. Josephus. - alsdann sollt ihr dem Herrn ein neues Speiseopfer bringen 17 aus allen Dies fehlt im hebr. Texte. Es wurden im Ganzen nur zwei Brote dargebracht, die, weil gesäuert nicht auf den Altar kamen. - euren Wohnungen, zwei Erstlingsbrote aus zwei Zehnteln gesäuerten feinen Mehls, die ihr als Erstlingsopfer Von dem nunmehr reif gewordenen Weizen [2Mos 34,22] nicht mehr, wie das erste, von Gerste. [4Mos 28,26] ist der Ausdruck durch die Erwähnung des Wochenfestes als Festes der Erstlinge klarer. - dem Herrn backen sollt. 18 Zu den Broten sollt ihr sieben fehlerfreie, einjährige Lämmer und einen jungen Stier aus der Herde und zwei Widder Schreibfehler. Vergl. [4Mos 28,27]. - opfern, und diese sollen als Brandopfer Vergl. [4Mos 28,27]. Der Text scheint an dieser Stelle (V. 18) verdorben. - nebst den zugehörigen Speiseopfern dargebracht werden, zum angenehmen Geruche für den Herrn. 19 Ferner sollt ihr einen Ziegenbock als Sündopfer und zwei einjährige Lämmer als Friedopfer zurichten. 20 Wenn der Priester diese mit den Erstlingsbroten vor dem Herrn erhoben hat, so sollen sie ihm gehören. 21 Diesen Tag sollt ihr hochfestlich und hochheilig nennen; Hebr.: Als hochfestlich und hochheilig ausrufen lassen. - keinerlei knechtliche Arbeit sollt ihr an demselben tun. Dies sei eine ewig geltende Satzung in allen euren Wohnungen und Geschlechtern. 22 Wenn ihr aber die Saat eures Landes einerntet, sollt ihr sie nicht bis auf den Boden abschneiden, Und nicht die Ecken des Feldes abernten. Siehe [3Mos 19,9] hebr. - noch die übrigbleibenden Ähren auflesen, sondern diese den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr, euer Gott. 23 Und der Herr redete zu Moses und sprach: 24 Sage den Söhnen Israels: Im siebenten Monat Dieser Monat soll am 1. das Gedächtnis der göttlichen Wohltaten erneuern, unter denen die zehn Gebote einen besonderen Platz einnehmen. Am zehnten Tage ist das Versöhnungsfest, vom fünfzehnten Tage an das Laubhüttenfest. Der siebente Monat war der Beginn des bürgerlichen Jahres, wie vor dem Auszuge aus Ägypten auch der des heiligen. Die Festlichkeit des ersten Tages blieb, auch als das heilige Jahr einen anderen Anfang erhielt. - soll euch der erste Tag des Monats ein Sabbat sein, eine Gedächtnisfeier mit Posaunenklang, und soll heilig Hebr.: Eine heilige Festversammlung. - genannt werden. 25 Keinerlei knechtliche Arbeit sollt ihr an demselben tun und sollt dem Herrn ein Brandopfer darbringen. 26 Und der Herr redete zu Moses und sprach: Im Hebräischen beginnt der folgende Text: Fürwahr. Diese Partikel bezeichnet eine von Gott in besonderer Weise empfohlene Sache. - 27 Am zehnten Tage dieses siebenten Monats ist der Tag der Versöhnung, hochfestlich soll er sein und heilig genannt werden; an demselben sollt ihr euch kasteien und dem Herrn ein Brandopfer Vergl. [4Mos 29,7]. - darbringen. 28 Keinerlei knechtliche Arbeit sollt ihr an diesem ganzen Tage tun, weil es der Versöhnungstag ist, dass der Herr, euer Gott, mit euch versöhnt werde. 29 Jeder, der sich an diesem Tage nicht kasteit, soll aus seinem Volke ausgetilgt werden; 30 und wer irgendeine Arbeit tut, den will ich aus seinem Volke vertilgen. 31 Keinerlei Arbeit also sollt ihr an demselben verrichten; dies sei euch eine ewig geltende Satzung in allen euren Geschlechtern und Wohnungen. 32 Es ist ein Sabbat der Ruhe, und ihr sollt euch am neunten Tage des Monats kasteien: Von Abend zu Abend sollt ihr eure Sabbate feiern. 33 Und der Herr redete zu Moses und sprach: 34 Sage den Söhnen Israels: Vom fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats an soll für den Herrn das Fest der Laubhütten So hieß das Fest nach seinem heilsgeschichtlichen Anlasse, [2Mos 23,16] wird es als Fest der Früchte bezeichnet. - sein sieben Tage lang. 35 Der erste Tag soll als hochfestlich und hochheilig bezeichnet werden; keinerlei knechtliche Arbeit sollt ihr an demselben tun. 36 Und sieben Tage sollt ihr dem Herrn Brandopfer darbringen; der achte Tag soll gleichfalls hochfestlich und hochheilig sein, Siehe [Joh 7,37]. Hebr.: Versammlungsfeier. Die festliche Jahreshälfte ward dadurch abgeschlossen. - auch an diesem sollt ihr dem Herrn ein Brandopfer darbringen; denn es ist ein Tag der Zusammenkunft und Versammlung; keinerlei knechtliche Arbeit sollt ihr an demselben verrichten. 37 Dies sind die Feste des Herrn, die ihr hochfestlich und hochheilig nennen sollt und an denen ihr dem Herrn Gaben, Brandopfer und Trankopfer darbringen sollt, nach der Vorschrift für einen jeden Tag, 38 außer den Sabbaten des Herrn, und euren Gaben, und dem, was ihr infolge eines Gelübdes oder freiwillig dem Herrn darbringt. 39 So Hebr.: Wahrlich. - sollt ihr also vom fünfzehnten Tage des siebenten Monats, nachdem ihr alle Erträgnisse eures Landes eingesammelt habt, das Fest des Herrn sieben Tage lang feiern; am ersten und achten Tage soll ein Sabbat, das ist ein Ruhetag, sein. 40 Am ersten Tage sollt ihr die schönsten Baumfrüchte, Von einem bestimmten Baum, nach der jüdischen Tradition der Pampelmuse, einer Zitrusart. - und Palmzweige, und Äste von dickbelaubten Bäumen, Zweige und Früchte werden getragen. [2Mak 10,7] - und Bachweiden nehmen, und sollt fröhlich sein vor dem Herrn, euerm Gott. 41 Und ihr sollt sein Fest sieben Tage in jedem Jahre feiern; dies soll eine für euch ewig geltende Satzung sein von Geschlecht zu Geschlecht. Im siebenten Monate sollt ihr die Festtage feiern 42 und sollt sieben Tage in Laubhütten wohnen. Wer immer zum Geschlechte Israels gehört, soll unter Laubhütten bleiben, Vergl. [Hos 12,9]. Moses knüpft an die Volkssitte an, nach der die Bewohner regenarmer Länder um diese Zeit in die Weinberge zogen, dort zu wohnen. 43 damit eure Nachkommen erfahren, dass ich die Kinder Israels in Zelten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Lande Ägypten hinausführte. Ich bin der Herr, euer Gott. 44 Und Moses redete zu den Söhnen Israels über die Feste des Herrn.
Zitiert in 3
- V. 3 Summa (EN)(II-II 122.4)
- V. 32 Summa (EN)(II-II 147.7)
- V. 36 Summa (EN)(I-II 102.4)