Leviticus 26
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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5. Schluss der levitischen Gesetzgebung. (26,1 – 27,34) A. Sanktion der levitischen Gesetze. (Kap. 26) a. Dem die Vorschriften Gottes treu Beobachtenden werden viele Güter verheißen. (V. 13) b. Den Übertretern werden schwere Strafen angedroht. (V. 33) c. Voraussagung der letzten Folgen des Ungehorsams.
1 Ich bin der Herr euer Gott: Ihr sollt euch keinen Götzen und kein geschnitztes Bild machen, noch sollt ihr in eurem Lande Bildsäulen Nur götzendienerische Bildsäulen werden verboten. Vergl. [2Mos 24,4, Jes 19,19]. - aufrichten, oder Denksteine setzen, um sie anzubeten; denn ich bin der Herr, euer Gott. 2 Haltet meine Sabbate und habet Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich bin der Herr. Als Einleitung werden zwei grundlegende Gebote wiederholt: Das Verbot des Götzendienstes und der Bilderanbetung, sodann das Gebot, den Sabbat zu beobachten und dem Heiligtum Gottes Ehrfurcht zu beweisen. Jenes ist die notwendige Grundsatzung des Monotheismus, dieses die Grundlage des am Sinai zwischen Gott und Israel geschlossenen Bundes. - 3 Wenn ihr nach meinen Satzungen wandelt, und meine Gebote bewahrt und sie tuet, so werde ich euch Regen geben zu seiner Zeit, 4 und die Erde wird ihren Ertrag geben, und die Bäume werden voller Früchte sein. Die zeitlichen Segnungen sind Vorbilder geistlicher Güter. Frühregen war im Herbst für die Saat, Spätregen im Frühjahr vor der Ernte notwendig. Regen zur rechten Zeit war für das an Flüssen und Bächen, die dauernd Wasser hielten, sehr arme Palästina Bedingung zum Gedeihen der Vegetation. - 5 Die Dreschzeit soll bis an die Weinlese Von April, wo die Ernte in Palästina beginnt, bis zum August. - reichen, und die Weinlese bis zur Aussaat; Vom August bis zum Oktober, wo die Aussaat beginnt. - ihr werdet Brot in Fülle zu essen haben und ohne Furcht in eurem Lande wohnen. 6 Ich werde eurem Lande Frieden geben; ihr werdet schlafen, und niemand wird euch aufstören. Ich werde die wilden Tiere ausrotten, Dies ist mehr, als was [2Mos 23,29] versprochen war. - und das Schwert wird eure Grenzen nicht überschreiten. 7 Ihr werdet eure Feinde verfolgen, und sie werden vor euch niederstürzen. 8 Fünf der Eurigen werden hundert Wenige – sehr viele. - Fremde verfolgen, und hundert von euch zehntausend; eure Feinde werden vor eurem Angesichte durch das Schwert fallen. 9 Ich werde auf euch schauen Gnädig. - und euch zahlreich machen; ihr werdet euch mehren, und ich werde meinen Bund mit euch in Kraft stetig erhalten. Dessen Verheißungen erfüllend. - 10 Ihr werdet Altes aus den Vorjahren essen Das Neue vor der Verwendung des Alten zu verzehren, ist ein Zeichen höchster Fülle. - und das Alte wegschaffen, Nicht wegwerfen, sondern verkaufen oder dergleichen. - da das Neue kommt. 11 Ich werde meine Wohnung in eurer Mitte aufrichten, und meine Seele wird euch nicht verwerfen. Ich werde es nicht verschmähen, bei euch zu wohnen. - 12 Ich werde unter euch wandeln und euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein. 13 Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus dem Lande der Ägypter geführt hat, dass ihr ihnen nicht dientet; der die Ketten Eigentlich Jochbalken. Durch den Jochbalken, der auf dem Nacken des Tieres lag, waren zwei sich nach unten voneinander entfernende Hölzer gesteckt, welche den Hals rechts und links umgaben, unterhalb durch ein weiteres Stück zusammengehalten. Durch Zerbrechen dieser Stangen war das Joch selbst zerbrochen und das Tier von demselben befreit. - an eurem Nacken zerbrochen hat, dass ihr aufrecht einherginget. 14 Wenn ihr aber nicht auf mich hört und nicht nach allen meinen Geboten tut, 15 wenn ihr meine Gesetze verwerft und meine Anordnungen verachtet, so dass ihr das nicht tut, was ich geboten habe, und meinen Bund zunichte macht, 16 so werde ich hingegen euch dies tun: Plötzlich werde ich euch mit Armut und Fieber heimsuchen, Hebr.: So will auch ich demgemäß mit euch verfahren und will Schreckliches über euch verhängen: Schwindsucht und Fieber, usw. - das eure Augen erlöschen und das Leben schwinden macht. Vergeblich werdet ihr die Saaten säen, denn die Feinde werden sie verzehren. 17 Ich werde mein Angesicht wider euch richten, dass ihr vor euren Feinden zu Falle kommen und denen unterliegen werdet, die euch hassen; ihr werdet fliehen, wenn auch niemand euch verfolgt. 18 Wenn ihr mir aber auch dann noch nicht gehorcht, so werde ich um eurer Sünden willen eure Züchtigungen siebenfach vermehren 19 und den Stolz eurer Halsstarrigkeit Euren blühenden Ackerbau. - brechen. Und ich werde den Himmel oben wie Eisen, Dass es nicht regnet. - und die Erde wie Erz Dass sie den Samen nicht aufnimmt. - für euch werden lassen. 20 Vergeblich wird dann euer Mühen bleiben, der Boden wird keinen Ertrag mehr geben, und die Bäume keine Früchte mehr tragen. Die Erfüllung siehe [1Koe 17,1, 2Koe 8,1]. - 21 Wenn ihr mir entgegentretet und mir nicht gehorchen wollt, so werde ich eure Plagen um eurer Sünden willen siebenfach mehren 22 und werde die wilden Tiere über euch kommen lassen, die euch und euer Vieh auffressen und alles so mindern sollen, dass eure Straßen öde werden. Vergl. [4Mos 21,6]. - 23 Und wenn ihr auch so noch keine Zucht annehmen wollt, sondern mir noch entgegentretet, 24 so werde auch ich euch entgegentreten und euch um eurer Sünden willen siebenmal schlagen 25 und werde das Schwert der Rache für meinen Bund über euch bringen. Und wenn ihr dann in die Städte fliehet, werde ich die Pest unter euch senden, und ihr werdet in die Hände eurer Feinde überliefert werden, 26 wenn ich euch die Stütze des Brotes Vergl. Anmerkung 15. - zerbrochen habe, so zwar, dass zehn Weiber in einem Ofen Brot backen Während sonst jedes Weib für ihren Hausstand einen eigenen Backofen braucht. - und es nach dem Gewichte zurückbringen; und ihr werdet essen und doch nicht satt werden. 27 Und wenn ihr trotzdem noch nicht gehorsam seid, sondern mir entgegentretet, 28 so werde auch ich euch in feindlichem Grimm entgegentreten und euch um eurer Sünden willen siebenfach züchtigen, 29 so dass ihr das Fleisch eurer Söhne und eurer Töchter essen werdet. Dies ging buchstäblich in Erfüllung bei der Belagerung von Samaria [2Koe 6,29], bei der Belagerung Jerusalems durch die Chaldäer [Klagel 4,10]; endlich bei der Belagerung der Stadt durch Titus. - 30 Ich werde eure Höhen Die auf Bergen errichteten Götzenaltäre. Siehe [1Koe 12,31, 2Koe 18,4.22]. - zerstören und eure Bildsäulen Die dem Götzendienst geweihten. [4Mos 33,52] - zerbrechen. V. 30b lautet im Hebr.: Und ich will eure Leichen auf die Leichen eurer Götzen werfen und werde Abscheu vor euch empfinden. - Ihr werdet unter den Trümmern eurer Götzen dahinsinken, und meine Seele wird euch verabscheuen, 31 derart, dass ich eure Städte zu Einöden, und eure Heiligtümer Nicht mehr die meinigen. Auch die von Gott ursprünglich erkorenen oder anerkannten Stätten seiner Verehrung sind entweiht. - wüste machen werde, und den lieblichen Geruch hinfort nicht mehr annehme. 32 Auch werde ich euer Land dem Verderben anheimgeben, dass sich eure Feinde Die euch feindlich gesinnten Nachbarn werden mit anderen Völkern in das durch Pest und Hungersnot verheerte und seiner bisherigen Bewohner beraubte Land eindringen, es in Besitz zu nehmen. - darüber entsetzen werden, wenn sie sich in demselben niederlassen. 33 Euch aber werde ich unter die Völker zerstreuen und werde hinter euch das Schwert ziehen, Dass ihr nicht mehr wagt, zurückzukehren. - und euer Land wird wüste sein, und eure Städte werden in Trümmer liegen. 34 Dann wird sich das Land seiner Sabbate erfreuen Hebr.: Und seine Ruhezeiten erstattet erhalten. - die ganze Zeit hindurch, während es wüste liegt; während ihr 35 in Feindesland sein werdet, Und deshalb außer Stande, das Land, für welches die Sabbatjahre gelten sollten, zu bebauen. - wird es feiern und ruhen an den Sabbaten seiner Verödung, weil es an euren Sabbaten nicht ruhen durfte, als ihr noch in demselben wohntet. 36 Und das Herz derer, die von euch übrig geblieben sind, werde ich mit Furcht erfüllen in den Ländern ihrer Feinde, das Rauschen eines verwehten Blattes Ein verwehtes Blatt wird von jedem Winde widerstandslos umhergetrieben [Job 13,25]; wie wäre es zu fürchten? - wird sie schrecken, so dass sie davor fliehen, wie vor dem Schwerte; sie werden fallen, obschon niemand sie verfolgt, 37 und werden übereinander stürzen, wie auf der Flucht aus dem Kampfe, Wo keiner Acht gibt, wohin er tritt, und der Gestoßene keinen Halt hat. - und keiner von euch wird es wagen, den Feinden zu widerstehen; 38 ihr werdet unter den Völkern zu Grunde gehen, und das Land der Feinde wird euch verzehren. 39 Wenn aber auch einige von ihnen übriggeblieben sind, so werden diese wegen ihrer Sünden im Land ihrer Feinde dahinsiechen, und um der Sünden ihrer Väter willen [2Mos 20,5] - und ihrer Sünden willen werden sie Bedrängnis leiden, Hebr.: Dahinsiechen. - 40 bis sie ihre Missetaten und die Sünden ihrer Vorfahren bekennen, durch die sie gegen mich gesündigt haben und mir entgegengetreten sind. Die Drohungen 28 – 38 werden wiederholt, doch auch die Verheißung der Vergebung, wenn sie Buße tun. - 41 Darum will auch ich ihnen entgegentreten und sie in das Land ihrer Feinde bringen, bis ihr unbeschnittenes Herz erröten lernt; alsdann werden sie für ihre Frevel flehen. Hebr.: Wenn sie für ihre Sündenschuld büßen. Daran schließt sich dann als Nachsatz V. 42. - 42 Dann werde ich meines Bundes gedenken, Es ist gleichsam ein dreifaches heiliges Bündnis. Gott ist es fast seiner Treue gegen die Patriarchen schuldig, ihre etwa gottlosen Nachkommen so lange zu strafen, bis diese durch ihre Buße ihm die Möglichkeit geben, sich des mit dem Patriarchen geschlossenen Bundes zu erinnern. Den Patriarchen hat Gott manches versprochen, was nicht ganz von der Treue der Nachkommen abhängt, sondern unbedingt erfüllt werden muss, z.B. dass in ihrer Nachkommenschaft alle Völker der Erde gesegnet werden sollen. - den ich mit Jakob, Isaak und Abraham geschlossen habe. Auch des Landes werde ich gedenken, Welches mir gehört. - 43 das, von ihnen verlassen, sich seiner Sabbate erfreuen und um ihretwillen Verödung leiden wird. Sie aber werden wegen ihrer Sünden beten, Hebr.: Strafe leiden. - weil sie meine Anordnungen verworfen und meine Gesetze verachtet haben. 44 Aber selbst dann, wenn sie im Lande ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht ganz verwerfen, noch so gering achten, dass sie gänzlich vertilgt werden und ich meinen Bund mit ihnen brechen sollte. Ich bin ja der Herr, ihr Gott, Wäre ich ein Mensch, so könnte ich, wenn jene den Bund brechen, auch meinerseits denselben von mir weisen. Doch da ich in besonderer Weise ihr Gott bin, will ich nicht allein Gerechtigkeit gegen sie üben, sondern auch Barmherzigkeit: sie schlagen, bis sie in sich gehen. - 45 und werde meines früheren Bundes gedenken, da ich sie aus dem Lande Ägypten vor den Augen der Völker geführt habe, um ihr Gott zu sein, ich der Herr. Dies sind die Satzungen und Gebote und Gesetze, die der Herr zwischen sich und den Söhnen Israels am Berge Sinai durch Moses gegeben hat. Schlussformel, welche den Abschnitt von [3Mos 25] an abschließt. Wegen der Zeitangabe in [4Mos 1,1] bezieht sich diese Schlussformel wohl auf alle vorhergehenden Gesetze von [3Mos 11] an, vielleicht auch auf [3Mos 1-7].