Leviticus 6

Weiter redete der Herr zu Moses und sprach: Gebiete Aaron und seinen Söhnen: Dies sind die Vorschriften für das Brandopfer: Des täglichen Abendopfers. [2Mos 29, 2Mos 38ff] - Es soll auf dem Altare die ganze Nacht bis zum Morgen brennen; Wie [2Mos 24,39] wird V. 20 das Morgenopfer dem Abendopfer vorangestellt, denn für das letztere konnte ein Zweifel sein, ob stets ein Teil des Opfertieres auf dem Altare brennen sollte. Bei Tage wurden viele Opfer dargebracht, deshalb wird bestimmt, dass das Brandopfer langsam verbrannt werde. - und das Feuer soll von demselben Überflüssig. Der Sinn ist, wie die Sept. zeigt: Es soll nicht ausgehen. - Altare sein. Der Priester soll das Obergewand und die linnenen Hüftkleider anziehen, und soll die Asche entfernen, zu welcher das Feuer das Opfer ausgebrannt hat, und neben den Altar tun. Hierauf soll er die genannten Kleider ablegen, und andere anziehen, und die Asche außerhalb des Lagers schaffen, und an einem ganz reinen Orte zu Staub werden lassen. Kennzeichnung der Würde des Brandopfers. - Das Feuer aber auf dem Altare soll immerdar brennen, und der Priester soll es nähren, indem er jeden Morgen Holz dazu legt, und soll das Brandopfer darauflegen, So sinnbildete es den immerwährenden Dank und die stete Hingabe an Gott, zu der wir verpflichtet sind, und war zugleich ein schönes Vorbild der immerwährenden versöhnenden Fürbitte Jesu Christi. - und über diesem das Fett des Friedopfers verbrennen. Dies ist das ewige Feuer, das nimmer auf dem Altare erlöschen soll. Hebr.: Ein beständiges Feuer soll immer auf dem Altare in Brand erhalten werden, nie verlöschen. - Das sind die Bestimmungen über das Speiseopfer V. 14 – 18 handeln von der Mincha, dem Speiseopfer. [4Mos 28,3-8] - und die Trankopfer, Fehlt im Hebr. - welche die Söhne Aarons vor dem Herrn und vor dem Altare darbringen sollen. Der Priester soll eine Handvoll mit Öl angemachten feinen Mehles nehmen und allen Weihrauch, der auf das Mehl gelegt ist, und es auf dem Altare verbrennen als Gedächtnis zum süßen Geruche für den Herrn. Den übrigen Teil des feinen Mehles soll Aaron samt seinen Söhnen ungesäuert essen; am heiligen Orte, im Vorhofe des Zeltes soll er es essen. Ergänzung zu [3Mos 2]. - Darum aber soll es nicht gesäuert werden, weil ein Teil davon als Feueropfer des Herrn Hebr.: Als ihren Anteil habe ich es von meinen Brandopfern gegeben. - dargebracht wird. Das Brandopfer darf nicht gesäuert sein, darum auch nicht das Brot der Priester. - Es soll hochheilig sein, wie das Sündopfer und das Schuldopfer. Nur Hebr.: Alle. - die männlichen Nachkommen Aarons Sept.: der Priester. - sollen es essen. Dies sei ein ewig geltendes Gesetz für euch von Geschlecht zu Geschlecht, über die Speiseopfer Hebr.: Feueropfer, ein Ausdruck, der alle Opfer umfasst. Die täglichen Morgen- und Abendopfer, von denen nichts zum Genusse zurückbehalten werden durfte. - des Herrn: jeder, der sie berührt, wird geheiligt sein. Und muss sich waschen, ehe er davon isst (18a). - Und der Herr redete zu Moses und sprach: Dies ist die Gabe, welche Aaron und seine Söhne dem Herrn am Tage ihrer D. i. jeweilig desjenigen seiner Nachkommen, der sein Nachfolger sein soll. Am Tage: Zuerst und ferner; die Weihe dauerte ja sieben Tage. [2Mos 29,35, 3Mos 8,33] - Salbung darbringen sollen. Den zehnten Teil eines Epha feinen Mehls sollen sie als stets dauerndes Es ist vom täglichen Morgen- und Abendopfer die Rede. (Vergl. V. 22.) - Speiseopfer darbringen, die eine Hälfte davon am Morgen, die andere am Abend. In der Pfanne soll es, mit Öl angemacht, gebacken werden. Noch warm soll es dem Herrn zum süßen Geruche der Priester Der Hohepriester. - darbringen, welcher rechtmäßig dem Vater nachfolgt, und ganz soll es auf dem Altare verbrannt werden; denn jedes Speiseopfer der Priester soll vom Feuer verzehrt werden, und es soll niemand davon essen. Der Herr aber redete zu Moses und sprach: Sage zu Aaron und seinen Söhnen: Dies sind die Vorschriften über das Sündopfer: An dem Orte, wo das Brandopfer dargebracht wird, soll es vor dem Herrn geschlachtet werden; es ist hochheilig. Die Heiligkeit des Sündopfers zeigt sich auch aus dem Orte der Schlachtung, der der gleiche war wie für die Brandopfer; aus dem Orte, wo das Fleisch zu verzehren ist, aus der Heiligung derer, die es berühren und der notwendigen Waschung am heiligen Orte; der Bestimmung über die Gefäße, den Ausschluss aller vom Genusse, außer den Priestern. - Der Priester, welcher es darbringt, soll es an heiligem Orte, im Vorhofe des Zeltes verzehren. Weil Gott die Sünde wegnimmt, und insofern das Sündopfer eine besondere Beziehung auf Gott hat, gehört alles, was sonst den Opfernden zuzufallen pflegte, Gott und seinen Stellvertretern, den Priestern. Der Sinn ist wie [3Mos 7,7]. Wen der Priester zum Genusse zulassen darf, sagt V. 29. - Was immer Richtiger: wer immer. - mit seinem Des Sündopfers. - Fleische in Berührung kommt, wird geheiligt werden. Wenn ein Kleid mit seinem Blute bespritzt wird, so soll es am heiligen Orte gewaschen werden. Ein irdenes Gefäß, in dem es gekocht wurde, soll zerbrochen werden; wurde es aber in einem ehernen Gefäße gekocht, so soll dieses abgerieben und mit Wasser ausgespült werden. Jeder männliche Abkömmling aus priesterlichem Geschlechte soll von seinem Fleische essen, weil es hochheilig ist. Das für die Sünde geschlachtete Opfer aber, dessen Blut in das Zelt des Zeugnisses zur Vornahme der Versöhnung im Heiligtume gebracht wird, Es handelt sich um ein Sündopfer für die Sünden des Hohenpriesters oder des ganzen Volkes, bei dem das Blut in das Heiligtum getragen ward. Vergl. [3Mos 4,12.21]. - soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt werden. Weil der Hohepriester hierbei nicht so als Stellvertreter Gottes wie vorzugsweise als Sünder erschien.