Markus 5
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Jesus heilt einen Besessenen (V. 20) und ein blutflüssiges Weib (V. 34) und erweckt die Tochter des Jairus vom Tode.
1 Und sie kamen über das Meer in die Gegend der Gerasener. Auch in dieser Erzählung bringt der heil. Markus einige Einzelheiten, welche bei den anderen Evangelisten fehlen. Übrigens spricht er hier nur von einem der zwei, welche der Heiland heilte. - 2 Und als er aus dem Schiffe trat, kam ihm sogleich aus den Grabhöhlen ein Mensch entgegen, der von einem unreinen Geiste besessen war. 3 Dieser hatte seine Wohnung in den Grabhöhlen, und niemand konnte ihn binden, selbst nicht mit Ketten. 4 Denn schon oft, wenn er mit Fußfesseln und Ketten gebunden war, hatte er die Ketten zerrissen und die Fesseln zerbrochen, und niemand konnte ihn bändigen. 5 Immerfort, Tag und Nacht, hielt er sich in den Grabhöhlen und in den Bergen auf, schrie und schlug sich selbst mit Steinen. 6 Als er aber Jesus von ferne sah, lief er hinzu, Da er so wütend war, konnte ihn niemand zu Jesus führen. Der Heiland kommt selbst. - warf sich vor ihm nieder, 7 schrie mit lauter Stimme, Er leidet durch Christi Gegenwart. Der böse Geist bekennt, was auch die Stillung des Sturmes bezeugt hat: Christi Gottheit. - und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! Er weiß, dass er selbst keine Gründe vorbringen kann. - 8 Denn er sprach zu ihm: Fahre aus von diesem Menschen, du unreiner Geist! 9 Er fragte ihn Den, der gesprochen, den bösen Geist, welcher die Zunge des Menschen zur Rede gebraucht (Euth.). Der Heiland will die Erklärung für die Raserei des Besessenen geben und die Größe seines Wunders zeigen. - auch: Wie heißest du? Und er sprach zu ihm: Legion ist mein Name, denn unser sind viele. 10 Und er bat ihn sehr, dass er ihn nicht aus dieser Gegend vertreiben möchte. Wohl hat der böse Geist die ungeheure Zahl seiner Genossen (die römische Legion hatte etwa 6000 Mann) genannt, doch sogleich bekennt er auch seine Ohnmacht dem Herrn gegenüber. - 11 Es war aber daselbst am Berge eine große Herde Schweine auf der Weide. Ein Teil auf dem Berge. [Lk 8,32] (Aug.). - 12 Und die Geister baten ihn, und sprachen: Lasse uns in die Schweine, dass wir in sie hineinfahren! 13 Und Jesus erlaubte es ihnen sogleich. Und die unreinen Geister fuhren aus, und fuhren in die Schweine; und mit großem Ungestüme stürzte sich die Herde in's Meer, es waren bei zweitausend, und sie ertranken im Meere. Gegen den Willen der bösen Geister, deren Absicht so vereitelt wird, da sie in die Hölle zurückkehren müssen. Wie ohnmächtig sind sie! - 14 Diejenigen aber, die sie weideten, flohen davon, und verkündeten es in der Stadt und auf dem Lande. Und die Leute gingen heraus, um zu sehen, was geschehen war. 15 Und sie kamen zu Jesus, und sahen denjenigen, der von dem bösen Geiste geplagt war, wie er da saß, angekleidet und bei gesundem Verstande, und sie fürchteten sich. Sie fühlen das Walten einer höheren Macht. - 16 Die aber zugesehen hatten, erzählten ihnen, wie es sich mit dem Besessenen begeben und von den Schweinen. 17 Da fingen sie an, ihn zu bitten, er möge sich aus ihrem Gebiete fortbegeben. Wohl, damit sie nicht noch schwereren Schaden litten. Es waren auch viele Heiden dabei. Der Heiland sendet ihnen wenigstens einen Verkünder der Wunder und Macht Gottes. – 18 Als er nun in das Schiff stieg, fing jener, der vom bösen Geiste geplagt gewesen war, an, ihn zu bitten, dass er bei ihm bleiben dürfte. Als Jünger. Er hat erfahren, wie gut es ist, bei Jesus zu sein. (Bed.) Indes der Beruf ist keine Sache der Menschen, sondern Gottes. – 19 Aber er ließ es nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus zu den Deinigen, und verkünde ihnen, was der Herr Großes an dir getan, und wie er sich deiner erbarmet hat! Der Heiland schreibt dem Vater das Wunder zu. So müssen auch wir alle guten Werke auf Gott und seine Ehre zurückführen (Euth., Theoph.). In Judäa verbietet Christus, den Ruf seiner Wunder zu verbreiten, damit derselbe nicht etwa eine falsche Erwartung nähre; in einem zum großen Teile heidnischen Gegend müssen Gottes Großtaten verkündigt werden, um seiner Erkenntnis und der Verkündigung des Evangeliums den Weg zu bereiten. – 20 Da ging er hin, und fing an, in den zehn Städten kund zu machen, was Jesus an ihm Großes getan. Und alle verwunderten sich. Der Geheilte verkündet dankbar auch des Heilandes Ruhm (Euth.). Er ist das Bild der Heiden (Hier.) und jedes Sünders. - 21 Und als Jesus im Schiffe wieder über das Meer gefahren war, Auf das Westufer, von dem er [Mk 4,35] gekommen. - versammelte sich viel Volk bei ihm, und er war am Meere. 22 Da kam Sogleich. Der Name Synagogenvorsteher kam sowohl dem wirklichen Vorsteher wie den ihm zur Seite stehenden Ratspersonen zu. Des Heilandes Ruf ist so gewachsen, dass nicht allein das Volk zu ihm kommt. Obwohl Christus niemals von den Menschen Lob und Ehre begehrte, weist er dennoch die Zeichen ihrer Verehrung nicht zurück. (Vergleiche dagegen [Apg 14,14]). - einer von den Vorstehern der Synagoge mit Namen Jairus; und als dieser ihn sah, fiel er ihm zu Füßen, 23 bat ihn inständig, und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen, komm und lege ihr die Hand auf, So hatte Christus wohl viele geheilt. - damit sie gesund werde, und lebe. 24 Da ging er mit ihm, und es folgte ihm viel Volk, und drängte ihn. Jesus gibt einen anderen Beweis seiner Allwissenheit, seiner Allmacht und seines Erbarmens. - 25 Ein Weib aber, das mit einem Blutflusse behaftet war seit zwölf Jahren, 26 und von mehreren Ärzten vieles ausgestanden und all das Ihrige aufgewendet, und keine Hilfe gefunden hatte, sondern vielmehr ärger herabgekommen war, Ihr Unglück wird durch vier Umstände dargelegt. Sie hatte nur von Jesus gehört, doch wie groß ist ihr Glaube! Die Art der Krankheit hält sie davon zurück, ihn öffentlich um Heilung zu bitten. - 27 kam, da sie von Jesus gehört hatte, unter dem Volke von rückwärts hinzu, und rührte sein Kleid an; 28 denn sie sprach: Wenn ich auch nur sein Kleid berühre, so wird mir geholfen sein. 29 Und sogleich war ihr Blutgang gestillt; und sie fühlte es an ihrem Körper, dass sie von der Plage geheilet sei. 30 Und sogleich wandte sich Jesus, da er in sich erkannte, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, Sich mitgeteilt hatte. Von der Frau sagt der Evangelist: Sie fühlte; vom Heilande: Er erkannte in sich. - zum Volke, und sprach: Wer hat meine Kleider angerühret? Der Heiland will, dass alle aufmerken. - 31 Und seine Jünger sprachen zu ihm: Die Jünger sind noch nicht weit fortgeschritten, da sie nicht einsahen, dass Jesus keine unnötige Frage stellen kann. - Du siehst, wie dich das Volk dränget, und fragst: Wer hat mich angerühret? Jesus will den Glauben der Frau anderen als Vorbild hinstellen, sie selbst noch mehr belehren und den Glauben des Vorstehers mehren. - 32 Und er blickte umher, um die zu sehen, welche es getan hatte. 33 Da kam das Weib, voll Bangigkeit Sie möchte nicht recht gehandelt haben und vielleicht zur Strafe wieder krank werden (Theoph.). Sie legt also eine demütige, furchtsame und allgemeine Beichte ab. - und zitternd, wohl wissend, was an ihr geschehen war, fiel vor ihm nieder, und sagte ihm alles nach der Wahrheit. 34 Er aber sprach zu ihr: Tochter! Dies eine Wort nimmt alle Furcht und lässt des Heilandes Herz erkennen. - dein Glaube So empfiehlt der Heiland den Glauben und zeigt, dass nicht die Berührung des Kleides an sich die Gesundheit zurückgab. – Diese Geschichte ist auch das Bild der Seele. – hat dir geholfen; gehe hin im Frieden, und sei geheilet von deiner Plage. 35 Als er noch redete, kamen Leute von dem Synagogenvorsteher, und sprachen: Vor dem Wunder an der blutflüssigen Frau melden die Boten den Tod der Tochter des Vorstehers. Gott fügt es so, damit der Glaube des letzteren gefestigt werde. - Deine Tochter ist gestorben; warum bemühst du den Meister noch? 36 Als aber Jesus diese Rede hörte, sprach er zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht; glaube nur! 37 Und er gestattete nicht, dass jemand ihm folgte, außer Petrus, und Jakobus, und Johannes, der Bruder des Jakobus. 38 Und sie kamen in das Haus des Synagogenvorstehers. Da gewahrte er das Getümmel, und solche, die weinten und gar sehr wehklagten. In vornehmen Häusern übten zahlreiche Frauen die Totenklage, dazu kamen noch die Verwandten. - 39 Und er ging hinein, und sprach zu ihnen: Warum lärmet ihr und weinet? Das Mägdlein ist nicht tot, sondern schläft. Sie steht nicht am Ende ihrer irdischen Laufbahn. Ähnlich [Joh 11,11]. - 40 Und sie lachten ihn aus. Er aber schaffte alle hinaus, Einzig die drei vertrautesten Jünger des Herrn und die Eltern der Verstorbenen werden zugelassen. - nahm den Vater und die Mutter des Mägdleins, und jene, die bei ihm waren, mit sich, und ging hinein, wo das Mägdlein lag. Jesus beobachtet eine gewisse Feierlichkeit, so die Erwartung spannend, aber auch die Andacht anregend. - 41 Da fasste er das Mägdlein bei der Hand, und sprach zu ihr: Talitha kumi, das ist verdolmetschet: Mägdlein, (ich sage dir) stehe auf! 42 Und sogleich stand das Mägdlein auf, und ging umher; es war aber zwölf Jahre alt, und sie entsetzten sich in großem Erstaunen. 43 Dann gebot er ihnen nachdrücklich, dass niemand es erführe, Das Volk soll nicht wie um Krankenheilungen, so um Totenerweckungen bitten. So wird auch die Familie gemahnt, vor allem an Gott zu denken und ihm Dank zu sagen. und sagte, man möge ihr zu essen geben.
Zitiert in 86
- Dieses Kapitel Summa (EN)(II-II 118.6)
- V. 1 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 2 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 3 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 4 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 5 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 6 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 7 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 8 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 9 Summa (EN)(II-II 95.4)Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 10 Summa (EN)(I 64.4)Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 11 Fragen(When the illness is in the mind)Vita Consecrata(§93)
- V. 12 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 13 Fragen(When the illness is in the mind)Depuis Le Jour(§38)
- V. 14 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 15 Fragen(When the illness is in the mind)
- V. 19 Summa (EN)(III 44.3)Misericordiae Vultus(§8)
- V. 21 CCC(¶994)
- V. 22 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 23 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 24 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 25 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 26 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 27 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 28 CCC(¶548
¶994 Mulieris Dignitatem(§13)¶2616) - V. 29 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 30 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 31 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 32 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 33 CCC(¶548
¶994) Mulieris Dignitatem(§13) - V. 34 CCC(¶548
¶994 Mulieris Dignitatem(§13)¶1504) - V. 35 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 36 CCC(¶994
¶1504 Amoris Laetitia(§21)¶2616) - V. 37 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 38 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 39 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)Christus Vivit(§136)
- V. 40 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 41 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21
§64 Christus Vivit(§136)Mulieris Dignitatem(§13)§100) - V. 42 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)
- V. 43 CCC(¶994)Amoris Laetitia(§21)