Nehemia 1

II. Die Wiederherstellung der Stadt Jerusalem und Erneuerung des Bundes mit Gott. (Kap. 1,1 – Kap. 12,42) 1. Nehemias kehrt aus Babylon nach Jerusalem zurück und baut nach vielen und großen Schwierigkeiten die Mauern der Stadt wieder auf. (1,1 – 7,73) A. Im 20. Jahre Artaxerxes I. Langhand erlangt Nehemias die Erlaubnis, die Stadt wieder aufzubauen. (1,1 – 2,6) a. Nehemias, der Mundschenk des Königs Artaxerxes, hört von dem Elende der nach Jerusalem zurückgekehrten Juden und dass die Mauern der Stadt darniederliegen. (V. 3) Er fleht zu Gott im Gebete.

Worte des Nehemias, Überschrift. - des Sohnes Helchias. Nach Hier. und Euseb. gehörte Nehemias zum Stamme Juda. Nach V. 11 war er Mundschenk des persischen Königs. - Es geschah im Monate Kasleu, Etwa Dezember. - im zwanzigsten Jahr, 445 vor Chr. Etwa 13 Jahre nach den zuletzt erzählten Ereignissen. - dass ich zu Susan auf der Burg Winterresidenz der persischen Könige. [Dan 8,2] - war. Da kam Hanani, einer von meinen Brüdern, mit Männern aus Juda und ich befragte sie über die Juden, die zurückgeblieben und aus der Gefangenschaft und aus Jerusalem übriggeblieben waren. Hebr.: und über Jerusalem. - Sie sprachen zu mir: Die zurückgeblieben und aus der Gefangenschaft daselbst im Lande übriggeblieben sind, sind in großem Elende und in Schmach; und die Mauer Jerusalems ist zerstört Hebr.: Zerrissen. Wohl hatten die Juden angefangen, die Mauern herzustellen, aber die Samariter hatten ihnen mit Gewalt Einhalt geboten. [Esr 4,12.23] - und seine Tore sind vom Feuer verzehrt. Als ich solche Worte vernahm, setzte ich mich nieder und weinte und trauerte viele Tage hindurch und fastete und betete vor dem Angesichte des Gottes des Himmels. Und ich sprach: Ach, Herr! du starker Gott des Himmels, du großer und furchtbarer, der du Bund und Barmherzigkeit denen bewahrst, die dich lieben und deine Gebote halten, lass deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, dass du auf das Gebet deines Dieners hörest, das ich dir jetzt Tag und Nacht für die Söhne Israels, deine Diener, darbringe; und ich bekenne die Sünden der Söhne Israels, mit denen sie Hebr.: wir. - gegen dich gefehlt haben; ich Hebr.: auch ich. - und das Haus meines Vaters, wir haben uns versündigt. Wir sind durch Eitelkeit verführt worden Hebr.: Gar übel haben wir gegen dich gehandelt. - und haben deine Gebote und Satzungen und Rechte, welche du Moses, deinem Diener, gegeben, nicht beobachtet. Gedenke des Wortes, welches du deinem Diener Moses geboten hast, da du sprachst: Wenn ihr euch versündigt, so werde ich euch unter die Völker zerstreuen; aber wenn ihr euch wieder zu mir bekehret und meine Gebote haltet und sie beobachtet, so werde ich, auch wenn ihr bis an das Ende des Himmels weggeführt wäret, euch von dorther sammeln und an den Ort zurückführen, welchen ich erwählt habe, meinen Namen daselbst wohnen zu lassen. Keine wörtliche Anführung, aber anklingend an [5Mos 30,1-5]. - Sie sind ja deine Diener und dein Volk, die du durch deine große Kraft und deine mächtige Hand erlöst hast! Ich bitte dich, Herr! lass dein Ohr aufmerken auf das Gebet deines Dieners und auf das Gebet deiner Diener, welche deinen Namen fürchten wollen, und leite Hebr.: Lass gelingen. - deinen Diener heute und lass ihn Gnade finden vor diesem Manne. Vor dem Könige Artaxerxes. Ich war nämlich der Mundschenk des Königs.

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