Nehemia 13
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Esdras und Nehemias trennen die ungesetzlichen Ehen. (V. 3) B. Als Nehemias im 32. Jahre des Artaxerxes nach Babylonien zurückgerufen wird, schleichen sich wieder zahlreiche Missbräuche ein. Nehemias kommt nach Jerusalem zurück und stellt die Missbräuche in der Vorratskammer ab, indem er den Leviten und anderen Dienern des Heiligtums das, was ihnen gebührt, zuerteilt (V. 14), jede Übertretung des Sabbatgebotes streng untersagt (V. 22), die Männer straft, welche fremde Frauen genommen, und selbst den Sohn des Hohenpriesters nicht schont (V. 29); er führt alle zur Beobachtung des Gesetzes zurück.
1 An jenem Tage ward vor den Ohren des Volkes aus dem Buche Moses gelesen und man fand darin geschrieben, dass kein Ammoniter oder Moabiter jemals in die Gemeinde Gottes aufgenommen werden sollte, 2 deshalb, weil sie den Söhnen Israels nicht mit Brot und Wasser entgegengekommen waren und Balaam wider jene gedungen hatten, sie zu verfluchen, aber unser Gott wandte den Fluch in Segen um. 3 Es begab sich aber, da sie das Gesetz gehört hatten, sonderten sie alle Fremdlinge von Israel ab. 4 Vordem Ehe Nehemias ankam. - war Eliasib, der Priester, der Vorgesetzte über die Vorratskammer des Hauses unseres Gottes, ein naher Verwandter des Tobias. Er war mit dem Todfeinde der Juden verschwägert. Dieser Hohepriester fehlt bei den Unterschriebenen [Neh 10,1ff]. - 5 Dieser hatte ihm eine große Vorratskammer eingerichtet, in die man vor seiner Zeit die Gaben, Speiseopfer. - den Weihrauch, die Geräte, den Zehnten von Getreide, Wein und Öl, die Anteile der Leviten und Sänger und Türhüter und die Erstlinge für die Priester niederzulegen pflegte. 6 Während alles dies geschah, war ich nicht zu Jerusalem; denn im zweiunddreißigsten Jahre des Artaxerxes, des Königs von Babylon, Im Jahre 443 v. Chr. - war ich zu dem Könige gegangen. Doch nach Verlauf gewisser Zeit erbat ich es mir von dem Könige 7 und kam nach Jerusalem. Da merkte ich den Frevel, den Eliasib um Tobias willen begangen hatte, indem er ihm eine Vorratskammer in den Vorhöfen des Hauses Gottes einrichtete. 8 Dieser Frevel schien mir groß. Ich warf alles Hausgeräte des Tobias hinaus aus der Vorratskammer 9 und gab Befehl, die Vorratskammern zu reinigen, und ich brachte die Geräte des Hauses Gottes, das Speiseopfer und den Weihrauch, dahin zurück. 10 Auch erfuhr ich, dass man den Leviten nicht ihren Anteil gegeben hatte und dass die Leviten und die Sänger und die, welche Dienst tun sollten, entflohen waren, ein jeder in seine Landmark. 11 Da nahm ich mich der Sache gegen die Vorsteher an und sprach: Warum haben wir das Haus Gottes verlassen? Und ich versammelte sie und stellte sie an ihre Plätze. 12 Und ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide, Wein und Öl in die Vorratskammern. 13 Und wir setzten Hebr.: ich setzte. - über die Vorratskammern den Priester Selemia und den Schreiber Sadok und von den Leviten Phadaja und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Zachurs, eines Sohnes Mathanias; denn diese waren als treu bewährt, und ihnen ward das Amt, die Anteile unter ihre Brüder zu verteilen, anvertraut. 14 Gedenke mir dies mein Gott! und tilge meine Erbarmungen nicht aus, die ich am Hause meines Gottes und in seinem Dienste geübt habe. 15 In jener Zeit sah ich in Juda solche, welche am Sabbate die Kelter traten, Garben trugen und Esel mit Wein, Trauben, Feigen und allerlei Lasten beluden und diese am Sabbatstage nach Jerusalem brachten. Da warnte ich sie, Hebr.: am Tage, als sie Nahrungsmittel feilboten. - sie sollten an dem Tage verkaufen, wo es erlaubt ist zu verkaufen. 16 Auch wohnten Tyrier darin, Hatten sich in Jerusalem angesiedelt. - diese brachten Fische und Waren aller Art hinein und verkauften sie am Sabbate an die Söhne Judas in Jerusalem. 17 Deshalb schalt ich die Vornehmen von Juda und sprach zu ihnen: Was ist das für eine schlimme Sache, die ihr tut, dass ihr den Tag des Sabbats entheiligt? 18 Haben unsere Väter nicht ebendies getan und hat nicht unser Gott darauf all dies Unglück über uns und über diese Stadt gebracht? Und ihr steigert den Zorn über Israel noch, indem ihr den Sabbat entheiligt? 19 Und wenn die Tore zu Jerusalem am Tage des Sabbats ruhen sollten, Wenn es vor Sabbatsanbruch in den Toren dunkel wurde. - gebot ich, dass man die Pforten schließen solle, und befahl, sie nicht eher zu öffnen, als bis nach dem Sabbate. Und ich stellte einige von meinen Knechten an die Tore, damit niemand am Tage des Sabbats eine Last hineinbrächte. Die Bewohner von Jerusalem konnten hinausgehen, um Geschäfte abzuwickeln, welche nicht gegen die Sabbatsordnung stritten, doch für alle Waren blieben die Tore gesperrt. - 20 Da blieben die Krämer und die Verkäufer von aller Art Waren draußen vor Jerusalem, einmal und ein zweites Mal. 21 Doch ich warnte sie und sprach zu ihnen: Warum bleibt ihr Die Nacht über. - an der Mauer? Wenn ihr dies noch einmal tut, so werde ich Hand an euch legen. So kamen sie denn von der Zeit an nicht mehr am Sabbate. 22 Auch wies ich die Leviten an, sich rein zu halten und zur Wache an den Toren zu kommen Außer den sonstigen Wächtern. - zur Heilighaltung des Sabbats. Auch dies alles gedenke mir, mein Gott! und schone meiner nach der Fülle deiner Erbarmungen. 23 In jener Zeit sah ich auch Juden, welche azotische, ammonitische und moabitische Frauen genommen hatten. 24 Ihre Kinder redeten zur Hälfte azotisch Diese Juden wohnten wohl in der nächsten Nähe jener Völker. - und konnten nicht jüdisch sprechen, Die Sprache der Ammoniter und Moabiter war ein von dem der Juden verschiedener semitischer Dialekt. - sondern redeten nach der Sprache des einen oder des andern Volkes. 25 Da schalt ich sie und schleuderte den Fluch über sie und schlug einige von ihnen und raufte ihnen die Haare aus und beschwor sie Er sprach ihnen die Schwurformel vor, die sie nachsprachen. - bei Gott, ihre Töchter den Söhnen derselben nicht zu geben und deren Töchter nicht für ihre Söhne, noch für sich selbst zu nehmen, Er fordert, dass sie jede Verbindung in Zukunft meiden. - und ich sprach: 26 Hat nicht durch eine solche Sache Salomon, der König von Israel, gesündigt? Und doch war unter den vielen Völkern kein ihm ähnlicher König; und diesen, der der Liebling seines Gottes war und den Gott zum König über ganz Israel eingesetzt hatte, verleiteten dennoch die ausländischen Frauen zur Sünde. 27 Sollten denn auch wir ungehorsam sein Hebr.: Und für euch sollte es erhört sein. - und all dies große Übel begehen und uns gegen unsern Gott vergehen und fremde Frauen nehmen? 28 Einer aber von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eliasibs, des Hohenpriesters, war Tochtermann Sanaballats, des Horoniters, diesen trieb ich aus meiner Nähe fort. Der Sohn Jojadas war Schwiegersohn des Feindes seines eigenen Volkes und weigerte sich, das fremde Weib zu entlassen. Dies stand mit der Heiligkeit des Priestertums in offenem Widerspruch. [3Mos 21,7.14] - 29 Gedenke es ihnen, Herr, mein Gott! die das Priestertum beflecken und das den Priestern und Leviten bestimmte Recht. Vergl. [Mal 2,8]. 30 Und ich reinigte sie von allen Fremden und bestimmte die Dienstordnungen der Priester und Leviten, einen jeden für seine Obliegenheit 31 und für die Darbringung des Holzes zu den bestimmten Zeiten und für die Erstlinge. Gedenke meiner, o mein Gott, zum Guten! Amen.