Nehemia 2

b. Nehemias bittet den König um Erlaubnis, die Mauern Jerusalems wiederherstellen zu lassen, und erlangt dieselbe. (V. 6) B. Beginn des Mauerbaues. (2,7 – 3,31) a. Mit einem königlichen Erlasse versehen (V. 10), kommt Nehemias nach Jerusalem, überzeugt sich von dem Stande der Dinge (V. 15) und muntert die Juden auf, an die Wiederherstellung der Mauern zu gehen. (V. 18) Er weist den Hohn der Statthalter zurück.

Es begab sich aber im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahre Die Zählung richtet sich wohl hier nach der in Vorderasien üblichen Weise, das Jahr im Herbst zu beginnen. - des Königs Artaxerxes, dass Wein vor ihm stand; und ich nahm den Wein und reichte ihn dem Könige, ich war aber beinahe ohnmächtig vor seinem Angesichte. Nach anderen: Ich war sonst nicht betrübt gewesen vor ihm. - Da sprach der König zu mir: Warum ist dein Angesicht traurig, während ich doch nicht sehe, dass du krank bist? Ohne Ursache ist dies nicht, sondern irgend ein Kummer ist in deinem Herzen. Da geriet ich in großen Schrecken und sprach zu dem Könige: O König, mögest du immerdar leben! Vergl. [Dan 2,4, Dan 3,9]. - Wie sollte mein Angesicht nicht trauern, da die Stadt, wo das Grab meines Vaters Hebr.: Meiner Väter. - ist, verwüstet liegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind? Der König sprach zu mir: Was begehrst du? Da betete ich zu dem Gott des Himmels und sprach sodann zu dem Könige: Wenn es dem Könige gut scheint und dein Diener vor deinem Angesichte Wohlgefallen findet, so mögest du mich nach Judäa, in die Stadt, wo das Grab meines Vaters ist, senden, dass ich sie aufbaue. Da sprach der König und die Königin, die ihm zur Seite saß, zu mir: Bis wie lange wird deine Reise dauern und wann wirst du zurückkehren? Die in Aussicht genommene Dauer wird nicht angegeben. Tatsächlich blieb Nehemias zwölf Jahre in Jerusalem. - Es war also dem Könige wohlgefällig, mich zu senden, und ich gab ihm eine Zeit an. Und ich sprach zu dem Könige: Wenn es dem Könige gut scheint, so möge er mir Briefe an die Statthalter des Landes jenseits Westlich. - des Stromes geben, dass sie mich hinübergeleiten, bis ich nach Judäa komme, und einen Brief an Asaph, den Aufseher des königlichen Waldes, dass er mir Holz gebe, um die Tore am Turme des Hauses Zum Tore der Burg beim Tempel Baris, welche später von Herodes umgebaut und zu Ehren eines seiner Freunde Antonia genannt wurde. - und die Mauern der Stadt decken zu können, und für das Haus, in das ich ziehen werde. Und der König bewilligte es mir, da die Hand meines Gottes gnädig über mir waltete. So kam ich zu den Statthaltern des Landes jenseits des Stromes und gab ihnen die Schreiben des Königs. Der König hatte aber Befehlshaber des Heeres und Reiter mit mir geschickt. Als dies Sanaballat, der Horoniter, Samballat (Assyr. Sinballit, sie schenkte das Leben) von Bethoron [2Chr 8,5], Haupt der Samariter. - und Tobias, der Knecht, der Ammaniter, Der Knecht des Perserkönigs in irgend einem Amte. - hörten, war es ihnen ein großer Verdruss, dass ein Mann kam, das Wohl der Söhne Israels zu suchen. Sie fürchteten, Samaria möchte gegen Jerusalem zurückstehen. - Als ich nach Jerusalem gekommen war und daselbst drei Tage weilte, machte ich mich bei Nacht mit wenigen Männern auf, ohne jemand zu sagen, was Gott mir in das Herz gegeben hatte, in Hebr.: für. - Jerusalem zu tun; auch war kein Tier bei mir als das Tier, auf dem ich saß. Und ich zog des Nachts durch das Taltor hinaus, Das Taltor ist das westliche Tor der Stadt in der Gegend des heutigen Jaffatores. Das Misttor lag am Südwestrande von Sion. - bei der Drachenquelle In der Richtung nach der Drachenquelle. Diese lag versperrt. - vorbei bis zum Misttore und betrachtete die zerstörte Mauer Jerusalems und ihre vom Feuer verzehrten Tore. Hierauf zog ich weiter zum Quelltore Im Südosten der Stadt. - und zur Wasserleitung des Königs; dort war für das Tier, auf dem ich saß, kein Raum, um durchzukommen. Der Weg war wohl durch Mauertrümmer versperrt. - So zog ich denn nachts das Tal hinauf und betrachtete die Mauer und kehrte wieder um und kam zum Taltore und nach Hause zurück. Die Vorsteher aber wussten nicht, wohin ich gegangen war, oder was ich tun wollte, denn auch den Juden und Priestern und Vornehmen und Vorstehern und den übrigen, welche am Baue Am beabsichtigten Bau. - tätig waren, hatte ich bis dahin nichts mitgeteilt.
Nehemias besichtigt die Trümmer der Mauern Jerusalems
Da sprach ich zu ihnen: Ihr kennt das Elend, in dem wir uns befinden; denn Jerusalem liegt verwüstet und seine Tore sind vom Feuer verzehrt; kommet und lasset uns die Mauern Jerusalems aufbauen, dass wir nicht länger ein Gegenstand der Verhöhnung seien! Alsdann zeigte ich ihnen an, wie gütig die Hand meines Gottes über mir gewaltet, und die Worte des Königs, die er zu mir gesprochen, und sagte: Wir wollen uns aufmachen und bauen! So wurden ihre Hände zum Guten gestärkt. Als aber Sanaballat, der Horoniter, und Tobias, der Knecht, der Ammaniter, und Gosem, der Araber, Zu den obengenannten Feinden kommt als dritter ein Araberhäuptling aus dem südlichen Palästina. - es hörten, spotteten sie unser und verachteten uns und sprachen: Was ist das, was ihr da tut? Wollt ihr euch gegen den König empören? Da gab ich ihnen zur Antwort und sprach zu ihnen: Der Gott des Himmels hilft uns und wir sind seine Diener; wir wollen uns aufmachen und bauen, ihr aber habt keinen Anteil noch Anrecht noch Andenken Bleibende Namen. in Jerusalem.

Zitiert in 2

  • Dieses Kapitel Magnifica Humanitas(§7§90)