Numeri 21

C. Arad, König der Chananiter, wird besiegt. (V. 3) 2. Vom Berge Hor bis an das Grenzland der Amorrhiter. (V. 4-20) A. Da das Volk trotz dieses Sieges über die Beschwerden des Marsches murrt, sendet Gott zur Strafe feurige Schlangen. (V. 9) B. Den Marsch fortsetzend, erlangen sie zum dritten Male von Gott Wasser. (V. 20) 3. Die Israeliten besiegen, vom Herrn unterstützt, Sehon und Og.

Als Arad, der König der Chananiter, Nach dem Hebr.: Der König der Chananiter, der König von Arad. Vergl. [Jos 12,14, Rich 1,16]. - der gegen Süden Negeb. - wohnte, dies vernahm, dass nämlich Israel auf dem Wege der Kundschafter Hebr.: Wege von Atharim. - herangekommen sei, kämpfte er gegen Israel, und blieb Sieger, und führte von ihm Beute hinweg. Da verband sich Israel dem Herrn durch ein Gelübde und sprach: Wenn du dies Volk in meine Hand gibst, werde ich seine Städte zerstören. Mit dem Bann belegen. - Und der Herr erhörte das Flehen Israels und übergab ihnen die Chananiter, und Israel erschlug sie, und zerstörte ihre Städte, Unter diesen war Saphaad. Die Erfüllung gehört zum größten Teil späterer Zeit an, wird aber hier von dem Erzähler erwähnt. Ähnlich wird [2Mos 32,35] vorgegriffen. Zur Zeit trugen die Israeliten keinen nachhaltigen Sieg davon, sonst wären sie nordwärts gezogen. - und nannte den Namen dieses Ortes Horma, das ist Bannung. Siehe [3Mos 27,29, 5Mos 13,12ff]. - Dann aber brachen sie von dem Berge Hor auf und zogen weiter auf der Straße, welche zum roten Meere führt, Geraden Weges auf den Älanitischen Meerbusen zu. - um das Land Edom zu umgehen. Um auf der Ostseite in Chanaan einzubrechen. - Da ward das Volk missmutig über den Zug und die Beschwerden, und redete wider Gott und Moses, und sprach: Warum hast du uns aus Ägypten weggeführt, damit wir in der Wüste sterben? Brot fehlt, Wasser ist nicht da, und diese elende Speise Das Manna, über das sie schon [4Mos 11,6] gemurrt. - ekelt uns bereits an. Deswegen sandte der Herr Feuerschlangen Im Hebr.: Seraph- (Brand) –Schlangen. Der Biss derselben rief wohl Entzündungen hervor. - unter das Volk. Als sie von diesen gebissen wurden und sehr viele von ihnen starben, kamen sie zu Moses und sprachen: Wir haben gesündigt, Ähnlich [4Mos 14,40]. - dass wir wider den Herrn und dich geredet haben; bete, dass er die Schlangen von uns nehme. Da betete Moses für das Volk. Und der Herr sprach zu ihm: Mache eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; Gott wählte ein Zeichen des Heils, das der Ursache des Verderbens ähnlich ist. Wie er durch einen Menschen die erlösen wollte, über die ein Mensch das Verderben gebracht, so wollte er durch das Bild einer Schlange, die das Symbol des Überwundenseins des Übels durch Jahves Macht und Gnade darstellt, die von den Schlangen verursachten Übel heilen. Doch nicht der bloße Anblick des Bildes heilte, sondern der Glaube. [Weish 16,7] Dies Ereignis zeigt wiederum, dass das Verbot [2Mos 20,4] nur die Anfertigung von Bildern verbot, welche angebetet werden sollten. Später versündigten sich die Israeliten freilich durch Aberglauben gelegentlich dieses Bildes. [2Koe 18,4] - wer gebissen ist und sie anblickt, soll am Leben bleiben.
Die eherne Schlange
Also machte Moses eine eherne Schlange und richtete sie zum Zeichen auf; blickten die, welche gebissen waren, sie an, so wurden sie geheilt. Hierauf brachen die Söhne Israels auf und lagerten sich in Oboth. Von dort zogen sie weiter Die vorherigen Stationen waren nach [4Mos 33,41ff] der Berg Hor (siehe [4Mos 20,22]), Salmona und Phunon. - und lagerten sich in Jeabarim, Der westliche Teil des Moabitergebirges. Im Norden gehörte dazu noch der Berg Nebo. [5Mos 32,49] - in der Wüste, welche ostwärts gegen Moab hin liegt. Nach [Rich 11,18] zogen die Israeliten, da die Moabiter den Durchzug nicht gestatteten, ostwärts um Moab herum. - Und von da aufbrechend, kamen sie an den Bach Zared. Jetzt begann das 40. Jahr. [5Mos 2,13ff] - Diesen verließen sie und lagerten sich dem Arnon gegenüber, der in der Wüste ist und am Gebiete der Amorrhiter dahinfließt. Dem [5Mos 2,24, Jos 12,1] erwähnten Flusse. Hebr. besser: welcher (da, wo er) in der Wüste ist, welcher im Gebiete der Amorrhiter entspringt. - Denn der Arnon bildet die Grenze von Moab und scheidet die Moabiter und Amorrhiter. Daher heißt es im Buche der Kriege des Herrn: Dies Buch wird nur hier angeführt. Wahrscheinlich haben auch die beiden folgenden poetischen Stücke dieses Kapitels in ihm gestanden, vielleicht auch schon der Gesang Moses [2Mos 15]. Es bezog sich wohl, wie der Gegensatz zu dem Buche der Gerechten (der Helden) zeigt [Jos 10,13, 2Sam 1,18], besonders auf die großen Taten Gottes zur Zeit Moses. - Wie er am roten Meere getan, so wird er auch an den Tälern des Arnon tun. Hebr.: Waheb in Supha und die Bachtäler, den Arnon und den Abhang der Bachtäler, der sich bis zur Lage von Ar erstreckt und sich an die Grenze Moabs lehnt. – Die Täler der Bäche, welche zusammenfließend den Arnon bilden. Vulgata: Ungeachtet ihrer reißenden Fluten (V. 15) wird er sie austrocknen, so dass sie keine Schutzwehr mehr für die Moabiter sind. - Die Felsen der Gießbäche Des Arnon. - neigten sich, Rollten fort. - um zu ruhen in Ar, In der Nähe von Ar, der Hauptstadt Moabs. - sich zu lehnen an die Grenzen der Moabiter. Moabs Grenze zu bilden. Moses führt dieses Stück aus dem Kriegsbuche an, um zu zeigen, dass die Gegend jenseits des Arnon damals nicht mehr zu Moab gehörte, also von den Israeliten erobert werden durfte, ohne dass sie sich gegen Gottes Gebot [5Mos 2,9] verfehlten. - Dort entsprang der Brunnquell, Hebr.: Von dort zogen sie nach Beer. (Brunnquell) Dies ist der Brunnquell, von welchem usw. - von dem der Herr zu Moses gesprochen: Versammle das Volk, so will ich ihm Wasser geben. Wohl ist mit dem Graben dieses Brunnens kein Wunder verbunden, dennoch werden Feierlichkeiten erzählt, die sonst selbst bei größeren Wohltaten nicht vorkamen: die Fürsten gruben den Brunnen, ein Lied feiert das Ereignis. - Damals sang Israel dieses Lied: Steige herauf, o Brunnquell! Zusammen Wechselweise. - sangen sie: Brunnquell, von Fürsten gegraben, den die Heerführer durch den Gesetzgeber Hebr.: Mit dem Zepter. - und mit ihren Stäben bereitet. Aus der Wüste zogen sie nach Matthana; von Matthana nach Nahaliel; von Nahaliel nach Bamoth; Die Namen weichen von den [4Mos 33,45ff] genannten ab. Doch [4Mos 33] werden die Stationen des Lagers angegeben, hier der Plan des Feldzuges durch das Gebiet der Amorrhiter nach dem Jordan hin. - und von Bamoth weiter in ein Tal im Lande Moab, Richtiger: Von Bamoth zum Waldtal, das in der Ebene Moab liegt. Es gehörte früher den Moabitern. (V. 26) - an der Höhe des Phasga, Am Fuße des Berges. Gemeint ist die Ebene im Norden des toten Meeres, westlich und vielleicht auch östlich vom Jordan. - der auf die Wüste herabsieht. Israel aber sandte Boten zu Sehon, Vergl. [5Mos 2,26]. Die Amorrhiter hatten auf der Ostseite des Jordans zwei Reiche: Sehons mit der Hauptstadt Hesebon, vom Arnon bis zum Jabok, und von der Ostwüste bis zum Jordan [Jos 12,2ff]; Ogs, mit den Hauptstädten Astaroth und Edrai, erstreckte sich von Jabok bis zum Hermongebirge. Die Ammoniter waren am oberen Jabok ansässig, wo ihre feste Stadt Jazer lag, deren nächste Umgebung bereits Gebiet der Amorrhiter war, waren aber von Sehon in das Gebiet südlich vom Arnon zurückgedrängt worden. Gott hatte den Israeliten nur das Gebiet der Amorrhiter zugesagt. Da nun die Moabiter und Ammoniter ihre alten Gebiete gern wieder eingenommen hätten, war dies Ursache zur Zwietracht mit Israel. Vergl. [Rich 11]. Nach [4Mos 21,26ff] nahm Sehon zuerst Hesebon, dann das Land bis zum Arnon ein. - dem Könige der Amorrhiter, und sprach: Ich bitte, lass mich durch dein Land ziehen; wir werden nicht in die Äcker und Weinberge abbiegen, nicht Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Heerstraße werden wir bleiben, so lange wir durch dein Gebiet ziehen. In das gelobte Land, in den diesseits auf der Westseite des Jordans gelegenen Teil. - Er aber wollte nicht gestatten, dass Israel durch sein Gebiet zog, sondern sammelte sein Heer, und zog ihm in die Wüste entgegen, und kam nach Jasa, Dies gehörte später dem Stamme Ruben. - und kämpfte mit Israel. Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und nahm sein Land vom Arnon bis hin an den Jebok und bis zu den Söhnen Ammons ein; denn die Grenzen der Ammoniter waren durch starke Besatzungen geschützt. Richtiger mit Septuag: Die Grenze der Ammoniter war Jazer. - So nahm denn Israel alle seine Besser: jene. - Städte ein und schlug seine Wohnung in den Städten der Amorrhiter auf, Proleptisch, nämlich als Ruben sie erhielt. - in Hesebon nämlich und den dazu gehörigen Orten. Hesebon war Vor Moses Ankunft. - die Stadt Sehons, des Königs der Amorrhiter, der gegen den König von Moab gekämpft und alles Land, das unter seiner Herrschaft gestanden, bis zum Arnon weggenommen hatte. Darum heißt es im Volksliede: Es ist wohl ein israelitischer, nach anderen ein moabitischer Sang, ein Spottlied. - Kommet nach Hesebon, auferbaut und befestigt werde die Stadt Sehons! V. 28 – 30. Grund zu V. 27: Ihre Amorrhiter, kommet und befestiget Hesebon wieder, wenn ihr könnt, denn jetzt ist Hesebon infolge eines von ihm ausgegangenen Krieges von den Israeliten erobert und zerstört. - Ein Feuer Kriegsfeuer [Jer 48,45]. - ging aus von Hesebon, eine Flamme von der Stadt Sehons, Indem Sehon von Hesebon aus gegen Moab zog und das Land nach Süden bis Ar Moab, bis zum Arnon, wenn auch nicht in seiner ganzen westöstlichen Breite, eroberte. - und verzehrte Ar, Siehe V. 15. - die Stadt der Moabiter, und die, welche auf den Höhen des Arnon wohnten. Wehe dir Moab, du bist verloren, Volk des Chamos! Gott der Moabiter, wahrscheinlich eine Art Moloch. - Er Kamos. - ließ seine Söhne die Flucht ergreifen, seine Töchter von Sehon, dem Könige der Amorrhiter, gefangen nehmen. Ihr Joch ist abgeworfen von Hesebon bis Dibon, ermattet kamen sie nach Nophe und bis nach Medaba. Hebr.: Wir (die Israeliten) beschossen sie, verloren war Hesbon bis Dibon; und wir verheerten Nophah, mit Feuer bis Medeba. Sie: die früher moabitischen, nun amorrhitischen Städte. Nophah: vielleicht kann mit kleiner Änderung des hebr. Textes gelesen werden: so dass Feuer entflammte bis Medeba. - Israel also ließ sich im Lande der Amorrhiter nieder. Und Moses sandte Männer aus, um Jazer auszukundschaften; alsdann nahmen sie seine Flecken ein und überwältigten die Bewohner. Anhangsweise eine Einzelnachricht über Jazer. - Hierauf wandten sie sich Nordwärts. - und zogen den Weg nach Basan hinauf. Auf Jakob zu. - Da rückte ihnen Og, Seine Grenze zu schützen oder Hesebons Fall zu rächen. - der König von Basan, mit seinem ganzen Volke entgegen, um in Edrai In Edrai, das später dem Stamme Manasse zufiel, war die letzte entscheidende Schlacht. Diese beiden ersten Siege über die mächtigen Feinde, innerhalb des heiligen Landes davongetragen, waren stets der Gegenstand besonderen Lobes bei den Israeliten, wie aus den zahlreichen Stellen der Bücher Deuteronomium, Josue, Richter, Esdras und Psalmen zu sehen ist. den Kampf aufzunehmen. Und der Herr sprach zu Moses: Fürchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn, und sein ganzes Volk, und sein Land in deine Hand gegeben; und du sollst mit ihm verfahren, wie du mit Sehon, dem Könige der Amorrhiter, der in Hesebon wohnte, verfahren bist. Da schlugen sie auch ihn samt seinen Söhnen und sein ganzes Volk bis zur Vernichtung, und nahmen sein Land in Besitz.

Zitiert in 11