Numeri 25
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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3. Die Ereignisse am Jordan. (Kap. 25 – Kap. 36) 1. Die Israeliten lassen sich von den Madianitern und Moabitern zur Sünde der Unkeuschheit verleiten, weshalb auf Gottes Befehl ihre Fürsten gehängt und 24000 unter dem Volke getötet werden. (V. 9) Gott verheißt Phinees und dessen Nachkommen das Hohepriestertum zur Belohnung für den Eifer desselben (V. 15) und befiehlt, gegen die Madianiter zu kämpfen.
1 Israel aber weilte um diese Zeit Wenigstens zur Zeit der zu erzählenden Ereignisse. - in Settim, Der letzten Station [4Mos 33,49]. Dort weilte später Josue [Jos 2,1, Jos 3,1], also wohl vor ihm Moses. Die folgenden Stationen sind demnach diejenigen, an welchen Moses und die Bundeslade weilte. - und das Volk buhlte mit den Töchtern Moabs, Und Ammons, den Madianitern. [4Mos 6,17, 4Mos 31,16] Aus [4Mos 31,16] und [Offenb 2,14] geht hervor, dass dies auf den Rat Balaams, dem sie große Geschenke gegeben hatten, seitens der Moabiter herbeigeführt ward. [2Petr 2,15, Judas 1,11] ganz besonders sündigten die Fürsten. Die Unkeuschheit ist Gelegenheit zu Gastmählern und zu Abgötterei. - 2 welche es zu ihren Opfern Besser: zu den Opfermahlen ihres Gottes. Die moabitischen Frauen brachten Fleisch oder töteten Tiere, ohne deren Blut auf die Erde zu gießen und indem sie die Fettteile für sich behielten. Diese Schlachtungen waren wie bei den Hebräern mit gewissen religiösen Riten umgeben. - einluden. Da aßen sie und beteten deren Götter Gott. - an. 3 Und Israel weihte sich dem Beelphegor. Baal Peor, so genannt von der Stätte seiner Verehrung, dem Berge Peor. Baal war derselbe Gott wie Kamos, der Gott der Moabiter und Ammoniter. Moses konnte wegen des Befehles Gottes [4Mos 20,12] nicht den Jordan überschreiten als wenn es Gott hieß, und so mussten die Israeliten längere Zeit in der Ebene Moab weilen. Hier entschädigten sie sich freventlich für alle Entbehrungen der Wüste. - Da zürnte der Herr 4 und sprach zu Moses: Gott hat über das Volk eine Strafe (Pest oder dergl.) gesendet; Moses bittet nun wohl um Abwendung. - Nimm alle Häupter des Volkes Richtiger: die Schuldigen. - und hänge sie im Angesichte der Sonne Im vollen Tageslichte. Die Missetäter wurden zuerst gesteinigt, dann zur Strafe an einen Pfahl gehängt. - an Galgen, Im Hebr. wird beigefügt: Jahve. Vergl. [2Sam 21,6ff]. - damit mein Grimm sich von Israel abwende. 5 Und Moses sprach zu den Richtern Israels: Ein jeder töte seine Leute, die sich dem Beelphegor geweiht haben. Die seiner Macht unterworfenen Leute, sicher nach gerichtlicher Feststellung. - 6 Und siehe, Hebr.: Es kam aber einer von den Israeliten in das Lager und brachte eine Madianitin her zu seinen Volksgenossen, vor den Augen usw. Er wollte sie nicht, was erlaubt war [Rut 1,4] zur Frau nehmen, sondern sie soll sich preis geben. Vielleicht will er daraus Gewinn ziehen. Dies tat ein Fürst, ein Mann, der zugleich Richter war, und zwar nachdem Moses den Richtern aufgetragen, gegen solche Frevel streng vorzugehen. Sein Verbrechen war also schlimmer als das jener, gegen welche die Strafe des Aufhängens festgesetzt war. Dazu verachtete er die Tränen Moses und aller Israeliten, die vor dem Eingange des Bundeszeltes Gott um das Aufhören der Plage anriefen. - ein Mann von den Söhnen Israels ging vor seinen Brüdern zu einer Madianitin, einer Buhldirne, vor den Augen Moses und der ganzen Gemeinde der Söhne Israels, welche vor dem Eingange des Zeltes weinten. 7 Als dies Phinees, der Sohn Eleazars, des Sohnes Aarons, des Priesters, sah, trat er aus der Mitte der Gemeinde hervor, ergriff einen Dolch, 8 ging dem Israeliten nach in die Buhlkammer, und durchstach sie beide zugleich, den Mann nämlich und das Weib, an den Zeugungsteilen. Da hörte die Plage unter den Söhnen Israels auf. So zeigt Gott, dass Phinees Eifer ihm gefiel. - 9 Es waren aber vierundzwanzigtausend Mann umgekommen. Durch die Plage und die von Moses vollstreckte Strafe zusammen. - 10 Und der Herr sprach zu Moses: 11 Phinees, der Sohn Eleazars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Zorn von den Söhnen Israels abgewendet; denn von Eifer für mich ward er gegen sie bewegt, dass ich nicht selbst die Söhne Israels in meinem Eifer vertilgte. 12 Darum sprich zu ihm: Siehe, ich schenke ihm den Frieden meines Bundes; Friedensbündnis. - 13 ihm und seinen Nachkommen soll das Priestertum als ewiger Bund gehören, Es ist eine Verheißung, die zwar fortbesteht, jedoch Ausnahmen zulässt. - weil er für seinen Gott geeifert und die Missetat der Söhne Israels gesühnt hat. [Ps 105,30ff] - 14 Der Name des Israeliten aber, der mit der Madianitin getötet ward, war Zambri, der Sohn Salus, ein Fürst vom Geschlechte und Stamme Simeons. 15 Und das madianitische Weib, das zugleich getötet ward, hieß Kozbi, eine Tochter Surs, eines vornehmen Fürsten der Madianiter. Die Tötung dieser Frau offenbarte den gesamten Plan der Feinde. - 16 Und der Herr redete zu Moses und sprach: 17 Die Madianiter sollen euch als Feinde fühlen, schlaget sie; Wenn die Gelegenheit sich bietet, inzwischen brechet alle Verbindungen ab. Den Krieg zu beginnen, um den Tod der Fürstentochter zu rächen, überlässt Moses den Modianitern. [4Mos 31,5] sendet er ihnen 2500 Mann entgegen, da sie als Vasallen des Königs von Hesebon nicht mächtig waren. [Jos 13,21] 18 denn sie haben auch gegen euch feindlich gehandelt und euch mit Arglist durch den Götzen Phogor und durch Kozbi, die Tochter des Fürsten Madians, ihre Schwester, hintergangen, welche am Tage der Plage für die Abgötterei mit Phogor erschlagen ward.
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