Sprüche 2
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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B. Früchte der Weisheit. (2,1 – 3,35) a. Zweites Lehrgedicht. (Kap. 2) Wer die Weisheit sucht, erlangt sie (V. 9) und wird durch dieselbe vor Sündern (V. 15), insbesondere vor der Gemeinschaft mit verkehrten Frauen, bewahrt (V. 19) und erlangt so den Lohn der Gerechten.
1 Mein Sohn! wenn Im Hebr. reicht der Vordersatz bis V. 4 einschließlich, bildet V. 5 den Nachsatz. - du meine Belehrungen annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, Steigernd, ähnlich wie in den folgenden drei Versen die zweite Vershälfte. - 2 so dass dein Ohr auf die Weisheit merkt, so neige dein Herz der Erkenntnis der Klugheit zu. 3 Denn wenn du die Weisheit anrufst und dein Herz der Klugheit zuneigst, Hebr.: und du zur Klugheit deine Stimme erhebst: ihr nicht nur dein Ohr leihst, sondern sie selbst rufst, dich zu belehren. - 4 wenn du sie suchst wie Geld und sie wie Schätze ausgräbst, Bild eines vergrabenen Schatzes. Bei der Unsicherheit damaliger Verhältnisse vergrub man wohl häufig Schätze und lag deshalb das Suchen nach solchen nahe. Desselben Gleichnisses bedient sich der Heiland [Mt 13,44]. - 5 dann wirst du die Furcht des Herrn Die kindliche Furcht. Diese ist für die Weisheit, was der Sockel für die Bildsäule. (Ambros.) - verstehen Als geistigen Besitz in dich aufnehmen. - und die Erkenntnis Gottes Als Frucht der Furcht Gottes. - erlangen. 6 Denn der Herr verleiht Weisheit Vergl. [JSir 39,8, Jak 1,5]. Die Weisheit ist zugleich Geschenk Gottes und Frucht der Bemühung des Menschen. - und aus seinem Munde kommt Klugheit und Erkenntnis. 7 Er bewahrt Gegensatz [5Mos 32,34]. - den Rechtschaffenen Heil und beschirmt die, welche unsträflich wandeln, 8 da er die Bahnen der Gerechtigkeit Der Gerechten. - behütet und die Wege der Heiligen beschützt. 9 Alsdann Wenn Gott verleiht, was V. 6-8 gesagt ist. - wirst du Gerechtigkeit und Rechtsliebe verstehen, Geradheit und jeden Weg des Guten. Die verschiedenen Ausdrücke bedeuten mehr oder weniger das Gleiche. - 10 Wenn Weisheit in dein Herz einkehrt und deine Seele an Erkenntnis Gefallen findet, Vers 11-19 legen die Verheißung von V. 9 weiter dar. - 11 so wird Umsicht dich bewahren und Verständigkeit dich behüten, 12 dass sie dich vom Wege des Bösen Der zum Bösen führt. - abhalten Zwei große Gefahren werden insbesondere genannt, die Verführung durch die Gottlosen (V. 12b – 15) und durch die Buhlerin. (V. 16) - und von jedem, der Verkehrtes redet, 13 von denen, die den rechten Weg verlassen und auf finsteren Wegen wandeln, 14 die sich freuen, wenn sie Böses getan, und über die schlimmsten Dinge Hebr.: die Verkehrtheiten des Bösen (verschmitzte Bosheit). - frohlocken, 15 deren Wege verkehrt sind und deren Schritte schändlich; Es sind dieselben wie [Spr 1,10]. Hebr.: und geschlängelt ihre Pfade. - 16 dass sie dich Der gleiche Vers kehrt [Spr 7,5] wieder. - von dem fremden Weibe Dem Weibe eines anderen. Sie ist Jüdin, wie V. 18 zeigt. - rette, Zweite Gefahr und Bewahrung davor. - und der Fremden, die schmeichelnde Reden führt 17 und den Führer Hebr.: Vertrauten. Vergl. [Jer 3,4]. - ihrer Jugend im Stich lässt 18 und des Bundes ihres Gottes vergessen hat; Denselben hinter ihren Rücken geworfen hat, nichts von ihm wissen will. Gott war Zeuge, als die Ehe geschlossen ward. - denn Begründung zu V. 16. - zum Tode sinkt ihr Haus herab und in die Unterwelt führen ihre Pfade; 19 alle, die zu ihr eingehen, kehren nicht wieder Wie aus der Unterwelt keine Rückkehr ist, so bist du bei ihr vom Leben (Glück) abgeschnitten. - und erreichen die Pfade des Lebens nicht; 20 dass Dies alles ist gesagt, dass du usw. - du auf dem Wege des Guten wandelst und die Pfade der Gerechten einhaltest. 21 Denn die Rechtschaffenen werden das Land bewohnen Kanaan, das Land der Verheißung, Bild des höchsten (zunächst irdischen) Glückes. Vergl. [5Mos 25,15] und [Mt 5,5]. - und die Unschuldigen in demselben bleiben. 22 die Gottlosen aber werden aus dem Lande ausgerottet, und die unrecht handeln, daraus hinweggenommen werden. Die Ausrottung aus dem Lande der Verheißung ist bildlicher Ausdruck für die Scheidung von Gott.
Zitiert in 9
- Dieses Kapitel C’est la confiance(§29)
- V. 4 Summa (EN)(I-II 37.1)
- V. 5 Summa (EN)(I-II 37.1)
- V. 14 Summa (EN)(I-II 34.2
I-II 39.1 I-II 78.2 II-II 148.6 II-II 156.3 Suppl 98.2)