Psalmen 1

a. Selig der Fromme. (V. 3) b. Unselig die Gottlosen.

Glückselig Es fehlt die Aufschrift: Psalm Davids, wohl weil das ganze erste Buch eine solche führte. Psalm 1 bildete eine Einleitung in das Buch der Psalmen. (Basil.) Er bildete nach altjüdischer Anschauung ein ganzes mit Psalm 2. (vergl. [Apg 13,33]), da letzterer zu der prophetischen Einleitung die ethische hinzufügt. - der Mann, Wie die Bergpredigt das Gesetz vollendet und mit Seligpreisungen beginnt, so auch der Psalter, der das Gesetz zu etwas Innerlichem macht. - der nicht wandelt Sondern ihn verabscheut. - nach dem Rate der Bösen Der Anfang des Guten ist, sich fern zu halten vom Bösen. (Basil.) Daher gab der Dekalog nur Verbote, obwohl die Liebe allein ihn erfüllt. [Roem 13,9] - und auf dem Wege der Sünder nicht steht und nicht sitzt auf dem Stuhle des Verderbens, Hebr.: der nicht sitzt in der Spötter Kreis. Der Sinn der Vulg. ist der gleiche: wie die Pest den Leib, so tötet die Bosheit der religiösen Spötter die Seele. Im Hebr. ist in den Handlungen wie in der Bezeichnung der Bösen eine Steigerung: der Gesinnung nach Verworfene (Gottlose), im Lasterleben Versunkene (Sünder), Spötter, die Gegenstände des Heiles verhöhnen und im Bösen verhärtet sind. Ebenso die Handlungen: Sinnesart, hartnäckige Handlungsweise, Verhärtung. - sondern der am Gesetze des Herrn seine Lust hat und das Gesetz desselben betrachtet Tag und Nacht! Sprichwörtlich: immer. In Glück und Unglück. (Aug.) - Er ist Begründung, warum ein solcher selig ist. - wie ein Baum, der gepflanzt ist Fest, so dass kein Wind ihn entwurzelt. - an Wasserbächen, Die ihn von verschiedenen Seiten erfrischen. Vergl. [Offenb 22,1] - der seine Die man von ihm erwartet. - Frucht bringt zu seiner Zeit Dies gehört zu seiner Vollkommenheit. - und dessen Laub nicht abfällt, Hebr.: nicht hinwelkt. Ohne Laub reift die Frucht nicht. - und alles, was er tut, gelingt ihm wohl. Hebr.: führt er glücklich durch. - Nicht also die Gottlosen, nicht also; Das zweite „Nicht also“ steht nicht im Hebr. - sondern sie sind wie Staub, Der feine Dreschstaub. Hebr.: Spreu, im Gegensatz zum Korn, das zurückbleibt. - den der Wind von der Erde Von der Erde – fehlt im Hebr. - aufweht. Fortweht, so dass die Spreu nicht mehr erscheint. Die Bösen haben weder Wurzel (V. 3) noch Lebenskraft. (V. 4) - Darum werden die Gottlosen im Gerichte nicht bestehen Nicht mit Zuversicht dastehen. Im Gerichte: wenn Gott gerechte Vergeltung übt. - und die Sünder nicht in der Gemeinde der Gerechten. Mögen sie auch äußerlich noch zu derselben gehören, ihr innerstes Wesen ist anders geartet als jene, vergl. [Roem 9,6], darum werden sie bei Gottes Gericht gänzlich von ihr geschieden. Vergl. [Mt 25,32]. - Denn Begründung zu V. 5 und 3. Das Hauptgewicht liegt auf 5b. - der Herr kennt Billigt und trägt Sorge für. - den Weg Den Lebensgang. Die Frommen suchen Gott und dieser lässt sie ihr Ziel erreichen. - der Gerechten und der Pfad der Gottlosen führt ins Verderben. Hebr.: geht zugrunde. Vergl. [Weish 5,6]. – Die Kirche legt diesen Psalm dem auferstandenen Heiland in den Mund (Osteross. Mat.)

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