Psalmen 116
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Gott hat die Bitten des Sängers erhört und ihn aus der Gefahr befreit. (V. 4) Preis der Barmherzigkeit Gottes und Mahnung des Psalmisten an sich selbst, nunmehr Ruhe zu finden.
1 Alleluja! Dieser Psalm bildet im Hebr. mit dem Folgenden ein Lied. Der Zusammenhang gestattet dies. Aber ebenso gerechtfertigt ist die Zweiteilung, da jeder dieser beiden Psalmen einen vollständig abgeschlossenen Gedankenkreis bildet. - Liebe erfüllt mich, denn der Herr hat mein lautes Flehen erhört, 2 denn er hat mir sein Ohr zugeneigt; mein Leben lang werde ich ihn anrufen. Preisend. - 3 Des Todes Schmerzen Hebr.: Stärke. - hatten mich umgeben, es erreichten mich die Gefahren der Unterwelt, ich war auf Trübsal und Schmerz gestoßen, 4 da rief ich den Namen des Herrn an: O Herr! errette meine Seele. Für Vers 3, Vers 4 vergl. [Ps 17,2]. - 5 Barmherzig ist der Herr und gerecht, Weil er den Verheißungen gemäß dem Redlichen hilft. - unser Gott erbarmt sich. 6 Der Herr bewahrt die Einfältigen, Die wegen ihrer Unerfahrenheit des göttlichen Schutzes besonders bedürfen. - ich war niedergebeugt und er half mir. 7 Kehre zurück, Hebr.: Kehren ein. Vulg.: Die Seele wollte schon fast vor Angst aus dem Leibe entfliehen, sie soll wieder ruhig sein, da Gott alles Beunruhigende beseitigt. Die Rettung aus Todesgefahr ist Bürgschaft, dass Gott ihn noch lange will leben lassen. - meine Seele! zu deiner Ruhe, denn der Herr hat dir wohlgetan, 8 denn er hat Hebr.: Du hast. - meine Seele vom Tode befreit, meine Augen von den Tränen, meine Füße vom Sturze. Vers 8, V. 9 erinnern an [Ps 55,13]. - 9 Ich will dem Herrn Hebr.: Ich werde frei wandeln vor Jahve. - im Lande der Lebendigen wohlgefallen. Im diesseitigen Leben; ich werde auf Erden Gott wohlgefällig leben. 10 (10.) Alleluja! Fehlt im Hebr. - Ich glaube, darum redete ich, doch ich war sehr gebeugt. Hebr.: ich glaube (Gott), auch wenn ich sprechen muss: Ich bin sehr gedrückt. – Auch in größter Not ist mein Glaube (und mein Gottvertrauen) unerschütterlich. - 11 (11.) Ich sprach in meiner Bestürzung: Als ich von allen Menschen in Stich gelassen war, von denen ich Hilfe erwartete. - Alle Menschen sind trügerisch! Nur Gott allein ist wahr und treu, darum will ich mich auf ihn allein verlassen. (Basil., Hier., Aug.) - 12 (12.) Was soll ich dem Herrn vergelten für alles, was er mir erwiesen hat? 13 (13.) Ich will den Kelch des Heiles Das mir von Gott dargereichte Los, Heil, annehmen und Gott dafür danken. - ergreifen und den Namen des Herrn anrufen. 14 (14.) Meine Gelübde Gelübdeopfer. - will ich dem Herrn bezahlen angesichts seines ganzen Volkes. 15 (15.) Kostbar in den Augen des Herrn ist der Tod seiner Heiligen. Aus dem Erlebten folgert der Dichter, dass die Frommen des Herrn unter dessen besonderer Vorsehung stehen. Der Tod seiner Frommen ist Gott nicht wohlfeil, ist ihm nicht eine Kleinigkeit, so dass es ihm gleichgültig wäre, ob sie von den Gottlosen getötet werden oder nicht, vielmehr Gegenstand liebender Sorgfalt. - 16 (16.) O Herr! Hebr.: O doch, Herr! (Vielleicht: bleibe mir huldreich!) - ich bin ja dein Diener, ich bin dein Diener und der Sohn deiner Magd. Du hast meine Bande gelöst, 17 (17.) dir will ich ein Lobopfer Hebr.: Mehrzahl. - darbringen und den Namen des Herrn anrufen. 18 (18.) Meine Gelübde Gelübdeopfer. - will ich dem Herrn bezahlen angesichts seines ganzen Volkes 19 (19.) in den Vorhöfen des Hauses des Herrn, in deiner Mitte, Jerusalem! Die Sehnsucht nach Jerusalem weist vielleicht auf die Weggeführten. Im Hebr. folgt hier das Alleluja.
Zitiert in 17
- Dieses Kapitel Ecclesia de Eucharistia(§9)Evangelium Vitae(§46)Fidei Donum(§2)Lumen Fidei(§56)Mater et Magistra(§244)
- V. 1 Slavorum Apostoli(§17)
- V. 10 Evangelium Vitae(§46)Lumen Fidei(§56)
- V. 11 Summa (EN)(II-II 175.2)
- V. 12 CCC(¶224)Ecclesia de Eucharistia(§9)
- V. 13 CCC(¶1330)Ecclesia de Eucharistia(§9)
- V. 17 CCC(¶1330)
- V. 20 Summa (EN)(II-II 175.3)
- V. 21 Summa (EN)(II-II 80.1)Fidei Donum(§1)