Psalmen 123

Flehen der Verbannten zu Gott, die auf ihn schauen, sein Erbarmen erwartend (V. 2), und inständig bitten, er wolle sie der unglücklichen und verachteten Lage entreißen, in der sie sich finden.

Stufengesang. Siehe [Ps 119,Anm.1]. - Zu dir erhebe ich meine Augen, der du im Himmel wohnst! Siehe! wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Gebieterin, so schauen unsere Augen auf den Herrn, unsern Gott, bis er sich unser erbarmt. Die Hand des Herrn, der Herrin, regiert das ganze Haus, ihrer Winke und Weisungen sind alle gewärtig. So hängt Israels Zukunft gänzlich von Gott ab. Auf ihn ist sein Sehnsuchtsblick gerichtet, bis er sich endlich erbarmt. - Erbarme dich unser, o Herr! erbarme dich unser; gar sehr Oder zeitlich: seit langem. – Hebr.: Satt genug sind wir von Schmach. - sind wir gesättigt mit Verachtung. ja, reichlich gesättigt sind unsere Seelen, zum Gespötte sind wir Hebr.: Zur Genüge hat unsere Seele den Hohn der Übermütigen und die Verachtung der Stolzen erfahren. - den Reichen und zur Verachtung den Stolzen. Wir erheben unsere Augen zu unserem Helfer.

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