Psalmen 13

Eine Ausgabe hier enthält in diesem Kapitel Worte, die die andere nicht hat; der Unterschied liegt im Text, nicht in der Zählung.

Lange Zeit schon in der Verbannung und in Heimsuchungen klagt David, wie lange Gott ihn noch darin lassen will. (V. 3) Zum Herrn flehend, dass er ihn stärken und stützen wolle (V. 5), endet er das Lied, das er in Betrübnis begonnen, mit Jubel.

Zum Ende, Für den Musikmeister. - ein Psalm Davids. Aus den letzten Jahren Sauls. - Wie lange, Herr! wirst du meiner so ganz vergessen? Wie lange noch dein Angesicht von mir wenden? Hebr.: Verbergen (indem Gott Hilfe versagt, zu zürnen scheint). - Wie lange soll ich in meiner Seele Pläne schaffen, Wie ich mich retten kann. - Schmerzen leiden in meinem Herzen Tag für Tag? Wie lange soll ich Pläne über Pläne (Sorgen) in meinem Herzen anhäufen wie in einer Vorratskammer? Das Plänefassen gehört der Nacht zu, das Handeln dem Tage, doch hier ist das Handeln mit Enttäuschung verbunden, daher Kummer und Schmerz. - Wie lange soll sich mein Feind über Und wider mich. - mich erheben? In vierfacher Klage heilig-ungestümen Bittens hat der Sänger zu Gott gefleht. Auch die folgende Bittform ist in vier Glieder geteilt. - Schau her und erhöre mich, Hebr.: Erwidere mir (durch Erhörung). - o Herr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, Mit der Lebenskraft schwindet auch das Licht und der Glanz der Augen. Vergl. [1Sam 14,27]. Die Augen erleuchten ist also: Lebenskraft mitteilen. - dass ich nicht etwa in Todesschlaf sinke; Dem Gram nicht erliege. Gegensätze: Schau her (V. 4) – wendest du (V. 1); erhöre mich (V. 4) – vergessen (V. 1), erleuchte (V. 4), Pläne schaffen (V. 1). (Aug.) - dass mein Feind Im Sinne dessen, der den Psalm betet: der Satan. - nicht sagen könne: Ich bin seiner mächtig geworden; es würden Im Hebr. hängt auch dieses Satzglied von „dass“ ab. - meine Quäler frohlocken, wenn ich wankte. Doch Doch nein, Herr, du lässest mich nicht wanken, vertraue ich doch auf deine Erbarmung. - ich vertraue auf deine Erbarmung, es frohlockt mein Herz ob deines Heiles, ich will dem Herrn lobsingen, der mir Gutes getan, Wenn das Heil gekommen. Die Kirche legt den Psalm dem am Ölberge betenden Heiland in den Mund. Wir flehen den Auferstandenen an, er wolle uns im Kampfe gegen unsere verkehrte Begierlichkeit Mut und Sieg geben. - und den Namen des Herrn, des Allerhöchsten, preisen. Liturgischer Zusatz aus späterer Zeit, vielleicht auch [Ps 9,3] entnommen.

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