Psalmen 140
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
1. Von boshaften Menschen bedroht, welche ihre giftigen Zungen wider ihn erheben und ihm Hinterlist bereiten, bittet der Sieger um Befreiung von denselben. (V. 6) 2. Zuversichtlich wendet er sich an den Herrn, der sein starker Helfer ist und ihn sicher gegen die Feinde schirmen wird. Diese selbst wird das Unglück treffen, das sie ihm zugedacht, und ein schweres Strafgericht wird über sie hereinbrechen. Solche Menschen haben ja nicht dauerndes Glück, sondern nur Verderben zu gewärtigen. (V. 12) 3. Gott wird dem Sänger helfen, wofür dieser ihn mit allen Gerechten preisen wird, beglückt durch Gottes Huld.
1 Zum Ende, Dem Musikmeister. - Psalm Davids. Der Inhalt widerspricht dem nicht, das Lied ist verwandt mit [Ps 7, Ps 54, Ps 56, Ps 63]. - 2 Rette mich, o Herr, von bösen Menschen, von gottlosen Hebr.: Menschen der Unbilden. - Leuten rette mich, 3 die da in ihrem Herzen Böses sinnen und beständig Streit anstiften. 4 Sie spitzen ihre Zungen wie die Schlangen, Nach der Vorstellung des Dichters enthält die Zunge der Schlange das Gift, das sie beim Bisse mitteilt. - Natterngift ist unter ihren Lippen. Sie reden Bosheit. – Sela. - 5 Beschütze mich, Herr! vor der Hand der Sünder und von gottlosen Menschen Hebr.: Mann der Unbilden. - errette mich, die darauf sinnen, meine Füße zum Falle zu bringen. 6 Stolze legten mir verborgene Schlingen, breiteten Stricke aus zum Netze, stellten mir eine Falle hart am Wege. Hebr.: Stolze haben mir verborgene Schlingen gelegt und Stricke; Netze ausgespannt zur Seite des Pfades, haben Fallen mir gestellt. Sela. - 7 Ich sprach zu dem Herrn: Du bist mein Gott, erhöre, Herr! die Stimme meines Flehens. 8 O Herr, Herr! du Stärke meines Heiles, du beschirmst mein Haupt am Tage des Kampfes. Hebr.: du deckst mein Haupt – nämlich mit einem beschirmenden Helm. Die Übersetzung der Sept. und Vulg. fasst den Schutz wohl im Bilde des kühlenden Schattens. - 9 Gib mich nicht den Sündern preis, o Herr! wider meinen Willen; Hebr.: Gewähre, Herr, des Frevlers Gelüste nicht, seinen Plan lass nicht gelingen. Sela. - sie machen Anschläge wider mich, verlass mich nicht, damit sie sich nicht etwa überheben. 10 Das Haupt derer, die mich umlagern, Betreffend. Sinn: Während Gott mein Haupt schirmend deckt, möge über das Haupt meiner Bedränger all das Unheil kommen, dass sie durch ihre Verleumdungen über mich zu bringen suchen. - das Unheil ihrer Lippen wird auf sie selber fallen. Das Hebr. ist wohl zu übersetzen: Erheben sie das Haupt rings um mich her, so bedecke sie das Unheil ihrer Lippen (das Unheil, das ihre Lippen anrichten). - 11 Glühende Kohlen Blitze, Feuer vom Himmel. - werden auf sie niederfallen, ins Feuer wirst du sie stürzen; ihr Elend werden sie nicht aushalten. Hebr.: In Wassertiefen, daraus sie nicht aufstehen. - 12 Der Mann der verleumderischen Zunge wird nicht bestehen auf Erden, den Ungerechten wird Unglück treffen bis zum Untergange. Hebr.: Der Mann der Gewalttat. – Unglück jage ihm nach Stoß auf Stoß (mit wiederholten Stößen, die ihn endlich zu Falle bringen). - 13 Ich weiß, dass der Herr dem Dürftigen Recht schaffen wird und Rache den Armen. Hebr.: Jahve wird die Sache des Elenden durchführen, den Rechtshandel der Armen. - 14 Doch die Gerechten werden deinen Namen preisen und die Aufrichtigen werden vor deinem Angesichte Unter deinem gnädigen Schutze. - wohnen. Verbleiben. – Die Kirche legt diesen Psalm dem leidenden Erlöser in den Mund.
Zitiert in 2
- V. 6 Summa (EN)(II-II 162.6)
- V. 14 Summa (EN)(II-II 173.1)