Psalmen 143
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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David fleht Gott an, ihn nach seiner Treue zu erhören. (V. 2) Zwar ist die Gefahr, die ihn umgibt, groß, doch flieht er, der früheren Wohltaten Gottes eingedenk, zu seinem einzigen Beschützer (V. 6) und bittet voll Vertrauen, er wolle ihn, angesehen die Größe der Gefahr, trotz seiner Unwürdigkeit erhören und ihn nicht nur von seinen Feinden befreien, sondern auch den Weg erkennen lassen, den er vor Gott wandeln soll. (V. 10) Seiner Erhörung sicher, kündet er seine Befreiung und den Untergang der Feinde an.
1 Psalm Davids, als ihn sein Sohn Absalom verfolgte. Herr! erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen nach deiner Treue, erhöre mich nach deiner Gerechtigkeit Gerechtigkeit: Das Verhalten Gottes, durch das seine Ordnung in der Welt aufrecht erhalten wird. Hier also die den Frommen gegenüber waltende, die heilspendende Gerechtigkeit. - 2 und gehe nicht ins Gericht mit deinem Diener, denn vor deinem Angesichte wird kein Lebender gerecht erfunden! 3 Denn Dieses Gericht droht sich an ihm durch die Feinde zu vollziehen. - der Feind verfolgt meine Seele, tritt mein Leben zur Erde, Bringt mich bis an den Rand des Grabes. - stößt mich in die Finsternis hinab, gleich den längst Verstorbenen. An die schon kein Mensch mehr denkt. - 4 Und mein Geist ist in mir geängstet, mein Herz in mir erschrocken. 5 Ich gedenke der alten Zeiten, ich sinne all deinem Tun nach, betrachte, was deine Hände vollbracht. 6 Ich breite meine Hände aus zu dir; Die Größe der Not (V. 7) wie die des Vertrauens (V. 8) bewegen Gott, das Gebet zu erhören. - wie wasserloses Land dürstet meine Seele nach dir. Meine Seele verhält sich zu dir wie dürstendes Land zum Regen: sie lechzt nach dir. Hebr.: Meine Seele ist wie ein lechzendes Land dir zugewandt. - 7 Eilends erhöre mich, Herr! mein Geist schwindet dahin; o wende dein Angesicht nicht von mir, dass ich nicht denen gleich werde, die in die Grube fahren. 8 Lass mich früh Bald. - deine Erbarmung hören, denn auf dich hoffe ich. Tue mir den Weg kund, auf dem ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele. 9 Errette mich von meinen Feinden, o Herr! zu dir nehme ich meine Zuflucht. 10 Nach deinem Willen lehre mich tun, denn du bist mein Gott; dein gütiger Geist Deine Gnade, dein heiliger Geist. - führe mich auf rechter Bahn! Auf dem Wege der Tugend und Gerechtigkeit. (Ebenso V. 8: Weg.) - 11 Um deines Namens willen belebe mich wieder, nach deiner Gerechtigkeit Siehe Anm. 1. - rette aus der Drangsal meine Seele, 12 und nach deiner Barmherzigkeit Gegen mich. Wesentlich dasselbe, was V. 11: nach deiner Gerechtigkeit. - zerstreue meine Feinde und vernichte alle, die meine Seele bedrängen, denn ich bin dein Diener! Den du nicht unerhört lassen kannst. – Auch diesen Psalm legt die Kirche (wegen V. 4) dem am Kreuze sich verlassen fühlenden Heilande in den Mund. – Dieser Psalm ist der letzte der sieben Bußpsalmen.
Zitiert in 6
- Dieses Kapitel Diuturnum(§20)
- V. 5 Summa (EN)(II-II 180.4)
- V. 6 Summa (EN)(II-II 180.4)
- V. 10 CCC(¶1831)Summa (EN)(I-II 68.2
II-II 189.10)