Psalmen 148

Aufforderung aller Geschöpfe zum Lobe Gottes: 1. Der Engel und der Himmelsmächte. (V. 6) 2. Der Erde. (V. 12) 3. Grund des Lobes: die Offenbarung des Majestät Gottes im Himmel und auf Erden und die Erhöhung seines Volkes.

Alleluja! Lobet den Herrn vom Himmel her; Der Aufruf zum Lobe beginnt bei den höchsten Höhen. Wer dort den Herrn loben soll, besagt V. 2-4. - lobet ihn in den Höhen! Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, alle seine Heerscharen! Engel. Aber loben sie nicht ohne Aufforderung des Psalmisten Gott? In der Tat, doch der Psalmist fordert die Engel gleichsam auf, ihre Lobgesänge mit denen der kämpfenden Kirche zu verbinden. - Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Lobet ihn, Himmel der Himmel, Oberster Himmel, im Gegensatze zum Wolken- und Sternenhimmel der Engel- und Gotteshimmel, oder allgemein: alles Überweltliche. - und alle Wasser, die über dem Himmel sind, Die Speicher des Regens. - sollen den Namen des Herrn loben! Denn er sprach und sie sind geworden, Glosse der Sept. aus [Ps 32,9]. - er befahl und sie wurden geschaffen. Er stellte sie Engel und Sterne. (V. 3) Er hat sie geschaffen, und zwar, damit sie auf ewig die Stellung bewahren, die er ihnen in der Schöpfung zugewiesen. - hin auf immer und ewig, er gab ihnen ein Gesetz Für ihre Aufgabe und die Grenzen derselben. - und es wird nicht vergehen. Hebr.: das sie nicht übertreten. - Lobet den Herrn von der Erde her, ihr Ungeheuer Dieselben wie der Leviathan [Ps 103,26] die Krokodile. - und alle Tiefen! Feuer, Hagel, Schnee, Eis, Sturmwind, die sein Wort ausrichten! Der Dichter fasst ihre Großartigkeit und Zugehörigkeit zum Ganzen der Schöpfung ins Auge, das Gott zu verherrlichen bestimmt ist. - Ihr Berge und alle Hügel, ihr Fruchtbäume und alle Zedern! Ihr wilden Tiere und alles Vieh, Besonders die vierfüßigen Haustiere. - ihr Gewürm und gefiederte Vögel! Ihr Könige der Erde Wie in [Ps 102] steigt der Sänger zuletzt zum Menschen empor, an der Spitze desselben stehen Könige, Fürsten und Richter. - und alle Völker, ihr Fürsten und alle Richter der Erde! Jünglinge und Jungfrauen, jung und alt, sollen den Namen des Herrn loben; denn erhaben ist sein Name allein! Grund des Lobpreises aller Wesen. - Seine Herrlichkeit Die in der Natur- und Gnadenoffenbarung liegende Selbstverherrlichung Gottes. Im Himmel auf Erden hat Gott sich herrlich bezeugt. - überragt Himmel und Erde; er hat das Horn seines Volkes Hebr.: ein Horn seinem Volke, zu Lob allen seinen Frommen. – Gott hat seinem Volke wieder Selbständigkeit unter den Heiden geschenkt. - erhöht, Lobpreis ziemt allen seinen Heiligen, So heißt es, weil es ein priesterliches als solches mit Gott nahe verbundenes Volk ist. - den Söhnen Israel, dem Volke, das ihm nahe ist. Diesen Psalm und die zwei folgenden bezeichnet schon Kassian als Lobpsalmen im engsten Sinne: Laudes, und nach ihnen hat man die kirchliche Gebetsstunde, in welcher sie schon seit alters vorkommen, Laudes (Frühlob) genannt. Alleluja!

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