Psalmen 150

Aufruf Gott zu loben (V. 2), aber mit Herzuziehung aller Instrumente, (V. 5) und nicht für Israel allein, sondern für jegliche Seele.

Alleluja! Lobet Bedeutsam ist, dass das „Lobet“ zehnmal wiederholt wird. Zehn ist die Zahl der vollkommensten Vollendung, der erschöpften Möglichkeit. - den Herrn in seinem Heiligtume, lobet ihn in seiner starken Feste! Im himmlischen Heiligtum, das im Parallelismus seine starke Feste heißt. Diese (das Firmament) ist nach der Gott zugewandten Seite gefasst, da der Sänger gleichsam den Ort Gottes (nicht den Ort der Angeredeten) bezeichnen will. - Lobet ihn ob seiner gewaltigen Taten, Gegenstand des Lobpreises. - lobet ihn nach der Fülle seiner Größe! Maß des Lobpreises: Gottes Größe. - Lobet ihn mit Posaunenschall, Mit dem Widderhorn, das an Neujahr (vergl. [Hos 7,14]) und bei außerordentlichen Feierlichkeiten geblasen ward. - lobet ihn mit Harfen und Zithern! Lobet ihn mit Pauken Handpauken. - und Chören, Reigen. - lobet ihn mit Saiten und Schalmeien! Vulg.: Saiteninstrumente. - Lobet ihn mit schallenden Cymbeln, lobet ihn mit Cymbeln Beckenförmige Metallinstrumente, die aneinander geschlagen wurden. Die kleineren waren hellklingend, die großen gaben einen rauschenden, lärmenden Ton, wie die Jubelfeier ihn fordert. - hellen Jubels! Alles, was Odem hat, Noch war nicht gesagt, wer das Lob anstimmen soll. Die gehäuften Musikinstrumente wiesen vorzugsweise auf Israel, doch nun fordert der Sänger alle zum Lobe auf, die von Gott den Odem des Lebens erhalten haben, alle Menschen. - lobe den Herrn! Alleluja! Mit dem Rufe „Lobet den Herrn (Alleluja)“ schließt das Buch der Loblieder (Psalmen) und darum schließen auch die Laudes täglich mit diesem Preisgesange auf den erhabenen Herrn und Gott. Alle Geschöpfe, zu einem Reigen geeint, und der Chor der Menschheit, mit dem Chore der Engel sich vereinigend, sind zu einer Cymbel göttlichen Lobes geworden und jauchzen Gott, dem Triumphator, das Siegeslied zu. (Hl. Greg. v. Nyssa) Lobet den Herrn! So werden sie alle rufen. – Das Psalmbuch schließt ohne besondere Doxologie, weil der ganze Schlusspsalm selbst eine solche ist.